{"id":31367,"date":"2025-04-14T14:37:14","date_gmt":"2025-04-14T14:37:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/31367\/"},"modified":"2025-04-14T14:37:14","modified_gmt":"2025-04-14T14:37:14","slug":"ausstellung-civilization-in-der-kunsthalle-muenchen-was-der-mensch-mit-der-erde-macht-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/31367\/","title":{"rendered":"Ausstellung \u201eCivilization\u201c in der Kunsthalle M\u00fcnchen: Was der Mensch mit der Erde macht &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Ist es tats\u00e4chlich erst ein Vierteljahrhundert her, dass der Schweizer Autor Max Frisch schrieb, \u201eder Mensch erscheint im Holoz\u00e4n\u201c? Und das, um deutlich zu machen, wie klein dieser Mensch doch angesichts der Welt ist? Derselbe Mensch, der sich gerade anschickt, diese 12 000 Jahre andauernde Epoche zu beenden und sie zu \u00fcberf\u00fchren in die des Anthropoz\u00e4ns? Also eines Erdzeitalters, in dem der Homo sapiens so pr\u00e4gend ist, dass er der Erde in allem seinen Stempel aufdr\u00fcckt? Versucht, sie sich untertan zu machen, indem er sie r\u00fccksichtslos ver\u00e4ndert, zerst\u00f6rt und neu gestaltet? Ein Sch\u00f6pfer einer neuen Sch\u00f6pfungsgeschichte?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Und wie wird dieses Anthropoz\u00e4n in einigen Jahren sein? Wird die Natur noch eine Rolle spielen? Wird alles nur noch menschengemacht sein? Oder \u2013 noch krasser \u2013 nur noch computergesteuert oder KI-generiert? Wird der Mensch darin \u00fcberhaupt noch eine Rolle spielen? Oder wird er sich am Ende selbst abgeschafft haben? Weil er selbst das Unvollkommene, das St\u00f6rende, der Makel sein wird, ohne den diese sch\u00f6ne, neue Welt viel besser zurechtkommt, als mit ihm?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/6030231b-ce41-48db-abc4-1990d1aee0af.jpeg\"  class=\"css-y4bre2\"\/>Klein im Angesicht der Masse: Manuel Pickers Aufnahme vom M\u00fcnchner Olympiagel\u00e4nde w\u00e4hrend Taylor Swifts \u201eEras-Tour\u201c im Sommer 2024 wurde in der Ausstellung \u201eCivilization: Wie wir heute leben\u201c in der Kunsthalle riesig gro\u00df reproduziert. (Foto: Manuel Picker \/ Robert Haas)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Mit diesen und vielen weiteren \u00dcberlegungen zur Zukunft der Menschheit \u2013 und des Menschseins \u2013 verl\u00e4sst man die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ausstellung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausstellung<\/a> \u201eCivilization. Wie wir heute leben\u201c in der M\u00fcnchner Kunsthalle. Eine Ausstellung, die etwa 230 Bilder von mehr als 100 Fotografinnen und Fotografen aus der ganzen Welt zeigt: ber\u00fchmte und weniger ber\u00fchmte, alte und junge, sehr viel mehr m\u00e4nnliche als weibliche \u2013 auch wenn man sich bem\u00fcht hat, die Quote nachzubessern. Ebenso wie man versucht hat \u2013 allen voran der neue Kurator der Kunsthalle, Stefan Kirchberger \u2013, die acht Kapitel fortzuschreiben und der Pr\u00e4sentation zum 40-j\u00e4hrigen Bestehen der \u201eKunsthalle der Hypo-Kulturstiftung\u201c, wie sie offiziell hei\u00dft, ein paar m\u00fcnchnerische Positionen hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Denn eigentlich ist diese Ausstellung nicht neu. \u201eCivilization. Wie wir heute leben\u201c wurde vom National Museum of Modern and Contemporary Art in Seoul und der Foundation for the Exhibition of Photography Minneapolis\/Lausanne zusammengestellt. Seit 2018 war sie unter anderem in Seoul, Peking, Melbourne, London und Taipeh zu sehen. Da aber dieses \u201ewie wir heute leben\u201c eben l\u00e4ngstens bis 2018 reichte, die Welt sich im Zeichen des Mensch-Zeitalters aber immer schneller und schneller dreht, fehlten schlichtweg etwa sieben Jahre.