{"id":318040,"date":"2025-08-04T10:11:10","date_gmt":"2025-08-04T10:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/318040\/"},"modified":"2025-08-04T10:11:10","modified_gmt":"2025-08-04T10:11:10","slug":"rauswurf-durch-trump-wirbel-nach-entlassung-von-statistikchefin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/318040\/","title":{"rendered":"Rauswurf durch Trump: Wirbel nach Entlassung von Statistikchefin"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 04.08.2025 10:33 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die j\u00fcngsten US-Arbeitsmarktdaten gefielen dem US-Pr\u00e4sidenten gar nicht &#8211; Trump sprach von F\u00e4lschung und entlie\u00df die Statistikchefin. F\u00fchrende Demokraten werfen ihm autokratisches Gebaren vor. Beistand bekommt Trump von seinem Wirtschaftsberater.  <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Entlassung der Chefin des Amtes f\u00fcr Arbeitsmarktstatistik (Bureau of Labor Statistics, BLS), Erika McEntarfer, sorgt in den USA weiter f\u00fcr Aufregung. Die Entscheidung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und sein damit verbundener Vorwurf, die ver\u00f6ffentlichen Zahlen seien manipuliert, hat Kritik und Besorgnis ausgel\u00f6st. Sein Wirtschaftsberater Kevin Hassett sah sich dazu veranlasst, Trump zu verteidigen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuf die Frage, ob die Regierung irgendwelche Beweise daf\u00fcr habe, dass die Arbeitsmarktzahlen manipuliert worden seien, sagte Wirtschaftsberater Hassett dem Sender NBC News: &#8222;Der Beweis ist, dass es eine Reihe von Revisionen gab.&#8220; Diese k\u00f6nnten zu parteiisch wirken. Auf das Nachhaken, ob es auch handfeste Beweise gebe, antwortete Hassett: &#8222;Ich denke, die Revisionen sind handfeste Beweise.&#8220;<\/p>\n<p>    Vorwurf: Manipulation f\u00fcr politische Zwecke<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZuvor war bekannt geworden, dass im Juli au\u00dferhalb der Landwirtschaft nur 73.000 neue Stellen geschaffen worden waren, w\u00e4hrend von Reuters befragte \u00d6konomen mit 110.000 gerechnet hatten. Revidierten Daten zufolge wurden zudem im Mai und Juni 258.000 weniger Stellen geschaffen als zuvor gemeldet. Experten erkl\u00e4ren die entt\u00e4uschenden Arbeitsmarktdaten auch mit Auswirkungen der aggressiven Zollpolitik der US-Regierung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls Konsequenz hatte Trump am Freitag \u00fcber soziale Medien die Absetzung der bisherigen Leiterin McEntarfer angek\u00fcndigt. Trump schrieb auf seinem Online-Dienst Truth Social: &#8222;Meiner Meinung nach wurden die heutigen Arbeitsmarktzahlen GEF\u00c4LSCHT, um die Republikaner und MICH schlecht aussehen zu lassen.&#8220; Belege daf\u00fcr legte er nicht vor.<\/p>\n<p>    Kritik von Vorg\u00e4nger McEntarfers<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs folgte heftige Kritik an der Entlassung McEntarfers &#8211; etwa vom fr\u00fcheren Chef des Amtes f\u00fcr Arbeitsmarktstatistik, William Beach. Er war von Trump f\u00fcr den Posten ernannt und bezeichnete die Entlassung seiner Nachfolgerin am Freitag auf X als v\u00f6llig unbegr\u00fcndet. Dies schaffe einen gef\u00e4hrlichen Pr\u00e4zedenzfall und untergrabe die statistische Aufgabe des Amtes.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn einem Gespr\u00e4ch mit dem Nachrichtenportal &#8222;Politico&#8220; f\u00fchrte er aus, dass Hunderte Menschen an den Zahlen arbeiteten &#8211; und etwa 40 Personen sie fertigstellten. Dabei handele es sich um professionelle Leute, die ihren Job unter Republikanern wie Demokraten gemacht h\u00e4tten. Die Chefin des Amtes habe keinerlei Einfluss auf die Daten und k\u00f6nne sie auch nicht einsehen, bevor sie vollst\u00e4ndig fertiggestellt seien, sagte er. Beach bezeichnete jegliche Einflussnahme aus ihrer Position heraus daher als sehr unwahrscheinlich.