{"id":324160,"date":"2025-08-06T18:52:12","date_gmt":"2025-08-06T18:52:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/324160\/"},"modified":"2025-08-06T18:52:12","modified_gmt":"2025-08-06T18:52:12","slug":"der-schweiz-gelingt-bei-trump-noch-kein-durchbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/324160\/","title":{"rendered":"Der Schweiz gelingt bei Trump noch kein Durchbruch"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Eine Delegation des Bundesrats wird ohne Abkommen mit Donald Trump in die Schweiz zur\u00fcckkehren. Z\u00f6lle von 39 Prozent lassen sich \u2013 vorerst \u2013 kaum mehr abwenden.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Bundespr\u00e4sidentin Karin Keller-Sutter hat in Washington den amerikanischen Aussenminister Marco Rubio getroffen. Zum Treffen mit Trump kam es nicht.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"2859\" height=\"1951\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/cf644845-2bee-498c-968f-5d5dbe0adcfc.jpg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Bundespr\u00e4sidentin Karin Keller-Sutter hat in Washington den amerikanischen Aussenminister Marco Rubio getroffen. Zum Treffen mit Trump kam es nicht. <\/p>\n<p>Freddie Everett \/ US State Department<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1vvq0611\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">Der schnelle Durchbruch im Handelsstreit mit den USA ist nicht gegl\u00fcckt. Die Delegation des Bundesrats, die seit Dienstag in Washington weilte, um mit einem neuen Verhandlungsangebot die drohenden Strafz\u00f6lle abzuwenden, wird in den USA nicht mehr vor die Presse treten. Die \u00d6ffentlichkeit wird sie gem\u00e4ss einem Sprecher erst in der Schweiz \u00fcber die Reise informieren.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.\n      <\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j204cf0n1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Ein Treffen oder gar ein Handschlag mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump bleiben Bundespr\u00e4sidentin Karin Keller-Sutter und Wirtschaftsminister Guy Parmelin somit verwehrt. Der Bundesrat-Jet soll am Mittwochabend (Lokalzeit) wieder die R\u00fcckreise in die Schweiz antreten.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20079sq0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Es wird somit immer wahrscheinlicher, dass Amerika am Donnerstagmorgen, um 6 Uhr Schweizer Zeit, auf Schweizer Einfuhren hohe Z\u00f6lle von 39 Prozent erheben wird. Falls diese Z\u00f6lle Bestand haben, ist das ein harter Schlag f\u00fcr die Schweizer Exportwirtschaft, etwa f\u00fcr die Maschinenbau- oder die Uhrenbranche. Vorerst ausgenommen ist die Pharmaindustrie.<\/p>\n<p>Mehr Verhandlungsmasse gesucht<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1vvtf4g0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Bundespr\u00e4sidentin Keller-Sutter traf am Mittwoch nach 16 Uhr Schweizer Zeit den amerikanischen Aussenminister Marco Rubio zu einem rund einst\u00fcndigen Gespr\u00e4ch, unter Ausschluss der Presse. <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/x.com\/keller_sutter\/status\/1953114272470290862\" rel=\"nofollow\">Auf der Nachrichtenplattform X konnte Keller-Sutter dabei keinen Durchbruch vermelden<\/a> \u2013 man habe die bilaterale Zusammenarbeit der L\u00e4nder, die Zoll-Situation und internationale Themen diskutiert.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Bei dem heutigen Treffen mit Aussenminister <a href=\"https:\/\/twitter.com\/SecRubio?ref_src=twsrc%5Etfw\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">@SecRubio<\/a> haben wir die bilaterale Zusammenarbeit zwischen der \ud83c\udde8\ud83c\udded und den \ud83c\uddfa\ud83c\uddf8, die Zoll-Situation sowie internationale Themen diskutiert. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ParmelinG?ref_src=twsrc%5Etfw\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">@ParmelinG<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/tu8BT2dAI4\" rel=\"nofollow\">pic.twitter.com\/tu8BT2dAI4<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Karin Keller-Sutter (@keller_sutter) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/keller_sutter\/status\/1953114272470290862?ref_src=twsrc%5Etfw\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">August 6, 2025<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20003tb1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Rubio ist zwar eine Schl\u00fcsselfigur in Trumps Kabinett, war bisher aber nur am Rand in die Zollverhandlungen involviert. Die Frage stellte sich daher, ob die USA und die Schweiz so frischen Wind und einen breiteren Ansatz in die Verhandlungen bringen wollten. Donald Trumps wichtigste Forderung gegen\u00fcber der Schweiz ist, dass ein Abkommen das bilaterale G\u00fcterhandelsdefizit rasch und sp\u00fcrbar senkt. Viele der seit langer Zeit diskutierten Zugest\u00e4ndnisse der Schweizer Seite tragen aber zumindest kurzfristig wenig dazu bei.