{"id":322693,"date":"2025-08-06T05:26:19","date_gmt":"2025-08-06T05:26:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/322693\/"},"modified":"2025-08-06T05:26:19","modified_gmt":"2025-08-06T05:26:19","slug":"auch-in-aachen-lebkuchenproduktion-laeuft-auf-hochtouren-was-sind-die-trends","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/322693\/","title":{"rendered":"Auch in Aachen: Lebkuchenproduktion l\u00e4uft auf Hochtouren. Was sind die Trends?"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Lebkuchen in der Dubai-Edition, Printen gef\u00fcllt mit Pistaziencreme oder Spekulatius mit Matcha-Geschmack? In der Theorie klingt das nach trendigen Varianten f\u00fcr die Geb\u00e4ck-Saison 2025. Glaubt man Hermann B\u00fchlbecker, Inhaber der Aachener Lambertz-Gruppe, w\u00fcrden Kundinnen und Kunden Food-Trends dieser Art in seiner Branche jedoch eine klare Abfuhr erteilen \u2013 die Nachfrage sei konservativ gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"1\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u201eDie Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten traditionelle Produkte, die original und authentisch sind\u201c, berichtet der Anbieter der Traditionsgeb\u00e4ckgruppen Aachener Printen, N\u00fcrnberger Lebkuchen und Dresdner Stollen.\u00a0\u201eErhebliche Modifikationen an der Produkt-Charakteristik und gar an den Rezepturen werden deshalb nicht akzeptiert.\u201c<\/p>\n<p>Printen-Experte B\u00fchlbecker von Lambertz: \u201eVerbraucher erwarten traditionelle Produkte, die original und authentisch sind\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u00c4hnliches h\u00f6rt man beim Konkurrent Lebkuchen Schmidt aus N\u00fcrnberg. Zwar gebe es eine gr\u00f6\u00dfere Nachfrage\u00a0nach Bio und veganen Produkten, berichtet Betriebsleiter Dirk Kuen. Bei den etablierten Produkten sei man mit Trends aber vorsichtig. \u201eDie Entwicklung eines neuen Lebkuchens kann schon einmal bis zu zwei Jahre dauern.\u201c Manche Kreationen lehnt der Fachmann von vorneherein ab: Extreme Geschmacksrichtungen wie Chili oder besagte Dubai-Schokolade. \u201eDas w\u00fcrde nicht zu unserem Lebkuchen passen\u201c, sagt Kuen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2779\" alt=\"Hermann B\u00fchlbecker, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Lambertz\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/46e22a70-1cbb-4f6e-a38a-5b13dc40afad.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Hermann B\u00fchlbecker, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Lambertz<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: picture alliance\/dpa<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"5\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wer bereits dem Verkaufsstart von Weihnachtsspezialit\u00e4ten entgegenfiebert, der sollte sich kulinarisch also nicht auf adventliche Experimente einstellen. Klassiker pr\u00e4gen dem Aachener B\u00fchlbecker zufolge das Angebot \u2013 im Trend liegen dieses Jahr vor allem Lebkuchen, die mit wei\u00dfer Schokolade umh\u00fcllt sind.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"6\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Zu kaufen gibt es die Geb\u00e4cke der Lambertz-Gruppe, von Schmidt Lebkuchen und mehr als 70 anderen deutschen Herstellern bereits\u00a0in wenigen Wochen.\u00a0Traditionell startet das Gesch\u00e4ft mit Lebkuchen und Pl\u00e4tzchen Anfang September \u2013 wie jedes Jahr werden sich dann viele \u00fcber den fr\u00fchen Verkaufsstart der Weihnachtsleckereien wundern.<\/p>\n<p>Schlechtes Wetter macht Appetit auf Weihnachten<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">B\u00fchlbecker zufolge handelt es sich dabei zwar um Herbstgeb\u00e4ck \u2013 der Verkauf der klassischen, mit Wintermotiven verzierten Weihnachtswaren finde erst in den Monaten November und Dezember statt. Viel entscheidender ist aber, dass die hohe Nachfrage den sommerlichen Saisonbeginn der im Volksmund dann doch als Weihnachtsgeb\u00e4ck bekannten S\u00fc\u00dfwaren legitimiere.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"9\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Mit dem Ende der Urlaubszeit wachse die Vorfreude auf die ruhigere Winterzeit, best\u00e4tigt Philipp Hennerkes, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels. Er sagt: Die Erfahrung zeigt, dass im September und Oktober \u00e4hnlich viel verkauft wird wie im November und Dezember.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Limitierung scheint den Unterschied zu machen. Nachdem die Sortimente j\u00e4hrlich f\u00fcr etwa neun Monate aus dem Handel gezogen werden, sei der Ansturm insbesondere zum Verkaufsstart und in den darauffolgenden Wochen entsprechend gro\u00df, so B\u00fchlbecker. Seine Beobachtung: K\u00fchle Temperaturen und grauer Himmel treiben die Abs\u00e4tze zus\u00e4tzlich hoch.