{"id":314699,"date":"2025-08-03T02:04:14","date_gmt":"2025-08-03T02:04:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/314699\/"},"modified":"2025-08-03T02:04:14","modified_gmt":"2025-08-03T02:04:14","slug":"mainz-verlaengert-zeiten-fuer-aussengastronomie-bis-24-uhr-am-wochenende-draussen-gastronomie-steckt-in-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/314699\/","title":{"rendered":"Mainz verl\u00e4ngert Zeiten f\u00fcr Au\u00dfengastronomie: Bis 24 Uhr am Wochenende drau\u00dfen &#8211; Gastronomie steckt in Krise"},"content":{"rendered":"<p>\u201eMainz ist wiederholt zu einer der zukunftstr\u00e4chtigsten St\u00e4dte in Deutschland gew\u00e4hlt worden, das liegt auch an einer attraktiven, belebten Innenstadt, und diese m\u00f6chte ich erhalten\u201c, sagte Haase zur Begr\u00fcndung. Das Freizeitverhalten habe sich aber in den vergangenen Jahren \u201emassiv gewandelt, und auch vermehrt sehr warme Sommertage verlegen die au\u00dferh\u00e4usigen Aktivit\u00e4ten der Menschen oft sp\u00e4t in den Abend\u201c, betonte der OB. Dazu wolle er aber auch \u201eder schwierigen wirtschaftlichen Situation der Gastronomie Rechnung tragen.\u201c<\/p>\n<p>Beides werde nach Abw\u00e4gung durch die Allgemeinverf\u00fcgung ber\u00fccksichtigt, ohne indes die Situation an den klassischen Werktagen zu ver\u00e4ndern. Das sorge \u201egleichzeitig f\u00fcr eine Harmonisierung der Genehmigungssituation und erspart die bisher b\u00fcrokratisch aufw\u00e4ndigen Einzelgenehmigungen.\u201c Nach Erfahrungen aus anderen St\u00e4dten sei er \u201e\u00fcberzeugt, dass diese zun\u00e4chst auf drei Monate befristete Regelung eine gute Entscheidungsgrundlage f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre bietet, um diese zu verstetigen und Mainz und seine Gastronomie zukunftssicher aufzustellen\u201c, sagte Haase zudem.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hatte die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern just zum Beginn der eigentlichen Sommersaison Ende Juni vor eine angespannten Situation im Hotel- und Gastst\u00e4ttengewerbe gewarnt:\u00a0Zwar erhole sich der Tourismus weiter von den Einbr\u00fcchen w\u00e4hrend der Corona-Pandemie, \u201edoch wirtschaftlich bleibt die Lage vieler Betriebe angespannt\u201c, hie\u00df es nach einer Sonderauswertung der Konjunkturumfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, an der sich zahlreiche Unternehmen aus Hotellerie und Gastronomie beteiligten.<\/p>\n<p class=\"4FlietextStandard\">Demnach bewerten lediglich 18 Prozent der Betriebe ihre aktuelle Gesch\u00e4ftslage als gut. Knapp die H\u00e4lfte sprach hingegen von einem \u201ezufriedenstellenden\u201c Verlauf, ein Drittel stuft die Situation hingegen als schlecht ein. Auch die Umsatzentwicklung bleibe hinter den Erwartungen zur\u00fcck: Lediglich 14 Prozent der Unternehmen verzeichneten in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten ein Plus, 39 Prozent melden sinkende Einnahmen. Der Gesch\u00e4ftsklimaindex f\u00e4llt mit 83,4 Punkten deutlich unter den Vorjahreswert (91 Punkte). <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-49232\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Gereon-Haumann-Aktion-7-Prozent-kleiner-300x239.jpg\" alt=\"Warnte bereits 2023 vor einer Pleitewelle in der Gastronomie: DEHOGA-Chef Gereon Haumann. - Foto: gik\" width=\"380\" height=\"302\"  \/>Warnte bereits 2023 vor einer Pleitewelle in der Gastronomie: DEHOGA-Chef Gereon Haumann. \u2013 Foto: gik<\/p>\n<p class=\"4FlietextStandard\">\u201eDie steigenden Kosten nehmen vielen Betrieben die Luft zum Atmen\u201c, warnte Jan Heidemanns, tourismuspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz: \u201eFast die H\u00e4lfte berichtet von einem R\u00fcckgang des Eigenkapitals, jeder vierte Betrieb k\u00e4mpft mit akuten Liquidit\u00e4tsengp\u00e4ssen. Das sind alarmierende Zahlen.\u201c Nur 15 Prozent der Unternehmen blickten optimistisch auf die bevorstehende Sommersaison. \u201eDiese Entwicklung gef\u00e4hrdet nicht nur einzelne Betriebe, sondern schw\u00e4cht den gesamten wirtschaftlichen R\u00fcckhalt der Branche\u201c, warnte Heidemanns.