{"id":316945,"date":"2025-08-03T23:36:13","date_gmt":"2025-08-03T23:36:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/316945\/"},"modified":"2025-08-03T23:36:13","modified_gmt":"2025-08-03T23:36:13","slug":"muenchen-hamburg-karrierekiller-homeoffice-wie-sie-remote-sichtbar-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/316945\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen\/Hamburg | Karrierekiller Homeoffice? Wie Sie remote sichtbar bleiben"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">M\u00fcnchen\/Hamburg (dpa\/tmn) &#8211; F\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte geh\u00f6rt Arbeiten von zu Hause aus sp\u00e4testens seit der Corona-Pandemie zum Alltag. Das ist auch oft bequem. Schlie\u00dflich fallen beispielsweise lange Pendelwege weg. Auf der anderen Seite droht die Gefahr, aus dem Sichtfeld zu geraten. Und so vielleicht die n\u00e4chste Bef\u00f6rderung oder Gehaltserh\u00f6hung zu verpassen.\u00a0<\/p>\n<p>Kann man diesem Karriereknick durchs Homeoffice entgehen? Experten geben Antworten auf wichtige Fragen.<\/p>\n<p>Wie viel Arbeitszeit sollte man im Homeoffice verbringen?<\/p>\n<p>Nicht jeder Arbeitgeber hat feste Regeln, wann und wie oft Besch\u00e4ftigte ins B\u00fcro kommen sollen. Gerade da, wo es viele Freiheiten gibt, sparen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zweifel lieber den Weg zur Arbeit.\u00a0<\/p>\n<p>Aus Karrieresicht ist es das nicht unbedingt ratsam. Bastian Hughes, Karrierecoach und Podcaster (?Berufsoptimierer?) r\u00e4t, auch regelm\u00e4\u00dfig vor Ort in der Firma t\u00e4tig zu sein &#8211; sofern der Job nicht zu 100 Prozent remote stattfindet.\u00a0<\/p>\n<p>Je nach individuellen Bed\u00fcrfnissen und abh\u00e4ngig von Absprachen mit dem Team und der F\u00fchrungskraft, schl\u00e4gt Hughes vor, etwa einmal in der Woche oder auch einmal im Monat im B\u00fcro zu arbeiten. Dadurch kn\u00fcpfe oder vertiefe man pers\u00f6nliche Kontakte, die nicht zuletzt auch f\u00fcr die Karriereentwicklung von Vorteil sein k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>Online-Meetings k\u00f6nnen pers\u00f6nliche Interaktionen n\u00e4mlich nicht immer wettmachen. \u00abDas unmittelbare Zusammentreffen f\u00f6rdert Vertrauen, das Gef\u00fchl von Zugeh\u00f6rigkeit und Empathie\u00bb, sagt die Karriereberaterin Ragnhild Struss. In einer \u00abWelt der digitalen Reiz\u00fcberflutung und K\u00fcnstlichen Intelligenz\u00bb werde die Pflege menschlicher Pr\u00e4senz zur neuen W\u00e4hrung. \u00abAuch deshalb werden Menschen eher bef\u00f6rdert, die sich auch vor Ort zeigen, weil die F\u00fchrungskr\u00e4fte durch sie ein gr\u00f6\u00dferes Gef\u00fchl der Sicherheit versp\u00fcren\u00bb, so die Einsch\u00e4tzung der Karriereberaterin.<\/p>\n<p>Welche Strategien helfen, auch bei viel Homeoffice sichtbar zu bleiben?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal ganz banal: \u00abMan sollte, wenn die Kommunikation \u00fcber Teams erfolgt, immer die Kamera einschalten, um so bei Besprechungen oder Meetings sichtbar zu sein\u00bb, sagt Hughes. Ebenfalls wichtig: Proaktiv handeln. Also zum Beispiel f\u00fcr alle sichtbar kommunizieren, woran man arbeitet, welche Ergebnisse das gebracht hat und wo man Unterst\u00fctzung braucht.<\/p>\n<p>Weitere Impulse, um sichtbar zu bleiben:<\/p>\n<ul>\n<li>Kurze informelle Gespr\u00e4che vereinbaren: \u00abSolche Gespr\u00e4che mit Kolleginnen und Kollegen sowie mit Vorgesetzten sollte man nicht nur zur Abstimmung, sondern auch zur Beziehungspflege nutzen\u00bb, so Struss.<\/li>\n<li>Anerkennung weitergeben: Hilfreich kann laut Struss auch sein, Anerkennung weiterzugeben ? namentlich, konkret, herzlich. Wer andere sichtbarer macht, werde auch selbst sichtbarer.<\/li>\n<li>Eigenes Warum deutlich machen: Man sollte gelegentlich \u00fcber das sprechen, was einen motiviert. \u00abMenschen folgen vor allem Haltungen, die sie beeindrucken\u00bb, so Struss. Auch das hilft dabei, sichtbar zu bleiben.<\/li>\n<li>Sich \u00fcber das eigene Team hinaus vernetzen: Sinnvoll kann auch sein, einen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen zu initiieren. \u00abDabei kommt es nicht zuletzt darauf an, \u00fcber die eigenen Themen hinaus Interesse f\u00fcr das gro\u00dfe Ganze zu signalisieren\u00bb, sagt Struss.