{"id":319054,"date":"2025-08-04T19:13:09","date_gmt":"2025-08-04T19:13:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/319054\/"},"modified":"2025-08-04T19:13:09","modified_gmt":"2025-08-04T19:13:09","slug":"wie-fluegel-aus-worten-max-prosa-im-abraxas-augsburg-news-augsburg-allgaeu-und-ulm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/319054\/","title":{"rendered":"\u201eWie Fl\u00fcgel aus Worten\u201c \u2013 Max Prosa im Abraxas, Augsburg &#8211; News Augsburg, Allg\u00e4u und Ulm"},"content":{"rendered":"<p>Mit seinem ersten Lied \u2013 \u201eMenschen, die ich gar nicht kenne\u201c \u2013 legt er einen Teppich aus Klang und Gef\u00fchl, auf dem alle Platz nehmen d\u00fcrfen. Wer sich vorher fragte, wie man ihn nur mit Bob Dylan vergleichen kann \u2013 \u201eist das nicht anma\u00dfend?\u201c \u2013 wird sp\u00e4testens jetzt still. Weil man merkt, dass dieser Vergleich nur an der Oberfl\u00e4che kratzt. Denn Max Prosa ist kein Dylan-Epigone. Er ist Max Prosa.\u00a0<\/p>\n<p>Da steht einer, der mit seinen Worten keine Mauern baut, sondern Fenster \u00f6ffnet. In andere Leben, in andere Zeiten, manchmal sogar ins eigene Herz. Wenn er von der Liebe singt, klingt das nie nach Kitsch. Wenn er \u00fcber den Tod spricht, tut er es mit einer Sanftheit, die heilt. Er schaut ins Publikum, nicht dar\u00fcber hinweg. Und nach jedem Applaus \u2013 ehrlich \u2013 freut er sich, als h\u00e4tte man ihm gerade etwas Kostbares geschenkt. Vielleicht ist das sein gr\u00f6\u00dftes Geheimnis: Er wirkt nie wie einer, der auf der B\u00fchne etwas will. Sondern wie einer, der einfach da ist, weil er was zu geben hat.&#13;\n<\/p>\n<p>Ein zweiter Teil wie ein warmes Lagerfeuer&#13;\n<\/p>\n<p>In der Pause d\u00fcrfen die Menschen ihm schreiben. Eine Kiste f\u00fcr die kleinen Briefe steht erwartungsvoll bereit. Und Max liest sie \u2013 live auf der B\u00fchne. Was dann passiert, ist schwer in Worte zu fassen, aber genau das w\u00e4re sein Metier. Da schreibt jemand \u00fcber eine zerbrochene Beziehung, jemand \u00fcber Trauer, \u00fcber das Vermissen. Und Max \u2013 findet Worte. Eigene Verse. Oder Lieder, die sich pl\u00f6tzlich wie ma\u00dfgeschneidert anf\u00fchlen.&#13;\n<\/p>\n<p>Kein Thema ist ihm zu schwer, keine Frage zu gro\u00df. Wo andere sagen w\u00fcrden: \u201eDas geht nicht, das war ein Duett\u201c, sagt Max: \u201eIch versuch\u2019s.\u201c Und man sp\u00fcrt: Er meint es ernst. Nicht um zu gefallen. Sondern weil er versteht.<\/p>\n<p>Max Prosa spricht auch \u00fcber die Welt da drau\u00dfen. Die Digitale, die Schnelle, die Gierige. Und stellt ihr etwas entgegen: Langsamkeit. N\u00e4he. Gedruckte Gedanken. Seine neue Musik gibt es \u2013 wie ein Gegenstatement \u2013 nur vor Ort, auf echten Tontr\u00e4gern. Und man versteht: Hier geht\u2019s nicht ums Gesch\u00e4ft. Hier geht\u2019s um Bedeutung.&#13;\n<\/p>\n<p>Sein Weg, sein Klang, seine Sprache&#13;\n<\/p>\n<p>Max Prosa, geboren 1989 in Berlin, beginnt seinen Weg eigentlich ganz anders \u2013 mit Physik und Philosophie. Doch irgendwann gewinnt die Kunst, das Schreiben, das F\u00fchlen. 2011 entdeckt ihn Clueso, nimmt ihn mit auf Tour. 2012 erscheint sein erstes Album \u201eDie Phantasie wird siegen\u201c \u2013 ein Versprechen, das er bis heute h\u00e4lt. Mit Songs wie \u201eFl\u00fcgel aus Beton\u201c oder sp\u00e4ter \u201eVerschwende Dich\u201c mit Hannah Herzsprung wird er zur Stimme derer, die sich fragen, was bleibt in dieser lauten Welt.