{"id":325181,"date":"2025-08-07T04:09:11","date_gmt":"2025-08-07T04:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/325181\/"},"modified":"2025-08-07T04:09:11","modified_gmt":"2025-08-07T04:09:11","slug":"roman-bittersuess-eine-toxische-beziehung-voller-klischees","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/325181\/","title":{"rendered":"Roman &#8222;Bitters\u00fc\u00df&#8220;: Eine toxische Beziehung voller Klischees"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/coverwilliams-100.webp\" alt=\"Cover: Hattie Williams, &quot;Bitters\u00fc\u00df&quot;\" title=\"Cover: Hattie Williams, &quot;Bitters\u00fc\u00df&quot; | Ullstein\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 07.08.2025 06:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Hattie Williams erz\u00e4hlt in ihrem Deb\u00fctroman &#8222;Bitters\u00fc\u00df&#8220; die Liebesgeschichte zwischen der 24-j\u00e4hrigen Charlie und dem 56-j\u00e4hrigen, verheirateten Richard. Lohnt sich der \u00fcber 400 Seiten dicke Roman trotz dieses klischeehaften Rahmens?<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Katharina Preuth<\/p>\n<p class=\"\">\nEs geht um toxische Machtverh\u00e4ltnisse, Freundschaft und Traumata aus der Kindheit. Die englische Autorin Hattie Williams l\u00e4sst ihren Deb\u00fctroman in der Londoner Verlagswelt spielen.<\/p>\n<p>    Toxische Liebe in der Londoner Verlagswelt<\/p>\n<p class=\"\">\nDie junge Assistentin Charlie verliebt sich in den erfolgreichen \u00e4lteren Autoren Richard. Er ist schon seit Teenager-Zeiten ihr Schwarm.<\/p>\n<blockquote><p>\n        Es war anders, als in einen der Jungen in der Schule verliebt zu sein. Dieser Mann war erwachsen, das Gegenteil von albern. Die Beziehungen in seinem Buch waren voller Trauer und Schmerz, Sehnsucht und Verlangen und Sex und anderer Dinge, die ich gerade erst zu verstehen begann, und es war, als w\u00fcrde er mir aus der Erwachsenenwelt heraus die Hand reichen.<\/p>\n<p>                Leseprobe<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"\">\nRichard ist nur leider verheiratet &#8211; und Charlie nicht die erste Verlagsmitarbeiterin, mit der er ein Verh\u00e4ltnis anf\u00e4ngt.<br \/>Es kommt, wie es in unz\u00e4hligen Filmen und B\u00fcchern schon oft gekommen ist: Er verspricht ihr die gro\u00dfe Liebe, will sich aber nicht \u00f6ffentlich mit ihr zeigen; er nutzt ihre kreativen Ideen und gibt sie als seine eigenen aus. Sie riskiert mit der Aff\u00e4re ihre berufliche Zukunft, f\u00fcr ihn ist es blo\u00df ein weiteres Spiel.<\/p>\n<p>    Verlust und Verletzlichkeit als Antrieb<\/p>\n<p class=\"\">\nMan k\u00f6nnte sich fragen, warum die Protagonistin das mit sich machen l\u00e4sst &#8211; doch den Liebesgeschichten-erfahrenen Leser*innen ist fr\u00fch klar, was Autorin Hattie Williams erst kurz vor Ende des Romans aufl\u00f6st:<\/p>\n<blockquote><p>\n        Mir war bewusst, dass ich bei Richard nach der Sicherheit suchte, die ich mit dem Tod meiner Mutter verloren hatte und dringend brauchte. Und ich wusste auch, dass meine Trauer \u00fcberw\u00e4ltigend gewesen war und in meinem Kopf grundlegend etwas durcheinander gebracht hatte. Und dass ich im Ergebnis wahnsinnig verletzlich war. Ich w\u00e4re gern anders gewesen, aber so war es nicht.<\/p>\n<p>                Leseprobe<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"\">\nDer Verlust der Mutter und Erlebnisse, die Charlie in ihrer fr\u00fchen Kindheit widerfahren sind, bilden die Motivation f\u00fcr ihre schlechten Liebesentscheidungen. Konkret erf\u00e4hrt man davon aber erst am Ende des \u00fcber 400 Seiten langen Romans. <br \/>Das ungleiche Verh\u00e4ltnis zwischen der Berufsanf\u00e4ngerin und dem international erfolgreichen Autoren gipfelt in einer ungewollten Schwangerschaft. Richard l\u00e4sst sie w\u00e4hrend der Abtreibung im Stich.<\/p>\n<p>    &#8222;Bitters\u00fc\u00df&#8220;: Allenfalls tauglich als leichte Sommerlekt\u00fcre<\/p>\n<p class=\"\">\nIm Hin und Her dieser durch und durch toxischen Beziehung stehen ihre Freundinnen ihr zur Seite &#8211; und sp\u00e4ter auch ihre Chefin. Die Solidarit\u00e4t zwischen den Frauen und die Grenzen der Freundschaft, \u00fcber die Hattie Williams schreibt, h\u00e4tten gerne einen viel gr\u00f6\u00dferen Raum einnehmen k\u00f6nnen. Diese Abschnitte verleihen dem Roman dann doch etwas Tiefgang. Am Ende gelingt es Charly zwar, von Richard loszukommen und ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, die Handlung ist nur leider sehr erwartbar und so voller Klischees, dass sich der Roman allerh\u00f6chstens als sehr leichte Sommerlekt\u00fcre lohnt.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/coverwilliams-100.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/coverwilliams-100.webp\" alt=\"Cover: Hattie Williams, &quot;Bitters\u00fc\u00df&quot;\" title=\"Cover: Hattie Williams, &quot;Bitters\u00fc\u00df&quot; | Ullstein\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>        <\/a><\/p>\n<p>      Bitters\u00fc\u00df<\/p>\n<p>von Hattie\u00a0Williams<\/p>\n<dl>\n<dt class=\"dtHidden\">Seitenzahl:<\/dt>\n<dd>423 Seiten<\/dd>\n<dt class=\"dtHidden\">Genre:<\/dt>\n<dd>Roman<\/dd>\n<dt>Zusatzinfo:<\/dt>\n<dd>Aus dem Englischen von Hanna Hesse<\/dd>\n<dt>Verlag:<\/dt>\n<dd>Ullstein<\/dd>\n<dt>ISBN:<\/dt>\n<dd>978-3550202933<\/dd>\n<dt>Preis:<\/dt>\n<dd>23,99 \u20ac<\/dd>\n<\/dl>\n<p>        Schlagw\u00f6rter zu diesem Artikel<\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buch\/Romane-Buch-Rezensionen-Lesungen-und-Podcasts,romane107.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Romane<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.08.2025 06:00 Uhr Hattie Williams erz\u00e4hlt in ihrem Deb\u00fctroman &#8222;Bitters\u00fc\u00df&#8220; die Liebesgeschichte zwischen der 24-j\u00e4hrigen Charlie und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":325182,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[92352,1784,1797,1785,1796,29,214,30,92351,1795,1800,215],"class_list":{"0":"post-325181","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-bittersuess","9":"tag-books","10":"tag-buch","11":"tag-buecher","12":"tag-buchtipps","13":"tag-deutschland","14":"tag-entertainment","15":"tag-germany","16":"tag-hattie-williams","17":"tag-roman","18":"tag-romane","19":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114985524753031564","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/325181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=325181"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/325181\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/325182"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=325181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=325181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=325181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}