{"id":322081,"date":"2025-08-05T23:20:11","date_gmt":"2025-08-05T23:20:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/322081\/"},"modified":"2025-08-05T23:20:11","modified_gmt":"2025-08-05T23:20:11","slug":"warum-junge-muenchner-in-die-pflege-wollen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/322081\/","title":{"rendered":"Warum junge M\u00fcnchner in die Pflege wollen"},"content":{"rendered":"<p>Statt Kasacks trugen die 83 Pflege-Auszubildenden der <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> Klinik (M\u00fcK) am Dienstag festliche Abendkleider, Dirndl, Trachten und Anz\u00fcge. Gemeinsam mit ihren Angeh\u00f6rigen feierten sie im Festsaal des Alten Rathauses ihren erfolgreichen Abschluss.<\/p>\n<p>37 von ihnen wurden f\u00fcr ihre herausragenden Leistungen mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. &#8222;Die Auszubildenden in unseren kommunalen H\u00e4usern tragen dazu bei, dass alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger Zugang zu herausragender Medizin erhalten&#8220;, betonte Stadtr\u00e4tin Kathrin Abele (<a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/spd\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SPD<\/a>), Mitglied im M\u00fcK-Aufsichtsrat, bei der Preisverleihung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/design\/images\/muc_silhouette_short.svg\"\/><\/p>\n<p>Sie \u00fcberreichte die Staatspreise an diejenigen, die ihre Ausbildung mit einem Notendurchschnitt von 1,5 oder besser abgeschlossen hatten. Die AZ sprach bei der Veranstaltung mit drei der Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger \u00fcber ihre Entscheidung f\u00fcr die Pflegeausbildung und ihre Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in ganz M\u00fcnchen laut IHK noch rund 2000 Lehrstellen unbesetzt sind, startet die M\u00fcnchen Klinik im September mit vollen Klassen: Alle 160 Ausbildungspl\u00e4tze am Bildungscampus sind bereits vergeben.\u00a0<\/p>\n<p>Luca Schulthei\u00df: &#8222;Ich war der \u00c4lteste in der Klasse&#8220;<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/storage\/image\/0\/3\/4\/0\/1590430_luca-schultheiss-hat-sich-mit-35-fuer-einen-neuen-berufsweg-entschieden_artikelbild-100proz_1EAw25_mYfwIF.jpg\" alt=\"Luca Schulthei\u00df hat sich mit 35 f\u00fcr einen neuen Berufsweg entschieden.\" title=\"Luca Schulthei\u00df hat sich mit 35 f\u00fcr einen neuen Berufsweg entschieden.\" width=\"812\" height=\"541\"\/><\/p>\n<p>      Luca Schulthei\u00df hat sich mit 35 f\u00fcr einen neuen Berufsweg entschieden.<br \/>\n      \u00a9 Daniel Loeper<\/p>\n<p>    Luca Schulthei\u00df hat sich mit 35 f\u00fcr einen neuen Berufsweg entschieden.<\/p>\n<p>von Daniel Loeper <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><strong>Luca Schulthei\u00df (38) hat mit der Pflegeausbildung einen Neustart gewagt:<\/strong> &#8222;Ich war 15 Jahre lang in der Beauty-Branche als Make-up-Artist t\u00e4tig. Nach all den Jahren in der Glitzer- und Glamour-Welt habe ich gemerkt, dass mich das nicht erf\u00fcllt hat. Man hat mit Menschen zu tun, die viel haben, aber oft unzufrieden sind. F\u00fcr mich war klar: Ich will die Branche wechseln \u2013 hin zu etwas, das mir wirklich Befriedigung gibt. Mit 35 habe ich einen neuen Schritt gewagt und mich f\u00fcr die Pflege entschieden.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fchlt sich sehr gut an&#8220;<\/p>\n<p>Ich habe die Stadt gewechselt, bin von K\u00f6ln nach M\u00fcnchen gezogen und habe komplett neu angefangen. Nat\u00fcrlich war ich sehr aufgeregt \u2013 ob das klappt, ob es die richtige Entscheidung war. Jetzt freue ich mich aufs selbstst\u00e4ndige Arbeiten, darauf, ernst genommen zu werden und eigene Entscheidungen zu treffen. Auch wenn man noch nicht so viel Berufserfahrung hat, kann man trotzdem Verantwortung \u00fcbernehmen \u2013 und manchmal merkt man sp\u00e4ter, dass es die richtige Entscheidung war.<\/p>\n<p>Dass ich die Ausbildung mit einer Auszeichnung abgeschlossen habe, f\u00fchlt sich sehr gut an. Ein Highlight waren die vielen Menschen, die ich kennengelernt habe \u2013 auf den Stationen, in der Klasse. Viele sind Freunde geworden, mit denen ich auch privat Kontakt habe. Ich war der \u00c4lteste in der Klasse, aber es sind trotzdem viele sch\u00f6ne Verbindungen entstanden.&#8220;<\/p>\n<p>Emilia Lang: &#8222;Der Beruf ist unglaublich vielf\u00e4ltig&#8220;<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1590432_emilia-lang-wurde-der-berufsweg-in-die-wiege-gelegt_artikelbild-100proz_1EAw2I_LuviXb.jpg\" alt=\"Emilia Lang wurde der Berufsweg in die Wiege gelegt.\" title=\"Emilia Lang wurde der Berufsweg in die Wiege gelegt.\" width=\"812\" height=\"541\"\/><\/p>\n<p>      Emilia Lang wurde der Berufsweg in die Wiege gelegt.<br \/>\n      \u00a9 Daniel Loeper<\/p>\n<p>    Emilia Lang wurde der Berufsweg in die Wiege gelegt.