{"id":319924,"date":"2025-08-05T03:13:23","date_gmt":"2025-08-05T03:13:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/319924\/"},"modified":"2025-08-05T03:13:23","modified_gmt":"2025-08-05T03:13:23","slug":"booking-klage-wer-direkt-beim-hotel-anruft-spart-bei-jedem-dritten-zimmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/319924\/","title":{"rendered":"Booking-Klage: Wer direkt beim Hotel anruft, spart bei jedem dritten Zimmer"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Wer auf Booking.com ein Zimmer bucht, erhofft sich eine gro\u00dfe Auswahl und die M\u00f6glichkeit, Preise unkompliziert zu vergleichen \u2013 und im besten Fall nat\u00fcrlich, das g\u00fcnstigste Angebot zu erwischen. Doch genau diese Transparenz war lange eigentlich blo\u00df eine Illusion: Hotels, die mit Booking zusammenarbeiteten, durften ihre Zimmer zeitweise auf keiner anderen Plattform \u2013 auch nicht auf der eigenen Website \u2013 g\u00fcnstiger anbieten.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">M\u00f6glich machten das sogenannte Bestpreisklauseln, die Kartellw\u00e4chter bereits mehrfach skeptisch be\u00e4ugten. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2025-08\/booking-com-klage-hotels-bestpreisklausel\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jetzt haben sich Zehntausende Hotels aus ganz Europa f\u00fcr eine Sammelklage gegen das Onlinebuchungsportal <\/a>registriert. Sie werfen Booking vor, \u00fcber Jahre hinweg durch die Preisklausel den Wettbewerb verzerrt und Hotels gesch\u00e4digt zu haben.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Sollten die potenziellen Kl\u00e4ger Recht bekommen, dass die Bestpreisklausel jahrelang zu \u00fcberh\u00f6hten Provisionen gef\u00fchrt hat, w\u00e4re Schadensersatz in Millionenh\u00f6he denkbar. Nicht nur Hotels, sondern m\u00f6glicherweise auch Verbraucherinnen und Verbraucher k\u00f6nnten Geld durch <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/sustainability\/dutch-consumer-groups-prepare-legal-action-against-bookingcom-alleging-inflated-2025-06-26\/\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">m\u00f6gliche rechtliche Schritte<\/a> einer niederl\u00e4ndischen Verbraucherorganisation zur\u00fcckbekommen.\u00a0Was als &#8222;Bestpreis&#8220; bezeichnet wurde, war wom\u00f6glich in Wirklichkeit<br \/>\n nicht der g\u00fcnstigste Preis, den Verbraucher h\u00e4tten bekommen k\u00f6nnen, so<br \/>\ndas Argument der Verbrauchersch\u00fctzer. F\u00fcr viele stellt sich inmitten der Urlaubssaison aber vor allem noch eine ganz praktische Frage: Bucht man wirklich g\u00fcnstiger \u00fcber gro\u00dfe Plattformen, lohnt sich jetzt noch mehr der direkte Weg zum Hotel? Oder doch die langweilige Pauschalreise?\u00a0\n<\/p>\n<p>    \u00dcbersicht:<br \/>\n            Warum wollen die Hoteliers Booking.com verklagen?<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><a class=\"Hyperlink SCXW264296388 BCX0\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2025-08\/booking-com-klage-hotels-bestpreisklausel\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die anvisierte Schadensersatzklage,<\/a>\u00a0die insgesamt 30 Hotelverb\u00e4nde wie der deutsche IHA unterst\u00fctzen, richtet sich gegen Booking, weil die Onlineplattform mit Bestpreisklauseln \u00fcber zwei Jahrzehnte in Europa den Wettbewerb verzerrt haben soll. Die Hotels fordern eine Entsch\u00e4digung <a class=\"Hyperlink SCXW264296388 BCX0\" href=\"https:\/\/www.mybookingclaim.com\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">f\u00fcr erlittene finanzielle Verluste von 2004 bis 2024<\/a>, weil sie Provisionen f\u00fcr die bei Booking vermittelten Zimmer zahlen mussten, die aus ihrer Sicht \u00fcberh\u00f6ht waren.