{"id":319535,"date":"2025-08-04T23:36:13","date_gmt":"2025-08-04T23:36:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/319535\/"},"modified":"2025-08-04T23:36:13","modified_gmt":"2025-08-04T23:36:13","slug":"europas-hotellerie-fordert-schadenersatz-von-booking-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/319535\/","title":{"rendered":"Europas Hotellerie fordert Schadenersatz von Booking.com"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als 10.000 Hotels aus ganz Europa haben eine Sammelklage gegen Booking.com eingereicht. Ziel ist es, Schadenersatz f\u00fcr 20 Jahre erzwungene Preisbindungen in Form von sogenannten Bestpreisklauseln zu fordern. Diese Klauseln hatten verhindert, dass Hotels ihre Zimmer abseits der Plattform &#8211; etwa auf der eigenen Website &#8211; g\u00fcnstiger anbieten durften. So sollten sogenannte Trittbrettbuchungen unterbunden werden.<\/p>\n<p>Laut einem Urteil des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) vom Herbst 2024 sind diese Bestpreisklauseln jedoch kartellrechtswidrig. Die EuGH-Richter urteilten, dass Plattformen wie Booking.com auch ohne solche Vorgaben wirtschaftlich bestehen k\u00f6nnen. Im Zuge des neuen EU-Digitalgesetzes, dem Digital Markets Act (DMA), hatte die Online-Plattform die Klauseln im gesamten europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum im selben Jahr bereits abgeschafft.<\/p>\n<p><img class=\"caas-img caas-lazy has-preview\" alt=\"Der Europ\u00e4ischer Gerichtshof (EuGH) hat seinen Sitz in Luxemburg&lt;span class=&quot;copyright&quot;&gt;Harald Tittel\/picture alliance\/dpa&lt;\/span&gt;\" data-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/9941979286ab7b1e80077ce1e98f2328.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Der Europ\u00e4ischer Gerichtshof (EuGH) hat seinen Sitz in LuxemburgHarald Tittel\/picture alliance\/dpa<\/p>\n<p>Wie Alexandros Vassilikos, Pr\u00e4sident der europ\u00e4ischen Hotelallianz Hotrec, sagte, litten europ\u00e4ische Hotels \u00fcber Jahre hinweg unter den \u00fcberh\u00f6hten Kosten und unfairen Bedingungen. Die Sammelklage sende somit ein klares Signal: &#8222;Missbr\u00e4uchliche Praktiken im digitalen Markt werden von der Hotellerie in Europa nicht l\u00e4nger hingenommen.&#8220;<\/p>\n<p>Zuspruch aus ganz Europa<\/p>\n<p>Die Klage wird vor einem Gericht in den Niederlanden verhandelt, da der Hauptsitz von Booking.com in Amsterdam liegt. Koordiniert wird das Verfahren von der Hotel Claims Alliance sowie unterst\u00fctzt von Hotrec und mehr als 30 nationalen Hotelverb\u00e4nden &#8211; darunter auch der Hotelverband Deutschland (IHA).<\/p>\n<p>&#8222;Die Sammelklage erf\u00e4hrt einen \u00fcberw\u00e4ltigenden Zuspruch&#8220;, sagt IHA-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Markus Luthe. Wegen der gro\u00dfen Resonanz wurde die Anmeldefrist bis zum 29. August verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p>Zwischen Abh\u00e4ngigkeit und Kritik<\/p>\n<p>Trotz der Kritik bleibt Booking.com f\u00fcr viele Hotels unverzichtbar. \u00dcber die Plattform erreichen sie eine gro\u00dfe Zahl potenzieller G\u00e4ste. Laut einer Studie von Hotrec und der Fachhochschule Westschweiz Wallis hielt der Mutterkonzern Booking Holdings 2023 einen Marktanteil von 71 Prozent in Europa \u2013 in Deutschland sogar 72,3 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil der Direktbuchungen in Deutschland zwischen 2013 und 2023 um gut acht Prozent gesunken.<\/p>\n<p>ch\/pg (dpa, SZ)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr als 10.000 Hotels aus ganz Europa haben eine Sammelklage gegen Booking.com eingereicht. 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