{"id":317569,"date":"2025-08-04T05:37:10","date_gmt":"2025-08-04T05:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/317569\/"},"modified":"2025-08-04T05:37:10","modified_gmt":"2025-08-04T05:37:10","slug":"dem-rettungsdienst-in-augsburg-fehlen-in-diesem-jahr-viele-freiwillige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/317569\/","title":{"rendered":"Dem Rettungsdienst in Augsburg fehlen in diesem Jahr viele Freiwillige"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Maximilian Gl\u00fcckstein ist inzwischen stellvertretender Rettungsdienstleiter des Bayerischen Roten Kreuzes in <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a>. Urspr\u00fcnglich hatte Gl\u00fcckstein nach dem Abitur studieren wollen. Doch dann absolvierte er einen Bundesfreiwilligendienst beim Rettungsdienst \u2013 und blieb. Er machte die Ausbildung zum Notfallsanit\u00e4ter und ist seit mittlerweile zw\u00f6lf Jahren dabei. Vielen Abiturienten geht es \u00e4hnlich: Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD) dienen oft als Orientierung f\u00fcr den sp\u00e4teren Berufsweg. Gerade f\u00fcr Hilfsorganisationen sind die Dienste wichtig, um an Nachwuchs zu kommen. Dieses Jahr gibt es <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/abi-2025-das-sagen-schueler-zum-letzten-g8-abitur-in-bayern-109058924\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">wegen der Umstellung aufs neunj\u00e4hrige Gymnasium allerdings eine gro\u00dfe L\u00fccke<\/a>. Es haben nur wenige Sch\u00fcler das Abitur gemacht. Wie wirkt sich das aus?\n  <\/p>\n<p>            Ein Verlust f\u00fcr den Rettungsdienst auch in Augsburg<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die geringe Anzahl an Abiturienten stellt ein Problem f\u00fcr die Freiwilligendienste dar. Beim Rettungsdienst in Augsburg fehlen laut Maximilian Gl\u00fcckstein 50 Prozent der Freiwilligen. FSJ-Stellen in anderen Bereichen h\u00e4tten bislang gar keine Bewerbungen erhalten. Auch Michael Richter, der die Freiwilligendienste des Bayerischen Roten Kreuzes leitet, spricht besonders beim Rettungsdienst von hohen Verlusten. Der Grund: Dort w\u00fcrden sich normalerweise viele vollj\u00e4hrige Abiturienten oder zuk\u00fcnftige Medizinstudenten engagieren.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In Zukunft w\u00fcrde sich die geringe Zahl an Abiturienten ebenfalls bemerkbar machen. Nach dem FSJ w\u00fcrden viele noch nebenbei weiterarbeiten oder sich f\u00fcr den Beruf entscheiden und damit auch einen Teil des sp\u00e4teren Nachwuchses ausmachen, so Richter. Auch der stellvertretende Rettungsdienstleiter in Augsburg erkl\u00e4rt, dass rund die H\u00e4lfte des Personals urspr\u00fcnglich aus den Freiwilligendiensten stamme. \u201eDas System bricht nicht zusammen, aber es fehlt ein signifikanter Teil\u201c, betont Richter und erkl\u00e4rt aber gleichzeitig, dass auch andere Faktoren bei der Zahl der Freiwilligendienste eine Rolle spielen w\u00fcrden. Mehr Ausbildungs- und Studienpl\u00e4tze w\u00fcrden f\u00fcr weniger Freiwillige sorgen, da das FSJ vor allem als Orientierung diene oder beispielsweise bei fehlenden Ausbildungspl\u00e4tzen und Wartesemestern genutzt werde. \u201eDer Akademisierungstrend wird langfristig zum Problem\u201c, best\u00e4tigt Gl\u00fcckstein.\n  <\/p>\n<p>            W\u00e4ere ein soziales Pflichtjahr f\u00fcr alle eine L\u00f6sung?<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Werbema\u00dfnahmen, um mehr junge Menschen f\u00fcr die Freiwilligendienste zu rekrutieren, seien laut Richter allein keine L\u00f6sung. Das Ansehen von sozialen Berufen sei leider nicht so hoch \u2013 ein freiwilliges soziales Jahr sei dementsprechend \u201eeine biografische Entscheidung\u201c und w\u00fcrde nicht ausschlie\u00dflich aufgrund einer Werbung getroffen werden. Viele Politiker, darunter Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier, fordern zudem eine soziale Pflichtzeit, bei der alle B\u00fcrger f\u00fcr eine bestimmte Zeit in Bereichen wie Pflege, Gesundheit oder Bildung arbeiten m\u00fcssten. Diese Forderung sei laut Freiwilligendienstleiter Michael Richter aber ebenfalls keine L\u00f6sung. Solch eine Dienstpflicht w\u00fcrde n\u00e4mlich v\u00f6lkerrechtliche sowie finanzielle Fragen aufwerfen. Es sei stattdessen langfristig wichtig, den Wert der sozialen Arbeit anzuerkennen und bestehende Strukturen, wie den Freiwilligendienst, zu st\u00e4rken. Verpflichtende Ma\u00dfnahmen seien daf\u00fcr aus seiner Sicht nicht geeignet.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Diona Arapi<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Augsburg<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    FSJ<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Maximilian Gl\u00fcckstein ist inzwischen stellvertretender Rettungsdienstleiter des Bayerischen Roten Kreuzes in Augsburg. 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