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        ZEIT Geldkurs<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Tsch\u00fcss, Finanzchaos: In acht Wochen erkl\u00e4ren wir Schritt f\u00fcr Schritt, wie Sie bessere Geldroutinen aufbauen und das mit den ETFs endlich angehen. Anschlie\u00dfend erhalten Sie unseren Geld-Newsletter mit den besten Artikeln rund um Finanzen.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ihr Argument: H\u00e4tte es ohne Bestpreisklausel mehr Wettbewerb unter Hotelportalen gegeben, h\u00e4tte Booking nicht so hohe Provisionen durchsetzen k\u00f6nnen, meint der Hotelverband Deutschland (IHA). Er rechnet bei erfolgreicher Klage mit einem Schadensersatz von bis zu 30 Prozent plus Zinsen auf die in dem Zeitraum gezahlten Provisionen. Gleichzeitig richten sich derzeit auch niederl\u00e4ndische Verbraucherverb\u00e4nde gegen die Onlineplattform, weil Nutzerinnen \u00fcber Jahre zu hohe Preise gezahlt h\u00e4tten, was zu einem Schaden von Hunderten Millionen gef\u00fchrt haben soll.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            Was ist die Bestpreisklausel eigentlich?<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Mit sogenannten Bestpreisklauseln wollte das Online-Vergleichsportal Booking.com erreichen, dass Reisende die Zimmer auf der Seite nicht blo\u00df vergleichen, sondern dort auch direkt buchen. Das lohnt sich f\u00fcr das Vergleichsportal, denn Booking verlangt pro Buchung dem Vernehmen nach oft mindestens <a class=\"Hyperlink SCXW140970233 BCX0\" href=\"https:\/\/fewolino.com\/preferred-partner-programm-anleitung\/#:~:text=Wie%20hoch%20sind%20die%20Gastgebergeb%C3%BChren,betr%C3%A4gt%20cirka%201%2C4%20%25.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">12 Prozent Provision<\/a>. In St\u00e4dten wie Berlin soll der Satz sogar bei 15 Prozent liegen. Hinzu komme eine Zahlungsgeb\u00fchr, die irgendwo zwischen einem und drei Prozent liegen soll. Vermietet ein Hotel ein Zimmer \u00fcber Booking f\u00fcr 100 Euro, bek\u00e4me das Portal nach dieser Logik zum Beispiel 13 Euro davon. Der Rest, in diesem Beispiel 87 Euro, gingen dann an das Hotel. \u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Damit Hotels ihre Zimmer nun woanders nicht f\u00fcr mindestens 88 Euro anbieten und Booking unterbieten konnten, wurde zun\u00e4chst die &#8222;<a href=\"https:\/\/www.bundeskartellamt.de\/SharedDocs\/Meldung\/DE\/Pressemitteilungen\/2015\/23_12_2015_Bookingcom.html\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weite Bestpreisklausel<\/a>&#8220; eingef\u00fchrt. Hotels durften ihre Zimmer damit weder auf der eigenen Internetseite noch auf anderen Portalen g\u00fcnstiger bewerben als bei Booking \u2013 und zwar online wie offline. Au\u00dferdem mussten Hotels auf Booking.com die meisten verf\u00fcgbaren Zimmer und die besten Buchungs- und Stornobedingungen anbieten. \u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das rief das deutsche Bundeskartellamt auf den Plan. Um ein Urteil zu vermeiden, schlug Booking dann 2015 vor, nur noch eine &#8222;enge Bestpreisklausel&#8220; zu verfolgen. Demnach erlaubte das Portal Hotels zwar, ihre Zimmer bei anderen Portalen g\u00fcnstiger anzubieten als bei Booking, nicht jedoch auf ihrer eigenen Website. Im selben Jahr betitelte das Bundeskartellamt allerdings <a href=\"https:\/\/www.bundeskartellamt.de\/SharedDocs\/Meldung\/DE\/Pressemitteilungen\/2015\/23_12_2015_Bookingcom.html\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">a<\/a><a href=\"https:\/\/www.bundeskartellamt.de\/SharedDocs\/Meldung\/DE\/Pressemitteilungen\/2015\/23_12_2015_Bookingcom.html\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">uch die enge Bestpreisklausel als kartellrechtswidrig<\/a>. &#8222;Aufgrund der Bestpreisklauseln besteht praktisch kaum ein Anreiz f\u00fcr die Hotels, ihre Zimmer auf einer neuen Plattform g\u00fcnstiger anzubieten, solange sie diese Preissenkungen auf ihren eigenen Webseiten nicht nachvollziehen k\u00f6nnen&#8220;, bef\u00fcrchtete der Chef des Bundeskartellamts, Andreas Mundt. 