{"id":323858,"date":"2025-08-06T16:13:16","date_gmt":"2025-08-06T16:13:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/323858\/"},"modified":"2025-08-06T16:13:16","modified_gmt":"2025-08-06T16:13:16","slug":"bund-gibt-weiter-15-milliarden-deutschlandticket-fuer-2026-sicher-nur-zu-welchem-preis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/323858\/","title":{"rendered":"Bund gibt weiter 1,5 Milliarden: Deutschlandticket f\u00fcr 2026 sicher &#8211; nur zu welchem Preis?"},"content":{"rendered":"<p>                    Bund gibt weiter 1,5 Milliarden<br \/>\n                Deutschlandticket f\u00fcr 2026 sicher &#8211; nur zu welchem Preis?<\/p>\n<p>\t\t\t\t              06.08.2025, 17:08 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Im Koalitionsvertrag einigen sich CDU, CSU und SPD darauf, das Deutschlandticket bis 2029 preisstabil zu halten. Erst ab 2029 sollen Nutzer mehr bezahlen. Jetzt gibt das Kabinett die Gelder f\u00fcr 2026 frei. Doch an den prognostizierten Mehrkosten beteiligt sich die Bundesregierung nicht.<\/strong><\/p>\n<p>Beim Deutschlandticket droht wegen einer Finanzl\u00fccke im kommenden Jahr erneut eine Preiserh\u00f6hung. Zwar brachte das Bundeskabinett eine Gesetzes\u00e4nderung auf den Weg, damit sich der Bund auch 2026 mit 1,5 Milliarden Euro an der Finanzierung des Tickets beteiligt. Unklar bleibt aber, wie erwartete Mehrkosten von Bund und L\u00e4ndern ausgeglichen werden sollen. <\/p>\n<p>Die 1,5 Milliarden Euro Bundesmittel reichten nicht aus, um den Preis des Deutschlandtickets im Jahr 2026 stabil zu halten, sagte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer von den Gr\u00fcnen. &#8222;Die qu\u00e4lenden Finanzierungsdebatten zum Deutschlandticket m\u00fcssen beendet werden&#8220;, sagte Krischer. Auch der Deutsche St\u00e4dtetag warnte vor einer H\u00e4ngepartie. Alexander M\u00f6ller, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), sagte: &#8222;Bund und L\u00e4nder m\u00fcssen darauf achten, dass die Diskussionen um die ausk\u00f6mmliche Finanzierung nicht aus Versehen zum Ende des Deutschlandtickets f\u00fchren.&#8220;<\/p>\n<p>Das Bundeskabinett beschloss einen Gesetzentwurf zur \u00c4nderung des Regionalisierungsgesetzes. Bisher geben Bund und L\u00e4nder einen Zuschuss von jeweils 1,5 Milliarden Euro f\u00fcr das Ticket, um Einnahmeausf\u00e4lle bei Verkehrsbetrieben auszugleichen. Denn die meisten \u00fcblichen Pendler-Abos waren zuvor deutlich teurer. Festgeschrieben ist die Finanzierung im Regionalisierungsgesetz aber nur noch f\u00fcr 2025. Die Gesetzes\u00e4nderung zielt darauf ab, dass der Bund das Ticket auch im kommenden Jahr mit 1,5 Milliarden Euro unterst\u00fctzt, die L\u00e4nder sollen ebenfalls insgesamt 1,5 Milliarden geben.<\/p>\n<p>Ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder nannte den Gesetzentwurf einen wichtigen Baustein, um die im Koalitionsvertrag verankerte Fortsetzung des Deutschlandtickets \u00fcber das Jahr 2025 hinaus zu erreichen. Das Ticket gibt es seit Mai 2023. Es wird nach Branchenangaben von rund 14 Millionen Menschen genutzt und erm\u00f6glicht bundesweit Fahrten im \u00f6ffentlichen Regional- und Nahverkehr. Zu Jahresbeginn war der Preis um rund 18 Prozent von 49 Euro auf 58 Euro im Monat angehoben worden.<\/p>\n<p>&#8222;Wochen und Monate des Bangens&#8220;<\/p>\n<p>Knackpunkt bei Verhandlungen zwischen Bund und L\u00e4ndern ist die Frage, wie erwartete Mehrkosten f\u00fcr die Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden sollen &#8211; \u00fcber die drei Milliarden Euro hinaus, die Bund und L\u00e4nder bereitstellen. Branchenverb\u00e4nde wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen sowie der St\u00e4dtetag sprechen von einer absehbaren Finanzierungsl\u00fccke.<\/p>\n<p>Schon im vergangenen Jahr habe beim Ticket der Gesamtverlust bei rund 3,5 Milliarden Euro gelegen und damit deutlich \u00fcber den 3 Milliarden, die Bund und L\u00e4nder j\u00e4hrlich gemeinsam finanzieren, sagte M\u00f6ller. &#8222;Das Ticket ist Stand jetzt auch ab 2026 unterfinanziert.&#8220; Christian Schuchardt, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen St\u00e4dtetags, sagte der Funke-Mediengruppe: &#8222;Wenn das Regionalisierungsgesetz vom Bund und damit die Finanzierung des Deutschlandtickets so bleiben, stehen uns wieder Wochen und Monate des Bangens ins Haus.&#8220;<\/p>\n<p>Sowohl der Bund als auch viele L\u00e4nder verweisen auf eine angespannte Haushaltslage. Viele L\u00e4nder fordern, der Bund solle die Mehrkosten alleine \u00fcbernehmen, das lehnt dieser ab. Verhandelt wird auch dar\u00fcber, ob es ab 2026 zu einem dauerhaften Preismechanismus kommt. Der k\u00f6nnte nach bestimmten Kriterien j\u00e4hrliche, moderate Preissteigerungen des Tickets f\u00fcr Nutzer vorsehen.<\/p>\n<p>Die Linken warnen vor weiteren Preissteigerungen auf Nutzerseite. &#8222;Schon jetzt ist das Deutschlandticket f\u00fcr viele nicht mehr bezahlbar. \u00dcber eine Million Menschen haben ihr Ticket nach der letzten Erh\u00f6hung auf 58 Euro bereits gek\u00fcndigt &#8211; schlicht, weil sie es sich nicht mehr leisten k\u00f6nnen&#8220;, sagte Parteivorsitzende Ines Schwerdtner der &#8222;Rheinischen Post&#8220;. F\u00fcr den Bund halte sie das D-Ticket f\u00fcr &#8222;durchaus finanzierbar&#8220; &#8211; &#8222;wenn man das Dienstwagenprivileg f\u00fcr gro\u00dfe Limousinen aufheben w\u00fcrde&#8220;.