{"id":31251,"date":"2025-04-14T13:21:10","date_gmt":"2025-04-14T13:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/31251\/"},"modified":"2025-04-14T13:21:10","modified_gmt":"2025-04-14T13:21:10","slug":"wie-die-fat-cat-noch-fetter-wird-zwei-jahre-zwischennutzung-im-alten-gasteig-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/31251\/","title":{"rendered":"Wie die Fat Cat noch fetter wird: Zwei Jahre Zwischennutzung im alten Gasteig &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">\u201eYOU ARE EVERYTHING\u201c steht leuchtend gelb \u00fcber dem Haupteingang des Fat Cat. Die englische K\u00fcnstlerin Morag Myerscough hatte den Schriftzug samt dem dazugeh\u00f6rigen Bild urspr\u00fcnglich f\u00fcr das \u201eStadion der Tr\u00e4ume\u201c geschaffen, das w\u00e4hrend der Fu\u00dfball-EM 2024 nicht nur Sportfans zum Verweilen einlud. L\u00e4ngst l\u00e4sst sich jener inspirierende Satz, wonach man alles ist, auch auf das Geb\u00e4ude des alten <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Gasteig\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gasteig<\/a> selbst beziehen: Es ist tats\u00e4chlich all das, wof\u00fcr Menschen es nutzen m\u00f6gen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Zur Erinnerung: Zwei Jahre war der Gasteig schon wegen n\u00f6tiger Sanierungsarbeiten leer gestanden, als eine eigens daf\u00fcr gegr\u00fcndete gemeinn\u00fctzige GmbH dieses Geb\u00e4ude endlich als tempor\u00e4res Kulturzentrum mit Studios, Ateliers und Prober\u00e4umen sowie nat\u00fcrlich mit Veranstaltungsr\u00e4umen nutzte. Fat Cat hei\u00dft nun jener Ort der Begegnung, der anfangs vor allem Besucher wegen der Aussicht auf die neue Dachterrasse lockte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Zwei weitere Jahre sp\u00e4ter ist das interime Kulturzentrum nun eine mit viel Kultur angereicherte Begegnungsst\u00e4tte, die auch \u00fcber ein eigenes Caf\u00e9 verf\u00fcgt. Michael Mittermeiers dort beheimateter Comedy Club Lucky Punch konnte sich l\u00e4ngst als Zentrale der M\u00fcnchner Comedy-Szene etablieren. Ein anderer Club namens Live Evil lockt zudem kulturinteressierte Menschen mit Konzerten, Talkshows und Sessions in die Fat Cat.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Und nun hat dort am vergangenen Wochenende auch noch der Republic Jazzclub er\u00f6ffnet<strong> \u2013<\/strong> in einem kleinen Raum f\u00fcr etwa 50 Zuschauer im Erdgeschoss, in dem vor allem junge Jazzer ihre Vorstellung von einer zeitgem\u00e4\u00dfen Jazzmusik entwickeln k\u00f6nnen. Aber auch die fr\u00fcheren B\u00fchnen des Gasteig wie der kleine Konzertsaal oder die Black Box werden wieder f\u00fcr Veranstaltungen genutzt. Zum Festival \u201eCatropolis\u201c anl\u00e4sslich des zweij\u00e4hrigen Bestehens der Fat Cat bew\u00e4hrte sich die B\u00fchne der Philharmonie am Wochenende sogar als Technoclub mit Blick auf die verdunkelten Zuschauerr\u00e4nge.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/f63bb8b8-e28c-4c2c-88de-ec37eae1733d.jpeg\"  class=\"css-y4bre2\"\/>Die Band Fahrlaend spielte beim Festival in der Black Box. (Foto: Catherina Hess)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Auf einer gut besuchten Podiumsdiskussion betonten derweil bildende K\u00fcnstler, Musiker und Schauspieler im Gespr\u00e4ch mit dem gr\u00fcnen Zweiten B\u00fcrgermeister Dominik Krause die Notwendigkeit weiterer Kulturr\u00e4ume. Die Fat Cat habe sich zum Beispiel sehr f\u00fcr eine Vernetzung der hiesigen Kulturschaffenden etabliert und trage so dazu bei, eine M\u00fcnchner Szene zu festigen. Diese sei zudem nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Gerade in Zeiten, in denen demokratiefeindliche Kr\u00e4fte versuchen, die Gesellschaft zu spalten, seien Orte wichtig, in denen sich Menschen real begegnen, betonte etwa der Sportfreunde Stiller-Bassist R\u00fcdiger Linhof. Finanzieren lasse sich solches auch mit einer seit Jahren diskutierten Kulturtaxe, wie sie Touristen in anderen St\u00e4dten bereits zahlen. Letztlich k\u00e4me die so \u00fcber eine zumutbare Bettensteuer mitfinanzierte Kultur auch den Touristen selbst zugute.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die bildende K\u00fcnstlerin Gabi Blum fordert dar\u00fcber hinaus eine gerechtere Aufteilung des Kulturbudgets, damit auch die Subkultur dauerhaft solche guten R\u00e4ume wie die Philharmonie bek\u00e4me. Till Hofmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Fat Cat, warnt indes davor, die Subkultur gegen die Hochkultur auszuspielen. Er setzt auf ein ressourcenorientiertes Bewusstsein, wonach zum Beispiel die am Wochenende leerstehenden Schulen als zus\u00e4tzliche Kulturr\u00e4ume genutzt werden k\u00f6nnten. F\u00fcr die Fat Cat erhofft er sich, dass einige der Projekte, die sich hier behaupten, auch sp\u00e4ter neben einer Philharmonie bestehen d\u00fcrfen. Tats\u00e4chlich w\u00fcrde erst ein solches Miteinander den Gasteig, wie er nach der Sanierung wieder hei\u00dfen k\u00f6nnte, zur Begegnungsst\u00e4tte aller B\u00fcrger machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eYOU ARE EVERYTHING\u201c steht leuchtend gelb \u00fcber dem Haupteingang des Fat Cat. 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