{"id":318708,"date":"2025-08-04T16:07:13","date_gmt":"2025-08-04T16:07:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/318708\/"},"modified":"2025-08-04T16:07:13","modified_gmt":"2025-08-04T16:07:13","slug":"so-will-berlin-kuenftig-gegen-schmutzfinken-vorgehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/318708\/","title":{"rendered":"So will Berlin k\u00fcnftig gegen Schmutzfinken vorgehen"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Berlin. Bei der Vorstellung der Sauberkeitskampagne der BSR k\u00fcndigt Ute Bonde (CDU) an, was auf M\u00fclls\u00fcnder k\u00fcnftig zukommt.  <\/p>\n<p class=\"\">Bevor Umweltsenatorin <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/ute-bonde\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Ute Bonde<\/a> (CDU) aus ihrem B\u00fcro in der Senatsverwaltung herunterkommt, f\u00e4hrt ein junger Mitarbeiter der <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/bsr\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Berliner Stadtreinigung (BSR)<\/a> mit einem Fahrrad die Stra\u00dfe Am K\u00f6llnischen Park immer wieder auf und ab. Auf einen kleinen Anh\u00e4nger, den er hinter seinem Fahrrad herzieht, ist eines der Plakate montiert, mit denen die BSR ab sofort daf\u00fcr sensibilisieren will, dass <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Berlin<\/a> nur gemeinsam sauber gehalten werden kann. \u201eDu feierst Peperoni, wir Tonno\u201c, steht auf der einen Plakatseite. \u201eDu hast die Asche, wir den Becher\u201c, auf der R\u00fcckseite. <\/p>\n<p>   Morgenpost Sp\u00e4ti<\/p>\n<p class=\"text-body2 mt-2\">Hier steckt alles drin: Ihr Berlin-Update zum Feierabend \u2013 montags bis freitags um 18 Uhr.<\/p>\n<p class=\"text-caption text-copy-secondary\">\n          Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n          <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-overline text-copy-accent-negative dark:underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n          zu.\n        <\/p>\n<p class=\"\">Man habe sich bewusst f\u00fcr \u201eSpr\u00fcche mit einem Augenzwinkern\u201c entschieden, sagt BSR-Chefin Stephanie Otto. Auch Bonde gef\u00e4llt der \u201etypische Berliner Witz\u201c der Motive. Bis Herbst soll die Kampagne in der ganzen Stadt, auf 500 M\u00fclleimern und 50 M\u00fcllfahrzeugen, zu sehen sein. Niemand soll sich ihr entziehen k\u00f6nnen, betont Bonde. \u201eJeder soll und muss sich mit dem Thema auseinandersetzen.\u201c <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409672692_1754319605_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Kampagne \" sauber=\"\" geht=\"\" nur=\"\" gemeinsam=\"\" title=\"Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU,l) und BSR-Chefin Stephanie Otto bei der Vorstellung der Kampagne \u201eSauber geht nur gemeinsam\u201c. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU,l) und BSR-Chefin Stephanie Otto bei der Vorstellung der Kampagne \u201eSauber geht nur gemeinsam\u201c.