{"id":322281,"date":"2025-08-06T01:17:11","date_gmt":"2025-08-06T01:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/322281\/"},"modified":"2025-08-06T01:17:11","modified_gmt":"2025-08-06T01:17:11","slug":"protz-beamter-prozess-startet-augsburg-journal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/322281\/","title":{"rendered":"Protz-Beamter: Prozess startet &#8211; Augsburg Journal"},"content":{"rendered":"<p><strong>Luxuri\u00f6se Hotels, teures Essen, glamour\u00f6se Partys: Mehrfach pr\u00e4sentierte das Ehepaar aus Augsburg im Internet sein Luxusleben \u2013 und das, obwohl beide keine K\u00f6nigskinder sind, sondern Beamte. Sie (39) Abteilungsleiterin in einem Landratsamt in der Region (im Sabbatjahr), er (36, vorl\u00e4ufig suspendiert) Oberregierungsrat im Bauministerium. Bald war der Verdacht in der Welt, dass die beiden sich durch undurchsichtige Gesch\u00e4fte bereichert haben k\u00f6nnten \u2013 und der Verdacht erh\u00e4rtete sich \u2013 zumindest in einem Fall. Mehrere Gesch\u00e4digte wandten sich an die Polizei, nahmen sich einen Anwalt, klagten. So eindeutig waren die Erkenntnisse der Polizeiermittler, dass Daniel B. im Februar in Gablingen in Untersuchungshaft landete. Die Ermittlungen f\u00fchrten auch dazu, dass seine Ehefrau Dana E.-B. nicht weiter verd\u00e4chtigt wurde, an Anlegerbetr\u00fcgereien beteiligt gewesen zu sein. Jetzt beginnt vor der Wirtschaftsstrafkammer des Augsburger Landgerichts der Prozess wegen Betrugs in elf F\u00e4llen gegen Daniel B., der zun\u00e4chst auf vier Verhandlungstage angesetzt ist.<\/strong><\/p>\n<p>Mit beteiligt an dem Verfahren ist Rechtsanw\u00e4ltin <a href=\"https:\/\/www.anwaltskanzlei-bode.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mira Bode<\/a>. Sie ist eine von zwei Vertretern des Angeklagten. Moritz Hausmann fungiert als sogenannter Wahlverteidiger, ein Anwalt, den der Angeklagte sich selbst gew\u00e4hlt hat und den er erst einmal selbst bezahlen muss. Mira Bode, Juniorin der gemeinsam mit ihrem Vater betriebenen Augsburger Anwaltskanzlei Bode.Bode, wurde vom Gericht zur Pflichtverteidigerin bestimmt. Beispielsweise, um ein Verfahren zu sichern, wenn Angeklagter und Wahlverteidiger sich im Laufe des Prozesses uneinig werden sollten.<\/p>\n<p>Anw\u00e4ltin von Daniel B. erwartet Gest\u00e4ndnis<\/p>\n<p>\u00dcber eine genaue Verteidigungsstrategie kann und m\u00f6chte Bode nicht sprechen. So viel: Der Mandant werde wohl die ihm von der Staatsanwaltschaft zur Last gelegten Vorw\u00fcrfe gestehen. Ein Gest\u00e4ndnis wirkt sich oft strafmildernd aus. Vermutlich werde der Angeklagte sich auch zu den Tatvorw\u00fcrfen der Staatsanwaltschaft pers\u00f6nlich \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Ein Blick auf die Umst\u00e4nde l\u00e4sst auf eine m\u00f6gliche Strafe schlie\u00dfen. Wird jemand als Angeklagter vor eine Kammer des Landgerichts zitiert, kann von einer Strafforderung von vier Jahren Plus ausgegangen werden.<\/p>\n<p>Weniger hilfreich f\u00fcr Spekulationen \u00fcber ein Strafma\u00df ist laut Bode der letztendlich vor Gericht festgestellte Schadensumfang. Laut Anklage soll es sich im vorliegenden Verfahren um knapp eine Million Euro handeln, die der Angeklagte gutgl\u00e4ubigen Anlegern \u201eaus der Tasche gezogen hat.\u201c Eine konkrete Liste, \u00e4hnlich der Stra\u00dfenverkehrsordnung, die die Strafe nach der H\u00f6he des (Geschwindigkeits)versto\u00dfes beinhaltet, gebe es nicht. Umso wichtiger k\u00f6nne es werden, vor Gericht Pluspunkte zu sammeln. Indem man ein Gest\u00e4ndnis ablegt. Erfahrungsgem\u00e4\u00df k\u00f6nnen auch Kleinigkeiten wie Entschuldigungen und glaubhafte Reue, freilich auch Nachweise \u00fcber Schadenswiedergutmachung, ein Gericht beim Urteilsspruch milde stimmen.<\/p>\n<p>Keine Reue gegen\u00fcber Gesch\u00e4digten<\/p>\n<p>Bei den Gesch\u00e4digten hat der Angeklagte nach Worten von Rechtsanwalt Michael Weiss nicht gepunktet. Weiss (Weiss Wunderle Rechtsanw\u00e4lte) vertritt schon l\u00e4ngere Zeit mehrere Gesch\u00e4digte, ist selbst aber nicht in das Gerichtsverfahren involviert. Nach seinen Worten w\u00e4re es bei den Gesch\u00e4digten zweifellos gut angekommen, wenn sich der Angeklagte schriftlich pers\u00f6nlich entschuldigt h\u00e4tte. Wenig hilfreich erachtet Weiss die Unternehmung des Angeklagten bez\u00fcglich einer Schlichtung. Mehrere der Gesch\u00e4digten h\u00e4tten l\u00e4ngst Gerichtstitel gegen den Angeklagten in der Tasche, dass sie ihr Geld zur\u00fcckbekommen sollen. Allein, woher sollte dieses Geld stammen? \u00dcblicherweise wird bei Betrugsverfahren \u2013 auch bei Diebstahl, Raub, Erpressung, im Falle eines Schuldspruchs Wertersatz gefordert gem\u00e4\u00df der Devise \u201eVerbrechen darf sich nicht lohnen.\u201c Bereits am ersten, auch an den n\u00e4chsten Verhandlungstagen, sollen vom Gericht Zeugen angeh\u00f6rt werden. Dabei d\u00fcrfte es sich auf der einen Seite um Gesch\u00e4digte des Anlagebetrugs handeln, auf der anderen Seite um Polizeibeamte, die mit den Ermittlungen betreut waren.<\/p>\n<p>Von Interesse d\u00fcrfte das Verhalten von Dana E.-B. sein. Anf\u00e4nglich wurde davon ausgegangen, dass sie mindestens Mitwisserin, eventuell auch Mitt\u00e4terin gewesen sei. Im Laufe der Ermittlungen haben sich aber offensichtlich keine gravierenden Verdachtsmomente ergeben, sodass das Verfahren gegen sie eingestellt worden war. Als Partnerin von Daniel B. habe sie, so Mira Bode, jedenfalls ein Zeugnisverweigerungsrecht. Ende August k\u00f6nnte das Urteil gesprochen werden.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.augsburg-journal.de\/stadt-region\/high-society-abgezockt-ermittlungen-gegen-augsburger-daniel-b-laufen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">High Society abgezockt? Ermittlungen gegen Augsburger Daniel B. laufen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Luxuri\u00f6se Hotels, teures Essen, glamour\u00f6se Partys: Mehrfach pr\u00e4sentierte das Ehepaar aus Augsburg im Internet sein Luxusleben \u2013 und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":322282,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-322281","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114979185848758881","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/322281","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=322281"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/322281\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/322282"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=322281"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=322281"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=322281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}