{"id":324358,"date":"2025-08-06T20:35:10","date_gmt":"2025-08-06T20:35:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/324358\/"},"modified":"2025-08-06T20:35:10","modified_gmt":"2025-08-06T20:35:10","slug":"abschied-unserer-moskau-korrespondentin-zwischen-zorn-und-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/324358\/","title":{"rendered":"Abschied unserer Moskau-Korrespondentin zwischen Zorn und Liebe"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Minus 46 Grad. Ich sinke im Hartplastik-Schlitten zusammen, ein Eisklotz voller Schichten aus Mikrofasern, Fleece und Fell. Mich beschleicht die Sorge, einzuschlafen und zu erfrieren, hier im Norden der Insel Sachalin, \u201eam Rande der Welt\u201c, wie das indigene Volk der Niwchen sie nennt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Niwchen lebten am Ochotskischen Meer bereits vom Fischfang und der Robbenjagd, als russische Zaren noch nicht mit japanischen Kaisern um die Vorherrschaft auf der Insel stritten. Sie lebten auf Sachalin, als zuerst das russische Zarenreich und sp\u00e4ter das sowjetische Terrorregime seine Gefangenen hier aussch\u00fcttete und in den Tod trieb. Es ist ihr \u201eLand der Ahnen\u201c. Mehr schlecht als recht trotzen sie heute den wirtschaftlichen Herausforderungen, der Fisch geht ihnen aus, weil die Bohrt\u00fcrme von Rosneft, einem der gr\u00f6\u00dften \u00d6lproduzenten weltweit, die Laichpl\u00e4tze der Lachse bedrohen. Der Fischer, der mich hinter sich herzieht, eine Viertelstunde bereits, pfeift gegen den Wind an, w\u00e4hrend ich nur noch einen Gedanken habe: W\u00e4rme, gebt mir W\u00e4rme!\n  <\/p>\n<p>            Der Krieg gegen die Ukraine teilt alles in ein Davor und ein Danach<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ich wei\u00df nicht recht, wie meine F\u00fc\u00dfe mich vom Schlitten ins Haus des Fischers getragen haben. Damals, weit vor dem vollumf\u00e4nglichen Krieg, der von einer Minute auf die andere alles an Gewissheiten zerst\u00f6rte und einen undurchsichtigen Schleier auf das Land legte, der auf Jahre hinaus immer undurchdringlicher wird. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/wie-ein-feriencamp-kindern-helfen-will-die-im-ukraine-krieg-ihre-eltern-verloren-haben-110439963\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Diesem Krieg, der alles in ein Davor und ein Danach teilt<\/a>, der den Alltag in jeder Minute bestimmt. Die Arbeit sowieso. Zu den Niwchen k\u00f6nnte ich nicht mehr, der Geheimdienst FSB, der schon vor sechs Jahren alles \u00fcberwachte und mich nach einigen Recherchetagen im Schnee sieben Stunden lang in einer grauen Amtsstube befragte, ohne auch nur ein Glas Wasser zu erlauben, hat nun alles unter Kontrolle. Das Frieren von heute ist ein anderes als das Frieren in der Bucht vor Sachalin 2019.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dort hatte mir die Fischersfrau den Pelzmantel abgenommen und mich in Richtung Gasofen bugsiert. Ich sp\u00fcrte Leben in mir aufsteigen, es zog von den Zehen in den Kopf, meine Augen blinzelten wieder, die Finger griffen nach einer Tasse Tee.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ach, M\u00fctterchen&#8230;\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    So empf\u00e4ngst du deine Besucherinnen und Besucher. Du l\u00e4sst sie zun\u00e4chst in der K\u00e4lte stehen. Fremde erscheinen dir suspekt. Du zeigst ihnen die kalte Schulter \u2013 und eine r\u00fchrende Art von Neugier. Nach einer gewissen Zeit l\u00e4sst du sie die W\u00e4rme sp\u00fcren, die von dir ausgeht. Manchmal auch eine gef\u00e4hrliche <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-wetter\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Hitze<\/a>.