{"id":325387,"date":"2025-08-07T06:05:11","date_gmt":"2025-08-07T06:05:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/325387\/"},"modified":"2025-08-07T06:05:11","modified_gmt":"2025-08-07T06:05:11","slug":"brasilien-will-internationalen-widerstand-gegen-trumps-handelspolitik-anstossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/325387\/","title":{"rendered":"Brasilien will internationalen Widerstand gegen Trumps Handelspolitik ansto\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>Brasilia (Reuters) &#8211;     Brasilien will einen internationalen Widerstand gegen die Handelspolitik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump organisieren.<\/p>\n<p>\n              Pr\u00e4sident Luiz Inacio Lula da Silva k\u00fcndigte am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters an, er wolle in der BRICS-Staatengruppe \u00dcberlegungen ansto\u00dfen, wie man Trumps Z\u00f6lle gemeinsam angehen k\u00f6nne. Er wolle deswegen am Donnerstag den indischen Ministerpr\u00e4sidenten Narendra Modi anrufen und danach Chinas Pr\u00e4sident Xi Jinping sowie andere Staatsoberh\u00e4upter.<\/p>\n<p>\n              Zur von Brasilien mitgegr\u00fcndeten BRICS-Gruppe geh\u00f6ren zehn Staaten, neben Indien und China auch Russland und S\u00fcdafrika. BRICS versteht sich als internationales Gegengewicht zu westlichen Staaten, die unter anderem in der Gruppe G7 organisiert sind.<\/p>\n<p>\n              Lula warf Trump vor, stillschweigend kollektive internationale Mechanismen zum Vorteil der USA aussetzen zu wollen: &#8222;Er will den Multilateralismus abbauen, bei dem Vereinbarungen kollektiv innerhalb von Institutionen getroffen werden, und ihn durch Unilateralismus ersetzen, bei dem er mit anderen L\u00e4ndern einzeln verhandelt&#8220;, sagte Lula. Das aber schw\u00e4che die Verhandlungspartner: &#8222;Welche Verhandlungsmacht hat ein kleines lateinamerikanisches Land gegen\u00fcber den Vereinigten Staaten? Keine.&#8220;<\/p>\n<p>\n              Direkte Verhandlungen mit Trump lehnte Lula ab. Seine Intuition sagte ihm, dass Trump nicht reden wolle. &#8222;Und ich werde mich nicht dem\u00fctigen lassen.&#8220; Die US-Z\u00f6lle auf brasilianische Waren wurden am Mittwoch auf 50 Prozent angehoben. Trump hat die neuen Z\u00f6lle an die Forderung gekn\u00fcpft, die Strafverfolgung des rechtsgerichteten ehemaligen Pr\u00e4sidenten Jair Bolsonaro zu beenden. Trump glaube, er k\u00f6nne einem souver\u00e4nen Land wie Brasilien Vorschriften machen, sagte Lula. &#8222;Das ist inakzeptabel.&#8220;<\/p>\n<p>\n              Er wolle mit seinen BRICS-Partnern dar\u00fcber sprechen, welche Auswirkungen die Zollpolitik von Trump auf jedes einzelne Land habe, &#8222;damit wir eine Entscheidung treffen k\u00f6nnen&#8220;, sagte Lula. Er verwies auf das internationale Gewicht der BRICS-Gruppe: &#8222;Es ist wichtig, daran zu denken, dass die BRICS zehn L\u00e4nder in der G20 haben.&#8220; Die G20 ist die Gruppe der 20 der gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der Welt.<\/p>\n<p>\n              Trump hat allen Handelspartnern der USA vor dem Hintergrund des Handelsbilanz-Defizits seines Landes mit der Einfuhr hoher Z\u00f6lle gedroht. Derzeit verhandeln die USA bilateral mit allen Handelspartnern Abkommen, bei denen Trump f\u00fcr die USA vorteilhafte Zollregeln festgeschrieben werden sollen. Die BRICS-Gruppe hat Trump bereits fr\u00fcher als antiamerikanisch bezeichnet und drohte den L\u00e4ndern des Blocks mit zus\u00e4tzlichen Z\u00f6llen in H\u00f6he von zehn Prozent.<\/p>\n<p> (Geschrieben von Hans Busemann; Redigiert von Scot W. Stevenson; Bei R\u00fcckfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (f\u00fcr Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (f\u00fcr Unternehmen und M\u00e4rkte)<\/p>\n<p>\n            &#8211; von Brad Haynes und Lisandra Paraguassu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Brasilia (Reuters) &#8211; Brasilien will einen internationalen Widerstand gegen die Handelspolitik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump organisieren. 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