{"id":314028,"date":"2025-08-02T19:29:10","date_gmt":"2025-08-02T19:29:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/314028\/"},"modified":"2025-08-02T19:29:10","modified_gmt":"2025-08-02T19:29:10","slug":"tour-de-france-femmes-ferrand-prevot-laesst-ganz-frankreich-traeumen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/314028\/","title":{"rendered":"Tour de France Femmes: Ferrand-Prevot l\u00e4sst ganz Frankreich tr\u00e4umen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 02.08.2025 21:10 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Pauline Ferrand-Pr\u00e9vot k\u00f6nnte das schaffen, was vierzig Jahre keinem Franzosen mehr gelungen ist: Die Tour zu gewinnen. Den Grundstein daf\u00fcr legte sie am Col de la Madeleine. Doch wo Jubel ist, gibt es auch Tr\u00e4nen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMassiver Stau und anspruchsvolle Serpentinen \u2013 die Anfahrt mit dem Auto hoch zum Col de la Madeleine ist alles andere als spa\u00dfig. Beschweren darf man sich aber eigentlich nicht, denn besser wird es den Fahrerinnen auf ihrem Rennrad auch nicht ergangen sein. Ganz im Gegenteil: Knapp 18 Kilometer bei einer durchschnittlichen Steigung von acht Prozent, der Weg hoch auf das Dach der diesj\u00e4hrigen Tour de France Femmes war steil und hart. Aber wenigstens herrschte auf fast 2.000 Metern H\u00f6he Kaiserwetter, nachdem die Fahrerinnen in Chamb\u00e9ry bei str\u00f6menden Regen ins Rennen starten mussten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Fahrerin allerdings lie\u00df die ganze Sache kinderleicht aussehen. Pauline Ferrand-Pr\u00e9vot legte auf den letzten Kilometern einen H\u00f6llenritt hin und sicherte sich damit vor unz\u00e4hligen Fans an der Strecke nicht nur den Tagessieg, sondern auch erstmals das Gelbe Trikot. Mehr als zweieinhalb Minuten hat sie nun Vorsprung auf ihre \u00e4rgsten Verfolgerinnen \u2013 eine historische Vorentscheidung im Kampf um den Toursieg, denn Ferrand-Pr\u00e9vot ist die erste Franz\u00f6sin, die sich das Maillot Jaune in der Geschichte der Frankreich-Rundfahrt \u00fcberstreifen darf.<\/p>\n<p>    Ferrand-Pr\u00e9vot \u00fcbermannt von Emotionen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWas folgte, war eine lange und feste Umarmung mit Renndirektorin Marion Rousse, einer langj\u00e4hrigen Wegbegleiterin Ferrand-Pr\u00e9vots. Sp\u00e4testens da flossen die Tr\u00e4nen bei der Visma-Lease-a-Bike-Fahrerin, die bei der Siegerehrung nicht so recht wusste, ob sie lachen oder weinen sollte. Erst in diesem Jahr kehrte die Mountainbike-Olympiasiegerin von 2024 auf die Stra\u00dfe zur\u00fcck. Und das mit der vollmundigen Ank\u00fcndigung, innerhalb von drei Jahren die Tour de France Femmes gewinnen zu wollen. Das scheint ihr jetzt gelungen zu sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Damit ist ein Kindheitstraum in Erf\u00fcllung gegangen&#8220;, sagte Ferrand-Pr\u00e9vot sichtlich ger\u00fchrt im Ziel. &#8222;Ich hatte mir drei Jahre Zeit gegeben, um die Tour zu gewinnen. Und eigentlich war es eher als eine Herausforderung gedacht, sich zu fragen: Kannst du das schaffen? Et voil\u00e0!&#8220; Die vergangenen zwei Monate seien voller harter Arbeit gewesen, sagt die 33-J\u00e4hrige weiter. &#8222;Ich bin so gl\u00fccklich, dass sich das alles ausgezahlt hat, um heute die Beste gewesen zu sein.&#8220; <\/p>\n<p>    Der perfekte Rennplan zu Gelb<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nViele hatten eigentlich damit gerechnet, dass Ferrand-Pr\u00e9vot, im Vorfeld bereits als Top-Favoritin gehandelt, aber lange im Dienst von Sprinterin Marianne Vos unterwegs gewesen war, bereits auf der siebten Etappe nach Chamb\u00e9ry ins Gelbe Trikot fahren w\u00fcrde. Doch Kimberley Le Court-Pienaar zeigte sich z\u00e4her am Berg als manch einer es ihr zugetraut h\u00e4tte. Heute hatte die Frau aus Mauritius dem Col de la Madeleine aber nichts mehr entgegenzusetzen. Anders als Ferrand-Pr\u00e9vot, die die ganze Tour auf die K\u00f6niginnenetappe ausgerichtet hatte. Zweimal besichtigte die Franz\u00f6sin im Vorfeld den heutigen Schlussanstieg, wollte sich jede Kehre einpr\u00e4gen \u2013 so wie es im Mountainbikesport \u00fcblich ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Akribie zahlte sich aus. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel setzte Ferrand-Prevot zu ihrer Attacke an, schloss erst zu den Ausrei\u00dferinnen Yara Kastelijn und Niamh Fisher-Black auf, um dann als Solistin die letzten f\u00fcnf Kilometern zu bew\u00e4ltigen. Bis dahin hatte sie mit Marion Brunel eine Helferin aus dem eigenen Team bei sich. &#8222;Die M\u00e4dchen haben den ganzen Tag gut f\u00fcr mich gearbeitet. Wir hatten einen Rennplan, den wir perfekt umgesetzt haben. Deshalb bin ich auch so gl\u00fccklich, weil es ein Sieg f\u00fcr das Team ist.