{"id":317216,"date":"2025-08-04T02:12:13","date_gmt":"2025-08-04T02:12:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/317216\/"},"modified":"2025-08-04T02:12:13","modified_gmt":"2025-08-04T02:12:13","slug":"wetter-im-kreis-esslingen-anhaltender-regen-das-gemuese-freuts-die-braugerste-ist-in-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/317216\/","title":{"rendered":"Wetter im Kreis Esslingen: Anhaltender Regen: Das Gem\u00fcse freut\u2019s, die Braugerste ist in Gefahr"},"content":{"rendered":"<p>Das Wetter stellt die Landwirte im Kreis Esslingen vor gro\u00dfe Herausforderungen. Wie die Ernte ausfallen wird, muss sich noch zeigen. Fest steht nur: Geduld ist gefragt.<\/p>\n<p> Landwirte im Kreis <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Esslingen\" title=\"Esslingen\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Esslingen<\/a>, die beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.gemueseanbau-in-reichenbach-schmaler-grat-zwischen-zu-viel-und-zu-wenig-regen.df35e643-8d28-49fd-b3f4-9686cda3f56d.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gem\u00fcsekulturen anbauen<\/a>, freuen sich \u00fcber das derzeitige Regenwetter, aber f\u00fcr die Getreidebauern ist das <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Wetter\" title=\"Wetter\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wetter<\/a> ein Geduldsspiel. Wenn es zu nass und zu kalt ist, landet Brotgetreide und Braugerste bestenfalls noch im Futtertrog. Zeit f\u00fcr eine Zwischenbilanz.<\/p>\n<p>Da die Getreideernte wegen der anhaltend feuchten Witterung noch im Gange ist, ist es f\u00fcr eine abschlie\u00dfende Bewertung noch zu fr\u00fch, hei\u00dft es aus dem Landwirtschaftsamt im Kreis Esslingen. Doch gerade f\u00fcr das <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Getreide\" title=\"Getreide\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Getreide<\/a> bedeute der reichliche Niederschlag und das unbest\u00e4ndige Wetter der vergangenen Wochen die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung. Langanhaltender <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Regen\" title=\"Regen\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Regen<\/a> gepaart mit relativ hohen Temperaturen zum Zeitpunkt der Getreideernte sei f\u00fcr noch nicht abgeerntete Best\u00e4nde von Qualit\u00e4tsweizen, Roggen und Sommerbraugerste eine gro\u00dfe Herausforderung. <\/p>\n<p>Kreis Esslingen: Die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Ernte\" title=\"Ernte\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ernte<\/a> bleibt ein Geduldspiel <\/p>\n<p>Die Getreidek\u00f6rner k\u00f6nnten noch in der \u00c4hre in Keimstimmung kommen, sie wachsen aus und erf\u00fcllen somit nicht mehr die ben\u00f6tigten Qualit\u00e4tsanforderungen, erkl\u00e4ren die Fachleute im Landwirtschaftsamt. Das bedeute f\u00fcr Brotgetreide und Braugerste unter Umst\u00e4nden mangelhafte Back- und Brauqualit\u00e4ten und so lande manches bestenfalls noch im Futtertrog. Insgesamt bleibe die Ernte weiterhin ein Geduldsspiel. Viele Kulturpflanzen k\u00e4men mit Trockenheit, hohen Temperaturen und viel Regen klar, wenn sie gut entwickelt sind und die jeweilige Wetterphase nicht zu lange, zu intensiv oder zu ausgepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/media.media.3b0bcf56-9291-4b96-9193-b837ac7b609e.original1024.media.jpeg\"\/>     Ginge es nach der Familie Rapp, d\u00fcrfte es noch mehr regnen.    Foto: Roberto Bulgrin    <\/p>\n<p>Das erlebt auch Petra Rapp so vom Weilerhof in Esslingen. \u201eDie letzten Tage waren f\u00fcr uns sch\u00f6n, denn wir mussten nicht bew\u00e4ssern und die Natur atmet auf\u201c, beschreibt sie das aktuelle Wettergeschehen.<\/p>\n<p>In B\u00f6den im Kreis Esslingen gibt es immer noch Risse <\/p>\n<p>Wenn es nach ihr ginge, d\u00fcrfte es gerne noch mehr regnen, denn die Feuchtigkeit sei noch nicht tief genug in den Boden eingedrungen, das zeigten die enormen Risse im Boden. Und die Landwirtin stellt fest: \u201eWir haben viel zu wenig Regen.\u201c Das zeige auch der Vergleich mit dem gar nicht weit entfernten Bad Cannstatt, wo es in den vergangenen Tagen rund 115 Liter Regen waren, w\u00e4hrend auf den Feldern von Familie Rapp mit 31 Liter eher wenig vom kostbaren Nass angekommen sei, wie auch Ehemann Andreas Rapp best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>In Esslingen kommt seit Jahren weniger Regen an als anderswo  <\/p>\n<p>Oft z\u00f6gen die Regenwolken eher Richtung Remstal und Fildern weiter und im Neckartal k\u00e4men dann weniger Niederschl\u00e4ge an, haben die Rapps beobachtet. Bereits seit zehn Jahren sei zu bemerken wie die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.landwirtschaft-auf-den-fildern-landwirte-blicken-sorgenvoll-auf-ihre-aecker.40cdc135-4534-4162-a90f-7a151475d697.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sommer immer trockener und hei\u00dfer werden <\/a>und die Winde zus\u00e4tzlich den Boden austrockneten. F\u00fcr die Weinreben sei der Regen gerade noch rechtzeitig gekommen: \u201eEs war h\u00f6chste Zeit, es gab schon die ersten gelben Bl\u00e4tter am Stockansatz.