<br \/>\n      \u00a9 Britta Pedersen\/dpa | Britta Pedersen\n    <\/p>\n<p class=\"\">Kostenpunkt des erhofften Mentalit\u00e4tswandels: 170.000 Euro. Sollten die Bilder und Spr\u00fcche tats\u00e4chlich zu einem ver\u00e4nderten Verhalten f\u00fchren, ist das sicherlich gut angelegtes Geld. Die nun gestartet Kampagne ist jedoch nicht die erste der BSR. Dass ein erneuter Anlauf n\u00f6tig ist, zeigt also auch: Sp\u00fcrbare Erfolge lassen bislang auf sich warten. <\/p>\n<p>   Illegaler M\u00fcll in Berlin: 2024 kostete Beseitigung mehr als 10 Millionen Euro  <\/p>\n<p class=\"\">Denn allen vergangenen Kampagnen zum Trotz hat das sogenannten \u201eLittering\u201c, also das achtlose Wegwerfen von Kleinabf\u00e4llen, laut der BSR in den vergangenen Jahren sogar sp\u00fcrbar zugenommen. Immer mehr Essen wird f\u00fcr unterwegs bestellt, zu viele Berlinerinnen und Berliner ignorieren die insgesamt 27.000 Papierk\u00f6rbe der BSR und lassen ihren M\u00fcll einfach liegen. <\/p>\n<p>    Auch interessant<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409654134_1754060362_v1_1_200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[1\/1] \" alt=\"M\u00fcll im G\u00f6rlitzer Park\" title=\"M\u00fcll in Berlins Parks ist im Sommer normalerweise kein seltener Anblick.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"\">Ein weiteres Problem neben dem Littering sind illegale M\u00fcllablagerungen: 2024 musste die BSR berlinweit 54.000 Kubikmeter illegal entsorgten Sperrm\u00fcll, Elektroschrott und Bauabfall beseitigen. Zum Vergleich: Ein olympisches Schwimmbecken ist 50 Meter lang, 25 Meter breit und zwei Meter tief. Der illegal entsorgte M\u00fcll, den die BSR im vergangenen Jahr beseitigt hat, h\u00e4tte mehr als 20 solcher Schwimmbecken gef\u00fcllt. Gekostet hat das rund 10,3 Millionen Euro. Der Gro\u00dfteil des illegal entsorgten M\u00fclls wird laut der BSR durch unseri\u00f6se Entr\u00fcmpelungs- oder Baufirmen verursacht. <\/p>\n<p> 4000 Euro f\u00fcr illegalen Sperrm\u00fcll: In Berlin sollen bald neue Bu\u00dfgelder gelten  <\/p>\n<p class=\"\">\u201eWir sind selbst daf\u00fcr verantwortlich, wie unsere Stadt aussieht und wir sind diejenigen, die diese Stadt verm\u00fcllen\u201c, sagte Bonde. Um f\u00fcr weniger M\u00fcll in Berlin zu sorgen, sei ein Dreischritt n\u00f6tig. Den ersten Schritt \u2013 Pr\u00e4vention \u2013 mache die BSR mit ihrer Kampagne. Der zweite Schritt sei, von vorneherein weniger M\u00fcll zu produzieren. Seit 2023 gilt f\u00fcr Restaurants in Berlin etwa die Pflicht, Mehrweggeschirr anzubieten. Das werde auch gut angenommen, sagte Bonde. Eine <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article407109528\/gruene-fordern-steuer-auf-pappbecher-und-plastikschalen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1724760840\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Erh\u00f6hung der Verpackungssteuer<\/a>, wie sie die Gr\u00fcnen in Berlin etwa mehrfach gefordert haben, lehnt die Senatorin aber ab. Zum einen, weil sich das nur bundes- und nicht allein kommunalpolitisch regeln lasse. Zum anderen, weil solch eine Steuer Mehrkosten f\u00fcr die Kunden bedeuten w\u00fcrde. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409673631_1754319605_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Kampagne \" sauber=\"\" geht=\"\" nur=\"\" gemeinsam=\"\" title=\"Ute Bonde (CDU,l), Berliner Senatorin f\u00fcr Umwelt und BSR-Chefin Stephanie Otto. Ein Dreischritt f\u00fcr weniger M\u00fcll in Berlin.  \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Ute Bonde (CDU,l), Berliner Senatorin f\u00fcr Umwelt und BSR-Chefin Stephanie Otto. Ein Dreischritt f\u00fcr weniger M\u00fcll in Berlin.