{"id":311192,"date":"2025-08-01T16:26:11","date_gmt":"2025-08-01T16:26:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/311192\/"},"modified":"2025-08-01T16:26:11","modified_gmt":"2025-08-01T16:26:11","slug":"anrufbetrug-erreicht-stuttgart-hunderttausende-euro-gezahlt-china-betrueger-zocken-auch-studierende-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/311192\/","title":{"rendered":"Anrufbetrug erreicht Stuttgart: Hunderttausende Euro gezahlt \u2013 China-Betr\u00fcger zocken auch Studierende ab"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Anrufbetrug erreicht Stuttgart: Hunderttausende Euro gezahlt \u2013 China-Betr\u00fcger zocken auch Studierende ab\" title=\"Anrufbetrug erreicht Stuttgart: Hunderttausende Euro gezahlt \u2013 China-Betr\u00fcger zocken auch Studierende ab\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/media.media.ade45447-041b-4b40-ad30-530b6b6837eb.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tPolizeieinsatz in China \u2013 doch was soll der mit einem Stuttgarter zu tun haben? (Symbolbild)\u00a0Foto: dpa\t\t\t<\/p>\n<p>Gigantische Callcenter-Betrugszentren in Asien finden auch hierzulande Opfer. Mit Schockanrufen der besonderen Art. Ein Opfer stammt aus Stuttgart.<\/p>\n<p>Der Mann ist wohlsituiert, lebt und arbeitet in Deutschland. Er ist chinesischer Staatsb\u00fcrger, 41 Jahre alt, weit entfernt von der sonstigen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Telefonbetrug\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zielgruppe f\u00fcr Anrufbetr\u00fcger<\/a> mit Enkeltricks und Schockanrufen. Doch dann geht im April dieses Telefonat ein, auf Mandarin, aus der Heimat \u2013 und es folgen Wochen der Drohungen und Einsch\u00fcchterungen. Angebliche chinesische Polizisten erkl\u00e4ren, dass es einen Identit\u00e4tsdiebstahl gegeben habe und mit seinen Daten in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/China\" title=\"China\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China<\/a> Straftaten begangen worden seien. Seine Verm\u00f6genswerte seien beh\u00f6rdlich eingefroren, und wenn er nicht mitziehe, werde man ihn zur\u00fcck nach China ausfliegen. <\/p>\n<p>\u201eDas ist der erste Fall dieser neuen Masche in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>\u201c, sagt Polizeisprecherin Kara Starke. Und er ist so ausgegangen wie alle anderen: Die Opfer haben am Ende mehr als 100000 Euro auf verschiedene Konten \u00fcberwiesen, ehe sie erkennen, dass sie gar nicht von den chinesischen Beh\u00f6rden verfolgt worden sind. Der 41-J\u00e4hrige aus Stammheim hat am 28. Juli Anzeige erstattet \u2013 und <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.betrug-in-stuttgart-stammheim-betrueger-geben-sich-als-chinesische-polizisten-aus-und-erbeuten-100000-euro.1dcb9b6a-c3b6-4c8b-a4a2-a5cdc5905053.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Fall liegt nun beim Betrugsdezernat der Stuttgarter Kriminalpolizei<\/a>. Dass die Ermittler den Fall kl\u00e4ren k\u00f6nnen, gilt als h\u00f6chst unwahrscheinlich. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/media.media.85d82d4e-de83-4608-823e-7dfb5946d32d.original1024.media.jpeg\"\/>     Bislang waren vor allem \u00e4ltere Menschen im Visier von Telefonbetr\u00fcgern. Studierende aus China sind eine neue Zielgruppe der T\u00e4ter.    