\u00a0<\/p>\n<p>In Deutschland werden j\u00e4hrlich \u00fcber 80.000 Tonnen Weihnachtsgeb\u00e4ck produziert<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"12\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Seine Produktionsst\u00e4tten, etwa am Hauptsitz im Rheinland, in N\u00fcrnberg, Neu-Ulm und Dresden laufen dementsprechend auf Hochtouren. 28 Backlinien werden in insgesamt sieben Werken von rund 4000 Mitarbeitenden betrieben.\u00a0\u201eAn Spitzentagen verlassen bis zu 10.000 Paletten die Produktionslager\u201c, sagt der Lambertz-Inhaber. Hauptproduktionszeit sind Juni, Juli und August. \u201eAn Wochentagen meist in drei Schichten, um die bundesweite Auslieferung der Mengen zum Start und in den folgenden Wochen p\u00fcnktlich wie konstant zu gew\u00e4hrleisten\u201c, so B\u00fchlbecker. Auch in den Folgemonaten wird kontinuierlich weiter gearbeitet \u2013 bis zum Nikolaustag, da \u201elaufen dann die letzten Produkte vom Band\u201c.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"13\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Am Ende der Saison kommt den Angaben zufolge allein die Lambertz-Gruppe auf rund 700 Millionen Dominosteine und 720 Millionen Lebkuchen-Herzen, -Sterne und -Brezeln.\u00a0Insgesamt haben die 75 deutschen Hersteller im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt gut\u00a081.000 Tonnen Lebkuchen, Honigkuchen und \u00e4hnliche Geb\u00e4cke produziert. Ein R\u00fcckgang: 2023 waren es noch 86.800 Tonnen.<\/p>\n<p>700 Millionen Dominosteine &#8211; made in Germany<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"15\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Gut ein Viertel der Weihnachtsspezialit\u00e4ten geht laut Bundesverband der Deutschen S\u00fc\u00dfwarenindustrie in den Export, auch bei Lambertz sind es 24 Prozent. Der\u00a0gr\u00f6\u00dfte Absatzmarkt liegt aber weiterhin in Deutschland, \u00d6sterreich und in der Schweiz. Das Label \u201eMade in Germany\u201c ziehe auch in weiteren europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern \u2013 vor allem in Osteuropa. Dort werde Lebkuchen das ganz Jahr \u00fcber konsumiert.\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/wirtschaft\/trotz-balkon-boom-solar-ausbau-in-nrw-schwaechelt-1078754\" class=\"dm-imagefeat__imagecontainer dm-imagefeat relative\" aria-label=\"\" data-v-d81621e6=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2404\" alt=\"Die Montage eines Balkonkraftwerka ist zu sehen.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"dm-imagefeat__image w-full aspect-square sm:aspect-auto aspect-video\" style=\"aspect-ratio:1;\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/c07aebe9-8683-456f-aba4-212fa86b00cd.jpeg\"  \/><\/a><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"17\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">F\u00fcr das bald startende Saisongesch\u00e4ft in Deutschland zeigt sich der Lambertz-Chef trotz Zeiten schmaler Geldbeutel nicht \u201e\u00fcberoptimistisch, aber zuversichtlich\u201c. Eine Kaufzur\u00fcckhaltung f\u00fcr die Warenbereiche, die seine Firma bediene, \u201ewar und ist nicht festzustellen\u201c. Trotz Preiserh\u00f6hungen, etwa aufgrund einer Verdreifachung der Kakaopreise, sei die Nachfrage in den vergangenen Jahren stabil geblieben. Ob Kundinnen und Kunden auch in der kommenden Saison noch tiefer in die Tasche werden greifen m\u00fcssen, dar\u00fcber k\u00f6nne er noch keine Auskunft geben. Ab Anfang September wird es sich im S\u00fc\u00dfwarenregal zeigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lebkuchen in der Dubai-Edition, Printen gef\u00fcllt mit Pistaziencreme oder Spekulatius mit Matcha-Geschmack? In der Theorie klingt das nach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":322694,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1853],"tags":[1424,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,1209,12],"class_list":{"0":"post-322693","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aachen","8":"tag-aachen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-nordrhein-westfalen","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114980165072331386","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/322693","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=322693"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/322693\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/322694"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=322693"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=322693"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=322693"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}