{"id":320698,"date":"2025-08-05T10:26:10","date_gmt":"2025-08-05T10:26:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/320698\/"},"modified":"2025-08-05T10:26:10","modified_gmt":"2025-08-05T10:26:10","slug":"problem-fuer-deiche-und-heimische-arten-nutrias-breiten-sich-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/320698\/","title":{"rendered":"Problem f\u00fcr Deiche und heimische Arten: Nutrias breiten sich aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 05.08.2025 11:36 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Nutrias, eine aus S\u00fcdamerika stammende Nagetierart, graben sich durch Deiche und fressen Schilf an Flussl\u00e4ufen. In Deutschland sind sie in immer mehr Regionen zu finden &#8211; besonders in St\u00e4dten. Und sie k\u00f6nnen zum Problem werden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie s\u00fcdamerikanischen Nutrias breiten sich in Deutschland weiter aus. Nach Einsch\u00e4tzung von Experten werden sie zunehmend zum Problem f\u00fcr den Hochwasserschutz und andere Tierarten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie der Deutsche Jagdverband (DJV) mitteilte, kam die invasive Tierart 2023 in 35 Prozent der untersuchten Jagdreviere vor, was einer Verdopplung gegen\u00fcber dem Jahr 2015 entspricht. F\u00fcr die Untersuchung wurden Daten aus 23.000 Jagdrevieren ausgewertet. Die gro\u00dfen Fl\u00fcsse Rhein, Ems, Weser und Elbe bieten den auch Sumpfbiber oder Biberratte genannten Tieren ideale Lebensgrundlagen.<\/p>\n<p>    &#8222;Besonders h\u00e4ufig in st\u00e4dtischen Bereichen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLaut DJV kamen in 60 Prozent der Jagdgebiete in Nordrhein-Westfalen Nutrias vor, in 55 der nieders\u00e4chsischen Gebiete und in 50 Prozent der Gebiete Sachsen-Anhalts.\u00a0Der Stadtstaat Bremen meldete laut Verband sogar in 93 Prozent der Reviere die Anwesenheit von Nutrias, was einer Steigerung um das Sechsfache gegen\u00fcber 2015 entspricht. In Hamburg waren es 74 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Durch unerlaubte F\u00fctterung, klimatische Vorteile und jagdliche Einschr\u00e4nkungen sind Nutrias mittlerweile besonders h\u00e4ufig in st\u00e4dtischen Bereichen vorzufinden, wo sie auch tagaktiv werden und ein gro\u00dfes Vermehrungspotenzial haben&#8220;, hie\u00df es vom DJV.\u00a0<\/p>\n<p>    &#8222;Komplette Flussl\u00e4ufe schilffrei&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ausbreitung der invasiven Art habe mehrere negative Auswirkungen, so DJV-Pr\u00e4sident Helmut Dammann-Tamke. Zum einen w\u00fcrden die Nager, die \u00e4hnlich wie Biber aussehen, meterlange Tunnel in Uferb\u00f6schungen und Deiche graben, was den Hochwasserschutz an K\u00fcsten und Fl\u00fcssen gef\u00e4hrde. Zum anderen bedrohten Nutrias durch ihr Fressverhalten den Lebensraum anderer, teils seltener Tierarten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Nutrias lieben es, R\u00f6hricht zu fressen. Sie sorgen daf\u00fcr, dass komplette Flussl\u00e4ufe schilffrei werden. Das hat gravierende Folgen f\u00fcr die Artenvielfalt&#8220;, sagte der DJV-Pr\u00e4sident der Nachrichtenagentur dpa. Denn die Schilfgebiete, in denen die Flie\u00dfgeschwindigkeit von Fl\u00fcssen in der Regel langsamer sei, seien Kinderstuben von Insekten, Amphibien, Fischen und V\u00f6geln.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer DJV fordert eine Aufnahme der Nutria in das Bundesjagdgesetz und ein &#8222;Bekenntnis der Politik zur Fangjagd&#8220;. In den meisten Bundesl\u00e4ndern gibt es mittlerweile eine Jagdzeit oder Sondergenehmigungen.\u00a0<\/p>\n<p>    Wildtier Stiftung: &#8222;Herausforderungen und Konflikte&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch die Deutsche Wildtier Stiftung sieht \u00f6rtlich Gefahren durch Nutria-Vorkommen &#8211; vor allem beim Hochwasserschutz. &#8222;Herausforderungen und Konflikte mit Nutrias sind lokal, aber sie sind in jedem Fall da&#8220;, sagte Andreas Kinser, Leiter Natur und Artenschutz bei der Stiftung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllerdings habe nicht jedes Revier, das Nutria-Vorkommen melde, auch Probleme mit den Tieren.\u00a0&#8222;Nutrias sind in der Lage, Deiche sehr instabil zu machen. Es m\u00fcssen hohe Mittel daf\u00fcr aufgewendet werden, um Sch\u00e4den zu reparieren&#8220;, sagte Kinser. Der \u00f6kologische Schaden durch Nutrias, die Pflanzenfresser seien, sei allerdings im Vergleich zu anderen gebietsfremden Arten wie etwa Waschb\u00e4ren, ein Allesfresser, niedriger einzusch\u00e4tzen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 05.08.2025 11:36 Uhr Nutrias, eine aus S\u00fcdamerika stammende Nagetierart, graben sich durch Deiche und fressen Schilf an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":320699,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,13,12242,14,15,12,6447],"class_list":{"0":"post-320698","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-invasive-arten","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-wildtiere"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114975682472582883","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320698","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=320698"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320698\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/320699"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=320698"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=320698"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=320698"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}