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Sieben Jahre, in denen eine Pandemie die Welt in Atem hielt; in denen die technische Entwicklung auf so gut wie allen Gebieten, insbesondere dem der K\u00fcnstlichen Intelligenz, exponentiell fortschritt; in denen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Klimawandel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klimawandel<\/a>, Umweltzerst\u00f6rung, geopolitische Ver\u00e4nderungen aller Art die Gesellschaften in allen Teilen der Welt mehr denn je sichtbar und sp\u00fcrbar beeinflussten. Und dabei sind die j\u00fcngsten dramatischen Ereignisse seit Trumps Wiederwahl mit dem Versuch der Zerschlagung einer freien Gesellschaft, einer unabh\u00e4ngigen Wissenschaft und Kultur und eines globalen Warenverkehrs aufgrund des von ihm angezettelten Welthandelskriegs noch l\u00e4ngst nicht bedacht. Wie viel von dieser etwas aktualisierten Pr\u00e4sentation spezifisch m\u00fcnchnerisch bleiben und wie viel 2026 weiterwandern wird zur n\u00e4chsten Station, nach Z\u00fcrich ins Museum f\u00fcr Gestaltung, wird man sehen.<\/p>\n<p>Man wird \u00fcberflutet von Eindr\u00fccken<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Und was gibt es denn nun zu sehen? Die Ausstellung ist so \u00fcberbordend, dass man \u00fcberflutet wird von Eindr\u00fccken. Das ist vielleicht auch ihre gr\u00f6\u00dfte Schw\u00e4che. Vieles aus den acht Kapiteln k\u00f6nnte man ebenso gut anderen Kapiteln zuordnen.\u00a0 Eine restriktivere Auswahl h\u00e4tte der Schau wohl gutgetan. Andererseits: Die Vielfalt garantiert auch eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Bandbreite an Perspektiven, wenngleich nicht an Handschriften. Man merkt der Schau die Vorliebe des Hauptkurators William A. Ewing an: Es herrschen der frontale Blick und die Aufsicht von schr\u00e4g oben vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/8d514768-05c3-44b4-b14b-1154561d5637.jpeg\"  class=\"css-y4bre2\"\/>Jo Choon Man hat 2013 die im Nordpolarmeer schwimmende \u00d6lplatform \u201eGoliat\u201c in der Serie \u201eIndustry Korea\u201c fotografiert. (Foto: Choon Man Jo)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die bei Kunsthallen-Ausstellungen zuletzt so aufwendige und typische Ausstellungsarchitektur fehlt diesmal. Im Wesentlichen dominiert das White-Cube-Prinzip. Eine der wenigen r\u00e4umlichen Interventionen ist der riesige Druck eines Sternennebels, aufgenommen vom James Webb Weltraumteleskop, der sich interessanterweise nicht an der Decke, sondern auf dem Boden ausbreitet, sodass man am Ende der Ausstellung die Erde gleichsam verl\u00e4sst und die Zukunft im Weltraum betritt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/a196812d-8c18-4384-9ad8-5b632516a187.jpeg\"  class=\"css-y4bre2\"\/>Faszination Erde: Der blaue Planet ist immer wieder ein Hingucker \u2013 so auch f\u00fcr Bayerns ehemaligen Kunstminister Wolfgang Heubisch und seine Frau Kristina. (Foto: Robert Haas)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Ein Zeitstrahl, an dem man wie an einem Indikator die Beschleunigung ablesen kann, mit der sich die Welt entwickelt, f\u00fchrt auf eine 3D-Visualisierung des ber\u00fchmten, 1972 von der Apollo-Besatzung geschossenen Fotos des Blauen Planeten zu.\u00a0 Hier sind dank wissenschaftlicher Echtzeitdaten globale Str\u00f6me zu sehen: Bewegungsdaten von Schiffen und Flugzeugen, Waren- und Verkehrswege, Wind- und Wasserstr\u00f6mungen, Lichtquellen und Stra\u00dfensysteme. Sie machen deutlich, wie sehr alles mit allem zusammenh\u00e4ngt und wie stark der Mensch die Erde gepr\u00e4gt hat. Dies ist wie die One-World-Flagge von Thomas Mandl \u2013 ebenfalls am Beginn der Ausstellung zu sehen\u00a0\u2013 eine spezifisch m\u00fcnchnerische Intervention.