{"id":311002,"date":"2025-08-01T14:43:09","date_gmt":"2025-08-01T14:43:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/311002\/"},"modified":"2025-08-01T14:43:09","modified_gmt":"2025-08-01T14:43:09","slug":"mehr-milei-wagen-wirtschafts-boom-weil-der-staat-nichts-mehr-tut-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/311002\/","title":{"rendered":"\u201eMehr Milei wagen?!\u201c Wirtschafts-Boom, weil der Staat NICHTS mehr tut | Politik"},"content":{"rendered":"<p>Buenos Aires \u2013 <b>\u201eV\u00f6llig entsetzt und sprachlos\u201c sei er gewesen, sagte Friedrich Merz (69) im Dezember bei Maischberger auf die Frage, was er \u00fcber die Aussage des damaligen FDP-Chefs Christian Lindner \u201eMehr Milei wagen\u201c denke. \u201eWas dieser Pr\u00e4sident dort macht, ruiniert das Land, tritt die Menschen mit F\u00fc\u00dfen\u201c, emp\u00f6rte sich Merz.<\/b><\/p>\n<p>Javier Milei (54), der in seinem Land auch \u201eEl Loco\u201c (\u201eder Verr\u00fcckte\u201c) genannt wird, setzte die Kettens\u00e4ge an \u2013 und schaffte unter anderem die H\u00e4lfte seiner Ministerien ab, feuerte 15.000 Beamte, strich Sozialleistungen und k\u00fcrzte Staatshilfen f\u00fcr Unternehmen. Die Methode des Argentiniers: M\u00f6glichst wenig Staat. Anstatt mehr Gesetze zu verabschieden, schaffte er viele Regeln einfach ab. Das Ziel: Die Wirtschaft soll so frei wie m\u00f6glich sein. <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Jetzt zeigt sich: Das war genau richtig! \u201eArgentinien stand im Jahr 2023 kurz vor einer Hyperinflation und es drohte der n\u00e4chste Staatsbankrott\u201c, sagt Wirtschaftsprofessor Stefan Kooths (56, IfW Kiel) zu BILD. Milei habe mit \u201eeiner Radikalkur eine \u00f6konomische Gesundung eingeleitet\u201c.<\/p>\n<p>Milei holte Argentinien aus der Krise<\/p>\n<p><b>Bisher scheinen die Zahlen dem Argentinier recht zu geben: <\/b><\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e <b>ARMUT<\/b>: Seit der Amts\u00fcbernahme Mileis im Dezember 2023 fiel die Armutsrate im gro\u00dfen Argentinien (achtgr\u00f6\u00dfter Fl\u00e4chstenstaat der Welt, ca. 45,7 Mio. Einwohner) von 53 auf 38 Prozent (Stand Ende 2024).<\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e <b>INFLATION:<\/b> Auch die Preissteigerungen verlangsamten sich unter Milei deutlich. Die Inflation fiel von mehr als 200 Prozent (Ende 2023) auf knapp 40 Prozent (Juni 2025).<\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e <b>MIETEN:<\/b> \u201eDie Abschaffung der Mietpreiskontrollen war ein gro\u00dfer Erfolg\u201c, schreibt das Flossbach von Storch Research Institute in seinem aktuellen Bericht \u00fcber Argentinien. Zwar seien die Preise f\u00fcr Wohnungen in der Hauptstadt Buenos Aires\u00a0(15 Mio. Einwohner) durch die Abschaffung der Mietpreisbremse zun\u00e4chst drastisch gestiegen, kurz darauf aber auf das Niveau von 2022 gefallen. Grund: Wegen der Mietpreisbremse seien sch\u00e4tzungsweise rund 200.000 Wohnungen nicht auf dem Markt angeboten worden, die nun verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e <b>STAATSHAUSHALT:<\/b> Durch die drastischen Sparma\u00dfnahmen bei den Staatsausgaben konnte Milei das Haushaltsminus (mehr als f\u00fcnf Prozent der Wirtschaftsleistung) innerhalb eines Jahres in einen \u00dcberschuss verwandeln. Die Staatsschulden sanken von 155 Prozent der Wirtschaftsleistung (2023) auf 83 Prozent (Ende 2024). Eine Prognose des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die Verschuldung bis 2030 auf weniger als 60 Prozent sinken wird. <\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e <b>WIRTSCHAFTSLEISTUNG: <\/b>W\u00e4hrend das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 leicht geschrumpft ist (minus 1,7 Prozent), erwartet der IWF f\u00fcr dieses Jahr ein reales Wirtschaftswachstum von 5,5 Prozent. Eine beachtliche Zahl, denn auch Staatsausgaben flie\u00dfen in das BIP ein. Werden sie \u2013 wie in Argentinien \u2013 gek\u00fcrzt, dr\u00fcckt dies auf das BIP.<\/p>\n<p><b>Kooths\u2018 Fazit: \u201eIm Ergebnis wurde durch drastische Haushaltskonsolidierung mit der staatlichen Verschuldungsspirale auch die Inflationsursache gestoppt. Mittlerweile zieht die wirtschaftliche Leistung wieder kr\u00e4ftig an und auch die Armutsraten sind \u2013 nach anf\u00e4nglicher Verschlechterung \u2013 bereits deutlich unter das Niveau gesunken, das beim Amtsantritt von Milei herrschte.\u201c<\/b><\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e Kann sich Deutschland in Sachen Haushalts- und Wirtschaftspolitik etwa was vom Kettens\u00e4gen-Argentinier abschauen? <\/p>\n<p>Die Ausgangslage in Argentinien sei mit der Lage bei uns \u201ekaum vergleichbar\u201c, so \u00d6konom Kooths. Doch wenn es eine Botschaft gibt, die \u2013 bei allen Unterschieden im Ausma\u00df \u2013 auch f\u00fcr die deutsche Wirtschaftspolitik eine Rolle spielt, dann diese: Strukturreformen wirken, \u201ewenn sie konsequent umgesetzt werden\u201c.<\/p>\n<p><b>Prof. Stefan Kooths<\/b> leitet das Forschungszentrum Konjunktur und Wachstum des Wirtschaftsinstituts IfW Kiel. Kooths gilt als ausgewiesener Experte f\u00fcr Konjunktur- und Wirtschaftspolitik. In seiner Arbeit verbindet er \u00f6konomische Theorie mit aktueller Analyse wirtschaftlicher Entwicklungen. Kooths, der auch Vorstandsvorsitzender der wirtschaftsliberalen Hayek-Gesellschaft ist, verlieh Javier Milei 2024 einen Preis. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Buenos Aires \u2013 \u201eV\u00f6llig entsetzt und sprachlos\u201c sei er gewesen, sagte Friedrich Merz (69) im Dezember bei Maischberger&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":311003,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,12932,3364,29,30,13,32,3318,22184,14,15,12,45,626],"class_list":{"0":"post-311002","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-argentinien","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-merz-friedrich","16":"tag-mieterrecht","17":"tag-mietvertrag","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-texttospeech","22":"tag-wohnung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114954043738292749","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/311002","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=311002"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/311002\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/311003"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=311002"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=311002"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=311002"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}