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1vvtfk80\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Rubio ist seit einigen Monaten zus\u00e4tzlich auch Donald Trumps Berater f\u00fcr nationale Sicherheit. Der Kauf von 36 amerikanischen F-35-Kampfjets k\u00f6nnte insofern Teil einer neuen Verhandlungsmasse sein. Bekanntlich gab es in letzter Zeit bedeutende Meinungsverschiedenheiten, was den Kaufpreis der F-35-Flotte betrifft: Die Schweiz glaubte, einen Fixpreis von 6 Milliarden Franken vereinbart zu haben. Die USA stellen dagegen Nachforderungen von offenbar bis zu 1,3 Milliarden Franken, wegen der steigenden Produktionskosten.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j200qas41\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Schweiz k\u00f6nnte sich Goodwill verschaffen, wenn sie beim Kaufpreis nachg\u00e4be und allenfalls noch ein paar weitere Jets kaufte. Bekannt ist, dass Trump solche handfesten Zusagen mag, weil er sein Geschick als Verhandler damit \u00f6ffentlichkeitswirksam pr\u00e4sentieren kann.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20b4a0g0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Das amerikanische Aussenministerium liess nach dem Treffen in einer kurzen Mitteilung verlauten, man habe \u00fcber die \u00abBedeutung einer fairen und ausgeglichenen Handelsbeziehung\u00bb gesprochen, \u00abwelche dem amerikanischen Volk zugutekommt\u00bb. Zudem h\u00e4tten beide Seiten ihre Absicht bekr\u00e4ftigt, die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Energie und Investitionen<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1vvtfka0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Bereits vor dem Treffen mit Rubio hatten sich die Bundesr\u00e4te in Washington mit einer hochrangigen Schweizer Wirtschaftsdelegation getroffen. Beim Austausch dabei waren unter anderem Severin Schwan, Verwaltungsratspr\u00e4sident des Pharmariesen Roche, sowie Alfred Gantner und Marcel Erni, Co-Gr\u00fcnder und Miteigent\u00fcmer der Partners Group.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j200ra5m1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Das Private-Equity-Unternehmen ist in den USA seit Jahren als wichtiger Investor pr\u00e4sent, daher verf\u00fcgen Gantner und Erni vor Ort \u00fcber gute Kontakte. Insbesondere hat die Partners Group Milliarden in die amerikanische Gas-Infrastruktur investiert; erst vor wenigen Monaten erfolgten mehrere gr\u00f6ssere Zuk\u00e4ufe in Kalifornien.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j2026ga91\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Auch Daniel Jaeggi, Co-Gr\u00fcnder des Genfer \u00d6l- und Gash\u00e4ndlers Mercuria, wohnte dem Treffen bei. Mercuria hat ebenfalls seit Jahren im gr\u00f6sseren Stil in die amerikanische Energie-Infrastruktur investiert. Das sind starke Hinweise darauf, dass die Schweiz Trump mit dem Kauf von amerikanischem Fl\u00fcssiggas oder \u00d6l milde stimmen will. Da die Schweiz selbst nur beschr\u00e4nkte Mengen an Erdgas verwerten kann, ist denkbar, dass sie Drittl\u00e4nder in diesen Deal involvieren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Ein wenig Zeit bleibt<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j202bqhq0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass die amerikanischen Z\u00f6lle die Schweizer Wirtschaftsleistung um 0,3 bis rund 1 Prozent verringern k\u00f6nnten \u2013 das Ausmass h\u00e4ngt davon ab, ob Trump auch die Schweizer Pharmaexporte mit Z\u00f6llen belegt. Der amerikanische Pr\u00e4sident hat am Dienstag angek\u00fcndigt, in den n\u00e4chsten Tagen Medikamenten-Z\u00f6lle f\u00fcr die ganze Welt zu beschliessen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j203fm8c1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Schweiz wird nun sicherlich auf weitere Verhandlungen dr\u00e4ngen, aber die Zeit l\u00e4uft gegen sie. Die Schweizer Exportwirtschaft konnte sich auf ein Scheitern der Verhandlungen vorbereiten, indem sie zus\u00e4tzliche G\u00fcter noch vor dem 7.\u00a0August in die USA verschifft hat. Falls in den kommenden Wochen ein Durchbruch gelingt und die Z\u00f6lle von 39 Prozent auf das Niveau gesenkt werden kann, das andere Industriestaaten zahlen, werden sich die Auswirkungen in Grenzen halten.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1vvtfka1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der Wirtschaftsberater Kevin Hassett hatte gegen\u00fcber Fox Business vor dem Treffen zwischen Keller-Sutter und Rubio noch gesagt, dass es im Dossier keine Neuigkeiten gebe, aber dass sich die Lage schnell ver\u00e4ndern k\u00f6nne. Die Schweiz sei angereist, um die Z\u00f6lle neu zu verhandeln, und \u00abwir werden sehen, wie es l\u00e4uft\u00bb. Nun geht das bange Warten weiter.<\/p>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Delegation des Bundesrats wird ohne Abkommen mit Donald Trump in die Schweiz zur\u00fcckkehren. 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