{"id":323396,"date":"2025-08-06T11:57:57","date_gmt":"2025-08-06T11:57:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/323396\/"},"modified":"2025-08-06T11:57:57","modified_gmt":"2025-08-06T11:57:57","slug":"die-besten-ausstellungen-zur-festspielzeit-in-salzburg-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/323396\/","title":{"rendered":"Die besten Ausstellungen zur Festspielzeit in Salzburg"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eUnser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.\u201c Dieser sch\u00f6ne Aphorismus von Francis Picabia k\u00f6nnte als Leitmotiv \u00fcber der Festspielausstellung der Galerie Salis in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Salzburg\" data-rtr-id=\"56c7093c47e674fd6638c67c87d49c6e2f02ae0b\" data-rtr-score=\"24.67788666382616\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/thema\/salzburg\" title=\"Salzburg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a> stehen, denn sie bietet dem Kopf phantastische Anregungen f\u00fcrs Richtungswechseln, indem sie zwischen je einem Bild und einer plastischen Arbeit Br\u00fccken \u00fcber Kontinente und Jahrhunderte hinweg schl\u00e4gt. Fast f\u00fcnfhundert Jahre trennen Picabias \u201eTransparence (Deux T\u00eates)\u201c, eine kr\u00e4ftige Tuschezeichnung zweier sich \u00fcberlagernder Gesichter von 1931, von dem hochexpressiven Kopf Johannes des T\u00e4ufers an seiner Seite, der Ende des 15. Jahrhunderts am Niederrhein geschnitzt wurde.<\/p>\n<p>Begegnungen der anderen Art<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Von spezialisierten Kollegen bekam Thomas Salis Leihgaben wie das zauberhafte fr\u00fchbarocke Kruzifix Georg Petels, das er neben Arnulf Rainers fr\u00fcher \u00dcbermalung \u201eKreuzarchitektur\u201c installierte. Pablo Picassos aus Stoff und Leim collagierter \u201eT\u00eate\u201c trifft auf eine von dickem Wuschelbart gerahmte Maske der W\u00e9 (Elfenbeink\u00fcste), und ideal harmoniert die inkarnierte Ruhe eines um 1300 gefertigten Buddha-Torsos der Khmer mit Gotthard Graubners meditativem Kissenbild \u201eoculo\u201c. Mit f\u00fcnfzehn derartigen Paaren gelingt Salis am Mozartplatz ein Highlight der Auftritte Salzburger Galerien zur diesj\u00e4hrigen Festspielzeit. (Preise ab 25.000 Euro. Bis 30. August)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Die Wasseroberfl\u00e4che als Abstraktion: Axel H\u00fcttes Fotografie \u201eBlaubeuren 2\u201c bei der Galerie Nikolaus Ruzicska\" height=\"2135\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/die-wasseroberflaeche-als.jpg\" width=\"3000\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>Die Wasseroberfl\u00e4che als Abstraktion: Axel H\u00fcttes Fotografie \u201eBlaubeuren 2\u201c bei der Galerie Nikolaus RuzicskaGALERIE NIKOLAUS RUZICSKA \/ VG Bildkunst, Bonn 2025<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">In Deutschlands S\u00fcden entstand 2022 Axel H\u00fcttes Serie gro\u00dfformatiger Landschaftsaufnahmen, die in der Galerie Ruzicska zu sehen sind. Sie handeln vom Wasser oder besser von Bildern, wie sie auf seiner Oberfl\u00e4che entstehen. Nicht die Birkenst\u00e4mme selbst h\u00e4lt H\u00fctte mit der Plattenkamera fest, sondern ihre leicht verzitterte Spiegelung auf einem Moorteich im Pfrunger Ried; vermutlich sorgte ein Lufthauch oder ein fallendes Blatt f\u00fcr die abstrakte Anmutung solch verdoppelter analoger Abbilder. Natur, als Abstraktion verkleidet, zeigt sich auch in wilden, vom Licht gemalten Marmorierungen, wenn die Kamera Ausschnitte strudelnder Gew\u00e4sseroberfl\u00e4chen ins Visier nimmt. (Auflage je vier, Preise ab 49.000. Bis 30. August)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"In der Galerie Welz: Wolfgang