2021 urteilte auch <a class=\"Hyperlink SCXW140970233 BCX0\" href=\"https:\/\/www.bundesgerichtshof.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2021\/2021099.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Bundesgerichtshof (BGH)<\/a> in Deutschland, die enge Bestpreisklausel sei nicht mit dem Kartellrecht vereinbar.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            Sind Bestpreisklauseln immer schlecht f\u00fcr Reisende?<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Manches deutet darauf hin, dass die Bestpreisklauseln Hotels in ihrer Preisgestaltung tats\u00e4chlich stark einschr\u00e4nkten. <a href=\"https:\/\/www.zew.de\/presse\/pressearchiv\/hotels-erhalten-schlechtere-rankings-bei-niedrigeren-preisen-auf-anderen-webseiten\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eine Studie<\/a>\u00a0des Leibniz-Zentrums f\u00fcr Europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung (ZEW) verweist auf Forschungsergebnisse, dass die Zimmerpreise einer Hotelkette bei ver\u00e4nderter Bestpreisklausel niedriger waren als zuvor, wenn sie nicht \u00fcber Preisvergleichsportale gebucht wurden, sondern direkt beim Hotel. <a href=\"https:\/\/www.seanennis.com\/_files\/ugd\/d605d0_cfbcacccb8cd449a8886bc9004646342.pdf\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auch eine neuere Studie<\/a> deutet darauf hin, dass st\u00e4rkere Regulierung in Sachen Bestpreisklauseln in der Tendenz zu wettbewerbsf\u00e4higeren Preisen f\u00fchrte. Gleichzeitig findet man mittlerweile bei Booking nicht mehr zuverl\u00e4ssig den niedrigsten Preis. Kurzum: Keine Bestpreisklauseln bedeuten offenbar gr\u00f6\u00dfere Chancen f\u00fcr Verbraucher, auch mal ein Schn\u00e4ppchen direkt beim Hotel zu machen. \u00a0\n<\/p>\n<p>            Urlaub        <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/2025\/26\/schlechte-urlaube-beliebte-reiseziele-malediven-marokko\" data-ct-label=\"Schlechte Urlaube: Da m\u00fcssen Sie nicht hin. F\u00fcr uns war es schon schlimm genug\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Schlechte Urlaube:<br \/>\n                        Da m\u00fcssen Sie nicht hin. F\u00fcr uns war es schon schlimm genug<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2025-07\/27\/mehr-als-jedem-siebten-haushalt-fehlt-das-geld-fuer-urlaub\" data-ct-label=\"Ferienzeit in Berlin: Mehr als jedem siebten Haushalt fehlt das Geld f\u00fcr Urlaub\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        Ferienzeit in Berlin:<br \/>\n                        Mehr als jedem siebten Haushalt fehlt das Geld f\u00fcr Urlaub<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/geld\/2025-07\/multikrise-finanzen-inflation-loehne-ersparnisse-steigende-preise\" data-ct-label=\"Steigende Preise: So ausgequetscht sind die Konten der Deutschen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Steigende Preise:<br \/>\n                        So ausgequetscht sind die Konten der Deutschen<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Umgekehrt h\u00e4tten Kundinnen und Kunden ohne Hotelvergleichsportale wie Booking.com