{"id":319830,"date":"2025-08-05T02:23:17","date_gmt":"2025-08-05T02:23:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/319830\/"},"modified":"2025-08-05T02:23:17","modified_gmt":"2025-08-05T02:23:17","slug":"deutschlands-riskante-trump-wette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/319830\/","title":{"rendered":"Deutschlands riskante Trump-Wette"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-18 leading-17\">Trumps Respekt vor Deutschland w\u00e4chst jetzt wom\u00f6glich paradoxerweise noch weiter, weil Merz sich nicht hat k\u00f6dern lassen. Statt bilateraler Sonderwege lie\u00df die <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/bundesregierung\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesregierung<\/a> die EU-Kommission verhandeln und betonte Europas Bedeutung f\u00fcr Deutschland. Eine Lektion l\u00e4sst sich aus dem Umgang mit dem oft wechselhaft agierenden Trump tats\u00e4chlich ableiten: Er sch\u00e4tzt Standhaftigkeit, auch wenn sie gegen ihn gerichtet ist.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Aber was n\u00fctzt diese amerikanische Anerkennung, wenn die deutsche Wirtschaft jetzt unter erschwerten Exportbedingungen, schw\u00e4cherem Wachstum und h\u00f6heren Schulden leidet?<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Hier zeigt sich das Dilemma: Ohne die EU w\u00e4re Deutschland niemals so stark geworden, wie es heute ist. Die Bundesrepublik verdankt ihre wirtschaftliche Macht dem Binnenmarkt, der gemeinsamen W\u00e4hrung und auch der kollektiven Verhandlungsst\u00e4rke einer Region mit 450 Millionen Menschen. Das bedeutet bisweilen aber auch: kurzfristiges Zur\u00fcckstecken, um langfristig zu profitieren. So zumindest lautet die riskante Wette.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Sie einzugehen, ist nicht falsch. Denn Trump erkennt l\u00e4ngst, dass die EU als Ganzes eine Supermacht darstellt. &#8222;They are tough&#8220;, sagt er in den vergangenen Monaten immer wieder anerkennend \u00fcber die Europ\u00e4er. Milit\u00e4risch mag Europa zwar noch verwundbar sein. Daher kann Trump Europa angesichts der russischen Bedrohung auch nach wie vor wirksam erpressen. Wirtschaftlich aber sieht er die Europ\u00e4er als extrem starken Wettbewerber.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Darum war es strategisch klug, dass Europa diese St\u00e4rke zun\u00e4chst nicht voll ausgespielt hat. Und dass auch Deutschland diese Entscheidung mitgetragen hat. Denn gelingt es der EU, unter deutscher F\u00fchrung, die gewonnene Zeit zu nutzen, um insbesondere die gemeinsame milit\u00e4rische Eigenverantwortung konsequent zu st\u00e4rken, ist das gut f\u00fcr alle Staaten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Wenn sich die Partner jetzt nicht in nationalen Einzelinteressen verlieren, k\u00f6nnte Trumps Anerkennung am Ende f\u00fcr ganz Europa so gro\u00df werden, wie sie f\u00fcr Deutschland bereits ist. Das w\u00e4re am Ende ein Gewinn f\u00fcr beide Seiten des Atlantiks.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Deutschland profitiert von Trumps Respekt nur dann nachhaltig, wenn es ihn nicht isoliert genie\u00dft, sondern als Teil eines starken Europas. Die Bundesregierung hat hier bislang geschickt agiert, auch wenn das nicht einfach zu vermitteln ist \u2013 weder der heimischen Industrie noch der eigenen Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Wichtig ist es jetzt, diesen Weg immer weiter zu beschreiten. Nur dann wird aus der Durststrecke wieder ein Spaziergang. Auch wenn bei Trump immer alles anders kommen kann. F\u00fcrs Erste aber l\u00e4uft es f\u00fcr Europa und Deutschland besser, als viele zu hoffen wagten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Trumps Respekt vor Deutschland w\u00e4chst jetzt wom\u00f6glich paradoxerweise noch weiter, weil Merz sich nicht hat k\u00f6dern lassen. 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