{"id":319263,"date":"2025-08-04T21:09:12","date_gmt":"2025-08-04T21:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/319263\/"},"modified":"2025-08-04T21:09:12","modified_gmt":"2025-08-04T21:09:12","slug":"wie-bremen-nord-beim-hitzeschutz-aufgestellt-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/319263\/","title":{"rendered":"Wie Bremen-Nord beim Hitzeschutz aufgestellt ist"},"content":{"rendered":"<p> Auch in Bremen gibt es aufgrund des menschengemachten Klimawandels mehr Hitzetage (H\u00f6chsttemperatur bei 30 Grad und mehr) als fr\u00fcher. Der Arbeitskreis <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/bremen-nord-q907314\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bremen-Nord<\/a> des Bundes f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert nun die Beir\u00e4te in Burglesum, Vegesack und Blumenthal auf, mehr f\u00fcr den Hitzeschutz zu tun. Was in dem Antrag steht und wie die Beir\u00e4te sowie die Beh\u00f6rde den Bremer Norden beim Hitzeschutz aufgestellt sehen. Ein \u00dcberblick.<\/p>\n<p>Was fordert der BUND?<\/p>\n<p>\n    Alarmierend viele Menschen seien bei hohen Temperaturen extremen Hitzebelastungen ausgesetzt \u2013 Stress, Schwindel, Ersch\u00f6pfung, Herz-Kreislauferkrankungen und eine schlechte Immunabwehr k\u00f6nnen die Folge sein,<strong\/>erl\u00e4utert die Nichtregierungsorganisation. Jedes Jahr gebe es deutschlandweit rund 3000 Hitzetote. &#8222;Zuasphaltierte Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze, die bei Hitze ohne Verschattung durch B\u00e4ume zu gl\u00fchenden Oberfl\u00e4chen werden, machen unsere St\u00e4dte im Sommer zu gef\u00e4hrlichen Betonw\u00fcsten&#8220;, hei\u00dft es in dem Antrag. Der BUND fordert die Nordbremer Beir\u00e4te auf, sich f\u00fcr begr\u00fcnte Fassaden und D\u00e4cher und f\u00fcr die Pflanzung von mehr B\u00e4umen sowie f\u00fcr eine Entsiegelung einzusetzen. Die Gremien sollen zudem bei der Planung neuer Areale wie dem Berufsschulcampus und der Umgestaltung bestehender die Klimafolgen ber\u00fccksichtigen. Ebenso sollen Ma\u00dfnahmen gegen Starkregen getroffen und das Budget f\u00fcr die genannten Vorhaben erh\u00f6ht werden.\n<\/p>\n<p>Wie sch\u00e4tzen die Beir\u00e4te den Hitzeschutz in Bremen-Nord ein?<\/p>\n<p>&#8222;Es ist durchaus ein Problem in Vegesack, dass es versiegelte Fl\u00e4chen wie den Sedanplatz und die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone gibt, die Hitze abstrahlen&#8220;, sagt Vegesacks Beiratssprecherin Heike Sprehe (SPD). Sie spricht sich f\u00fcr eine Begr\u00fcnung von Geb\u00e4uden sowie f\u00fcr mehr Trinkwasserbrunnen und mehr B\u00e4ume im Stadtteil aus. &#8222;Wir achten bei Neubauten auf jeden Baum&#8220;, sagt die Sozialdemokratin. Ihrer Meinung nach m\u00fcssten auch die Wurzeln gesch\u00fctzt werden, damit die Pflanzen bei Bauarbeiten nicht \u2013 wie so oft \u2013 eingehen. Als die Beiratssprecherin neulich in Wien weilte, fielen ihr die Spr\u00fchnebelmaschinen positiv ins Auge, die f\u00fcr Abk\u00fchlung bei einem selber und bei der Umgebung sorgen. \u00c4hnliches k\u00f6nnte sie sich auch f\u00fcr Vegesack vorstellen. <\/p>\n<p>In seinem Stadtteil gebe es viel Gr\u00fcn, was grunds\u00e4tzlich schon mal einer W\u00e4rmebelastung entgegenwirke, zeigt sich Blumenthals Beiratssprecher Hans-Gerd Thormeier (CDU) \u00fcberzeugt. Viele Hitzeschutzma\u00dfnahmen wurden ihm zufolge aber in Blumenthal noch nicht umgesetzt. &#8222;Hitzeschutz hei\u00dft unter anderem, dass man mehr B\u00e4ume pflanzt und diese auch f\u00fcr Schattenpl\u00e4tze vorsieht und Gr\u00fcnanlagen entsprechend pflegt&#8220;, sagt der Lokalpolitiker. Nicht immer k\u00f6nnten jedoch Hitzeschutzma\u00dfnahmen umgesetzt werden \u2013 etwa beim Campusbau auf dem ehemaligen Gel\u00e4nde der Bremer Wollk\u00e4mmerei. Dort sei eine Begr\u00fcnung der schr\u00e4gen D\u00e4cher schlichtweg nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Wie reagiert Bremen auf den Klimawandel?<\/p>\n<p>Das Land Bremen hat einen Hitzeaktionsplan entwickelt, um auf Hitzewellen vorbereitet zu sein. Ziel ist es, vor allem vulnerable Gruppen zu sch\u00fctzen, \u00f6ffentliche Einrichtungen und Unternehmen bei Hitzewellen zu unterst\u00fctzen und die Bremer \u00fcber die gesundheitlichen Risiken von Hitze aufzukl\u00e4ren und Handlungsm\u00f6glichkeiten aufzuzeigen. Zudem soll die gesundheitliche Chancengerechtigkeit verbessert werden.