{"id":325624,"date":"2025-08-07T08:19:10","date_gmt":"2025-08-07T08:19:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/325624\/"},"modified":"2025-08-07T08:19:10","modified_gmt":"2025-08-07T08:19:10","slug":"nicht-nur-das-auto-wird-gruen-neuer-bmw-ix3-soll-mitsamt-der-produktion-nachhaltig-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/325624\/","title":{"rendered":"Nicht nur das Auto wird gr\u00fcn: Neuer BMW iX3 soll mitsamt der Produktion nachhaltig werden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unternehmen schm\u00fccken sich gern mit Nachhaltigkeitsbekundungen, auch Autohersteller. Politischer Druck und nicht zuletzt Ressourcenknappheit k\u00f6nnen dann aber doch zu Ver\u00e4nderungen f\u00fchren. BMW zeigt das in besonderem Ma\u00dfe mit der Neuen Klasse.<\/strong><\/p>\n<p>Umweltgruppen sind schnell dabei, wenn es darum geht, Unternehmen sogenanntes Greenwashing vorzuwerfen. Und es mag etwas dran sein, dass dem Unternehmen die Vokabel &#8222;Profit&#8220; leichter \u00fcber die Lippen kommt als &#8222;Umweltschutz&#8220;, der oft eben h\u00fcbsche Summen verschlingt, die der Firmenchef lieber einsparen m\u00f6chte. <\/p>\n<p>Aber was, wenn man mit Umweltschutz sogar Geld verdienen kann oder unabh\u00e4ngiger von seltenen Rohstoffen wird? So setzt BMW bei seinen Elektroaggregaten beispielsweise auf sogenannte fremderregte Motoren; hier kommen also keine Permanentmagnete zum Einsatz, was den Verzicht auf umweltsch\u00e4dliche Seltenerdmetalle erm\u00f6glicht. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/BMW-Fahrw.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Selbst Fahrwerkskomponenten lassen sich heute zu hohen Anteilen aus Recycling-Metallen herstellen.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/BMW-Fahrw.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Selbst Fahrwerkskomponenten lassen sich heute zu hohen Anteilen aus Recycling-Metallen herstellen.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: BMW)<\/p>\n<p> Und im Kontext mit der Neuen Klasse verk\u00fcndet BMW, Nachhaltigkeit auf breiter Ebene erreichen zu wollen &#8211; von der Lieferkette \u00fcber die Nutzung des Fahrzeugs bis hin zur Produktion. Die Dekarbonisierung beim Herstellungsprozess eines Fahrzeugs beginnt bereits in der Lieferkette. Da w\u00e4re einerseits die Verwendung von Gr\u00fcnstrom zur Produktion von Zulieferteilen. Und anderseits kommt es auf die Verwendung der Materialien an.<\/p>\n<p>Viele Kunststoffe auch beim bald deb\u00fctierenden iX3 sind aus recycelten Plastikresten aus dem Meer. Und der eine oder andere geneigte Leser d\u00fcrfte sich wundern, wie viele und welche Komponenten aus Sekund\u00e4rmaterialien bestehen. So entf\u00e4llt gar der L\u00f6wenanteil des Radtr\u00e4ger- respektive Schwenklager-Materials eines k\u00fcnftigen iX3 auf Second-Life-Werkstoffe (80 Prozent). Und die Leichtmetall-Gussr\u00e4der weisen immerhin 70 Prozent wiederverwertetes Aluminium auf. Insgesamt besteht das neue SUV zu einem Drittel aus Recyclingmaterialien. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/BMW-Rohst.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Rohstoffe wie Kobalt oder Nickel werden zunehmend knapper. Warum also nicht wiederverwerten?\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/BMW-Rohst.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Rohstoffe wie Kobalt oder Nickel werden zunehmend knapper. Warum also nicht wiederverwerten?