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Welche Spielregeln sind noch wichtig?<\/p>\n<p>Wichtig ist, dass Besch\u00e4ftigte, die hybrid im Homeoffice und im B\u00fcro t\u00e4tig sind, klar kommunizieren, wann sie erreichbar sind. Hughes empfiehlt zum Beispiel, den eigenen Status in Kollaborationstools wie Microsoft Teams oder Slack aktuell zu halten.\u00a0<\/p>\n<p>Dabei sollte man bewusst auf Dauerverf\u00fcgbarkeit verzichten. \u00abSichtbar sein hei\u00dft nicht, immer online zu sein\u00bb, so Struss. Wirkliche Pr\u00e4senz entstehe durch Fokus. Das bedeutete auch, dass man die eigenen Deep-Work-Zeiten sch\u00fctzen, Pausen einplanen und Grenzen setzen darf, so die Karriereberaterin.\u00a0<\/p>\n<p>Aus ihrer Sicht ebenfalls relevant: Wer inhaltlich wie zwischenmenschlich regelm\u00e4\u00dfig verl\u00e4sslich liefert, werde als stabiler Faktor im Team wahrgenommen. \u00abVertrauen ist besonders remote die st\u00e4rkste Form von Sichtbarkeit\u00bb, so Struss.<\/p>\n<p>Wie entgeht man dem Drang, im Homeoffice besonders besch\u00e4ftigt wirken zu m\u00fcssen?<\/p>\n<p>Auf jede Mail sofort antworten, st\u00e4ndig neue Projekte anlegen, den eigenen Kalender mit zahlreichen Meetings kuratieren: Manche haben das Gef\u00fchl, sie m\u00fcssen bei der Arbeit im Homeoffice ihre Produktivit\u00e4t besonders unter Beweis stellen.\u00a0<\/p>\n<p>Laut Struss ist das gar nicht n\u00f6tig. Nicht jede stille Phase bedeute Ineffizienz. \u00abMan braucht ein bewusstes Vertrauen in die eigene Leistung und in den eigenen Wert\u00bb, sagt Struss. Dabei hilft die Frage: Was ist jetzt wirklich wichtig? Und: Was entspricht meinem Job ? und was meinem inneren Druck?\u00a0<\/p>\n<p>\u00abMan sollte eher zeigen, was man leistet ? eben in Gespr\u00e4chen oder in Meetings ? und nicht demonstrieren, dass man quasi immer vor dem Rechner sitzt\u00bb, sagt Hughes.<\/p>\n<p>Wie geht man am besten mit der F\u00fchrungskraft ins Gespr\u00e4ch?\u00a0<\/p>\n<p>Wer das Gef\u00fchl hat im Homeoffice auf dem Abstellgleis geparkt worden zu sein, m\u00f6chte das vielleicht gerne bei der F\u00fchrungskraft thematisieren. Einfach eine E-Mail an das Management zu schicken, h\u00e4lt Hughes hier nicht f\u00fcr zielf\u00fchrend. Besser sei es, um ein Vieraugengespr\u00e4ch zu bitten und dann sachlich die eigenen Vermutungen, aber auch W\u00fcnsche und Erwartungen zu formulieren.<\/p>\n<p>Wichtig: Die eigene Wahrnehmung teilen, ohne zu beschuldigen. Struss r\u00e4t, konkrete Beispiele etwa f\u00fcr Projekte zu liefern, bei denen man sich \u00fcbergangen f\u00fchlte. Hilfreich ist ein konstruktives Vorgehen, bei dem man die F\u00fchrungskraft fragt: Wie k\u00f6nnen wir gemeinsam daf\u00fcr sorgen, dass meine Kompetenzen wieder besser zur Geltung kommen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnchen\/Hamburg (dpa\/tmn) &#8211; F\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte geh\u00f6rt Arbeiten von zu Hause aus sp\u00e4testens seit der Corona-Pandemie zum Alltag.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":316946,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[1140,772,630,4941,29,30,19234,1942,1710,3930,1268,13353,624,14486],"class_list":{"0":"post-316945","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-arbeit","9":"tag-bayern","10":"tag-beruf","11":"tag-cjab","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-homeoffice","15":"tag-job","16":"tag-karriere","17":"tag-kommunikation","18":"tag-muenchen","19":"tag-psychologie","20":"tag-ratgeber","21":"tag-tmn0340"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114967464098464732","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/316945","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=316945"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/316945\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/316946"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=316945"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=316945"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=316945"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}