&#8220;<\/p>\n<p>    Niederlage f\u00fcr Vollering und Niewiadoma-Phinney<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine ganz andere Gef\u00fchlswelt werden nach der Etappe wohl eher Demi Vollering und Kasia Niewiadoma-Phinney erleben. Die beiden galten vor dieser Etappe zu den Top-Favoritinnen auf den Tagessieg und das Gelbe Trikot. Doch zehn Kilometer vor dem Ziel, als Ferrand-Pr\u00e9vot zu ihrer Attacke ansetzte, wurde schnell klar: Niewiadoma-Phinney und Vollering k\u00f6nnen nicht mitziehen. Am Ende rettete sich Vollering als Vierte ins Ziel, auf die Franz\u00f6sin sind es nun schon 3:18 Minuten, auf Platz zwei, den die Australierin Sara Gigante eroberte, weniger als eine Minute.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/podcasts\/tourfunk\/8-etappe-tour-de-france-femmes-ein-festtag-des-radsports,audio-8-etappe-tour-de-france-femmes-ein-festtag-des-radsports-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Sportschau Tourfunk, 02.08.2025 19:31 Uhr<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSowohl Vollering als auch die Vorjahressiegerin Niewiadoma-Phinney, die nach der Ankunft kommentarlos in den Teambus verschwand, mussten ohne Helferinnen in den letzten Anstieg des Tages gehen. Vor allem bei FDJ-Suez d\u00fcrfte dies f\u00fcr Diskussionen sorgen, fuhren Elise Chabbey, Inhaberin des Bergtrikots, und Evit\u00e1 Muzic, doch lange in der Ausrei\u00dfergruppe mit, wodurch sie am Ende nichts mehr f\u00fcr Vollering ausrichten konnten. Eine weitere Top-Favoritin, die vor der heutigen Etappe noch in direkter Schlagdistanz zum Gelben Trikot lag, musste heute ebenfalls eine kr\u00e4ftige Niederlage einstecken. Anna van der Breggen (SD Worx) verlor mehr als acht Minuten auf die Spitze.<\/p>\n<p>    Ferrand-Pr\u00e9vot l\u00e4sst Franzosen tr\u00e4umen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch wenn es die achte Etappe so etwas wie eine Vorentscheidung brachte, muss Ferrand-Pr\u00e9vot ihre F\u00fchrung aber auch erst einmal ins Ziel bringen. Zwar ist die neunte und letzte Etappe von Praz-sur-Arly nach Chatel eine anspruchsvolle Bergetappe, auf der Zeit gut gemacht werden k\u00f6nnte. Aber auch diese hat die Franz\u00f6sin im Vorhinein akribisch ausgekundschaftet. &#8222;Ich muss trotzdem wachsam bleiben. Aber ich habe mich heute super gef\u00fchlt. Deshalb sehe ich keinen Grund, weshalb ich mich morgen weniger gut f\u00fchlen sollte.&#8220; <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas hofft auch Marion Rousse, die zwar als Renndirektorin neutral bleiben sollte, aber eben auch Franz\u00f6sin ist. &#8222;Ich wei\u00df, wie wichtig das Gelbe Trikot f\u00fcr Frankreich ist. Erstrecht, wenn es so ein Champion wie Pauline Ferrand-Pr\u00e9vot tr\u00e4gt&#8220;, schw\u00e4rmt die ehemalige Profi-Radsportlerin. &#8222;Sie ist das sch\u00f6nste Vorbild f\u00fcr kleine M\u00e4dchen und Jungs. Ich wusste, dass sie uns zum Tr\u00e4umen bringen w\u00fcrde. Und wir haben uns nicht get\u00e4uscht, schon im ersten Jahr l\u00e4sst sie uns tr\u00e4umen.&#8220; Vierzig Jahre ist es her, als das letzte Mal ein Franzose die Tour de France gewinnen konnte. Ferrand-Pr\u00e9vots Verfolgerinnen d\u00fcrften allerdings alles daransetzen, dass dieser Traum zum Alptraum wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 02.08.2025 21:10 Uhr Pauline Ferrand-Pr\u00e9vot k\u00f6nnte das schaffen, was vierzig Jahre keinem Franzosen mehr gelungen ist: Die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":314029,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[89967,331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,9408,12,86405],"class_list":{"0":"post-314028","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-8-etappe","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-france","15":"tag-frankreich","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-radsport","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-tour-de-france-femmes"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114960830498009896","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=314028"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314028\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/314029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=314028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=314028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=314028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}