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Noch so ein spezifisch m\u00fcnchnerischer Blick, der zugleich auf die Globalit\u00e4t von Ereignissen verweist, ist das Foto von Manuel Picker. Dem 1982 geborenen Fotografen aus <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> ist eine \u00dcberblicksaufnahme des Olympiaparkgel\u00e4ndes gelungen, w\u00e4hrend dort Taylor Swift mit ihrer \u201eEras-Tour\u201c im Sommer vergangenen Jahres Station machte. Das Kunsthallen-Team hat das Foto raumgreifend an die Wand geprintet. Und trotz der Gr\u00f6\u00dfe der Darstellung bleibt das Verh\u00e4ltnis vom Individuum zur Masse derart kritisch, dass jeder Philosoph und jeder Sozialwissenschaftler seine helle Freude an diesem Anschauungsmaterial haben muss.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Hinterfragt man Individualit\u00e4t, ist auch eine Aufnahme wie die von Lauren Greenfield bemerkenswert: Die Jugendlichen, die sie fotografiert hat, w\u00e4hrend die sich vor einem halbdurchl\u00e4ssigen Spiegel schminken, scheinen nach ihrem pers\u00f6nlichen Ausdruck zu suchen. Und doch erkennt man schnell, dass sie einer Peergroup angeh\u00f6ren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/158f0cb3-bd08-4f3a-a44b-e58835e2ea5e.jpeg\"  class=\"css-y4bre2\"\/>Verf\u00fchrung durch Werbung nimmt einen eigenen Raum in der Ausstellung \u201eCivilization. Wie wir heute leben\u201c ein. Natan Dvir hat eine Mode-Werbung fotografiert (aus der Serie \u201eComing Soon\u201c, 2013). (Foto: Natan Dvir)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Auch die Fotos, die sich mit Konsum besch\u00e4ftigen, deuten in eine \u00e4hnliche Richtung: ob es sich um die ausdruckslosen Gesichter der Models handelt, die Val\u00e9rie Belin\u00a02006 inszeniert hat,\u00a0die Desigual-Werbung von Natan Dvir von 2013 oder die Aufnahmen der Mega-Einkaufszentren in China und Abu Dhabi. Ebenso wenig tr\u00f6stlich sind die Bilder, die sich mit <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/St%C3%A4dtebau\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">St\u00e4dtebau<\/a> auseinandersetzen, wie die Beispiele aus S\u00e3o Paulo, Mexiko City, Mumbai oder die Baustelle des Burj Khalifa Turms in Dubai eindrucksvoll demonstrieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/d8372526-c069-4be5-a7a7-09e2309cf625.jpeg\"  class=\"css-y4bre2\"\/>Meisterleistung der Transport-Effizienz: Das Newark 8 Terminal B in Newark\/NJ, fotografiert von\u00a0Jeffrey Milstein und erschienen in der Serie \u201eAirports\u201c\u00a02016. (Foto: Jeffrey Milstein)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Der Kontrolle des Einzelnen steht die Kontrolle der Gesellschaft, der Technik, der Ressourcen gegen\u00fcber. Da ist Jeffrey Milsteins Aufnahme vom Newark Terminal noch eher harmlos, weil Effizienz im Zusammenhang mit Flugverkehr gew\u00fcnscht ist und sich die negativen Folgen des Flugverkehrs leicht ausblenden lassen. Anders ist es, wenn systematische Ressourcenausbeutung mit direkter Umweltzerst\u00f6rung einhergeht, wie die Aufnahmen der Lithium-Minen von Edward Burtynsky, das Fotoband der \u00d6lf\u00f6rderfelder von Mishka Henner, die schwimmende \u00d6lplattform mit dem bezeichnenden Namen \u201eGoliat\u201c\u00a0im Nordpolarmeer von Jo Choon Man oder all die anderen Fotos zeigen, in denen es um Energieverbrauch von Supercomputern, Plastikverschmutzung von Meeren und Meerestieren oder das Abschmelzen des Ewigen Eises