{"id":311141,"date":"2025-08-01T15:59:11","date_gmt":"2025-08-01T15:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/311141\/"},"modified":"2025-08-01T15:59:11","modified_gmt":"2025-08-01T15:59:11","slug":"starmers-palaestina-anerkennung-schlaegt-wellen-luxemburger-wort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/311141\/","title":{"rendered":"Starmers Pal\u00e4stina-Anerkennung schl\u00e4gt Wellen | Luxemburger Wort"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Mit seiner Drohung, einen pal\u00e4stinensischen Staat anzuerkennen, hat Keir Starmer heftige innenpolitische Debatten ausgel\u00f6st. Am Dienstag k\u00fcndigte der Premierminister an, im September Pal\u00e4stina als unabh\u00e4ngigen Staat anzuerkennen, sollte sich <a class=\"LinkText_root__0Tfta annotation-link_annotationLink__nXU8B\" href=\"https:\/\/www.wort.lu\/tag\/israel\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Israel<\/a> nicht auf einen Friedensprozess einlassen und konkrete Schritte zu einer Zwei-Staaten-L\u00f6sung unternehmen. Er sprach vom \u201eunver\u00e4u\u00dferlichen Recht\u201c der Pal\u00e4stinenser auf einen eigenen Staat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/wachsende-eu-kritik-an-israel-%E2%80%93-xavier-bettel-unterstuetzt-sanktionen\/80705544.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__awFnD RelatedTeaser_related-teaser--image__oZDce read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"80705544\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Wachsende EU-Kritik an Israel \u2013 Xavier Bettel unterst\u00fctzt Sanktionen<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Starmer folgt damit dem franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron, der bereits<a class=\"LinkText_root__0Tfta annotation-link_annotationLink__nXU8B\" href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/frankreich-wird-laut-macron-palaestina-als-staat-anerkennen\/79830795.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> letzte Woche die Anerkennung Pal\u00e4stinas angek\u00fcndigt<\/a> hatte. <a class=\"LinkText_root__0Tfta annotation-link_annotationLink__nXU8B\" href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/auch-kanada-will-palaestina-als-staat-anerkennen\/80947254.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Am Mittwoch zog Kanada nach<\/a>: An der Uno-Vollversammlung im September werde das Land einen pal\u00e4stinensischen Staat anerkennen, sagte Premierminister Mark Carney. In Europa haben sich unter anderem Irland, Spanien und Norwegen f\u00fcr einen pal\u00e4stinensischen Staat ausgesprochen.<\/p>\n<p>Politischer Richtungswechsel<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">F\u00fcr Gro\u00dfbritannien ist es ein bedeutender au\u00dfenpolitischer Richtungswechsel. Nach dem Hamas-\u00dcberfall auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden israelischen Angriff auf <a class=\"LinkText_root__0Tfta annotation-link_annotationLink__nXU8B\" href=\"https:\/\/www.wort.lu\/tag\/gazastreifen\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Gaza<\/a> stand Gro\u00dfbritannien Israel beiseite \u2013 auch Keir Starmer, der im Juli 2024 als Premierminister antrat, hielt zur Regierung von Benjamin Netanyahu.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Aber seit einigen Monaten sind in Westminster zunehmend kritische Stimmen zu h\u00f6ren. Sowohl Labour-Abgeordnete wie auch Oppositionspolitiker fordern eine h\u00e4rtere Gangart gegen\u00fcber Israel. Seit sich die von Israel verursachte Hungersnot in Gaza zu einer fl\u00e4chendeckenden humanit\u00e4ren Katastrophe ausweitet, sind diese Forderungen lauter geworden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/warum-die-luftbruecke-fuer-gaza-eine-schlechte-alternative-ist\/80753238.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__awFnD RelatedTeaser_related-teaser--image__oZDce read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"80753238\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Warum die Luftbr\u00fccke f\u00fcr Gaza eine schlechte Alternative ist<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Letzte Woche prangerte der Tory-Abgeordnete Kit Malthouse die Regierung wegen ihrer \u201eTatenlosigkeit\u201c und \u201eFeigheit\u201c im Angesicht der israelischen Kriegsf\u00fchrung an. Er fragte Au\u00dfenminister David Lammy, ob er sich nicht bewusst sei, dass er aufgrund seiner Unterst\u00fctzung Israels \u201ein Den Haag landen k\u00f6nnte\u201c \u2013 eine Anspielung auf den internationalen Strafgerichtshof.