{"id":310853,"date":"2025-08-01T13:22:12","date_gmt":"2025-08-01T13:22:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/310853\/"},"modified":"2025-08-01T13:22:12","modified_gmt":"2025-08-01T13:22:12","slug":"eugh-titandioxid-darf-nicht-als-krebserregend-bezeichnet-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/310853\/","title":{"rendered":"EuGH: Titandioxid darf nicht als krebserregend bezeichnet werden"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 01.08.2025 14:21 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Wei\u00dfmacher Titandioxid ist umstritten. Die EU-Kommission stufte den Stoff 2019 als krebserregend ein. Doch der EuGH entschied, dass er dieses Label nicht mehr tragen muss &#8211; zumindest vorerst.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer in Produkten wie Sonnencreme, Zahnpasta oder Wandfarbe und Lacken verwendete Wei\u00dfmacher Titandioxid darf nach einem Urteil des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) vorerst nicht als Stoff bezeichnet werden, der Krebs erregen kann. Das h\u00f6chste EU-Gericht mit Sitz in Luxemburg teilte mit, der in der EU zust\u00e4ndige Ausschuss f\u00fcr Risikobeurteilung (RAC) habe nicht alle f\u00fcr die Bewertung relevanten Gesichtspunkte ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuf Grundlage der RAC-Bewertung hatte die EU-Kommission den Stoff vor sechs Jahren als &#8222;karzinogen&#8220; eingestuft. Diese Entscheidung muss nun nach dem Urteil zur\u00fcckgenommen werden. Mit dem Begriff &#8222;karzinogen&#8220; beschreibt die EU Stoffe, die Krebs erzeugen oder die Krebsh\u00e4ufigkeit erh\u00f6hen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    Hersteller hatten gegen Einstufung protestiert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer EuGH best\u00e4tigte mit der Entscheidung ein Urteil der untergeordneten Instanz. In diesem waren die Richter 2022 zu dem Ergebnis gekommen, dass die Beurteilung einer wissenschaftlichen Studie, auf die sich die Einstufung von Titandioxid-Pulver st\u00fctzte, offensichtlich fehlerhaft gewesen sei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVerschiedene Hersteller, Importeure, Anwender und Lieferanten hatten gegen die Einstufung und Kennzeichnung des Stoffes als karzinogen protestiert. Mit dem Beschluss der EU-Kommission aus dem Jahr 2019 wurde Titandioxid nicht verboten, musste aber mit einem Warnhinweis versehen werden.<\/p>\n<p>    In Lebensmitteln seit 2022 verboten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Lebensmitteln ist die Verwendung des Stoffes, der Produkten ein strahlendes Wei\u00df verleiht, allerdings schon seit 2022 verboten. Grund ist, dass negative Effekte auf das menschliche Erbgut und m\u00f6gliche Krebsrisiken nicht ausgeschlossen werden konnten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung BfR hatte das Gesundheitsrisiko 2021 <a href=\"https:\/\/www.bfr.bund.de\/cm\/343\/neubewertung-von-titandioxid-bfr-zieht-aehnliche-schluesse-wie-die-europaeische-behoerde-fuer-lebensmittelsicherheit.pdf\" title=\"Titandioxid\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">neu eingesch\u00e4tzt<\/a>. Es kam zu dem Schluss, dass mehrere Studien darauf hinweisen, dass Titandioxid-Partikel in den Zellkern dringen und dort DNA-Strangbr\u00fcche, DNA-Sch\u00e4den und Chromosomensch\u00e4den verursachen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>    Titandioxid-Partikel verst\u00e4rken Darmentz\u00fcndung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n2017 verabreichte der Mediziner Gerhard Rogler vom Universit\u00e4tsspital Z\u00fcrich M\u00e4usen <a href=\"https:\/\/gut.bmj.com\/content\/gutjnl\/66\/7\/1216.full.pdf\" title=\"Titandioxid\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Titandioxid-Partikel<\/a> in Nano-Gr\u00f6\u00dfe. Gesunden Tieren passierte nichts. Aber bei denen, die bereits an Darmentz\u00fcndungen litten, wurden diese verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch bei Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa machte er diese Beobachtungen. &#8222;Bei denen ist die Schutzschicht der Darmschleimhaut sehr d\u00fcnn. Sie ist nicht gesch\u00fctzt vom Vordringen dieser Nano-Partikel. Wenn die in die Zellen eindringen, dann gehen die kaputt, dann werden die L\u00fccken der Schutzwand gr\u00f6\u00dfer, Bakterien k\u00f6nnen eindringen. Es kommt zu Entz\u00fcndungssch\u00fcben.&#8220; Und, so Rogler weiter, chronische Entz\u00fcndungen k\u00f6nnen zu Krebs f\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Jan Kerckhoff, BR<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 01.08.2025 14:21 Uhr Der Wei\u00dfmacher Titandioxid ist umstritten. Die EU-Kommission stufte den Stoff 2019 als krebserregend ein.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":310854,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,942,30963,30,13,1080,14,15,12,89422],"class_list":{"0":"post-310853","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu-kommission","13":"tag-eugh","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-krebs","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-titandioxid"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114953725270030539","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/310853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=310853"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/310853\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/310854"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=310853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=310853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=310853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}