Hollegha, \u201eOhne Titel\u201c, 1992, \u00d6l auf Leinwand, 144 mal 205 Zentimeter\" height=\"2107\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/in-der-galerie-welz-wolfgang.jpg\" width=\"3000\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>In der Galerie Welz: Wolfgang Hollegha, \u201eOhne Titel\u201c, 1992, \u00d6l auf Leinwand, 144 mal 205 ZentimeterGalerie Welz<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Domprediger und Kunstsammler Monsignore Otto Mauer er\u00f6ffnete 1954 seine legend\u00e4re \u201eGalerie n\u00e4chst St. Stephan\u201c. Schnell entwickelte sie sich zum Nabel der Wiener Kunstszene und einem Zentrum informeller Malerei. Zwei Jahre sp\u00e4ter taten sich vier Freunde zur \u201eMalergruppe St. Stephan\u201c zusammen: Wolfgang Hollegha, Josef Mikl, Markus Prachensky und Arnulf Rainer. Diesen S\u00e4ulen der \u00f6sterreichischen Moderne widmet die Galerie Welz ihre Sommerschau mit Werkgruppen, die, jede unverwechselbar im Stil, mit virtuosen Temperamentsbeweisen in feuriger Farbigkeit sogar das graue Wetter und den Salzburger Bindfadenregen vergessen lassen. In allen T\u00f6nen des Regenbogens huscht Holleghas Pinsel fedrig \u00fcber die Leinwand (ab 9800), w\u00e4hrend Mikl ansatzweise die greifbare Welt einbezieht: Titel wie \u201eBlumen im Glas\u201c oder \u201eJause\u201c helfen beim Entziffern der Motive (ab 7500). Rote Farbbalken, senkrecht, quer und schr\u00e4g gestapelt, dann mit Drippings \u00fcberspritzt \u2013 das sind unverkennbar Gem\u00e4lde von Prachensky (ab 12.000), und Arnulf Rainer fertigt schon im Gr\u00fcndungsjahr der Gruppe die \u00dcbermalung \u201eStephansdom\u201c (72.000). (Bis 6. September)<\/p>\n<p>Der fr\u00fche Hans Hollein<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">1963 zeigte die Galerie n\u00e4chst St. Stephan auch <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Hans Hollein\" data-rtr-id=\"25cddc58958ff48fe234e21ef831b2eca33563c7\" data-rtr-score=\"43.42893202011688\" data-rtr-etype=\"person\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/thema\/hans-hollein\" title=\"Hans Hollein\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hans Hollein<\/a>, der heute vor allem als Architekt bekannt ist. Am Beginn seiner Laufbahn schuf er vision\u00e4re Entw\u00fcrfe, die zwischen freier Kunst und \u201ereiner, absoluter Architektur\u201c ohne Zweck changierten. Dass das New Yorker Museum of Modern Art daraus ankaufte, half Holleins Karriere m\u00e4chtig auf die Spr\u00fcnge. An diese fr\u00fchen Jahre erinnert eine Studioausstellung der Galerie Thaddaeus Ropac mit Zeichnungen und Objekten, die zwar \u201eBuilding\u201c oder \u201eUrban Structure\u201c hei\u00dfen, aber manchmal reine Kalligraphie und derart k\u00fchn in der Formgebung sind, dass klar wird, wie neu und anders Hollein damals Bauk\u00f6rper und Stadtraum dachte und wie wenig er von einer Grenze zwischen Kunst und Architektur hielt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Kopff\u00fc\u00dfler bei Thaddaeus Ropac: Erwin Wurms monumentale Bronze \u201eLittle Bertha (Mind Bubbles)\u201c, 2025\" height=\"2880\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/kopffuessler-bei-thaddaeus.jpg\" width=\"1920\" class=\"sm:w-content-xs w-full\" tabindex=\"0\"\/>Kopff\u00fc\u00dfler bei Thaddaeus Ropac: Erwin Wurms monumentale Bronze \u201eLittle Bertha (Mind Bubbles)\u201c, 2025Thaddaeus Ropac \/ VG Bildkunst, Bonn 2025<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Hauptausstellungen widmet Ropac zum einen einer neuen Bildserie von Daniel Richter, auf der anthropomorphe Gestalten mit Gesichtern wie aus Comics enorme Energie austoben. Jagen sie B\u00e4llen hinterher oder einander? Spa\u00df und Spiel liegen in