{"id":324808,"date":"2025-08-07T00:37:11","date_gmt":"2025-08-07T00:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/324808\/"},"modified":"2025-08-07T00:37:11","modified_gmt":"2025-08-07T00:37:11","slug":"trump-ueberrascht-mit-plan-fuer-treffen-mit-putin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/324808\/","title":{"rendered":"Trump \u00fcberrascht mit Plan f\u00fcr Treffen mit Putin"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Bei einem Besuch des amerikanischen Sondergesandten Witkoff im Kreml haben die USA und Russland offenbar ein Gipfeltreffen eingef\u00e4delt. Moskau kann hoffen, dass Trumps Ultimatum in der Ukraine-Frage damit f\u00fcrs Erste vom Tisch ist.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Russlands Pr\u00e4sident Putin hat mit dem amerikanischen Sondergesandten Steve Witkoff (rechts) im Kreml \u00fcber ein Treffen mit Trump gesprochen.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"4911\" height=\"3432\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/75667f9f-a4b3-40a9-aace-def833eb7a24.jpg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Russlands Pr\u00e4sident Putin hat mit dem amerikanischen Sondergesandten Steve Witkoff (rechts) im Kreml \u00fcber ein Treffen mit Trump gesprochen. <\/p>\n<p>Gavriil Grigorov \/ AP<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20o1mca1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">Kurz vor Ablauf des amerikanischen Ultimatums an Russland zur Erreichung eines Waffenstillstands im Ukraine-Krieg haben sich die beiden Seiten am Mittwoch \u00fcberraschend angen\u00e4hert. Pr\u00e4sident Donald Trump strebt ein baldiges Treffen mit seinem Amtskollegen Wladimir Putin an, m\u00f6glicherweise sogar bereits in der n\u00e4chsten Woche. Dies berichteten amerikanische Medien unter Berufung auf Quellen im Weissen Haus. In einem darauffolgenden Schritt wolle Trump auch ein Dreiertreffen unter Einbezug des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodimir Selenski abhalten.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.\n      <\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20mf3r20\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Trump best\u00e4tigte entsprechende Pl\u00e4ne teilweise, indem er sich in einer Medienkonferenz optimistisch zeigte, dass Putin und Selenski bald zusammentreffen k\u00f6nnten. Inwieweit dies alles mit Moskau abgesprochen ist, bleibt vorerst ebenso unklar wie der m\u00f6gliche Ort eines Gipfeltreffens. Aber nach Darstellung des Weissen Hauses war es die russische Seite selber, die Interesse an einer Zusammenkunft mit Trump ge\u00e4ussert hatte.<\/p>\n<p>Dreist\u00fcndige Gespr\u00e4che im Kreml<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20p2bu11\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Putin empfing am Mittwoch den amerikanischen Sondergesandten Steve Witkoff im Kreml und f\u00fchrte mit ihm dreist\u00fcndige Gespr\u00e4che. Es war bereits Witkoffs f\u00fcnfte Begegnung mit Putin in diesem Jahr \u2013 der New Yorker Immobilienh\u00e4ndler mit russischst\u00e4mmigen Vorfahren scheint von allen amerikanischen Regierungsvertretern \u00fcber den besten Draht zum Kreml zu verf\u00fcgen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20m7pb81\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Witkoffs Besuch in Moskau galt im Vorfeld als \u00abTreffen der letzten Chance\u00bb, weil am Freitag das amerikanische Ultimatum in der Ukraine-Frage abl\u00e4uft. Bis dahin soll Moskau einem Waffenstillstand zustimmen; f\u00fcr den gegenteiligen Fall hat Trump mit harten Sanktionen gedroht. Was nun angesichts der Gipfelpl\u00e4ne aus dieser Drohkulisse wird, bleibt abzuwarten. Trumps Gespr\u00e4chsbereitschaft deutet darauf hin, dass er Putin eine weitere \u00abletzte Chance\u00bb geben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20do13l0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Eine intensive Vermittlungst\u00e4tigkeit zeigt sich daran, dass Trump unmittelbar nach Witkoffs Kreml-Besuch mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodimir Selenski telefonierte, bereits zum zweiten Mal innert 24 Stunden. Am Telefonat vom Mittwoch waren <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/08\/06\/us\/politics\/trump-meeting-putin-zelensky.html\" rel=\"nofollow noopener\">laut der New York Times<\/a> auch mehrere europ\u00e4ische Staatsf\u00fchrer beteiligt, unter ihnen der deutsche Kanzler Friedrich Merz und der britische Premierminister Keir Starmer. Laut diesem Medienbericht m\u00f6chte Trump die europ\u00e4ischen Nato-Partner aber nicht in die Gipfeldiplomatie einbeziehen.<\/p>\n<p>Waffenstillstand nicht in Griffn\u00e4he<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20nietq1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">In den vergangenen Tagen hatte es Spekulationen dar\u00fcber gegeben, dass Russland zur Abwehr der Sanktionsdrohung ein Ablenkungsman\u00f6ver lancieren k\u00f6nnte. Das ist mit den Pl\u00e4nen f\u00fcr ein Gipfeltreffen nun geschehen. Es gab auch Ger\u00fcchte, dass Putin wie schon im Fr\u00fchling eine zeitlich oder geografisch begrenzte Waffenruhe ins Spiel bringen k\u00f6nnte, beispielsweise ein Moratorium auf Luftangriffe.