{"id":316186,"date":"2025-08-03T16:12:15","date_gmt":"2025-08-03T16:12:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/316186\/"},"modified":"2025-08-03T16:12:15","modified_gmt":"2025-08-03T16:12:15","slug":"posthume-samenentnahme-kinder-fuer-israels-gefallene-soldaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/316186\/","title":{"rendered":"Posthume Samenentnahme: Kinder f\u00fcr Israels gefallene Soldaten"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 03.08.2025 17:16 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>In Israel kann Soldaten nach ihrem Tod Sperma entnommen werden, selbst wenn sie dies nicht ausdr\u00fccklich gew\u00fcnscht hatten. Immer mehr Hinterbliebene nutzen die M\u00f6glichkeit &#8211; vor allem die Eltern der Gefallenen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/julio-segador-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Julio Segador\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/julio-segador-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEran Altmann \u00f6ffnet einen Container. Dichter wei\u00dfer Dampf steigt auf, der sich nur langsam aufl\u00f6st. Kleine R\u00f6hrchen voller Sperma sind zu sehen, tiefgek\u00fchlt in fl\u00fcssigem Stickstoff bei fast minus 200 Grad. In den meisten R\u00f6hrchen ist inzwischen das Sperma toter Soldaten aus dem Gazakrieg.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs begann nur wenige Tage nach der Terrorattacke der Hamas am 7. Oktober 2023, erinnert sich Altmann: &#8222;Ich habe damals Dutzende Anrufe von Freunden get\u00f6teter Soldaten bekommen, auch von normalen B\u00fcrgern. Sie wollten meine Hilfe.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSie seien nicht darauf vorbereitet gewesen aber h\u00e4tten sofort mit der Arbeit begonnen. &#8222;Ohne richtig zu \u00fcberlegen, was wir da eigentlich machen. Uns bleibt ja immer nur sehr wenig Zeit, das Sperma nach dem Tod zu entnehmen&#8220;, sagt Altmann. 24 Stunden, vielleicht 48 Stunden, danach werde es kritisch.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Seit Kriegsbeginn muss Eran Altmann toten Soldaten oft die Spermien entnehmen. Es ist der Wunsch der Familienangeh\u00f6rigen.\n                    <\/p>\n<p>    Ein Gesetz schafft neue M\u00f6glichkeiten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAltmann ist Reproduktionsmediziner am Rabin Medical Center in Petah Tikva bei Tel Aviv. Seit Kriegsbeginn muss er toten Soldaten sehr oft die Spermien entnehmen. Es ist der Wunsch der Familienangeh\u00f6rigen, meist der Eltern der noch jungen toten Soldaten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsraels Reproduktionsmedizin ist seit vielen Jahren hochangesehen. Nun hat der Gaza Krieg eine v\u00f6llig neue Entwicklung in dem Sektor m\u00f6glich gemacht. Get\u00f6tete Soldaten k\u00f6nnen nach ihrem Tod Kinder in die Welt setzen, sogar wenn sie dies vor ihrem Tod gar nicht ausdr\u00fccklich bef\u00fcrwortet hatten. Neue Gesetze machen es m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeu rekrutierte Soldaten unterschreiben, wenn sie wollen, dass ihrem K\u00f6rper nach ihrem Tod Sperma entnommen und eingefroren werden darf. Inzwischen entscheiden aber auch Angeh\u00f6rige. Dies war vor Kriegsbeginn nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Die Eltern von Rom Hecht entschieden sich sofort f\u00fcr eine posthume Samenentnahme. Sie w\u00fcnschen sich eine Enkelkind.\n                    <\/p>\n<p>    &#8222;Besser k\u00f6nnen wir nicht an ihn erinnern&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Saar Hecht hatte diesen Wunsch nach dem Tod seines Sohnes Rom: &#8222;Ich wei\u00df, es war sein Wunsch. Und es ist der Wunsch der Familie. Und ich wei\u00df auch, es ist der Wunsch unserer Nation, Leben zu geben. Dass der Stammbaum fortgef\u00fchrt wird. Besser k\u00f6nnen wir nicht an ihn erinnern.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRom Hecht war Mitglied einer Einheit, die andere Soldaten in einer kritischen Lage retten sollte. Der 20-J\u00e4hrige geriet im Gazastreifen in einen Hinterhalt. Rom Hecht und acht weitere Soldaten wurden im Dezember 2023 get\u00f6tet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSein Vater traf sofort die Entscheidung, die Spermien entnehmen zu lassen. &#8222;Ich habe nicht gez\u00f6gert. F\u00fcr mich war das absolut klar. Ich h\u00e4tte nie gez\u00f6gert&#8220;, erz\u00e4hlt Hecht.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Rom Hechts Vater Saar  und seine Frau Raheli beginnen nun mit der Suche nach einer Mutter f\u00fcr ihr Enkelkind.\n                    <\/p>\n<p>    In Deutschland verboten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn weit mehr als 200 F\u00e4llen haben Angeh\u00f6rige der Armee inzwischen die Erlaubnis erteilt, die Spermien posthum zu entnehmen. Die Rechtslage in Israel erlaubt dies.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Deutschland, aber auch in Frankreich oder Italien ist es dagegen verboten. Andere EU-Staaten wie Spanien oder Belgien erlauben die Entnahme nach dem Tod, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten zustimmte.<\/p>\n<p>    Suche nach einer Mutter<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr Saar Hecht und seine Frau Raheli beginnt nun die Zeit, wo sie sich nach einer potentiellen Mutter ihres Enkelkindes umsehen m\u00fcssen. &#8222;Sie muss eine gute Beziehung zu uns haben. Ich denke, es ist ein Win-Win-Situation. Sie wird das Baby austragen, die Mutter sein. Und dieses Baby wird Gro\u00dfeltern haben. Wir werden dieses Projekt von Anfang an unterst\u00fctzen&#8220;, sagt Saar Hecht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeine Frau Raheli Hecht freut sich trotz aller Trauer auf das Kind ihres toten Sohnes. Aber seltsam erscheint es ihr schon, quasi die eigene Schwiegertochter ausw\u00e4hlen zu m\u00fcssen. &#8222;Ja, das wird mental nicht einfach, wenn ich daran denke. Aber ich vertraue da meinem Mann Saar. Er wird f\u00fcr uns schon die richtige Frau ausw\u00e4hlen&#8220;, meint sie und lacht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJuristisch beginnen dann auch in Israel die Probleme. Denn die k\u00fcnstliche Befruchtung muss in diesem Fall noch immer vor Gericht erstritten werden. Dabei m\u00fcssen die Angeh\u00f6rigen beweisen, dass die verstorbene Person ein Kind gewollt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 03.08.2025 17:16 Uhr In Israel kann Soldaten nach ihrem Tod Sperma entnommen werden, selbst wenn sie dies&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":316187,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,738,30,13,411,14,15,12],"class_list":{"0":"post-316186","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-gazastreifen","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-israel","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114965718659430518","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/316186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=316186"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/316186\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/316187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=316186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=316186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=316186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}