{"id":312910,"date":"2025-08-02T08:45:13","date_gmt":"2025-08-02T08:45:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/312910\/"},"modified":"2025-08-02T08:45:13","modified_gmt":"2025-08-02T08:45:13","slug":"wo-die-abwassergebuehren-sehr-hoch-sind-und-wo-am-guenstigsten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/312910\/","title":{"rendered":"Wo die Abwassergeb\u00fchren sehr hoch sind und wo am g\u00fcnstigsten"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Menschen in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/nordrhein-westfalen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nordrhein-Westfalen<\/a> m\u00fcssen f\u00fcr die Abwassergeb\u00fchren immer mehr berappen. Im landesweiten Schnitt seien die Geb\u00fchren von 2024 auf 2025 f\u00fcr einen Musterhaushalt \u2013 vier Personen, 200 Kubikmeter Frischwasserverbrauch, 130 Quadratmeter bebaute Grundst\u00fccksfl\u00e4che \u2013 um 5,1 Prozent gestiegen, meldet der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bund-der-steuerzahler\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bund der Steuerzahler<\/a> NRW nach einer aktuellen Auswertung. Das sei der zweith\u00f6chste Geb\u00fchrensprung seit Beginn der Erhebungen vor \u00fcber 30 Jahren \u2013 nur noch \u00fcbertroffen von 6,1 Prozent im vergangenen Jahr.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dabei ist die Spanne gewaltig. Spitzenreiter ist Monschau: Dort kommt die Beispiel-Familie auf j\u00e4hrlich rund 1690 Euro <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/abwassergebuehr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abwassergeb\u00fchr<\/a>. Auch <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/viersen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Viersen<\/a> oder <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/nettetal\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nettetal<\/a> geh\u00f6ren mit mehr als 1400 beziehungsweise 1360 Euro zum teuren Pflaster. Am g\u00fcnstigsten kommt der Haushalt mit gerade mal gut 330 Euro in Reken weg. Aber auch in D\u00fcsseldorf (465), <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/erkelenz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erkelenz<\/a> (rund 490) oder Kleve (rund 560 Euro) ist es verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig g\u00fcnstig. Dazwischen liegen St\u00e4dte wie <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bonn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bonn<\/a> (840 Euro) oder M\u00fcnster (fast 700 Euro).<\/p>\n<p>Wie sich die Unterschiede der Geb\u00fchren erkl\u00e4ren      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass es so gro\u00dfe Unterschiede gibt, kann an \u00f6rtlichen Bedingungen liegen. In Gro\u00dfst\u00e4dten h\u00e4ngen viele Wohnungen an einem Kanalnetz, das dr\u00fcckt den Preis. Ist eine Region d\u00fcnn besiedelt oder so h\u00fcgelig, dass laufend Pumpen im Einsatz sein m\u00fcssen, treibt es ihn hoch.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Allerdings h\u00e4tten die St\u00e4dte und Gemeinden auch Spielr\u00e4ume bei der Geb\u00fchrenkalkulation, sagte der Vorsitzende des Steuerzahlerbundes NRW, Rik Steinheuer. Und immer mehr Gemeinden sch\u00f6pften diese aus, um \u00dcbersch\u00fcsse zu erwirtschaften, \u201edie dann zur St\u00fctzung des kommunalen Haushalts eingesetzt werden k\u00f6nnen\u201c. Steinheuer appellierte an die Stadtr\u00e4te, die solche Entscheidungen tr\u00e4fen: \u201eKeine Kommune ist gezwungen, die Spielr\u00e4ume auszunutzen.\u201c<\/p>\n<p>Forderung an die Landesregierung      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vor allem aber sieht er die schwarz-gr\u00fcne Landesregierung in der Pflicht: Sie solle die gesetzlichen Grundlagen \u00e4ndern, um \u201edas st\u00e4ndige Ansteigen der Abwassergeb\u00fchren in Nordrhein-Westfalen zu stoppen\u201c. Dabei geht es konkret darum, wie Gemeinden ihre Kosten f\u00fcr beispielsweise Kanalbauten in ihre Geb\u00fchrenberechnung einflie\u00dfen lassen. Es gibt dabei zwei M\u00f6glichkeiten. Die Gemeinden k\u00f6nnen entweder j\u00e4hrlich ein Anteil dessen geltend machen, was sie f\u00fcr das Bauwerk mal ausgegeben haben. Oder, sie k\u00f6nnen stets den sogenannten \u201eWiederbeschaffungszeitwert\u201c zugrundelegen: das, was man aktuell f\u00fcr einen Neubau ausgeben m\u00fcsste.