<\/p>\n<p>Verb\u00e4nde f\u00fcrchten &#8222;alternativlose&#8220; Preiserh\u00f6hungen<\/p>\n<p>Der nieders\u00e4chsische Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne von der SPD sagte, eine langfristige und verl\u00e4ssliche Finanzierung des Tickets sei zwingend erforderlich, um m\u00f6gliche H\u00e4ngepartien zum Jahresende zu vermeiden.<\/p>\n<p>&#8222;Ein erster wichtiger Schritt w\u00e4re, das Ticket f\u00fcr noch mehr Kundinnen und Kunden attraktiv zu machen, durch zus\u00e4tzliche Ticketeinnahmen w\u00fcrde die Finanzierungsl\u00fccke automatisch kleiner&#8220;, stimmte Parteifreundin Isabel Cademartori, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, in der &#8222;Rheinischen Post&#8220; zu. &#8222;Das ist aber nur m\u00f6glich, wenn wir endlich die Dauerdebatten \u00fcber die Finanzierung einstellen und eine dauerhafte Perspektive f\u00fcr das Ticket schaffen.&#8220;<\/p>\n<p>Sollten sich Bund und L\u00e4nder nicht \u00fcber eine ausk\u00f6mmliche Finanzierung einigen, droht eine erneute Preissteigerung. Diese sei dann &#8222;alternativlos&#8220;, wenn die prognostizierten und tats\u00e4chlichen Einnahmen aus den Fahrgeldeinnahmen die Kosten nicht decken und Bund und L\u00e4nder eine Erh\u00f6hung der Ausgleichsmittel in H\u00f6he von insgesamt drei Milliarden Euro ausschlie\u00dfen, hei\u00dft es in einer Stellungnahme des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen sowie des Bundesverbands Schienennahverkehr.<\/p>\n<p>Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter von der CSU, Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz, sagte mit Blick auf die geplanten Bundesmittel, Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wolle offensichtlich nicht mehr Geld bereitstellen. Der SPD-Chef trage damit die Verantwortung, wenn der Preis f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste um mehrere Euro steigen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Branche hofft auf mehr Jobtickets<\/p>\n<p>Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD ist eigentlich zugesagt, dass der Preis erst einmal stabil bleibt. Ab 2029 soll der Anteil der Nutzerfinanzierung &#8222;schrittweise und sozialvertr\u00e4glich&#8220; erh\u00f6ht werden. Nach Branchenangaben setzt sich die Finanzierung des Tickets bisher aus den Fahrgeldeinnahmen und den Ausgleichsleistungen des Bundes und der L\u00e4nder jeweils h\u00e4lftig zusammen.<\/p>\n<p>Die Verkehrsbranche sieht viel Potenzial, vor allem beim Jobticket &#8211; dieses rabattierte Abo stagniere nach wie vor bei einem Anteil von rund 20 Prozent an allen verkauften Deutschlandtickets. Viele Unternehmen und Organisationen z\u00f6gerten, weil es keine langfristige Finanzierungszusage des Bundes gebe. &#8222;Da liegt noch ein riesiges Potenzial&#8220;, sagte Cademartori.<\/p>\n<p>Arbeitgeber k\u00f6nnen ihren Besch\u00e4ftigten das Ticket als Jobticket zur Verf\u00fcgung stellen &#8211; wenn sie einen Zuschuss von mindestens 25 Prozent auf den Ausgabepreis leisten, k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich f\u00fcnf Prozent Rabatt auf den Ausgabepreis gew\u00e4hrt werden. Das Deutschlandticket kostet dann maximal 40,60 Euro pro Monat. M\u00f6ller sagte, der Rabatt f\u00fcr das Deutschlandticket Job m\u00fcsse verl\u00e4ngert werden &#8211; wie auch ein Angebot f\u00fcr Auszubildende, analog zu Deutschlandtickets f\u00fcr Studierende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bund gibt weiter 1,5 Milliarden Deutschlandticket f\u00fcr 2026 sicher &#8211; nur zu welchem Preis? 06.08.2025, 17:08 Uhr Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":323859,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[1173,21,31,774,2030,29,1054,536,30,13,14,15,16,3379,12,184,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-323858","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-bundesregierung","9":"tag-buendnis-90-die-gruenen","10":"tag-cdu","11":"tag-csu","12":"tag-deutsche-bahn","13":"tag-deutschland","14":"tag-deutschlandticket","15":"tag-die-linke","16":"tag-germany","17":"tag-headlines","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-politik","21":"tag-preise","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-spd","24":"tag-top-news","25":"tag-top-meldungen","26":"tag-topmeldungen","27":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114982709126646099","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/323858","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=323858"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/323858\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/323859"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=323858"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=323858"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=323858"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}