\u201c \u201eWir sind gro\u00dfen Herausforderungen ausgesetzt und m\u00fcssen flexibel reagieren\u201c sagt Andreas Rapp, denn jede Woche und jedes Jahr seien anders. \u201eIm Gem\u00fcsebau m\u00fcssen wir sofort beregnen, damit sich die Pflanzen entwickeln k\u00f6nnen.\u201c Sogar die Kartoffeln h\u00e4tten sie in diesem hei\u00dfen und trockenen Fr\u00fchjahr bew\u00e4ssern m\u00fcssen. <\/p>\n<p>Schulklassen aus dem Kreis Esslingen zu Besuch: Pl\u00f6tzlich essen Kinder Spinat und Kohlrabi <\/p>\n<p>Radieschen habe der Weilerhof in diesem Jahr wegen der Trockenheit gar nicht erst angebaut, und auch der Spinat sei sehr heikel. Am besten wachse er noch im Winter im Gew\u00e4chshaus, w\u00e4hrend er im Fr\u00fchjahr und Sommer im Freiland bei <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Hitze\" title=\"Hitze\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hitze<\/a> und Trockenheit zu schie\u00dfen drohe und gelbe Bl\u00e4tter bilde. Dabei seien gerade diese Sorten gut geeignet, beispielsweise Kinder f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Gem%C3%BCse\" title=\"Gem\u00fcse\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gem\u00fcse<\/a> zu interessieren. Bei den zahlreichen Besuchen von Schulklassen h\u00e4tten die Kinder nach Worten von Petra Rapp viel Freude daran, gemeinsam mit ihnen auf dem Feld Fr\u00fchgem\u00fcse zu ernten und als Rohkost gemeinsam zu verspeisen. Und immer wieder bekomme sie erfreute Anrufe von Eltern, die sich bedankten und erkl\u00e4rten, pl\u00f6tzlich w\u00fcrden ihre Kinder sogar Spinat und Kohlrabi essen.<\/p>\n<p>Mitten in der Haupterntesaison befindet sich auch der Eglisenhof in Esslingen-Sulzgries, wo Rettich, Zwiebeln und Rote Beete Saison haben. Dort ist Marius Clauss ebenfalls nicht ungl\u00fccklich \u00fcber den Regen: \u201eKohl- und Wurzelgem\u00fcse sowie Sellerie profitieren davon\u201c, erkl\u00e4rt der Betriebsleiter, beim Salat d\u00fcrfe es aber wegen den Pilzkrankheiten nicht zu viel N\u00e4sse sein.<\/p>\n<p> Der Esslinger Eglisenhof ist bekannt f\u00fcr sein Wurzelgem\u00fcse <\/p>\n<p> Bei den M\u00f6hren hat Familie Clauss schon mehrere S\u00e4tze geerntet und f\u00fcr die n\u00e4chsten Durchg\u00e4nge sei das neue Saatgut auf dem Feld auch schon ausgebracht. Auch bei Regen gehe die Ernte nat\u00fcrlich weiter, die im <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Hofladen\" title=\"Hofladen\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hofladen<\/a> und auf dem Wochenmarkt verkauft wird und gegen zu viel Schnecken helfe wie im Hausgarten Schneckenkorn. Immerhin m\u00fcsse der Betrieb nur entlang der Feldr\u00e4nder der Gem\u00fcsekulturen damit dagegen halten, weil die Schnecken von den benachbarten Wiesen einwanderten. <\/p>\n<p> Stress durch Hitze und Trockenheit <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Kartoffeln<\/strong><br \/>Den Kartoffelbest\u00e4nden haben die hohen Temperaturen und der anhaltende Trockenstress zugesetzt. Sie stellen bei anhaltend mehr als 30 Grad das Knollenwachstum schnell ein. Zudem kann es zum fr\u00fchzeitigen Absterben der Blattmasse kommen, was in manchen Best\u00e4nden laut Landwirtschaftsamt dieses Jahr passiert ist.<\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Mais<\/strong><br \/>Bei einer bestimmten Bodenfeuchte profitieren Silo- und K\u00f6rnermais besonders von hohen Temperaturen und hoher Lichtintensit\u00e4t. Durch die k\u00fchltrockene Witterung im Fr\u00fchjahr wurde die Entwicklung vieler Maisbest\u00e4nde nach Aussage von Fachleuten stark ausgebremst und die Hitzewelle mit anhaltender Trockenheit Ende Juni\/Anfang Juli setzte den geschw\u00e4chten Best\u00e4nden weiter zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Wetter stellt die Landwirte im Kreis Esslingen vor gro\u00dfe Herausforderungen. Wie die Ernte ausfallen wird, muss sich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":317217,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,90622,949,21647,3439,30,11607,1563,952,10328,5321,1441,1973],"class_list":{"0":"post-317216","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-dueree","12":"tag-duerre","13":"tag-ernte","14":"tag-esslingen","15":"tag-germany","16":"tag-hitze","17":"tag-klima","18":"tag-klimawandel","19":"tag-regen","20":"tag-stadt-esslingen","21":"tag-stuttgart","22":"tag-wetter"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114968077661875949","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/317216","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=317216"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/317216\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/317217"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=317216"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=317216"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=317216"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}