vermutlich weniger \u00dcbersicht \u00fcber Preise, Leistungen und Stornobedingungen, stellte der Europ\u00e4ische Gerichtshof <a class=\"Hyperlink SCXW157421154 BCX0\" href=\"https:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf?text=&amp;docid=290211&amp;pageIndex=0&amp;doclang=DE&amp;mode=req&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">im vergangenen Herbst fest<\/a>. Immerhin hat die faktische Abschaffung der Bestpreisklausel auch dazu gef\u00fchrt, dass noch mehr Hotels ihre Zimmer auch bei Booking anbieten, wie das ZEW ebenfalls herausfand. Selbst die Verbraucherzentralen raten, sich mithilfe der Portale einen schnellen \u00dcberblick \u00fcber Leistungen und Konditionen zu verschaffen. &#8222;Wir empfehlen aber, immer mehrere Vergleichsportale zu nutzen&#8220;, sagt Reiseexpertin Julia Zeller von der Verbraucherzentrale Bayern.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            Gilt die Bestpreisklausel \u00fcberhaupt noch?<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auf Anfrage teilte Booking mit, dass das Unternehmen Bestpreisklauseln in Deutschland bereits seit 2016 nicht mehr verwende und im August 2024 im gesamten Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum abgeschafft habe. &#8222;Unsere Unterkunftspartner k\u00f6nnen ihre Vertriebs- und Preisstrategie vollkommen frei festlegen&#8220;, teilte das Unternehmen mit.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im Alltag d\u00fcrften Kundinnen und Kunden bisweilen trotzdem merken, dass Theorie und Praxis verschiedene Dinge sind. In der Praxis setzen Hotels nun schlie\u00dflich auf drei unterschiedliche Varianten: Manche bieten \u00fcber das hoteleigene Buchungsportal nun tats\u00e4chlich g\u00fcnstigere Preise als \u00fcber Booking.com. Andere bieten auf ihren eigenen Onlineseiten weiterhin denselben Preis wie beim Vergleichsportal, offerieren Kunden auf der eigenen Internetseite daf\u00fcr mal ein kostenloses Glas Sekt zum Empfang oder besseres Wi-Fi. Es gibt jedoch auch weiterhin noch Hotels, die sich rein freiwillig weiter peinlich genau an die inzwischen abgeschaffte Bestpreisklausel halten. Manche Hoteliers finden es schlicht bequem, wenn alle ihre Buchungen \u00fcber Booking laufen und sie sich die eigene Reservierungszentrale nahezu vollst\u00e4ndig sparen k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Au\u00dferdem gab es in der Vergangenheit wiederholt Kritik am Ranking der Hotels auf der Plattform. <a href=\"https:\/\/www.zew.de\/presse\/pressearchiv\/hotels-erhalten-schlechtere-rankings-bei-niedrigeren-preisen-auf-anderen-webseiten\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eine Studie aus dem Dezember 2018<\/a>\u00a0legte jedenfalls nahe, dass bis 2017 in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern ein niedriger Preis auf der eigenen Seite oder bei einer anderen Plattform zur Folge hatte, dass das Hotel eine schlechtere Platzierung bei Booking.com bekam. &#8222;Es w\u00e4re w\u00fcnschenswert, wenn Buchungsportale die Verbraucher besser dar\u00fcber informieren w\u00fcrden, wie sie ihre als &#8218;empfohlen&#8216; oder &#8218;unsere Toptipps&#8216; bezeichneten Ranglisten berechnen&#8220;, sagt dazu der \u00d6konom und Studienautor Reinhold Kesler. Booking sagte auf Anfrage, sie k\u00f6nnten solche Ergebnisse wie aus der Studie &#8222;nicht nachvollziehen&#8220;. Aktuell h\u00e4tte die Preisgestaltung der Hotels auf anderen Plattformen oder der hoteleigenen Internetseite keine Auswirkung auf deren Ranking.\n<\/p>\n<p>                            K\u00f6nnen Hotels Booking.com sinnvoll umgehen?