{"id":320832,"date":"2025-08-05T11:41:09","date_gmt":"2025-08-05T11:41:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/320832\/"},"modified":"2025-08-05T11:41:09","modified_gmt":"2025-08-05T11:41:09","slug":"eu-zolldeal-mit-den-usa-wer-soll-die-energieimporte-bezahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/320832\/","title":{"rendered":"EU-Zolldeal mit den USA: Wer soll die Energieimporte bezahlen?"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>faq<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 05.08.2025 12:45 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Es ist wohl die gr\u00f6\u00dfte offene Frage aus dem Handels-Deal zwischen Br\u00fcssel und Washington: Wie sollen Energieimporte aus den USA im Wert von 750 Milliarden Dollar zustande kommen?<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Deutschlands Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wird wortkarg, wenn es um Details der EU-Zusagen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/zollstreit-einigung-100.html\" title=\"EU und USA einigen sich auf Kompromiss im Zollstreit\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in der Grundsatzvereinbarung mit den USA<\/a> vor rund einer Woche geht. &#8222;Ich blicke auch auf manches dieser Einigung mit ein paar Fragezeichen&#8220;, sagte der SPD-Politiker dem Deutschlandfunk. Ein endg\u00fcltiger Handels-Deal muss noch unterschrieben werden.<\/p>\n<p>    Was hat die EU-Kommission konkret versprochen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie EU hat US-Pr\u00e4sident Donald Trump zugesichert, bis zum Ende seiner Amtszeit US-Energie im Wert von 750\u00a0Milliarden Dollar kaufen zu wollen &#8211; das bedeutet je 250 Milliarden Dollar in den verbleibenden drei Jahren. Nach Aussage von Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen sollen Fl\u00fcssigerdgas (LNG), \u00d6l und Kernbrennstoffe aus den Vereinigten Staaten die L\u00fccken f\u00fcllen, die nach dem geplanten vollst\u00e4ndigen Verzicht auf russisches Gas und \u00d6l entstehen werden.<\/p>\n<p>    Wie viel Energie aus Russland f\u00e4llt weg?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDerzeit importieren die EU-Staaten nach Angaben der Kommission US-Energie im Wert von rund 100 Milliarden Dollar pro Jahr. Ein Teil der fehlenden rund 150 Milliarden soll erreicht werden, indem statt russischem Gas Energie aus den USA gekauft wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn den ersten Monaten dieses Jahres kamen nach offiziellen Angaben immer noch 15 Prozent der LNG-Importe in die EU aus Russland. Doch auch wenn dieser Anteil komplett durch US-LNG ersetzt w\u00fcrde, w\u00e4re das nur ein Bruchteil der versprochenen Steigerung. Insgesamt importierte die EU nach eigenen Angaben 2024 fossile Energietr\u00e4ger aus Russland im Wert von 22 Milliarden Euro. Zudem will die EU laut einem Plan der Kommission russische Gasimporte erst ab 2028 komplett eingestellt haben.<\/p>\n<p>    Was ist mit den Kernbrennstoffen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Rechnung geht mit fossilen Brennstoffen also nicht auf, worauf schon mehrere Expertinnen und Experten hingewiesen haben. Bleibt die Atomtechnik als dritte gro\u00dfe S\u00e4ule der EU-Zusagen. Importe im zweistelligen Milliardenbereich erscheinen hier aber unwahrscheinlich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Angaben aus Br\u00fcssel bleiben hier besonders nebul\u00f6s. Es gebe zwar Prognosen, teilte die Kommission mit, aber &#8222;die endg\u00fcltigen Mengen und die Aufteilung auf \u00d6l, LNG und Kernbrennstoffe sowie Brennstoffdienstleistungen werden von verschiedenen Faktoren abh\u00e4ngen&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>    Wer soll die Energie \u00fcberhaupt bezahlen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei allen Unklarheiten ist eine Grundfrage der Zusagen \u00fcberhaupt noch nicht ber\u00fchrt, n\u00e4mlich wer genau das amerikanische Gas und die anderen Energietr\u00e4ger kaufen soll. Deutschlands Vizekanzler Klingbeil wei\u00df nach eigenen Angaben nicht, ob es dabei um private Investitionen geht. Das seien Dinge, &#8222;die zwischen Donald Trump und Ursula von der Leyen verabredet sind und wo es genau jetzt um die Kl\u00e4rung der Details geht&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie EU-Kommission erkl\u00e4rte dagegen, dass sie zwar die Kontakte zwischen K\u00e4ufern und Verk\u00e4ufern vereinfachen k\u00f6nne, &#8222;aber die kommerziellen Entscheidungen nat\u00fcrlich bei den Unternehmen liegen&#8220;. Gleichzeitig m\u00fcssten die Vereinigten Staaten einen ungehinderten Zugang und ausreichende Produktions- sowie Exportkapazit\u00e4ten gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas bedeutet aber auch, dass die Kommission gegebenenfalls auch auf die Kaufentscheidungen der Energieimporteure einwirken m\u00fcsste, im Zweifel zu Lasten anderer Anbieter und ohne R\u00fccksicht auf die Preise.<\/p>\n<p>    Was hat die EU dar\u00fcber hinaus zugesagt?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeben den 750 Milliarden Dollar f\u00fcr US-Energie hat die EU erkl\u00e4rt, dass in den kommenden Jahren weitere 600\u00a0Milliarden\u00a0Dollar in den USA investiert werden sollen. Dabei bezieht sich die Kommission auf Interessenbekundungen von Unternehmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Kommissionsbeamtin stellte klar, dass dies Sache von Privatunternehmen sei, die Kommission als \u00f6ffentliche Beh\u00f6rde k\u00f6nne dies nicht garantieren. Welche Unternehmen Investitionsabsichten und in welcher H\u00f6he bekundet haben, teilte die Kommission nicht mit.\u00a0<\/p>\n<p>    Ein Deal ohne echte Absicht?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei all den Unklarheiten k\u00f6nnte auch spekuliert werden, ob die Zusagen m\u00f6glicherweise gar nicht ernsthaft durchgerechnet und nur um eines &#8222;Deals&#8220; willen getroffen wurden. Es bestand jedenfalls hoher Handlungsdruck, die Unternehmen in der EU m\u00f6glichst rasch von der l\u00e4hmenden Zollunsicherheit zu befreien.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer &#8222;Deal&#8220; l\u00e4sst US-Pr\u00e4sident Trump auf jeden Fall gut aussehen. Und eine Schlussabrechnung, ob die EU wirklich geliefert hat, ist erst gegen Ende seiner Amtszeit m\u00f6glich. Ein Zeitraum, nach dessen Ablauf die Zeichen m\u00f6glicherweise wieder auf einen Wechsel in der US-Handelspolitik stehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von dpa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"faq Stand: 05.08.2025 12:45 Uhr Es ist wohl die gr\u00f6\u00dfte offene Frage aus dem Handels-Deal zwischen Br\u00fcssel und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":320833,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,548,14952,7177,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-320832","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-handelsabkommen","12":"tag-handelspolitik","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-united-states","18":"tag-united-states-of-america","19":"tag-us","20":"tag-usa","21":"tag-vereinigte-staaten","22":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114975977322194376","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320832","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=320832"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320832\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/320833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=320832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=320832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=320832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}