{"id":321208,"date":"2025-08-05T15:01:11","date_gmt":"2025-08-05T15:01:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/321208\/"},"modified":"2025-08-05T15:01:11","modified_gmt":"2025-08-05T15:01:11","slug":"gunnar-schupelius-unglaublich-wie-hoch-der-senat-seine-manager-bezahlt-regional","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/321208\/","title":{"rendered":"Gunnar Schupelius: Unglaublich, wie hoch der Senat seine Manager bezahlt! | Regional"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013\u00a0<b>Es ist ganz offensichtlich, dass die Verg\u00fctungen an der Spitze der Staatsbetriebe viel zu hoch sind, und es bleibt das Geheimnis der Koalition aus CDU und SPD, warum sie an dieser Stelle nicht endlich spart.<\/b><\/p>\n<p>Trotz der immer gr\u00f6\u00dferen Haushaltsl\u00f6cher und einer Verschuldung in nie dagewesener H\u00f6he zahlt der Senat seinen Managern astronomische Geh\u00e4lter. Gemeint sind die Chefetagen der landeseigenen Unternehmen.<\/p>\n<p><b>Die Vorstandsvorsitzenden kommen auf ein Bruttojahresgehalt von bis zu einer halben Million Euro, doppelt so viel, wie der Regierende B\u00fcrgermeister bezieht. Vier Beispiele: IBB-Chef: 498.000 Euro; Flughafen-Chefin: 483.000; Messe: 480.000; BVG: 452.000; Vivantes: 429.000; BSR: 387.000 Euro<\/b>.<\/p>\n<p>Senat zahlt astronomische Geh\u00e4lter<\/p>\n<p>Diese Geh\u00e4lter setzen sich aus einem Grundeinkommen und Zusatztleistungen (Boni) zusammen. Die Zusammensetzung ist undurchsichtig. Vor drei Jahren stellte der Landesrechnungshof einen \u201eWildwuchs\u201c im Bonussystem der Landesbetriebe fest. Es fehlten Regeln, wof\u00fcr die Boni gezahlt w\u00fcrden, und Kontrollm\u00f6glichkeiten, ob sie gerechtfertigt seien. Der Rechnungshof k\u00fcndigte eine \u00dcberpr\u00fcfung der Bonussysteme an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Die Chefs der landeseigenen Unternehmen bekommen vom Senat bis zu 500.000 Euro im Jahr \u2013 das ist doppelt so viel, wie Berlins B\u00fcrgermeister Kai Wegner verdient\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/298199537622066324954bb8d19f253e,25f352f3\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Die Chefs der landeseigenen Unternehmen bekommen vom Senat bis zu 500.000 Euro im Jahr \u2013 das ist doppelt so viel, wie Berlins B\u00fcrgermeister Kai Wegner verdient<\/p>\n<p>Foto: Soeren Stache\/picture alliance\/dpa<\/p>\n<p>Begr\u00fcndung der Bonuszahlungen kaum nachvollziehbar<\/p>\n<p><b>Dazu ist es aber bisher offenbar nicht gekommen. Eine Recherche der Tageszeitung WELT ergab, dass die Begr\u00fcndung f\u00fcr die Belohnung der Manager mit Boni weiterhin kaum nachvollziehbar ist. So werden dem Chef der Messe Berlin und seinem Stellvertreter in diesem Jahr jeweils etwa 38.000 Euro in Aussicht gestellt, wenn sie neue Messekonzepte entwickeln.<\/b><\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Der Vorstandsvorsitzenden der BSR werden Boni in H\u00f6he von 163.000 Euro versprochen, davon 15 Prozent daf\u00fcr, dass sie ein neues \u201eBioabfallsammlungskonzept\u201c entwickelt.<\/p>\n<p>Die beiden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Tegel Projekt GmbH, die den Flughafen Tegel einer neuen Bestimmung zuf\u00fchren sollen, bekommen Boni f\u00fcr die \u201eDurchf\u00fchrung einer Analyse zur Mitarbeiterzufriedenheit bis Ende des Jahres\u201c.<\/p>\n<p><b>Nun w\u00fcrde man denken, dass es zu den Kernaufgaben des Messechefs geh\u00f6rt, \u201eneue Messekonzepte\u201c zu entwickeln, dass sich die BSR-Chefin nat\u00fcrlich Gedanken um den Biom\u00fcll macht und die Tegel-Manager nach der Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter fragen. Weshalb bekommen sie daf\u00fcr alle einen Zuschlag auf das ohnehin hohe Gehalt?<\/b><\/p>\n<p>Gibt es keine guten Manager mehr?<\/p>\n<p>Wenn man fragt, warum \u00fcberhaupt so hohe Geh\u00e4lter gezahlt werden, bekommt man zur Antwort, dass anders auf dem Arbeitsmarkt keine guten Manager zu finden w\u00e4ren. Das klingt \u00fcberzeugend, doch die Wirklichkeit sieht anders aus.<\/p>\n<p>Nehmen wir etwa den Chefsessel der BVG: Dort sollte auf Betreiben der SPD unbedingt eine Frau sitzen. Also wurde 2010 Sigird Nikutta vom Staatsbetrieb Deutsche Bahn geholt. Als ihre Nachfolgerin holten die Gr\u00fcnen 2020 Eva Kreienkamp von der kommunalen Mainzer Verkehrsgesellschaft. Ihr folgte 2024 Henrik Falk, ein alter Fahrensmann der BVG.<\/p>\n<p><b>Man hat die BVG-Spitze also gar nicht nach Qualifikation, sondern nach anderen Kriterien besetzt, und also m\u00fcsste es auch das hohe Gehalt nicht geben. Es ist ganz offensichtlich, dass die Verg\u00fctungen an der Spitze der Staatsbetriebe viel zu hoch sind, und es bleibt das Geheimnis der Koalition aus CDU und SPD, warum sie an dieser Stelle nicht endlich auch einmal sparen will.<\/b><\/p>\n<p>Hat Gunnar Schupelius recht? Schreiben Sie an: <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/mailto:gunnar.schupelius@axelspringer.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"text-link--external text-link\">gunnar.schupelius@axelspringer.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin \u2013\u00a0Es ist ganz offensichtlich, dass die Verg\u00fctungen an der Spitze der Staatsbetriebe viel zu hoch sind, und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":321209,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,2236,29,3079,24988,30,1030,69288,45,72535],"class_list":{"0":"post-321208","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-bvg","10":"tag-deutschland","11":"tag-gehalt","12":"tag-gehaltstabelle","13":"tag-germany","14":"tag-manager","15":"tag-manager-gehaelter","16":"tag-texttospeech","17":"tag-wegner-kai"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114976763666223794","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/321208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=321208"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/321208\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/321209"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=321208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=321208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=321208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}