<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das ist schwierig, da Booking \u00fcber gro\u00dfe Marktmacht verf\u00fcgt. Viele Kundinnen und Kunden suchen inzwischen standardm\u00e4\u00dfig nur noch \u00fcber das bekannte Onlineportal. &#8222;Die Beziehung zwischen Hotels und Booking ist eine Hassliebe&#8220;, sagt Markus Luthe, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Hotelverbands Deutschland. In der Praxis k\u00f6nnen es sich aus seiner Perspektive nur wenige Hotels erlauben, nicht auf Vergleichsportalen wie Booking vertreten zu sein. Tendenziell gilt laut Branchenexperten: Je exklusiver das Hotel, je treuer die Stammkundschaft und je origineller das eigene Marketing, desto gr\u00f6\u00dfer sind die Chancen, auf die Plattformpr\u00e4senz verzichten zu k\u00f6nnen.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            Wo bucht es sich am g\u00fcnstigsten?<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wer sparen will, sollte direkt beim Hotel buchen \u2013 zumindest in Deutschland. Das legen mehrere Untersuchungen nahe, unter anderem vom <a class=\"Hyperlink SCXW185583467 BCX0\" href=\"https:\/\/www.tageskarte.io\/hotellerie\/detail\/studie-zimmer-auf-hotel-webseite-meist-guenstiger-als-bei-bookingcom-expedia-oder-hrs.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Preisvergleichsportal Mydealz<\/a>. Demnach waren bei einer Stichprobe im Jahr 2019 von 750 Hotels in \u00fcber 40 Prozent der F\u00e4lle die g\u00fcnstigsten Angebote auf den eigenen Hotelwebsites zu finden. Auf Booking.com hingegen lag der Bestpreis nur in 6,5 Prozent der F\u00e4lle vor \u2013 ein Hinweis darauf, dass sich Direktbuchung inzwischen oft lohnen d\u00fcrfte.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Teilweise kann es sich sogar lohnen, zum Telefonh\u00f6rer zu greifen. &#8222;Wer als Kunde beim Hotel anruft, kann in rund einem Drittel der F\u00e4lle Gl\u00fcck haben und einen g\u00fcnstigeren Preis bekommen&#8220;, sagt Tourismusprofessor Alexander Dingeldey von der Dualen Hochschule Baden-W\u00fcrttemberg (DHBW). Selbst Hotels, die sich online faktisch weiter an die inzwischen abgeschaffte Bestpreisklausel halten, gehen am Telefon teilweise geschmeidiger vor. \u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch wenn sich ein Vertrag rein m\u00fcndlich schlie\u00dfen l\u00e4sst, sollten sich Kundinnen und Kunden ihre Reservierung  noch einmal schriftlich best\u00e4tigen lassen. &#8222;Auch der Preis sollte dann unbedingt in der Mail stehen&#8220;, sagt Verbrauchersch\u00fctzerin Julia Zeller von der Verbraucherzentrale Bayern. Kundinnen und Kunden sollten au\u00dferdem nicht entt\u00e4uscht sein, wenn die Hotelmitarbeiter sich nicht auf das Feilschen einlassen: In vielen Hotels d\u00fcrfen die Empfangsmitarbeiter gar nicht eigenst\u00e4ndig Rabatte gew\u00e4hren, wenn die Chefs ihnen das verboten haben.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            Ist es \u00fcberhaupt gut, auf Portalen wie Booking.com Hotel und Flug getrennt zu buchen?<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch wenn es vermeintlich unflexibler klingt, kann es Sinn ergeben, Flug und Hotel gemeinsam zu buchen. Buchen Kunden auf diese Weise eine Pauschalreise, sind sie besser abgesichert. Auch wenn das Wort Pauschalreise f\u00fcr viele Kundinnen und Kunden nach Bettenburgen und klebrigem K\u00e4se beim Fr\u00fchst\u00fcck klingt, hat diese Reiseform ihr schlechtes Image zu Unrecht. Denn eine Pauschalreise ist aus rechtlicher Sicht <a class=\"Hyperlink SCXW185583467 BCX0\" href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.nrw\/wissen\/reise-mobilitaet\/urlaub-buchen\/pauschalreisen-merkmale-und-vorteile-57057\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">im