der Luft, aber manches der Wesen geriert sich auch als Unwesen (ab 420.000). Zum anderen bekam Erwin Wurm die gro\u00dfe Halle in der Vilniusstra\u00dfe f\u00fcr neue Keramikplastiken (ab 40.000) und gro\u00dfe bronzene \u201eMind Bubbles\u201c zur Verf\u00fcgung gestellt. Diese ovaloiden Gedankenblasen auf d\u00fcnnen Beinchen tragen auch mal Stiefel, mal Pullover oder gehen in die Knie. Bleibt die Frage, wor\u00fcber sie sich dabei wohl die dicken K\u00f6pfe zerbrechen (ab 80.000). (Bis 27. September)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Bei Mario Mauroner: Koloman Wagners Kiefernholzskulptur \u201eGalactic Symphony\u201c, 2024, H\u00f6he 235 Zentimeter\" height=\"3000\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/bei-mario-mauroner-koloman.jpg\" width=\"1993\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>Bei Mario Mauroner: Koloman Wagners Kiefernholzskulptur \u201eGalactic Symphony\u201c, 2024, H\u00f6he 235 ZentimeterMario Mauroner<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Plastik und Skulptur haben au\u00dfergew\u00f6hnliche Auftritte in diesem Salzburger Sommer. Da installierte der Katalane Jaume Plensa einen tempor\u00e4ren \u201eSecret Garden\u201c mitten in der Altstadt. Um den Brunnen auf dem Residenzplatz stellte er f\u00fcnf riesige Portr\u00e4ts junger Frauen aus verschiedenen Kulturen. Jedes der gusseisernen H\u00e4upter ist elf Meter hoch. Vielfach haben Frauen als oft anonyme Individuen enorme Bedeutung f\u00fcr die Gesellschaft, so der K\u00fcnstler, der sie mit dieser Arbeit aus der Unsichtbarkeit holen will.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Als erster lebender K\u00fcnstler \u00fcberhaupt bezieht mit Tony Cragg ein anderer Gro\u00dfmeister die Prunkr\u00e4ume der Residenz. F\u00fcr die spannende Schau schuf Cragg neue Arbeiten, die sich auf Elemente der historischen S\u00e4le beziehen. In einem Video erl\u00e4utert er, wie ihn ein Puttenkopf oder ein Muster im Parkett oder ein antikes M\u00f6bel zu den erstaunlichen Arbeiten inspirierten. (Bis 6. Oktober)<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Unten in der Residenz hat die Galerie Mario Mauroner ihren Sitz und Tony Cragg in der Gruppenausstellung \u201eOmbra e Luce\u201c einen weiteren Auftritt mit einer \u201eHungry Vase\u201c, die aus Murano\u00adglas H\u00e4kchen und Wellen schl\u00e4gt (85.000). Zwischen flirrenden Gem\u00e4lden von Kendell Geers und John Armleder, LED-Leuchtarbeiten von Hans Kotter oder Iv\u00e1n Navarro greift mit Koloman Wagners \u201eGalactic Symphony\u201c ein dichtes Schlingenwerk aus Kiefernholz in den Raum (25.000). Dass der 1992 geborene K\u00fcnstlers aus einer Musikerfamilie stammt und promovierter Physiker ist, pr\u00e4gt seine syn\u00e4sthetischen Skulpturen, in denen er Melodien und Bewegung zu Formen verschmilzt. (Bis 6. September)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eUnser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.\u201c Dieser sch\u00f6ne Aphorismus von Francis Picabia k\u00f6nnte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":319468,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,215],"class_list":{"0":"post-323396","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114981706483944679","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/323396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=323396"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/323396\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/319468"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=323396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=323396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=323396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}