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ich bin eine etwas anders geartete \u201eFremde\u201c. Manchmal sagst du gar, ich sei eine \u201eNascha\u201c \u2013 die \u201eUnsrige\u201c. Geburtsland: Sowjetunion. Meine deutschen Vorfahren hast du einst ins Lager gesteckt, hast sie schuften und hungern lassen. Sie haben deinen Gulag \u00fcberlebt, voller Angst und Traumata, die sie bis heute in sich tragen. Meinen ukrainischen Urgro\u00dfvater hast du vom NKWD, dem Vorg\u00e4nger des FSB, festnehmen lassen und ihm seine Identit\u00e4t genommen. Die Vorw\u00fcrfe, die sich im \u201eFall\u201c gegen ihn finden, sind teils wortgleich mit den Vorw\u00fcrfen gegen die heutigen Regimekritiker. Es sind fast 90 Jahre vergangen.\n  <\/p>\n<p>            Die Pioniere sind zur\u00fcck in Russland, sie haben sich zur neu gegr\u00fcndeten \u201eJugendarmee\u201c dazugesellt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ich bin nicht die \u201eDeine\u201c. Aber ich kenne deine Mechanismen von Dem\u00fctigungen und Bestrafungen von klein auf. Wei\u00df, dass ein Individuum ein Nichts ist f\u00fcr dich und das Kollektiv alles. \u201eImmer bereit!\u201c Dieser Spruch der Jungpioniere, auch mir ging er als Kind \u00fcber die Lippen \u2013 bis ich die zusammengebrochene Sowjetunion verlassen hatte und lernte, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Vielf\u00e4ltig, auch zweifelnd, Fragen stellend.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Pioniere sind derweil zur\u00fcck im Land, sie haben sich zur neu gegr\u00fcndeten \u201eJugendarmee\u201c dazugesellt, die sich in Wettbewerben feiert, wer am schnellsten eine Kalaschnikow auseinandernimmt und wieder zusammensetzt. Auch Fahnenappell und die milit\u00e4rische Grundausbildung in der Schule sind wieder da. Du bist ge\u00fcbt in Indoktrination, schon der allerkleinsten.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/hartwich2.jpg\" alt=\"W\u00e4rme, gebt mir W\u00e4rme! Inna Hartwich bei einer Recherche.\" title=\"W\u00e4rme, gebt mir W\u00e4rme! Inna Hartwich bei einer Recherche.\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    W\u00e4rme, gebt mir W\u00e4rme! Inna Hartwich bei einer Recherche.<br \/>\n    Foto: Inna Hartwich<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    W\u00e4rme, gebt mir W\u00e4rme! Inna Hartwich bei einer Recherche.<br \/>\n    Foto: Inna Hartwich<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ach, M\u00fctterchen&#8230;\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Es gab eine Zeit, in der du dich ge\u00f6ffnet hattest. Eine chaotische Zeit, in der niemand wusste, wie mit Freiheit umzugehen ist. Und wie mit einer Wirtschaft, die zusammengebrochen war. Freiheit war nach einiger Zeit anstrengend, zu wild, das alles. Selbst denken ist eben anstrengend, Verantwortung \u00fcbernehmen ist anstrengend. Du hast es gern gesehen, als die Menschen alles an dich \u00fcbergaben und auf ihrer Datscha das Leben genossen. \u201eDer Politik bin ich fern\u201c, sagen die meisten gerne.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ich war als Kind gegangen und als Erwachsene zu dir zur\u00fcckgekehrt. Nach Russland. Ich bin durch den postsowjetischen Raum gereist. Habe als Austauschstudentin dein Unileben kennengelernt (sehr verschult), sp\u00e4ter als Gastredakteurin bei einer russischen Zeitung gearbeitet (als es noch unabh\u00e4ngige Medien hier gab). Ich bin Jahre bei dir geblieben, \u00fcberzeugt davon, dich f\u00fcr meine Leserinnen und Leser erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen, deine Geschichte, deine Schmerzen.