\u00a0<\/p>\n<p>    &#8222;Wahrheit wird durch Propaganda ersetzt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie oppositionellen Demokraten warfen Trump autokratisches Gehabe vor. Manchmal verhalte sich Trump wie ein Diktator, sagte der demokratische Fraktionschef im Senat, Chuck Schumer. Das sei typisch Donald Trump. &#8222;Wenn er Nachrichten erh\u00e4lt, die ihm nicht gefallen, erschie\u00dft er den \u00dcberbringer.&#8220; Senator Ron Wyden, der f\u00fchrende Demokrat im Finanzausschuss des Senats, sagte, Trump wolle die Konsequenzen seiner Wirtschaftspolitik nicht wahrhaben. &#8222;Dies ist das Verhalten von jemandem, der weich und schwach ist und Angst davor hat, sich der Realit\u00e4t des Schadens zu stellen, den sein Chaos unserer Wirtschaft zuf\u00fcgt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer demokratische Senator Chris Murphy schrieb auf X, Trumps Vorgehen sei ein weiterer Schritt in Richtung Autoritarismus: &#8222;Wahrheit wird durch Propaganda ersetzt.&#8220; Das h\u00e4tten auch die Sowjets gemacht.<\/p>\n<p>    Glaubw\u00fcrdigkeit steht auf dem Spiel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrumps Vorgehen verst\u00e4rkt auch bei \u00d6konomen die Bef\u00fcrchtung, dass die Politik Einfluss auf die Erhebung und Bekanntgabe von Daten nehmen k\u00f6nnte. &#8222;Die Politisierung wirtschaftlicher Statistiken ist ein selbstzerst\u00f6rerischer Akt&#8220;, warnte Chef\u00f6konom Michael Madowitz vom Roosevelt Institute. &#8222;Glaubw\u00fcrdigkeit geht viel leichter verloren als sie wiederherzustellen.&#8220; Die Glaubw\u00fcrdigkeit der amerikanischen Wirtschaftsdaten sei das Fundament, auf dem die st\u00e4rkste Volkswirtschaft der Welt aufgebaut sei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas BLS fragt f\u00fcr seinen Arbeitsmarktbericht rund 121.000 Unternehmen und Beh\u00f6rden ab. Die R\u00fccklaufquote ist von 80,3 Prozent im Oktober 2020 auf aktuell etwa 67,1 Prozent gesunken, wie BLS-Daten zeigen. Der Personalabbau beim BLS hat dazu gef\u00fchrt, dass der Umfang der Datenerhebung f\u00fcr die Berechnung der Inflation reduziert wurde. Eine Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters im Juli ergab, dass 89 von 100 f\u00fchrenden Politikexperten zumindest gewisse Bedenken hinsichtlich der Qualit\u00e4t der US-Wirtschaftsdaten haben. Die meisten von ihnen sind zudem besorgt, dass die Beh\u00f6rden sich nicht dringend genug mit dem Thema befassen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump will noch in dieser Woche einen Nachfolger f\u00fcr die von ihm geschasste McEntarfer benennen. Er werde den neuen BLS-Chef &#8222;in drei oder vier Tagen&#8220; bekanntgeben, k\u00fcndigte der Republikaner am Sonntag in Washington an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 04.08.2025 10:33 Uhr Die j\u00fcngsten US-Arbeitsmarktdaten gefielen dem US-Pr\u00e4sidenten gar nicht &#8211; Trump sprach von F\u00e4lschung und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":318041,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,620,3364,29,30,13,14,15,12,113,64],"class_list":{"0":"post-318040","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-arbeitsmarkt","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-trump","19":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114969961147652853","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/318040","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=318040"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/318040\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/318041"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=318040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=318040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=318040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}