{"id":320946,"date":"2025-08-05T12:41:16","date_gmt":"2025-08-05T12:41:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/320946\/"},"modified":"2025-08-05T12:41:16","modified_gmt":"2025-08-05T12:41:16","slug":"avi-avital-mit-alessia-tondo-und-dem-between-world-ensemble-in-kiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/320946\/","title":{"rendered":"Avi Avital mit Alessia Tondo und dem Between World Ensemble in Kiel"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Kiel. Man sollte vielleicht meinen, es f\u00e4llt s\u00fcditalienischen K\u00fcnstlern nicht leicht, im deutschen Norden zwischen Endmor\u00e4nen und Nieselregen das Eis zu brechen und die Sonne ins Herz zu lassen. Aber die S\u00e4ngerin Alessia Tondo, gesegnet mit einer dieser unwiderstehlichen, reizvoll angerauten Naturstimmen, macht das im Alleingang. Mit einem Traditionell aus ihrer Heimat Apulien (\u201eArie de li traineiri\u201c) im Handumdrehen.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Da glitzern und verschwimmen Text und Tonschwebungen wie die kleinen Wellen, die im Hafen von Otranto an die aufgeheizten Felsen klatschen oder am sp\u00e4ten Abend von den Fassaden der Barockstadt Lecce widerhallen. Und das Between Worlds Ensemble mit dem Mandolinen-Magier Avi Avital legt in der anschlie\u00dfenden \u201eTarantella di Sannicandro\u201c gleich den Hebel von vertr\u00e4umt melancholisch auf unwiderstehlich fetzig um.<\/p>\n<p>SHMF: Alessia Tondo und Avi Avital mit dem Between Worlds Ensemble in der Petruskirche Kiel<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Tondo, geboren 1991 und schon mit sechs Jahren an der Seite ihrer Gro\u00dfmutter volksmusikalisch aktiv, inzwischen l\u00e4ngst eine Ikone der s\u00fcditalienischen Weltmusik-Szene mit zentralen Auftritten im Orchester und beim Festival \u201eLa notte della Taranta\u201c, singt im Salento-Dialekt.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Und man sp\u00fcrt und erf\u00e4hrt, dass die inzwischen durch zunehmenden Tourismus belebte Provinz durch vielf\u00e4ltige kulturelle Einfl\u00fcsse etwa aus Griechenland oder aus levantinisch und maurischen Regionen gepr\u00e4gt und belebt wurde. Deshalb spielen auch immer wieder viertelt\u00f6nige Wendungen in den Melodien eine Rolle.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das Konzertmotto \u201eItaly\u201c entspricht der CD-Einspielung, die in dieser Woche als \u201eSong of the Birds\u201d bei der Deutschen Grammophon erscheint. Avital hat das zehnk\u00f6pfige, aus einem Streichquintett, Fl\u00f6te und Klarinette, Schlagzeug, Harfe und Gitarre gebildete Between Worlds Ensemble bereits 2014 gegr\u00fcndet &#8211; anders als es der wieder extrem magere Programmzettel verk\u00fcndet, in dem man leider nichts \u00fcber die beteiligten Musikerinnen und Musiker erf\u00e4hrt.<\/p>\n<blockquote><p>Wir sind sehr stolz auf unsere aktuelle CD-Einspielung, die an diesem Freitag erscheint.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 hfNZxo\">Avi Avital<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 kncpVQ\">Mandolinen-Virtuose<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das rhythmische Pulsieren, das hochvirtuose Kreiseln der urw\u00fcchsigen Musik l\u00f6st gro\u00dfe Begeisterung in der ausverkauften Petruskirche aus. Aber das Ensemble setzt nicht nur auf neu belebtes Traditionelles, sondern hat mit Kompositionen der innovativen Cellisten Giovanni Sollima und Nicola Segatta auch Kl\u00e4nge des 21. Jahrhunderts dabei.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Sollimas \u201eViaggio in Italia\u201c nimmt Bezug auf den legend\u00e4ren Stauferk\u00f6nig Friedrich II., der in der Region mit dem Castel del Monte Mitte des 13. Jahrhunderts ein weit sichtbares, wehrhaftes Zeichen setzte. Von Kreuzritter-Epos bis James-Bond-Soundtrack reicht dann auch das fesselnde H\u00f6rbild des Werks.<\/p>\n<p>Weltmusik aus Apulien und neapolitanischer Barock: Avi Avital beim SHMF in Kiel<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ansonsten ist der gewohnt knuffige Entertainer Avi Avital, der aus der israelischen Mandolinen- und Akkordeon-Hochburg Be\u2018er Sheva stammt, einmal mehr bem\u00fcht zu beweisen, dass die Mandoline sich nicht auf die Capri-Fischer reduzieren l\u00e4sst, sondern gerade in Italien eine gro\u00dfe Kunstmusik-Historie vertritt. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Deshalb verwandeln sich die Between-Worlds-Ensemble-Mitglieder zwischendurch in stilkundige, wenn auch nicht perfekt koordinierte Partner f\u00fcr barocke oder neobarocke Ausfl\u00fcge &#8211; hier f\u00fcr Giuseppe Torellis \u201eConcerto grosso g-Moll op. 8 Nr. 6\u2033 oder Igor Strawinskys modern angesch\u00e4rfte Varianten in ausgew\u00e4hlten Bearbeitungen aus der \u201eSuite Italienne\u201c.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Und mit dem Komponisten Emanuele Barbella (1718 &#8211; 1777) hat Avital sogar noch s\u00fcdwestitalienische Rarit\u00e4ten im Programm, die seine Mandoline aufs Sch\u00f6nste im \u201egalanten Stil\u201c in Szene setzen. Der Geiger Barbella war Konzertmeister in Neapels Teatro Nuovo und Teatro San Carlo. Zum Sonnenuntergang bei Capri sind es von da bekanntlich nur 32 Kilometer.<\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-5u8rgl-0 cBUuy\">KN<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kiel. 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