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wegen allgemeiner Kostensteigerungen f\u00e4llt der Wert nach der zweiten Rechenvariante nat\u00fcrlich jedes Jahr etwas h\u00f6her aus. So holten die Kommunen \u201eim Laufe der Jahre sehr viel mehr \u00fcber die Geb\u00fchren rein, als sie f\u00fcr den Kanal urspr\u00fcnglich mal gezahlt haben\u201c, so Steinheuer. Und das t\u00e4ten immer mehr von ihnen: Heute rechneten 55 Prozent der NRW-Kommunen mit dem \u201eWiederbeschaffungszeitwert\u201c, vor 15 Jahren seien es nicht mal 38 Prozent gewesen.<\/p>\n<p>Vorschl\u00e4ge zur Begrenzung der Geb\u00fchren      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wenn es nach dem Bund der Steuerzahler geht, sollte das Land diesen Rechenweg abschaffen. Und wenn man ihn schon zulassen wolle, so m\u00fcsse gesetzlich festgezurrt sein, dass \u00dcbersch\u00fcsse nur f\u00fcr k\u00fcnftige Investitionen f\u00fcr Abwasserbetriebe eingesetzt werden d\u00fcrften und nicht in die Kassen der St\u00e4dte wanderten. Ein Beispiel f\u00fcr solche Regeln gebe es etwa in Sachsen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das NRW-Kommunalministerium von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ina-scharrenbach\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ina Scharrenbach<\/a> (CDU) lie\u00df sich auf die Forderungen auf Anfrage nicht ein. Mit dem Wiederbeschaffungszeitwert zu rechnen, sei zul\u00e4ssig, stellte ein Sprecher schlicht fest. \u201eDie Kommunen entscheiden \u00fcber die Verwendung ihrer Mittel im \u00dcbrigen im haushaltsrechtlichen Rahmen eigenverantwortlich.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die politische Opposition blickt differenziert auf die Lage. \u201eWir brauchen bei den Geb\u00fchren f\u00fcr Abwasser und Abfall endlich ein System, das die kommunale Selbstverwaltung respektiert, aber gleichzeitig klare Leitplanken setzt\u201c, forderte Dietmar Brockes, Verbraucherschutz-Experte der FDP-Landtagsfraktion.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Vize-Chef der SPD-Fraktion, Christian Dahm, hielt dagegen: \u201eDie Diskussion um angeblich \u00fcberh\u00f6hte Abwassergeb\u00fchren lenkt vom eigentlichen Problem ab\u201c, sagte er. \u201eDie Kommunen handeln auf Basis geltenden Rechts, und sie sind dazu verpflichtet, ihre Abwasseranlagen nach betriebswirtschaftlichen Grunds\u00e4tzen zu bewerten. Der Wiederbeschaffungszeitwert ist dabei gesetzlich vorgesehen und sachlich gerechtfertigt. Wenn der Bund der Steuerzahler hier den Eindruck erweckt, Kommunen w\u00fcrden willk\u00fcrlich Kassen f\u00fcllen, ist das schlicht irref\u00fchrend.\u201c Statt mit Symbolpolitik am Kommunalabgabengesetz herumzudoktern, solle die Landesregierung lieber daf\u00fcr sorgen, dass St\u00e4dte und Gemeinden nicht auf jede denkbare Einnahmequelle angewiesen seien.<\/p>\n<p>Anstieg auch bei Abfallgeb\u00fchren      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch mit den Abfallgeb\u00fchren hat sich der Bund der Steuerzahler befasst. Bei ihnen gab es demnach im Landesdurchschnitt einen moderaten Anstieg von 2,5 Prozent. Und es gebe einen guten Trend: Mehr Gemeinden b\u00f6ten kleinere Tonnen an. Damit sparen B\u00fcrger Geld, wenn sie Abfall vermeiden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Beim Abwasser zu sparen, ist hingegen ungleich komplizierter. Hauseigent\u00fcmer k\u00f6nnten D\u00e4cher begr\u00fcnen, hie\u00df es. Sie k\u00f6nnten Rasengittersteine anstelle von Pflaster in der Einfahrt verlegen \u2013 dann gilt die Fl\u00e4che gegebenenfalls nicht als komplett versiegelt. Und sie k\u00f6nnten Wassermengen, die sie f\u00fcrs Gie\u00dfen im Garten brauchen, per Zwischenz\u00e4hler ermitteln und von ihren Abwasserkosten abziehen lassen. Wie einfach oder kompliziert all das ist, h\u00e4nge aber sehr von den Regeln der einzelnen Gemeinde ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Menschen in Nordrhein-Westfalen m\u00fcssen f\u00fcr die Abwassergeb\u00fchren immer mehr berappen. 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