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20do13m0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Einen umfassenden Waffenstillstand lehnt Putin aber weiterhin ab. Russland f\u00fchlt sich durch den Kriegsverlauf best\u00e4rkt und beharrt auf seinen territorialen Forderungen, namentlich auf den ukrainischen R\u00fcckzug aus den drei nur teilweise besetzten Provinzen Donezk, Saporischja und Cherson. Von der Agentur <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/putin-doubts-potency-trumps-ultimatum-end-war-sources-say-2025-08-05\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Reuters zitierte Quellen<\/a> im Umfeld des Kremls glauben, dass Putin die Sanktionsdrohung Trumps nicht sonderlich f\u00fcrchtet, weil sich Russland mit den bisherigen Strafmassnahmen gut arrangiert hat. Putin hofft zwar auf eine strategische Ann\u00e4herung an die USA, aber er ist nicht bereit, diesem Ziel seine Pl\u00e4ne in der Ukraine zu opfern.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20do13o0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Damit liegt der Ball bei den USA. In den vergangenen Wochen hatte Trump wachsenden Unmut \u00fcber Putin ge\u00e4ussert, aber weder Sanktionen ergriffen noch neue Waffen an die Ukraine geliefert. Mit seinem Ultimatum hat er sich in Zugzwang gebracht, aber mit seinen Gipfelpl\u00e4nen findet er m\u00f6glicherweise auch bereits wieder einen Ausweg. Selbst wenn die Idee eines Treffens scheitert, was gut m\u00f6glich ist, kann Trump mit den Beratungen dar\u00fcber Zeit gewinnen.<\/p>\n<p>Erd\u00f6lverk\u00e4ufe im Visier<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20e8tga1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Dennoch ist offensichtlich, dass der amerikanische Pr\u00e4sident den Druck auf Moskau tendenziell erh\u00f6hen will. Dies demonstrierte er am Mittwoch, indem er die Sanktionskeule auf Russlands zweitwichtigsten Handelspartner, Indien, niedersausen liess. Dieses Land tr\u00e4gt als K\u00e4ufer von russischem Erd\u00f6l massgeblich zur Finanzierung des Krieges bei. Als Vergeltung belegt Washington indische Importg\u00fcter nach einer \u00dcbergangsfrist mit einem Zusatzzoll von 25 Prozent, womit sich die Gesamtbelastung auf prohibitive 50 Prozent erh\u00f6ht. Delhi erh\u00e4lt damit einen starken Anreiz, f\u00fcr eine Drosselung der \u00d6limporte aus Russland zu sorgen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20dskm30\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Bemerkenswert ist auch die in <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/presidential-actions\/2025\/08\/addressing-threats-to-the-united-states-by-the-government-of-the-russian-federation\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trumps Dekret<\/a> gew\u00e4hlte Formulierung. Darin hielt der Pr\u00e4sident fest, dass von Russland eine \u00abausserordentliche Bedrohung der nationalen Sicherheit\u00bb der USA ausgehe. Auch wenn es mit diesem Passus um die Erf\u00fcllung einer juristischen Vorgabe ging, zeigt sich gegen\u00fcber der Anfangszeit von Trumps Pr\u00e4sidentschaft eine ver\u00e4nderte Tonlage. Im Gespr\u00e4ch sind auch neue amerikanische Sanktionen gegen Russlands Schattenflotte von Erd\u00f6ltankern. W\u00e4hrend die EU sukzessive immer mehr Schiffe ins Visier genommen hat, w\u00e4re es die erste solche Strafmassnahme seit dem Amtsantritt Trumps.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20eba821\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der amerikanische Pr\u00e4sident scheint nachhaltig ver\u00e4rgert dar\u00fcber zu sein, dass Putin ungeachtet aller Mahnungen den Luftkrieg gegen ukrainische St\u00e4dte versch\u00e4rft hat. Im Juni und Juli forderten die Luftangriffe mit Raketen und Kampfdrohnen insgesamt 310 Todesopfer in der ukrainischen Zivilbev\u00f6lkerung. Damit wurde <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/notes.citeam.org\/strikes_Jun_Jul_2025_en\" rel=\"nofollow noopener\">ein H\u00f6chstwert erreicht,<\/a> der fast dreimal so hoch wie in den ersten beiden Monaten des Jahres lag. Auch nach den amerikanisch-russischen Verhandlungen im Kreml folgte in der Nacht auf Donnerstag eine weitere Welle von Luftangriffen, unter anderem auf die Stadt Dnipro.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j20evsub1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Immer wieder forderte das Weisse Haus in den letzten Tagen, dass Putin \u00abmit dem T\u00f6ten aufh\u00f6re\u00bb. Aufhorchen liess am Dienstag eine Aussage in einem Fernsehinterview, in dem Trump einen Zusammenhang mit Russlands Rohstofferl\u00f6sen herstellte. Mit einer Senkung des Erd\u00f6lpreises um zehn Dollar k\u00f6nne Russland zur Beendigung des Krieges gezwungen werden, sagte Trump. Er deutete damit an, dass er Russland auch auf diesem Weg unter Druck setzen m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei einem Besuch des amerikanischen Sondergesandten Witkoff im Kreml haben die USA und Russland offenbar ein Gipfeltreffen eingef\u00e4delt.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":324809,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-324808","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114984691597320073","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/324808","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=324808"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/324808\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/324809"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=324808"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=324808"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=324808"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}