<\/p>\n<p class=\"4FlietextStandard\">Die Ursachen f\u00fcr diese Entwicklung sind vielschichtig, vor allem aber belasteten die Betriebe hohe Energie- und Rohstoffpreise, steigende Lohnkosten, der anhaltende Fach- und Arbeitskr\u00e4ftemangel sowie unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen. Zwar habe Rheinland-Pfalz 2024 wieder rund 8,67 Millionen G\u00e4sten begr\u00fc\u00dfen k\u00f6nnen, aber die Zahl der gastgewerblichen Betriebe sei den vergangenen zehn Jahren um zehn Prozent gesunken.<\/p>\n<p>SPD Mainz-Altstadt: Ortsbeirat erneut nicht eingebunden<\/p>\n<p class=\"4FlietextStandard\">\u201eDie betriebliche Substanz br\u00f6ckelt\u201c, mahnte Heidemanns. In vielen Kommunen sehe sich das Gastgewerbe nun auch noch mit der Einf\u00fchrung oder Ausweitung von Tourismusabgaben oder Bettensteuern konfrontiert. \u201eWir ermuntern die Kommunen, schnell realisierbare Erleichterungen zu erm\u00f6glichen, wie beispielsweise eine Lockerung der Schlie\u00dfzeiten der Au\u00dfengastronomie in den Sommermonaten\u201c, riet Heidemanns. In Mainz ist das nun zumindest bis zum 31. Oktober 2025 der Fall.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34201\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Kirschgarten-Mainzer-Altstadt-mit-Brunnen-und-L\u00e4den-kleiner-300x200.jpg\" alt=\"Die Mainzer Altstadt mit dem Kirschgarten. - Foto: gik\" width=\"380\" height=\"253\"  \/>Die Mainzer Altstadt mit dem Kirschgarten. \u2013 Foto: gik<\/p>\n<p>Der SPD-Ortsverein Mainz-Altstadt begr\u00fc\u00dfte die neue Regelung, diese entlaste \u201edie gastronomischen Betriebe, die in den vergangenen Jahren unter gro\u00dfen wirtschaftlichen Herausforderungen standen\u201c, sagte Fabian Christen von der SPD: \u201eViele Menschen genie\u00dfen gerade im Sommer das Leben drau\u00dfen \u2013 und die Mainzer Altstadt lebt von dieser Atmosph\u00e4re. Es ist richtig, dass die Stadt hier die Realit\u00e4t ernst nimmt und den Gastronomen mehr Planungssicherheit gibt.\u201c<\/p>\n<p>Gleichzeitig kritisierte der SPD-Ortsverband aber, dass\u00a0der Ortsbeirat Mainz-Altstadt im Vorfeld nicht beteiligt wurde: \u201eEs ist entt\u00e4uschend, dass der Ortsbeirat bei einem so zentralen Thema f\u00fcr die Altstadt wieder au\u00dfen vor bleibt \u2013 wie schon bei anderen Themen in den letzten Monaten\u201c, kritisierte Christen: \u201e\u201eGerade bei Regelungen, die das unmittelbare Zusammenleben im Quartier betreffen, braucht es die Debatte vor Ort. Demokratie lebt vom Austausch \u2013 auch auf der kommunalen Ebene.\u201c Die neue Regelung m\u00fcsse nun\u00a0eng begleitet werden, und R\u00fcckmeldungen von Gastronomie, G\u00e4sten und Anwohnenden gleicherma\u00dfen ernst nehmen.<\/p>\n<p><strong>Info&amp; auf Mainz&amp;:<\/strong> \u00dcbrigens: Die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf 7 Prozent kommt nun tats\u00e4chlich, mehr berichten wir Euch demn\u00e4chst \u2013 zu den Hintergr\u00fcnden, warum das f\u00fcr die Gastronomie so wichtig ist, <a href=\"https:\/\/mainzund.de\/rueckkehr-zu-19-prozent-mehrwertsteuer-in-der-gastronomie-dehoga-fatale-fehlentscheidung-warnung-vor-pleitewelle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">lest Ihr hier auf Mainz&amp;<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eMainz ist wiederholt zu einer der zukunftstr\u00e4chtigsten St\u00e4dte in Deutschland gew\u00e4hlt worden, das liegt auch an einer attraktiven,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":314700,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[90091,3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,78153,4544],"class_list":{"0":"post-314699","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-aussengastronomie-bis-mitternacht","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-hessen","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-stadt-mainz","21":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114962383856182741","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314699","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=314699"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314699\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/314700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=314699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=314699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=314699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}