{"id":315487,"date":"2025-08-03T09:43:12","date_gmt":"2025-08-03T09:43:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/315487\/"},"modified":"2025-08-03T09:43:12","modified_gmt":"2025-08-03T09:43:12","slug":"duesseldorf-der-2-august-ist-der-europaeische-tag-des-gedenkens-an-den-genozid-an-sinti-und-roma-ddorf-aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/315487\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Der 2. August ist der \u201eEurop\u00e4ische Tag des Gedenkens an den Genozid an Sinti und Roma\u201c &#8211; Ddorf-Aktuell"},"content":{"rendered":"<p>Vor zehn Jahren hat das Europ\u00e4ische Parlament den 2. August zum \u201eEurop\u00e4ischen Tag des Gedenkens an den Genozid an Sinti und Roma\u201c erkl\u00e4rt. Aus diesem Anlass versammelten sich am Samstagnachmittag (2.8.) eine kleine Gruppe von etwa 25 Menschen am Mahnmal \u201cEhra\u201d am alten Hafenbecken. Nach einer Schweigeminute legten sie einen Kranz und wei\u00dfe Rosen zum Gedenken nieder.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-146238\" class=\"size-large wp-image-146238\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Sinti_oben-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\"  \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-146238\" class=\"wp-caption-text\">Den Gedenktag gibt es seit zehn Jahren, am Samstag (2.8.) wurde er in D\u00fcsseldorf begangen<\/p>\n<p>In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden die noch lebenden 4.300 Sinti und Roma in den Gaskammern des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch Angeh\u00f6rige der SS ermordet. Es waren meist als arbeitsunf\u00e4hig eingestufte Frauen, Kinder, kranke und \u00e4ltere Menschen. Bereits am 16. Dezember 1942 hatte Heinrich Himmler den Befehl gegeben, die letzten Sinti und Roma aus Deutschland und aus den besetzten L\u00e4ndern in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportieren zu lassen. Der \u201cAuschwitz-Erlass\u201d war der zentrale Befehl zum nationalsozialistischen Massenmord.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-146241\" class=\"size-large wp-image-146241\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Sinti_Flagge-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\"  \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-146241\" class=\"wp-caption-text\">Leon Berisa von Carmen e.V., im Hintergrund wehr die Fahne der Sinti und Roma<\/p>\n<p>Um an den Genozid von rund 500.000 Sinti und Roma durch die Nazis zu erinnern, erkl\u00e4rte das Europ\u00e4ische Parlament den 2. August zum Gedenktag. In Deutschland wurde der V\u00f6lkermord an den Sinti und Roma erst in der 1980-er Jahren offiziell anerkannt. Bis heute erleben Sinti und Roma Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus.<\/p>\n<p>Das Mahnmal \u201cEhra \u2013 Kind mit Ball\u201d am Alten Hafen erinnert an die schrecklichen Taten im \u201eZigeunerlager\u201c am H\u00f6herweg in Lierenfeld. Dort waren rund 200 D\u00fcsseldorfer Sinti und Roma festgesetzt worden. Ehra wurde gemeinsam mit ihnen am 16. Mai 1940 deportiert und geh\u00f6rt zu den wenigen \u00dcberlebenden des Massenmords. Der K\u00fcnstler Otto Pankok war mit den D\u00fcsseldorfer Sinti befreundet und erstellte das Mahnmal des M\u00e4dchens Ehra.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-146240\" class=\"size-large wp-image-146240\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/sinti_Klinke-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\"  \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-146240\" class=\"wp-caption-text\">B\u00fcrgermeisterin Annette Klinke legte eine Rose nieder<\/p>\n<p>Der Kultur- und Sportverein Roma Carmen und der Landesverband deutsche Sinti und Roma NRW hatten zum Gedenken am Mahnmal eingeladen. Leon Berisa, Vorstandsmitglied von Carmen e.V. begr\u00fc\u00dfte die Gruppe, zu der auch Hugo Franz vom Landesverband deutscher Sinti und Roma NRW, NRW-Integrationsministerin Josefine Paul (B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen), Helge Lindh (Mitglied des Bundestags f\u00fcr die SPD), Annette Klinke (B\u00fcrgermeisterin von B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen), Julia Marmulla (Die Linke) und Fabian Zachel (OB-Kandidat der SPD) geh\u00f6rten.<\/p>\n<p>In verschiedenen Redebeitragen wurde der ermordeten Menschen gedacht, aber auch Bezug auf die aktuelle Situation genommen. Berisa hob die Bedeutung des Mahnmals und des Gedenkens hervor, denn es ginge nicht nur um die Vergangenheit, auch f\u00fcr die neue Generation sei es wichtig um die Geschichte zu wissen. Ministerin Paul betonte, dass Sinti und Roma lange nicht als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt wurden und bis heute diskriminiert werden.<\/p>\n<p>Heute leben wieder mehr als 30.000 Sinti und Roma in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor zehn Jahren hat das Europ\u00e4ische Parlament den 2. 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