&#13;\n<\/p>\n<p>Er bleibt bei sich. Bleibt ehrlich. Und genau deshalb wird man ihm auch in Jahren noch zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Als das letzte Lied verklungen ist, bleibt ein Moment der Stille. Keine verlegene, sondern eine volle Stille. Gef\u00fcllt mit allem, was war. Mit S\u00e4tzen, die nicht enden mussten. Mit Blicken, die l\u00e4nger blieben. Mit Gedanken, die pl\u00f6tzlich Raum bekamen.&#13;\n<\/p>\n<p>Der Applaus bricht sich schlie\u00dflich Bahn, warm, ehrlich, dankbar. Und Max? L\u00e4chelt. Verbeugt sich. Und geht langsam von der B\u00fchne. Wie einer, der nicht gehen muss, sondern will, dass etwas bleibt.\u00a0\u00a0Dieser Abend hat nichts erkl\u00e4rt, aber viel verstanden.\u00a0Ein Mann, ein Piano, eine Gitarre \u2013 und das, was Worte bewirken k\u00f6nnen, wenn sie echt sind.<\/p>\n<p><strong>Zwischen T\u00f6nen und Gedanken \u2013 Max im Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p>Im Vorfeld des Konzerts konnten wir Max Prosa kurz sprechen \u2013 und selbst dieses kurze Gespr\u00e4ch f\u00fchlte sich an wie ein weiterer Song. Er erz\u00e4hlte, wie spontan er seine Abende gestaltet, wie sehr er sich vom Moment leiten l\u00e4sst: \u201eIch selber wei\u00df oft nicht, was f\u00fcr eine Reihenfolge es wird \u2013 das entscheidet sich mit den Briefen.\u201c Die Reaktionen auf seine Gedichte seien ganz anders als bei Liedern, oft leise, z\u00f6gerlich. Aber Max sagt ganz ruhig: \u201eIch h\u00e4nge mein Selbstvertrauen nicht an diese Stillheit.\u201c<\/p>\n<p>Wenn er schreibt, entscheidet nicht der Kopf, ob ein Text ein Lied oder ein Gedicht wird \u2013 \u201edas ist ein Bauchgef\u00fchl\u201c, sagt er. \u201eLieder tragen sich anders. Sie kehren zur\u00fcck, sie haben einen Refrain. Gedichte sind Gedanken, die einmal durchgehen.\u201c Manchmal ver\u00e4ndern sich seine Lieder auch im Lauf der Zeit: Worte verschwinden, Bedeutungen verschieben sich, wie lebendige Organismen.<\/p>\n<p>Diese wenigen Minuten haben gereicht, um zu merken: Max Prosa hat viel zu sagen. Viel mehr, als man in einem Konzert oder kurzen Gespr\u00e4ch erfassen kann. Deshalb freut sich unsere Redaktionsleitung Jana schon auf ein ausf\u00fchrliches Treffen mit ihm. Denn wer Max zuh\u00f6rt, merkt: Es sind nicht nur seine Songs, die ber\u00fchren \u2013 es ist sein Denken, sein Blick auf die Welt.<\/p>\n<p>            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit seinem ersten Lied \u2013 \u201eMenschen, die ich gar nicht kenne\u201c \u2013 legt er einen Teppich aus Klang&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":319055,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-319054","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114972092402470207","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/319054","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=319054"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/319054\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/319055"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=319054"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=319054"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=319054"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}