{"id":323192,"date":"2025-08-06T10:07:11","date_gmt":"2025-08-06T10:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/323192\/"},"modified":"2025-08-06T10:07:11","modified_gmt":"2025-08-06T10:07:11","slug":"auftritt-in-st-johann-im-schnoor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/323192\/","title":{"rendered":"Auftritt in St. Johann im Schnoor"},"content":{"rendered":"<p>\n    Zum Gespr\u00e4ch f\u00e4hrt <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/kultur\/seltenes-konzerterlebnis-doc7e42t2sagfkndpb6dr0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Johannes Liedbergius<\/a> mit dem &#8222;kleinsten Klapprad der Welt&#8220; vor, und auch sonst wirkt der braunlockige 43-j\u00e4hrige Chorleiter und Cembalist so jugendfrisch wie unkonventionell. &#8222;W\u00e4hrend der Pandemie kam mir der Gedanke: Bremen braucht einen Profichor&#8220;, erz\u00e4hlt er fast nebenbei, beim hiesigen Rundfunk gebe es ja keinen. Die Idee hat er entschlossen umgesetzt und mit den S\u00e4ngerinnen Karin Gyllenhammar \u2013 seiner Frau \u2013 und Magdalene Harer vor zwei Jahren den Solistenchor Bremen gegr\u00fcndet. Der hat sich seit dem Deb\u00fct im September 2023 in Lesum, noch unter dem Namen &#8222;Kammervokalisten&#8220;, bereits mit zwei Programmen erprobt. Auch eine Urauff\u00fchrung gab es bereits, zwei weitere sind bereits geplant. &#8222;Jetzt sind wir klanglich und musikalisch an den Punkt gekommen, an dem wir uns einer breiteren \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentieren m\u00f6chten&#8220;, sagt der Dirigent und l\u00e4dt am 8. August zum <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/konzert-q182832\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Konzert<\/a> in <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/st-johann-kirche-wird-saniert-doc7e3f5wudds2cu5ayiro\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">St. Johann im Schnoor<\/a>.\n<\/p>\n<p>Das Vokalensemble, unterst\u00fctzt durch eine zweij\u00e4hrige Aufbauf\u00f6rderung des Kultursenators und mehrere Stiftungen, besteht aus je drei Stimmen f\u00fcr Sopran, Alt, Tenor und Bass plus einem sehr hohen Sopran und einem sehr tiefen Bass. 14 K\u00f6pfe also, manchmal auch mehr, allesamt professionelle Solos\u00e4nger. Die einzelnen Projekte werden nach dem Prinzip der Deutschen Kammerphilharmonie gestaltet; ein Stamm von neun Bremern wird durch G\u00e4ste erg\u00e4nzt, aktuell aus Slowenien und den Niederlanden. &#8222;Musikalisch orientiere ich mich an der skandinavischen <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/gesang-q27939\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gesang<\/a>skultur, die einen expansiven Chorklang bevorzugt, in dem solistische F\u00e4higkeiten st\u00e4rker hervortreten&#8220;, erkl\u00e4rt der Leiter.<\/p>\n<p>Johannes Liedbergius ist in Schweden geboren \u2013 der im Deutschen so klangvolle Name bedeutet Hofberg oder Ortsberg. Die Mutter Norwegerin, der Vater Schwede: Der Musiker wuchs zweisprachig auf und besuchte schon als Kind eine Chorschule in Stockholm: &#8222;Eine Stunde am Tag wurde gesungen.&#8220; Der Bariton studierte Gesang und Dirigieren in Oslo, Barockgesang und Cembalo im schwedischen Pite\u00e5 am Polarkreis, bis er seiner Frau, die an der Hochschule f\u00fcr K\u00fcnste studierte, nach Bremen folgte. Als Cembalist wirkt er regelm\u00e4\u00dfig in Barockorchestern wie Schirokko in Hamburg und La Festa Musicale in Hannover mit. In Bremen \u00fcbernahm er 2023 die Leitung des Alsfelder Vokalensembles.<\/p>\n<p>Nachrichten auf Lateinisch<\/p>\n<p>\n    Mit welcher Ernsthaftigkeit Liedbergius ans Werk geht, zeigt das anstehende Konzert &#8222;Canticum Calamitatum&#8220; (Gesang der Plagen) mit &#8222;Psalmen und Rufen aus Eis, W\u00fcste und Meer&#8220;. &#8222;Kein sehr sommerliches, aber angesichts der Katastrophen unserer Zeit ein sehr hoffnungsvolles Programm&#8220;, wie Liedbergius betont. Neben Felix Mendelssohns bekannten drei Psalmen op. 78 steht etwa eine Acht-Minuten-Komposition des Finnen Jaakko M\u00e4ntyj\u00e4rvi, die an die 854 Opfer der 1994 <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/ratgeber\/die-wahrheit-liegt-in-der-ostsee-doc7e49re65jw91d0m54oz9\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in der Ostsee gesunkenen F\u00e4hre &#8222;Estonia&#8220;<\/a> erinnert. &#8222;Der finnische Rundfunk sendet wie Radio Bremen auch Nachrichten in lateinischer Sprache \u2013 den damaligen Text \u00fcber das Ungl\u00fcck verbindet der Komponist mit Teilen des lateinischen Requiems&#8220;, erkl\u00e4rt der Musiker.\n<\/p>\n<p>Es erklingt ein Psalm, den der schwedische Tonsetzer Jan Sandstr\u00f6m nach einem Joik, dem traditionellen Gesang der Volksgruppe der Samen, gestaltet hat. Sein Landsmann Sven-David Sandstr\u00f6m wiederum hat eine unvollendete Psalmvertonung Henry Purcells &#8222;in Mahlersche Klangwelten&#8220; weitergef\u00fchrt. Ein vielschichtiges Programm also mit modernen Werken, die sich gut anh\u00f6ren lassen, Liedbergius wird es in kurzen Moderationen erl\u00e4utern. &#8222;Ich hoffe, dass dieses Konzert der n\u00e4chste Schritt ist, den Solistenchor in der Hansestadt dauerhaft zu etablieren&#8220;, sagt er mit Nachdruck.<\/p>\n<p>                Info<\/p>\n<p>Das Konzert &#8222;Canticum Calamitatum&#8220; des Solistenchors Bremen erklingt am Freitag, 8. August, um 19.30 Uhr in St. Johann im Schnoor. <\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc81qf6l1ftn91bbrgs6gb\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/kultur\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum Gespr\u00e4ch f\u00e4hrt Johannes Liedbergius mit dem &#8222;kleinsten Klapprad der Welt&#8220; vor, und auch sonst wirkt der braunlockige&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":323193,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-323192","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114981269989575076","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/323192","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=323192"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/323192\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/323193"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=323192"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=323192"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=323192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}