<\/p>\n<p>Das Bundesland m\u00f6chte diese Ziele mit verschiedenen Ma\u00dfnahmen erreichen, indem es zum Beispiel seine B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger \u00fcber das Thema informiert, Hitzewellen managt und bei der k\u00fcnftigen Stadtentwicklung die Auswirkungen des Klimawandels ber\u00fccksichtigt. Bauvorhaben werden einem sogenannten Klimaanpassungscheck unterzogen \u2013 etwa bei der Sanierung der Ortsteile L\u00fcssum-Bockhorn und Blumenthal. So soll unter anderem die Bahrsplate umgestaltet werden. &#8222;In der Aufgabenstellung spielen die Themen Biodiversit\u00e4t, Hochwasser- und Hitzeschutz eine tragende Rolle&#8220;, sagt Mareike Meyer, Sprecherin der Klimasenatorin Kathrin Moosdorf (Die Gr\u00fcnen). Ob der Bremer Norden mehr als fr\u00fcher versiegelt ist, kann sie nicht sagen. Es sei allerdings vorgesehen, die Versiegelung mit den anstehenden Bauprojekten auf den alten Industriefl\u00e4chen zu reduzieren.<\/p>\n<p>Gibt es Hitzeschutzvorschriften bei Geb\u00e4uden?<\/p>\n<p>&#8222;Die Bremische Landesbauordnung schreibt Dachbegr\u00fcnung auch bei \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden vor&#8220;, sagt Mareike Meyer. Zudem gilt auch f\u00fcr private Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer, dass freie Fl\u00e4chen wasseraufnahmef\u00e4hig und begr\u00fcnt sein m\u00fcssen. Bis Ende 2026 m\u00fcssen deshalb Schotterg\u00e4rten beseitigt werden.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich m\u00fcssen alle Tr\u00e4ger \u00f6ffentlicher Aufgaben bei ihren Entscheidungen die Ziele der Klimaanpassungsstrategie ber\u00fccksichtigen. Das gilt auch bei Bauprojekten, indem beispielsweise die Gefahr von \u00dcberflutungen sowie die bioklimatische Belastungssituation vermindert und die Niederschlagsversickerung erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>Sind weitere Trinkwasserbrunnen in Planung?<\/p>\n<p>Aktuell gibt es im Bremer Norden zwei Trinkwasserbrunnen \u2013 einen am Sedanplatz in Vegesack und einen am Marktplatz in Blumenthal. Ein weiterer soll noch dieses Jahr in L\u00fcssum errichtet werden.<\/p>\n<p>Werden mehr B\u00e4ume gepflanzt?<\/p>\n<p>Der Umweltbetrieb Bremen erfasst die Anzahl der B\u00e4ume an Stra\u00dfen und auf Gr\u00fcnanlagen. Er z\u00e4hlt aber keine B\u00e4ume, die auf Privatgrundst\u00fccken, auf Fl\u00e4chen anderer Unterhaltungstr\u00e4ger sowie in W\u00e4ldern stehen. &#8222;Die Anzahl der Stra\u00dfenb\u00e4ume w\u00e4chst in Bremen kontinuierlich&#8220;, teilt Meyer mit. Gab es 2018 69.294 Stra\u00dfenb\u00e4ume, sind es dieses Jahr 74.844. &#8222;Es ist davon auszugehen, dass die Entwicklung in Bremen-Nord \u00e4hnlich verlaufen ist&#8220;, sagt Moosdorf. Der Umweltbetrieb Bremen pflanzt in der Pflanzenperiode 2025\/26 insgesamt 138 B\u00e4ume in den drei n\u00f6rdlichen Stadtteilen \u2013 gef\u00f6rdert von Bund und Land \u00fcber das Programm &#8222;Nat\u00fcrlicher Klimaschutz in Kommunen&#8220;. In Blumenthal wurden 60 B\u00e4ume gesetzt, in Burglesum 43 und in Vegesack 35.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc81qfwrcqfmbreo6y3um\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-vegesack\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auch in Bremen gibt es aufgrund des menschengemachten Klimawandels mehr Hitzetage (H\u00f6chsttemperatur bei 30 Grad und mehr) als&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":319264,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-319263","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114972548468920731","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/319263","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=319263"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/319263\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/319264"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=319263"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=319263"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=319263"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}