<br \/>\n      \u00a9 Britta Pedersen\/dpa | Britta Pedersen\n    <\/p>\n<p class=\"\">Beim dritten Schritt, der Repression, ist Berlin laut Bonde nur noch wenige Meter vom Ziel entfernt. Der vom <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/abgeordnetenhaus-von-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Berliner Abgeordnetenhaus<\/a> bereits im M\u00e4rz beschlossene, erweiterte und versch\u00e4rfte Bu\u00dfgeldkatalog f\u00fcr liegengelassenen und illegal entsorgten M\u00fcll befinde sich derzeit in der Mitzeichnung und soll \u201ehoffentlich in K\u00fcrze\u201c durch den Senat verabschiedet werden. Dann w\u00fcrden, so hatte es das Abgeordnetenhaus beschlossen, f\u00fcr illegal entsorgten Sperrm\u00fcll statt bislang 150 k\u00fcnftig 4000 Euro f\u00e4llig, bei gr\u00f6\u00dferen Mengen statt 500 sogar 8000 Euro. Auf den Boden geworfene Zigarettenkippen w\u00fcrden statt 55 k\u00fcnftig 250 Euro kosten. <\/p>\n<p class=\"\">Dasselbe Strafma\u00df w\u00fcrde f\u00fcr weggeworfene Einwegbecher oder Plastikt\u00fcten gelten. Wer Hundekot nicht entfernt, m\u00fcsste 80 statt 55 Euro zahlen. Eine besonders hohe Strafe w\u00fcrde riskieren, wer Bauschutt illegal entsorgt: Bei Mengen bis zu 100 Kilogramm w\u00fcrden Bu\u00dfgelder von 25.000 Euro f\u00e4llig. Bei gr\u00f6\u00dferen Mengen und besonders gef\u00e4hrlichen Stoffen fiele das Strafma\u00df noch h\u00f6her aus. <\/p>\n<p> M\u00fcll-Kontrollen in Berlin schwierig: Ordnungs\u00e4mter personell schlecht ausgestattet  <\/p>\n<p class=\"\">Ein versch\u00e4rfter Bu\u00dfgeldkatalog wird jedoch nur dann f\u00fcr sp\u00fcrbar weniger M\u00fcll sorgen, wenn auch regelm\u00e4\u00dfig kontrolliert wird. Darauf angesprochen verwiesen Otto und Bonde darauf, dass dies in die Verantwortung der Bezirke und ihrer Ordnungs\u00e4mter falle. Die aktuelle Kampagne solle zwar durch \u201egezielte Ma\u00dfnahmen\u201c und \u201eKontrollaktionen\u201c unterst\u00fctzt werden, sagte Bonde, betonte jedoch im gleichen Atemzug: \u201eWir wissen aber alle, dass die Ordnungs\u00e4mter personell nicht sonderlich gut ausgestattet sind.\u201c Auch deshalb setzt die BSR mit ihrer neuen Kampagne wohl vor allem darauf, jeden einzelnen Berliner f\u00fcr mehr Sauberkeit im Stadtbild zu sensibilisieren. \u201eDenn der beste M\u00fcll ist der, der gar nicht anf\u00e4llt\u201c, so Otto. <\/p>\n<p>    Mehr aus der Berliner Landespolitik <\/p>\n<p class=\"\"><a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/cdu\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">CDU<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/spd\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">SPD<\/a> treibt das Thema M\u00fcll schon l\u00e4nger um. In den Richtlinien der Regierungspolitik hat der <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/senat-von-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Senat<\/a> angek\u00fcndigt, f\u00fcr Sauberkeit und Ordnung zu sorgen. Zuletzt betonte der Regierende B\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/kai-wegner\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Kai Wegner<\/a> (CDU) mehrfach, dass das Thema ganz oben auf der Senatsagenda stehe. \u201eUnsere Stadt hat ein M\u00fcllproblem, und zwar mehr und mehr\u201c, sagte er etwa im Juni beim Tag der Offenen T\u00fcr im Roten Rathaus. Gemeinsam mit der BSR werde er \u201ealles daranzusetzen\u201c, um das Problem in den Griff zu bekommen, k\u00fcndigte Wegner an. Das spiegelt sich auch im Haushalt wider. Bei der BSR wird nicht gespart, im Gegenteil: Nach 152 Millionen Euro in diesem Jahr soll die\u00a0Berliner Stadtreinigung\u00a0im kommenden Jahr knapp 173 Millionen und 2027 dann gut 179 Millionen Euro erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin. 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