\n  <\/p>\n<p>            Gerichte in Russland lassen kaum mehr Journalisten in die Verhandlungss\u00e4le <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ich lernte hier die Liebe kennen, vor einem Gerichtsgeb\u00e4ude, wo sonst. Russland-Berichterstattung ist nach wie vor Gerichtsberichterstattung. Nur, dass Gerichte kaum mehr Journalisten in die Verhandlungss\u00e4le lassen. Nach ein paar Jahren woanders war ich wieder bei dir, zu einem Zeitpunkt, als deine Gesellschaft immer militaristischer wurde. Mehr als mein halbes Leben habe ich bei dir verbracht, habe unserem Kind deine Sprache mitgegeben, meine Sprache der Kindheit, die ich nicht Putin und seinen willf\u00e4hrigen Handlangern \u00fcberlasse.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ach, M\u00fctterchen&#8230;\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Russland ist hervorgegangen aus der Vorstellung von der Erde als g\u00f6ttliche Mutter, zum Symbol der St\u00e4rke, der Widerstandskraft und der Fruchtbarkeit stilisiert. Die St\u00e4rke willst du allen weismachen und bist zuweilen so unsouver\u00e4n, weil du st\u00e4ndig auf andere zeigst und fast schon trotzig br\u00fcllst: \u201eAber die haben das auch gemacht! Wir d\u00fcrfen jetzt auch!\u201c Widerstand ist so eine Sache bei dir. Du machst dir die Menschen, die durchaus st\u00e4ndig am Klagen sind, gef\u00fcgig. Du nimmst ihnen immer mehr den Raum, sich dir zu entwinden. Verlangst, dass sie sich dir unterwerfen, egal, was du von ihnen willst. Den G\u00fcrtel enger zu schnallen, geh\u00f6rt mitunter zu deiner Spezialit\u00e4t. Manchmal bist du geradezu stolz auf deine Leidensf\u00e4higkeit. Und das mit der Fruchtbarkeit? <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/so-feiert-russland-den-sieg-ueber-nazi-deutschland-109028885\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Du schickst deine S\u00f6hne in den Krieg<\/a> und sagst schon den Kleinsten, es sei ihre Pflicht, f\u00fcr dich, die Mutter Heimat, auf Schlachtfeldern zu sterben.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ich wei\u00df, du gibst dich aufopferungsvoll. Mamotschka, Mamulja, Mamussik, geradezu lieblich kommen deine Namen daher. Doch du hast dich l\u00e4ngst mit deiner Rolle der\u00a0aufopfernden Dienerin eines Verbrecherstaates abgefunden. Du als M\u00fctterchen Russland, so l\u00e4sst sich \u00fcber deine Entstehungsgeschichte herausfinden, hattest stets ein Zaren-V\u00e4terchen an deiner Seite. Der Monarch schloss eine heilige Allianz mit dir, die Ehe. Und schon geh\u00f6rtest du ihm, er sprach f\u00fcr dich und tat alles in deinem Namen. Das V\u00e4terchen ist kein Zar mehr, du hast dich l\u00e4ngst dem Pr\u00e4sidenten ausgeliefert. Dem Mann, einem Geheimdienstler, der in deinem Namen sagt, Russland kenne keine Grenzen. Der das Nachbarland \u00fcberf\u00e4llt und den Menschen weismacht, es sei gar kein \u00dcberfall, sei kein Krieg, es sei eine \u201emilit\u00e4rische Spezialoperation\u201c, nach drei Tagen beendet, die Soldaten w\u00fcrden mit Blumen empfangen. Eine \u00dcbersch\u00e4tzung von Anfang an.\n  <\/p>\n<p>            Im Namen des Friedens l\u00e4sst du t\u00f6ten und versinkst im Sumpf aus Verwerflichem und Besch\u00f6nigendem<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Du und er, ihr findet auch nach dreieinhalb Jahren keinen Weg mehr heraus, ihr habt alles auf diesen Krieg eingestellt, den ihr nicht Krieg nennt. Denn einen Krieg, so sagt der moderne Zar, dein Pr\u00e4sident, den f\u00fchrten die anderen, angeblich gegen dich, die Interessen von M\u00fctterchen Russland. Es ist eine pervertierte Geschichte, und du tr\u00e4gst sie mit, so stromlinienf\u00f6rmig wie die meisten um dich herum.