{"id":311241,"date":"2025-08-01T16:53:10","date_gmt":"2025-08-01T16:53:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/311241\/"},"modified":"2025-08-01T16:53:10","modified_gmt":"2025-08-01T16:53:10","slug":"fassungslosigkeit-in-der-schweiz-ueber-us-zoelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/311241\/","title":{"rendered":"Fassungslosigkeit\u00a0in der Schweiz \u00fcber US-Z\u00f6lle"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 01.08.2025 18:04 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die gute Stimmung zwischen den USA und der Schweiz ist vorbei. Denn mit 39 Prozent droht dem Land der europaweit h\u00f6chste Zollsatz. Das sorgt f\u00fcr Fassungslosigkeit. Die USA sind f\u00fcr das Land der wichtigste Handelspartner.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRegierung und Wirtschaftsverb\u00e4nde in der Schweiz haben schockiert auf die gegen das Land angek\u00fcndigten US-Z\u00f6lle reagiert. Auf Importe aus dem Alpenstaat in die Vereinigten Staaten sollen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/zoelle-usa-trump-faq-100.html\" title=\"Rund um den Globus: Welchen L\u00e4ndern welche Z\u00f6lle drohen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">laut US-Pr\u00e4sident Donald Trump Abgaben von 39 Prozent<\/a> entfallen &#8211; das ist der h\u00f6chste Zoll in Europa und f\u00fcnfth\u00f6chste im internationalen Vergleich. Der Betrag sei deutlich h\u00f6her als erwartet, sagte Bundespr\u00e4sidentin Karin Keller-Sutter. Die j\u00fcngsten Verhandlungen h\u00e4tten auf einen niedrigeren Zoll hingesteuert. &#8222;Der Bundesrat ist entt\u00e4uscht&#8220;, so Keller-Sutter am Rande einer Veranstaltung zum heutigen Schweizer Nationalfeiertag.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Schweiz erlebe immer wieder einen Sturm, sagte die Politikerin zudem. Da m\u00fcsse man aufstehen, weitermachen und L\u00f6sungen finden. &#8222;Es ist schade, dass der Zoll deutlich h\u00f6her ist als der von uns ausgehandelte.&#8220; Die erh\u00f6hten Z\u00f6lle h\u00e4tten &#8222;sehr negative&#8220; Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft. Unklar ist bislang, ob und in welchem Ausma\u00df die Schweizer Pharmaindustrie von den neuen Z\u00f6llen betroffen sein wird &#8211; bislang gelten f\u00fcr sie Ausnahmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Regierung steht laut Keller-Sutter bereits mit Washington in Kontakt, um eine L\u00f6sung zu finden. Die neuen Z\u00f6lle sollen nach derzeitigem Stand am 7. August nach Mitternacht in Kraft treten. Im April hatte Trump noch Z\u00f6lle von 31 Prozent f\u00fcr die Schweiz geplant, was in Bern bereits auf Unverst\u00e4ndnis gesto\u00dfen war. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/zolleinigung-eu-faq-100.html\" title=\"Zollstreit: Worauf sich EU und USA geeinigt haben\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">F\u00fcr die EU gilt ein Zollsatz von 15 Prozent.<\/a><\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Ex-Justizministerin Karin Keller-Sutter ist seit Anfang des Jahres Bundespr\u00e4sidentin.\n                    <\/p>\n<p>    USA erheben Vorwurf &#8222;einseitiger Handelsbeziehung&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAus der US-Hauptstadt hie\u00df es zur Begr\u00fcndung, die Schweiz m\u00fcsse mit einem h\u00f6heren Zollsatz von 39 Prozent auf ihre Exporte in die USA rechnen, weil sie sich weigere, &#8222;bedeutende Zugest\u00e4ndnisse&#8220; zu machen. &#8222;Die Schweiz, eines der reichsten und einkommensst\u00e4rksten L\u00e4nder der Welt, kann nicht erwarten, dass die Vereinigten Staaten eine einseitige Handelsbeziehung tolerieren&#8220;, sagte ein Beamter des Wei\u00dfen Hauses der Nachrichtenagentur Reuters zufolge.<\/p>\n<p>    Wirtschaftsverband sieht Zehntausende Stellen gef\u00e4hrdet<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie reagierte entsetzt. Direktor Stefan Brupbacher sagte: &#8222;Da ist man absolut fassungslos.&#8220; Der Wert 39 Prozent habe &#8222;keine realistische, keine rationale Basis&#8220;. Die Schweiz sei das wirtschaftlich offenste Land. Brupbacher f\u00fcrchtet Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in dem Fall, dass die Z\u00f6lle zum Tragen kommen. &#8222;Es wird einen Stellenabbau bei jenen Firmen geben, die schlicht den US-Markt verlieren.&#8220; Mehrere Zehntausend Stellen seien allein in der Tech-Industrie gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Wirtschaftsverband Economie Suisse sprach von ungerechtfertigten Z\u00f6llen, die &#8222;eine sehr ernsthafte Belastung f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft&#8220; seien. Er gibt der Schweizer Regierung keine Schuld an der jetzigen Lage. Die Schweiz sei der sechstwichtigste ausl\u00e4ndische Investor in den USA. Schweizer Firmen h\u00e4tten dort rund 400.000 Arbeitspl\u00e4tze geschaffen.\u00a0Jan Atteslander, Mitglied der Gesch\u00e4ftsleitung von Economiesuisse, setzt nun auf eine Einigung, die beide Seiten zufriedenstellt: Es gehe unter anderem &#8222;um lebensrettende Medikamente.&#8220; Die k\u00f6nne man nicht einfach ersetzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Z\u00f6lle gef\u00e4hrdeten den Werkplatz Schweiz, schrieb Swissmechanic, der Fachverband kleiner und mittelst\u00e4ndischer Unternehmen in der Metall-, Elektro- und Maschinenindustrie. Die Wirtschaftsverb\u00e4nde fordern die Regierung auf, alles daran zu setzen, in den n\u00e4chsten Tagen eine Reduzierung zu erreichen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie USA sind f\u00fcr Schweizer Firmen mit Abstand der gr\u00f6\u00dfte Absatzmarkt. Die Exporte machten im vergangenen Jahr 65,3 Milliarden Franken (70,2 Milliarden Euro) aus, knapp 17 Prozent der Gesamtausfuhren. Danach folgt Deutschland mit 45,2 Milliarden Franken.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/audio\/audio-252726.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Patricia Verne, SWR, tagesschau, 01.08.2025 14:39 Uhr<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Patricia Verne, SWR, zzt. ARD-Studio Genf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 01.08.2025 18:04 Uhr Die gute Stimmung zwischen den USA und der Schweiz ist vorbei. 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