<\/p>\n<p>von Daniel Loeper <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><strong>Emilia Lang (21) freut sich, Patienten ein L\u00e4cheln ins Gesicht zu zaubern: <\/strong>&#8222;Mein Vater ist Arzt, meine Stiefmutter Krankenschwester \u2013 das wurde mir quasi vorgelebt. Der Beruf ist unglaublich vielf\u00e4ltig. Es ist sch\u00f6n, wenn man einem Menschen ein L\u00e4cheln ins Gesicht zaubern kann und merkt, dass man wirklich etwas Gutes getan hat \u2013 etwas, woran man sich jeden Tag erinnern kann.<\/p>\n<p>Die Auszeichnung hat mich total \u00fcberrascht. Jetzt freue ich mich darauf, endlich richtig arbeiten zu k\u00f6nnen. Ich starte auf einer Intensivstation und habe dort erlebt, wie erf\u00fcllend es ist, wenn ein schwer kranker Mensch nach zwei Wochen stabil auf eine normale Station verlegt werden kann. Zu wissen, dass er nach Hause gehen kann und ich dazu beigetragen habe \u2013 das ist ein wunderbares Gef\u00fchl.&#8220;<\/p>\n<p>Sarah Bradovanova: &#8222;Ich helfe einfach unglaublich gerne&#8220;<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1590431_sarah-bradovanova-freut-sich-selbstaendiger-arbeiten-zu-koennen-und-den-pat_artikelbild-100p.jpeg\" alt=\"Sarah Bradovanova freut sich, selbst\u00e4ndiger arbeiten zu k\u00f6nnen und den Patienten ein L\u00e4cheln ins Gesicht zu zaubern.\" title=\"Sarah Bradovanova freut sich, selbst\u00e4ndiger arbeiten zu k\u00f6nnen und den Patienten ein L\u00e4cheln ins Gesicht zu zaubern.\" width=\"812\" height=\"541\"\/><\/p>\n<p>      Sarah Bradovanova freut sich, selbst\u00e4ndiger arbeiten zu k\u00f6nnen und den Patienten ein L\u00e4cheln ins Gesicht zu zaubern.<br \/>\n      \u00a9 Daniel Loeper<\/p>\n<p>    Sarah Bradovanova freut sich, selbst\u00e4ndiger arbeiten zu k\u00f6nnen und den Patienten ein L\u00e4cheln ins Gesicht zu zaubern.<\/p>\n<p>von Daniel Loeper <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Sarah Bradovanova (24) ist die Pflege eine Berufung. Sie m\u00f6chte Menschen helfen: <\/strong>&#8222;Ich wei\u00df, es klingt ein bisschen klischeehaft, wenn man sagt: \u201aIch will Menschen helfen.\u2018 Aber es ist wirklich so. Ich helfe einfach unglaublich gerne.<\/p>\n<p>Mir war klar: Ich kann niemandem Gl\u00fcck oder Geld schenken \u2013 aber ich kann da sein. Wenn ich Menschen in den schwierigsten Momenten ihres Lebens ein St\u00fcck weit begleiten und unterst\u00fctzen kann, dann ist das f\u00fcr mich das Sch\u00f6nste. Ich kann ihr Schicksal nicht \u00e4ndern, aber ich kann ihnen beistehen. Und das meine ich wirklich von Herzen. Ich habe fr\u00fch gesp\u00fcrt: Das ist meine Berufung.<\/p>\n<p>&#8222;Man gibt alles im Beruf&#8220;<\/p>\n<p>Dass ich jetzt sogar eine Auszeichnung erhalten habe \u2013 damit h\u00e4tte ich nie gerechnet. Der Weg dorthin war alles andere als leicht. Es gab viele Tr\u00e4nen, viele schlaflose N\u00e4chte. Man gibt alles im Beruf, kommt nach Hause, und der Akku ist leer. Das geht ans Herz. Aber wenn man dann sieht, was man geschafft hat, und sp\u00fcrt, dass es auch von anderen anerkannt wird, ist das ein wunderbares Gef\u00fchl. Besonders sch\u00f6n ist es, wenn man das L\u00e4cheln der Kolleginnen und Kollegen sieht, die sich mitfreuen. Sch\u00f6ner geht\u2019s nicht.<\/p>\n<p>Die sch\u00f6nsten Momente erlebe ich mit den Patientinnen und Patienten. Ein L\u00e4cheln, ein einfaches Dankesch\u00f6n, kleine Fortschritte \u2013 das ist unbezahlbar. Keine Note, kein Zeugnis kann das ersetzen. Es ist das Verhalten der Menschen, das zeigt, was man bewirken konnte. Wir haben viel gegeben \u2013 und mindestens genauso viel zur\u00fcckbekommen. Jetzt freue ich mich darauf, weiterhin L\u00e4cheln zu schenken. Ich freue mich auf mehr Selbstst\u00e4ndigkeit, darauf, meine St\u00e4rken einzubringen und offener zu kommunizieren. Es ist sch\u00f6n, diesen n\u00e4chsten Schritt gehen zu k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Statt Kasacks trugen die 83 Pflege-Auszubildenden der M\u00fcnchen Klinik (M\u00fcK) am Dienstag festliche Abendkleider, Dirndl, Trachten und Anz\u00fcge.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":322082,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[91652,772,29,30,1268,50047,91651,91649,30437,91650],"class_list":{"0":"post-322081","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-altes-rathaus-muenchen","9":"tag-bayern","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-muenchen","13":"tag-muenchen-klinik","14":"tag-pflege-azubis","15":"tag-pflegeausbildung","16":"tag-pflegeberuf","17":"tag-staatspreis-pflege"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114978726032353403","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/322081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=322081"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/322081\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/322082"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=322081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=322081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=322081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}