Regelfall<\/a> einfach eine Reise, bei der Kunden mindestens zwei Reiseleistungen im Paket zu einem Gesamtpreis buchen. Daf\u00fcr reicht es schon, wenn Urlauber Hotel und Flug gemeinsam buchen \u2013 oder blo\u00df Hotel und Mietwagen. \u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Und das kann sich lohnen: Ist ihr Flughafen eingeschneit oder kommt es zu Problemen im Reiseland, k\u00f6nnen sich Kundinnen und Kunden oft an eine Reiseleitung vor Ort wenden. Sollte der Reiseveranstalter <a class=\"Hyperlink SCXW185583467 BCX0\" href=\"https:\/\/www.evz.de\/reisen-verkehr\/reiserecht\/pauschalreise.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">insolvent gehen<\/a>, k\u00fcmmert sich im Regelfall der Deutsche Reisesicherungsfonds. &#8222;Die Pauschalreise ist deswegen immer die bessere Option&#8220;, sagt Tourismusprofessor Dingeldey.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            Gibt es auch Vergleichsportale f\u00fcr Pauschalreisen?<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ja, zum Beispiel der Anbieter Check24 versucht in j\u00fcngster Zeit massiv, in den Markt mit Pauschalreisen zu dr\u00e4ngen und ist dort laut Branchenangaben inzwischen ein gro\u00dfer Spieler. Mit Aurum Tours betreibt die Unternehmensgruppe des Vergleichsportals sogar einen eigenen Reiseveranstalter. Doch auch wenn Kundinnen und Kunden inzwischen auf diesem und anderen Onlineportalen Pauschalreisen vergleichen k\u00f6nnen, lohnt sich Experten zufolge auch hier eher der altmodische Weg: einfach ins Reiseb\u00fcro gehen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In den spezialisierten Softwaresystemen der klassischen Reiseb\u00fcros laufen teilweise mehr Angebote ein als auf den Vergleichsportalen im Netz. Oft werden die Zimmerkontingente und Preisinformationen auf Online-Vergleichsportalen auch nur einmal t\u00e4glich aktualisiert, sodass Kundinnen und Kunden kurz vor der Buchung online mitunter einen h\u00f6heren Preis angezeigt bekommen. &#8222;Und im Reiseb\u00fcro bekommt man Pauschalreisen tats\u00e4chlich f\u00fcr den exakt gleichen Preis wie im Netz&#8220;, sagt Tourismusprofessor Dingeldey. Und vielleicht sogar noch eine nette Beratung.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer auf Booking.com ein Zimmer bucht, erhofft sich eine gro\u00dfe Auswahl und die M\u00f6glichkeit, Preise unkompliziert zu vergleichen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":319925,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[91149,666,3185,13,6306,1789,14,15,13352,12,10,8,9,11,1163],"class_list":{"0":"post-319924","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-booking-klage","9":"tag-geld","10":"tag-gerichtsverfahren","11":"tag-headlines","12":"tag-hotel","13":"tag-klage","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-preissteigerung","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-top-news","19":"tag-top-meldungen","20":"tag-topmeldungen","21":"tag-topnews","22":"tag-tourismus"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114973979870310744","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/319924","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=319924"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/319924\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/319925"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=319924"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=319924"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=319924"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}