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/putin.jpg\" alt=\"Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei einer Videoansprache zum Tag der Kriegsmarine im Kreml.\" title=\"Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei einer Videoansprache zum Tag der Kriegsmarine im Kreml.\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei einer Videoansprache zum Tag der Kriegsmarine im Kreml.<br \/>\n    Foto: Mihail Metzel, Pool Sputnik Government\/dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei einer Videoansprache zum Tag der Kriegsmarine im Kreml.<br \/>\n    Foto: Mihail Metzel, Pool Sputnik Government\/dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wie schaffst du es, das Denken abzustellen und all das zu ignorieren, was nicht zu ignorieren ist? Du spaltest die Fakten so weit ab, dass du ganz verwundert dar\u00fcber bist, dass deine Verwandten in der <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-ukraine-konflikt\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Ukraine<\/a> nicht mit dir sprechen wollen. \u201eAber ich, ich habe ihnen doch nichts getan\u201c, stammelst du allen Ernstes. \u201eIch, ich bin doch so friedliebend\u201c, sagst du und l\u00e4sst sogleich (ja, als unteilbare Gemeinschaft mit dem V\u00e4terchen) Drohnen und Raketen auf ukrainische St\u00e4dte niederregnen. Das sei alles deins, behauptest du, du wollest das nur mal schnell \u201ebefreien\u201c. Deine \u201eBefreiungsk\u00fcnste\u201c aber sch\u00e4tzt niemand. Im Namen des Friedens l\u00e4sst du t\u00f6ten und versinkst im Sumpf aus Verwerflichem und Besch\u00f6nigendem.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Du hast dir eine scheinbar sorgenfreie Realit\u00e4t geschaffen. Bunte Kulissen, dekoriert mit \u00fcbergro\u00dfen Blumenk\u00fcbeln entlang der Einkaufsstra\u00dfen. Es ist eine \u201eVerdatschung\u201c der ganzen Gesellschaft, eine Flucht ins Gr\u00fcne, ein bisschen in der Erde buddeln, in der H\u00e4ngematte baumeln, in die Sonne hinausblinzeln. Hinter den Kulissen der Abgrund, in dem der Morast blubbert und stinkt. Was passiert, wenn du aus der H\u00e4ngematte rausrutschst und in die Schlucht hineinf\u00e4llst?\n  <\/p>\n<p>            Russland, du k\u00f6nntest so vieles!<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Du k\u00f6nntest der Welt deine dampfenden Vulkane von Kamtschatka zeigen, deine Schneetundra an der Barentssee. Du k\u00f6nntest sie den Steppenwind am Ural sp\u00fcren und \u00fcber den Baikalsee staunen lassen. Du k\u00f6nntest so vieles. Stattdessen drohst du mit Atomwaffen und zerst\u00f6rst H\u00e4user, Leben, Gewissheiten. Du bringst deine eigenen Leute hinter Gitter, weil sie dein verbrecherisches Tun anprangern. Du schmei\u00dft deine Leute aus dem Land und nennst sie \u201eausl\u00e4ndische Agenten\u201c, \u201eExtremisten\u201c, \u201eStaatsverr\u00e4ter\u201c, weil sie zum Krieg Krieg sagen. Du nimmst mit deinen Gesetzen Raum zum Gestalten. Du raubst das Ich.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zur\u00fcck bleibt die Tragik. \u201eIch will in mein Moskau zur\u00fcck. In mein Russland\u201c, sagen viele derer, die gegangen sind. Dieses Moskau und dieses Russland aber gibt es nicht mehr. Auch wir m\u00fcssen uns trennen. Vielleicht f\u00fcr lange Zeit. Ach, M\u00fctterchen&#8230;\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Russland<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Ukraine<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    FSB<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Minus 46 Grad. 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