Foto: Rolf Vennenbernd\/dpa    <\/p>\n<p>Und das liegt am wenigsten daran, dass die Stuttgarter Ermittler kein Chinesisch k\u00f6nnen. \u201eF\u00fcr den Chatverkehr auf Mandarin gibt es Dolmetscher, und der Gesch\u00e4digte spricht Deutsch\u201c, sagt Polizeisprecherin Starke. Allerdings: Ermittlungen in China mit beh\u00f6rdlichen Ersuchen auf Rechtshilfe d\u00fcrften in der Praxis so gut wie unm\u00f6glich sein \u2013 und die Hinterm\u00e4nner angesichts der vermuteten Strukturen unerreichbar. <\/p>\n<p>M\u00fcnchner <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Polizei\" title=\"Polizei\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polizei<\/a> warnt asiatische Studierende <\/p>\n<p>Dabei ist die Masche nur relativ gesehen neu. Bereits 2019 finden sich Meldungen und Anzeigen mit Schwerpunkt in M\u00fcnchen. Im Visier stehen vor allem Studierende aus China, von denen die T\u00e4ter offenbar annehmen, dass sie oder ihre Familien verm\u00f6gend genug sind, um hohe Geldbetr\u00e4ge als angebliche Kautionen aufbringen zu k\u00f6nnen. Die Drohung, das Visum zu entziehen oder in China Haftbefehle auszustellen, wirkt stark einsch\u00fcchternd. Eine 22-j\u00e4hrige Studentin zahlte so mehr als 100000 Euro, ein 21-J\u00e4hriger insgesamt mehr als 150000 Euro. Das Polizeipr\u00e4sidium M\u00fcnchen verzeichnete f\u00fcr das Jahr 2023 einen Gesamtschaden von einer halben Million Euro.<\/p>\n<p>Wie die T\u00e4ter ihre Opfer aufsp\u00fcren, ist unklar. Doch Datenklau erscheint nicht sonderlich problematisch. \u00dcber die Messengerdienste wie WeChat, Weibo oder Tencent QQ r\u00fccken asiatische und europ\u00e4ische Welten zusammen. Bis nach K\u00f6then. Dort, s\u00fcdlich von Magdeburg in Sachsen-Anhalt, zahlte ein junger Student 120000 Euro. Eine junge Chinesin in Essen im Ruhrgebiet kam mit einem vierstelligen Betrag davon, weil sie beim zweiten Kontakt misstrauisch wurde.<\/p>\n<p>F\u00fchrt die Spur in die Betrugszentren in Myanmar? <\/p>\n<p>Ob die T\u00e4ter aber wirklich in China sitzen, ist zumindest zweifelhaft. Seit Jahresbeginn h\u00e4ufen sich Berichte \u00fcber gro\u00dfe Callcenter-Betrugszentren im <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.das-erbe-des-kolonialismus-menschenleeres-myanmar.e772c8c4-e668-464e-9752-43ad7712ec74.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">s\u00fcdostasiatischen Myanmar<\/a>, die unter anderem von chinesischen kriminellen Netzwerken betrieben werden. Es sprudeln offenbar Milliardenums\u00e4tze mit <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Telefonbetrug\" title=\"Telefonbetrug\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Telefonbetrug<\/a> und Onlinegl\u00fccksspiel \u2013 und die Zehntausenden in den Callcentern sollen selbst Opfer sein und wie moderne Sklaven in den sogenannten Scam-Fabriken gehalten werden. <\/p>\n<p>Allerdings scheint die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.bombardierung-durch-militaerjunta-22-tote-bei-luftangriff-auf-schule-in-myanmar.ae9ab9ef-3a3c-4264-86ef-13e42e827922.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Milit\u00e4rjunta in Myanmar<\/a> zunehmend unter Druck gesetzt zu werden, gegen solche Zentren vorzugehen. Dazu soll auch Pekings Regierung geh\u00f6ren. So h\u00e4ufen sich Berichte \u00fcber Befreiungen von Tausenden Menschen, die zuvor als <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/myanmar-scam-zentren-befreiung-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zwangsarbeiter von Menschenh\u00e4ndlern<\/a> in die Scam-Fabriken gelotst worden sein sollen und nun wieder in ihre Heimat abgeschoben werden. Doch offenkundig gibt es noch reichlich solcher Telefonbetr\u00fcger \u2013 der 41-J\u00e4hrige aus Stuttgart-Stammheim wird es best\u00e4tigen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Polizeieinsatz in China \u2013 doch was soll der mit einem Stuttgarter zu tun haben? 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