{"id":322974,"date":"2025-08-06T08:01:15","date_gmt":"2025-08-06T08:01:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/322974\/"},"modified":"2025-08-06T08:01:15","modified_gmt":"2025-08-06T08:01:15","slug":"auftraege-der-deutschen-industrie-fallen-ueberraschend-uebersee-geschaeft-schwaechelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/322974\/","title":{"rendered":"Auftr\u00e4ge der deutschen Industrie fallen \u00fcberraschend \u2013 \u00dcbersee-Gesch\u00e4ft schw\u00e4chelt"},"content":{"rendered":"<p>Die Autoindustrie und die Stahlhersteller verzeichnen weniger Bestellungen im Juni. Insgesamt erlebt die deutsche Industrie einen erneuten R\u00fcckschlag. F\u00fcr das gesamte zweite Quartal f\u00e4llt das Fazit hingegen positiver aus.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Erneuter R\u00fcckschlag f\u00fcr die deutsche Industrie: Ihre Auftr\u00e4ge sind im Juni wegen der sinkenden Nachfrage aus dem Ausland \u00fcberraschend den zweiten Monat in Folge gefallen. Das Neugesch\u00e4ft schrumpfte um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte \u00d6konomen hatten dagegen mit einem Anstieg von einem Prozentpunkt gerechnet, nachdem es im Mai bereits einen R\u00fcckgang von revidiert 0,8 (zuvor: 1,4) Prozent gegeben hatte. <\/p>\n<p>Im Juni wuchs zwar das Inlandsgesch\u00e4ft um 2,2 Prozent. Daf\u00fcr kamen aus dem Ausland 3,0 Prozent weniger Bestellungen an. Dabei nahmen die Auftr\u00e4ge aus der Euro-Zone um 5,2 Prozent zu, w\u00e4hrend die aus dem Rest der Welt um 7,8 Prozent einbrachen.<\/p>\n<p>\u201eDennoch kann davon ausgegangen werden, dass die Industrie ihren Boden gefunden hat\u201c, sagte der Chefvolkswirt der Hauck Aufh\u00e4user Privatbank, Alexander Kr\u00fcger. <\/p>\n<p>So f\u00e4llt die Bilanz im gesamten zweiten Quartal positiv aus: Der Auftragseingang lag von April bis Juni um 3,1 Prozent h\u00f6her als in den ersten drei Monaten des Jahres. Gro\u00dfe Spr\u00fcnge seien aber wegen struktureller Probleme nicht drin, zumal vom Zoll-Deal mit den USA neue Hemmnisse ausgingen, sagte Kr\u00fcger. D<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6892e1a525b84e6d4210bf0f\/Donald-Trump-spricht-von-600-Milliarden-Dollar-Geschenk-der-EU-Ich-kann-damit-machen-was-ich-will.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6892e1a525b84e6d4210bf0f\/Donald-Trump-spricht-von-600-Milliarden-Dollar-Geschenk-der-EU-Ich-kann-damit-machen-was-ich-will.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ie ab Donnerstag geltenden neuen US-Z\u00f6lle<\/a> von 15 Prozent auf Importe aus der Europ\u00e4ischen Union verteuern Waren \u201eMade in Germany\u201c beim wichtigsten Exportkunden der deutschen Wirtschaft.<\/p>\n<p>Die negative Entwicklung im Juni ist vor allem auf den R\u00fcckgang beim sonstigen Fahrzeugbau zur\u00fcckzuf\u00fchren, zu dem Flugzeuge, Schiffe, Z\u00fcge und Milit\u00e4rfahrzeuge geh\u00f6ren: Hier brachen die Auftr\u00e4ge um 23,1 Prozent zum Vormonat ein. Auch die R\u00fcckg\u00e4nge der Bestellungen in der Automobilindustrie (-7,6 Prozent) und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (-12,9 Prozent) beeinflussten das Gesamtergebnis negativ. Positiv wirkte sich hingegen der Anstieg bei den Herstellern von elektrischen Ausr\u00fcstungen (+23,5 Prozent) aus.<\/p>\n<p>Zuletzt hellte sich das Gesch\u00e4ftsklima im Verarbeitenden Gewerbe auf, wie das <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/ifo\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/ifo\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ifo-Institut<\/a> bei seiner Juli-Umfrage herausfand. \u201eDie Firmen bewerten ihre aktuelle Lage als merklich besser\u201c, sagte Ifo-Pr\u00e4sident <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/clemens-fuest\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/clemens-fuest\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Clemens Fuest<\/a>. \u201eAuch ihre Erwartungen hellten sich weiter auf.\u201c Der Auftragsentwicklung fehle es aber weiterhin an Schwung. <\/p>\n<p>So bewerten \u00d6konomen die Lage<\/p>\n<p><b>J\u00f6rg Kr\u00e4mer, Commerzbank-Chefvolkswirt<\/b>: \u201eDie Auftragseing\u00e4nge ohne die stark schwankenden Gro\u00dfauftr\u00e4ge haben sich von ihrem Einbruch im Vormonat nur wenig erholt. Das ist entt\u00e4uschend und passt zum generellen Bild, das sich die Fr\u00fchindikatoren nur sehr z\u00f6gerlich erholen. Wenn wir f\u00fcr das kommende Jahr trotzdem ein starkes Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent erwarten, dann nur, weil die Bundesregierung ihre Ausgaben massiv erh\u00f6hen wird, ohne allerdings einen Neustart in der Wirtschaftspolitik zu wagen.\u201c<\/p>\n<p><b>Jens-Oliver Niklasch, LBBW: \u201e<\/b>Eine leichte Entt\u00e4uschung, die sich aber nach den Zahlen aus dem Maschinenbau bereits abzeichnete. Immerhin gab es im Juni ohne Gro\u00dfauftr\u00e4ge ein kleines Plus von einem halben Prozent. Andererseits sind das noch keine Daten, welche die Auswirkungen des Zollkompromisses \u2013 wenn man ihn denn so nennen kann \u2013 zwischen den USA und der EU zeigen. Hierf\u00fcr m\u00fcssen wir uns noch zwei, drei Monate gedulden. Die Daten von heute unterstreichen lediglich, dass die Konjunktur sich zuletzt wieder schwertat.\u201c<\/p>\n<p>Reuters\/ly<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Autoindustrie und die Stahlhersteller verzeichnen weniger Bestellungen im Juni. 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