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Wenige Tage sp\u00e4ter unterzeichneten rund 220 Abgeordnete aus neun Parteien \u2013 131 davon Labour \u2013 einen offenen Brief, in dem sie die Anerkennung Pal\u00e4stinas als Staat forderten. \u201eEine Anerkennung w\u00fcrde eine starke symbolische Botschaft senden, dass wir die Rechte der Pal\u00e4stinenser unterst\u00fctzen und dass sie nicht allein sind\u201c, schrieben die Unterzeichner.<\/p>\n<p class=\"social-embed-fallback-message_fallbackMessageText__Qks44\">Hier steht eingebetteter Inhalt von X, der Cookies lesen oder schreiben m\u00f6chte. Sie haben daf\u00fcr keine Berechtigung erteilt.<\/p>\n<p>Einstellungen \u00e4ndern<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Am Dienstag gab Starmer dieser Forderung nach. Die Anerkennung Pal\u00e4stinas werde noch vor der Uno-Generalversammlung im September erfolgen, wenn sich Israel nicht einem dauerhaften Waffenstillstand verpflichtet, sagte der Premierminister. Er verwies auf die \u201euntragbare Situation\u201c in Gaza und warnte, dass eine Zwei-Staaten-L\u00f6sung zunehmend unwahrscheinlicher werde. Er forderte zudem Hamas auf, die verbleibenden Geiseln auf freien Fu\u00df zu setzen \u2013 auch das sei eine Bedingung f\u00fcr die Anerkennung Pal\u00e4stinas.<\/p>\n<p>Kritik von beiden Seiten<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die Ank\u00fcndigung hat teilweise heftige Kritik ausgel\u00f6st. Wenig \u00fcberraschend sch\u00e4umte der israelische Premier Netanjahu vor Wut. Er sagte, dass ein \u201edschihadistischer Staat\u201c an der Grenze zu Israel bald auch Gro\u00dfbritannien bedrohen werde. Auch ehemalige Geiseln, die von der Hamas gekidnappt wurden, sind entsetzt. Die britisch-Israelin Emily Damari, die im Januar freigelassen wurde, sagte: \u201ePremierminister Starmer steht nicht auf der richtigen Seite der Geschichte.\u201c <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/luxemburg-beteiligt-sich-an-gaza-luftbruecke\/80944985.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__awFnD RelatedTeaser_related-teaser--image__oZDce read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"80944985\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Luxemburg beteiligt sich an Gaza-Luftbr\u00fccke<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Allerdings zeigen Umfragen, dass Starmer durchaus im Sinn der \u00d6ffentlichkeit gehandelt hat: Eine <a class=\"LinkText_root__0Tfta annotation-link_annotationLink__nXU8B\" href=\"https:\/\/yougov.co.uk\/international\/articles\/52679-britons-support-palestinian-statehood-by-45-to-14\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Erhebung des Instituts YouGov<\/a> hat ergeben, dass 45 Prozent der Briten eine Anerkennung Pal\u00e4stinas als eigenst\u00e4ndiger Staat begr\u00fc\u00dfen \u2013 nur 14 Prozent sind dagegen, w\u00e4hrend 41 Prozent unsicher sind.<\/p>\n<blockquote class=\"Quote_quote__blockquote__sryI6\">\n<p class=\"Quote_quote__paragraph__SLHdn\">Die Ank\u00fcndigung hat teilweise heftige Kritik ausgel\u00f6st. Wenig \u00fcberraschend sch\u00e4umte der israelische Premier Netanyahu vor Wut.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Starmer ist auch von pro-pal\u00e4stinensischer Seite unter Beschuss gekommen. Ed Davey, Vorsitzender der Liberaldemokraten, sagte, Starmer h\u00e4tte Pal\u00e4stina \u201eschon vor Monaten\u201c anerkennen sollen; die Regierung m\u00fcsse weit mehr unternehmen, um das humanit\u00e4re Desaster in Gaza zu stoppen. Auch die Gr\u00fcnen sprachen von einer \u201epolitischen Geste\u201c, die wenig ausrichten werde.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Der ehemalige Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei, Humza Yousaf, sagte, ein pal\u00e4stinensischer Staat sollte nicht von bestimmten Bedingungen f\u00fcr Israel abh\u00e4ngig sein \u2013 es sei das Recht der Pal\u00e4stinenser. Yousaf hatte wenige Tage zuvor bekanntgegeben, dass eines seiner Familienmitglieder in Gaza von israelischen Streitkr\u00e4ften erschossen wurde.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Experten gehen zwar nicht davon aus, dass Starmers Richtungswechsel konkrete Folgen haben wird. \u201eWenn man in Gaza hungert, dann werden die Worte von Diplomaten und Politikern wenig ausrichten\u201c, sagte der ehemalige US-amerikanische Diplomat William Lawrence gegen\u00fcber Al Jazeera. \u201eAber in diplomatischer Hinsicht ist es riesig.\u201c Es werde den Druck auf die USA und Israel erh\u00f6hen, vor allem weil Starmer konkrete Forderungen gestellt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit seiner Drohung, einen pal\u00e4stinensischen Staat anzuerkennen, hat Keir Starmer heftige innenpolitische Debatten ausgel\u00f6st. 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