geht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/9d1e5375-3425-48e9-ad5f-7fe1a6748923.jpeg\"  class=\"css-y4bre2\"\/>Flucht in k\u00fcnstliche Welten: Reiner Riedlers Aufnahme \u201eWild River\u201c, entstanden 2005\u00a0 in Florida, ist Teil der Serie \u201eFake Holidays\u201c. (Foto: Reiner Riedler)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Da bleibt nur noch die Flucht in vergangene oder k\u00fcnstliche Welten. Die einen spielen die Schlacht von Gettysburg von 1863 nach, andere suchen Ablenkung in Freizeitspa\u00dfb\u00e4dern, Aquarien oder auf Kreuzfahrtschiffen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Vom ersten Raum mit Fotografien von Candida H\u00f6fer und Thomas Struth von Orten, die das Wissen und die Geschichte der Menschheit bewahren, also eher retrospektiv sind, bis hin zum letzten Raum, in dem man die Erde verl\u00e4sst und einen Blick ins Weltall und in die Zukunft wagt, prallen immer wieder individuelle Werte und Sehns\u00fcchte auf kollektive Spuren und Errungenschaften. Mit all den Irrungen und Wirrungen, denen der Mensch wie auch die Menschheit unterliegt. Vieles kann nur in Zusammenarbeit und unter Einbeziehung kollektiven Wissens geschaffen werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/527a6ca6-467f-4787-be3b-930319d92559.jpeg\"  class=\"css-y4bre2\"\/>Michael Najjars digital zusammengesetzte und verfremdete Aufnahme \u201eOrbital Ascent\u201c aus der Serie \u201eOuter Space\u201c von\u00a02016 basiert auf Einzelaufnahmen des Starts einer Ariane-5-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Franz\u00f6sisch-Guyana. Dabei denkt man schnell an die Weltraumpl\u00e4ne von Elon Musk. (Foto: Michael Najjar)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Manchmal aber braucht es auch einzelne Vision\u00e4re, mitunter auch einen Spinner, um die Menschheit im besten Fall einen gro\u00dfen Schritt in der Entwicklung voranzubringen. Schlimmstenfalls f\u00fchren deren Machtanspr\u00fcche ins Chaos. Und bei all den technoiden Verherrlichungen, die beispielsweise der Fotograf Michael Najjar in Bildern wie\u00a0\u201eOrbital Ascent\u201c aus der Serie \u201eOuter Space\u201c\u00a0in Szene setzt, wird man fast unweigerlich an den Gr\u00f6\u00dfenwahn \u00e0 la Elon Musk erinnert. Dass dies in Zeiten wie diesen aber alles andere als hoffnungsfroh stimmt, muss wohl kaum betont werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\"><strong><a href=\"https:\/\/www.kunsthalle-muc.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Civilization. Wie wir heute leben, Kunsthalle M\u00fcnchen, bis 28. August<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ist es tats\u00e4chlich erst ein Vierteljahrhundert her, dass der Schweizer Autor Max Frisch schrieb, \u201eder Mensch erscheint im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":31368,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[2076,2396,772,29,1885,30,952,2392,2075,15324,1256,2057,350,1268,5004,149,383,17153],"class_list":{"0":"post-31367","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-ausstellung","9":"tag-ausstellung-muenchen","10":"tag-bayern","11":"tag-deutschland","12":"tag-fotografie","13":"tag-germany","14":"tag-klimawandel","15":"tag-kultur-in-muenchen","16":"tag-kunst","17":"tag-kunsthalle-muenchen","18":"tag-kuenstliche-intelligenz","19":"tag-leben-und-gesellschaft","20":"tag-mode","21":"tag-muenchen","22":"tag-staedtebau","23":"tag-sueddeutsche-zeitung","24":"tag-umwelt","25":"tag-urbanisierung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114336828296067500","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31367"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31367\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}