{"id":320000,"date":"2025-08-05T03:53:13","date_gmt":"2025-08-05T03:53:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/320000\/"},"modified":"2025-08-05T03:53:13","modified_gmt":"2025-08-05T03:53:13","slug":"dresden-spionage-prozess-gegen-ex-mitarbeiter-von-krah-beginnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/320000\/","title":{"rendered":"Dresden | Spionage-Prozess gegen Ex-Mitarbeiter von Krah beginnt"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Dresden (dpa) &#8211; Ein fr\u00fcherer Mitarbeiter des damaligen AfD-Europaabgeordneten Maximilian Krah muss sich wegen Agentent\u00e4tigkeit f\u00fcr einen chinesischen Geheimdienst vor Gericht verantworten. Der Prozess beginnt am Dienstag (9.30 Uhr) am Oberlandesgericht Dresden. Auf der Anklagebank sitzt zudem eine mutma\u00dfliche Komplizin.<\/p>\n<p>Mutma\u00dflicher Agent arbeitete im EU-Parlament<\/p>\n<p>Bereits ab 2002 soll der Deutsche Jian G. laut Anklage des Generalbundesanwaltes Mitarbeiter eines chinesischen Geheimdienstes gewesen sein. Die Bundesanwaltschaft hatte ihn im April 2024 in Dresden festnehmen lassen. Sie wirft ihm einen besonders schweren Fall geheimdienstlicher Agentent\u00e4tigkeit vor.\u00a0<\/p>\n<p>Als Assistent in Krahs Abgeordnetenb\u00fcro im Europ\u00e4ischen Parlament habe er von September 2019 bis zu seiner Festnahme Informationen gesammelt und teilweise vertrauliche Dokumente an chinesische Stellen weitergereicht, hei\u00dft es in der Anklage.\u00a0<\/p>\n<p>Hunderte Dokumente, vertrauliche Daten, sensible Infos<\/p>\n<p>Er soll mehr als 500 Dokumente beschafft haben, \u00abdarunter auch einige, die das Europ\u00e4ische Parlament als besonders sensibel eingestuft hatte\u00bb. Au\u00dferdem habe er pers\u00f6nliche Informationen \u00fcber AfD-F\u00fchrungspersonal zusammengetragen sowie chinesische Dissidenten ausgesp\u00e4ht.\u00a0<\/p>\n<p>Kurz nach der Festnahme hatte die oberste Anklagebeh\u00f6rde Deutschlands B\u00fcror\u00e4ume von G. und Krah im Europ\u00e4ischen Parlament in Br\u00fcssel durchsuchen lassen. Dabei betonte sie, dass die Durchsuchung von Krahs B\u00fcros \u00abeine Ma\u00dfnahme bei Zeugen\u00bb sei.<\/p>\n<p>Krah war von 2019 bis 2025 Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments und Mitglied in den Aussch\u00fcssen f\u00fcr internationalen Handel, aber auch in den Unteraussch\u00fcssen f\u00fcr Menschenrechte sowie Sicherheit und Verteidigung. Zudem war er Teil der Delegation f\u00fcr Beziehungen zu den USA. Bei der Bundestagswahl im Februar gewann er das Direktmandat im Wahlkreis Chemnitzer Umland ? Erzgebirgskreis II und ist nun Bundestagsabgeordneter.<\/p>\n<p>Mitangeklagte arbeitete am Flughafen Leipzig<\/p>\n<p>Mitangeklagt ist zudem die Chinesin Jaqi X. Ihr werfen die Ermittler vor, dem Beschuldigten zugearbeitet zu haben. Sie arbeitete f\u00fcr ein Logistik-Dienstleistungsunternehmen am Flughafen Leipzig\/Halle und soll G. wiederholt Daten \u00fcber Fl\u00fcge, Fracht und Passagiere \u00fcbermittelt haben. Dabei sei es vor allem um den Transport von R\u00fcstungsg\u00fctern sowie Personen mit Verbindungen zu einem deutschen R\u00fcstungsunternehmen gegangen.\u00a0<\/p>\n<p>X. wurde im September vergangenen Jahres festgenommen. Sie ist ebenfalls der geheimdienstlichen Agentent\u00e4tigkeit f\u00fcr einen chinesischen Geheimdienst verd\u00e4chtig.<\/p>\n<p>Peking wies Spionagevorw\u00fcrfe zur\u00fcck<\/p>\n<p>Nach Erhebung der Anklage gegen G. und X. im vergangenen April wies China die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck. Die sogenannte Theorie einer Bedrohung durch chinesische Spione sei frei erfunden und b\u00f6swillig, erkl\u00e4rte Au\u00dfenamtssprecher Guo Jiakun damals in Peking.<\/p>\n<p>In dem Prozess hat der Staatsschutzsenat bis Ende September 13 Verhandlungstermine angesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dresden (dpa) &#8211; Ein fr\u00fcherer Mitarbeiter des damaligen AfD-Europaabgeordneten Maximilian Krah muss sich wegen Agentent\u00e4tigkeit f\u00fcr einen chinesischen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":320001,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[227,3364,29,2386,30,2279,2283,859,3555],"class_list":{"0":"post-320000","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-china","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-dresden","12":"tag-germany","13":"tag-kriminalitat","14":"tag-prozess-gericht","15":"tag-sachsen","16":"tag-spionage"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114974137160748915","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320000","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=320000"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320000\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/320001"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=320000"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=320000"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=320000"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}