<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: BMW)<\/p>\n<p> Hinzu kommt, dass dem Neue-Klasse-Vertreter der Kreislauf-Gedanke bereits hineinentwickelt wurde. Demontageoptimierte Komponenten sorgen auf diese Weise f\u00fcr eine simplere Zerlegung des Fahrzeugs am Ende seines Lebenszyklus. Au\u00dferdem gibt es insbesondere beim Elektroauto so einiges wiederzuverwerten &#8211; nicht zuletzt auch im Bereich der Akkutechnologie. BMW kommuniziert immerhin eine 50-prozentige Recyclingquote beim Anoden- und Kathodenmaterial sowie der Zellfertigung. Hier kommen Kobalt, Lithium und Nickel aus der Wiederverwertung zum Einsatz. Ressourcen, die eben tendenziell knapp sind oder im Begriff, es demn\u00e4chst zu werden im Zuge steigender Elektroautoproduktion.<\/p>\n<p>Nachhaltigkeit startet schon bei der Produktion<\/p>\n<p>Und dazu passt das Werk im ungarischen Debrecen, wo BMW den iX3 baut. Hier stehen Digitalisierung, Effizienz und Nachhaltigkeit im Vordergrund. Im sogenannten Normalbetrieb kommt das Werk ohne fossile Energietr\u00e4ger aus. Ein Viertel des j\u00e4hrlichen Strombedarfs stammt aus der werkseigenen Photovoltaikanlage. Dar\u00fcber hinaus haben die Ingenieure einen W\u00e4rmespeicher verbaut, um \u00fcbersch\u00fcssige Solarenergie aufzufangen. Verwendungszweck? Beispielsweise die Speisung der Lackiererei-\u00d6fen.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/BMW-Stoffe.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Stoffpolster aus recycelten Fischernetzen sind ja fast schon ein alter Hut.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/BMW-Stoffe.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Stoffpolster aus recycelten Fischernetzen sind ja fast schon ein alter Hut.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: BMW)<\/p>\n<p> Bis zum Jahr 2050 m\u00f6chte die BMW Group ihren CO2-Aussto\u00df auf null herunterbringen. Das ist in der Tat noch ein weiter Weg, denn weder BMWs CO2-Aussto\u00df bei der Stromproduktion betr\u00e4gt null (so viel Gr\u00fcnstem gibt es noch gar nicht), noch betr\u00e4gt die Recyclingquote 100 Prozent. Manchmal sogar nur um die 30 Prozent herum. Es geht eben nicht \u00fcber Nacht. Aber wer elektrisch f\u00e4hrt, tut nat\u00fcrlich generell etwas daf\u00fcr, dass CO2 reduziert wird. <\/p>\n<p>BMW beziffert das Einsparpotenzial sogar pr\u00e4zise. F\u00e4hrt man iX3 und l\u00e4dt gem\u00e4\u00df europ\u00e4ischem Strommix, wird nach 21.500 Kilometern der Punkt erreicht, an dem dessen CO2-Bilanz besser wird als jene eines vergleichbaren Verbrenners. L\u00e4dt man ausschlie\u00dflich Gr\u00fcnstrom, soll diese Marke gar bereits nach 17.500 Kilometern erreicht werden. Als gesichert darf jedoch gelten, dass batterieelektrische Fahrzeuge im Laufe ihres Lebens weniger CO2 aussto\u00dfen als entsprechende Verbrenner. Und dann w\u00e4re da ja noch das Recycling der wertvollen Rohstoffe am Ende des Autolebens.<\/p>\n<p>Wer \u00fcbrigens weiterhin denkt, dass gro\u00dfe Konzerne ausnahmslos dem Greenwashing verfallen, sollte sich mal folgende Entwicklung anschauen. Wer jemals bei laufendem Motor etwas aus dem Kofferraum eines Benziners aus den 1970er-Jahren genommen hat, wird schnell festgestellt haben, dass die Abgase so heftig sind, dass er seine Kleidung gleich in die Waschmaschine verfrachten kann. Und bei einem aktuellen Verbrenner mit moderner Abgasreinigung? Nichts. Quasi geruchsneutral. L\u00e4ngst reduziert der Katalysator beispielsweise bei Volkswagens aktuellen Dieselmodellen mit sogenanntem &#8222;Twindosing&#8220; die Stickoxid-Konzentration im Abgas so stark, dass sie nicht mehr nachgewiesen werden kann. Also, Entwicklung hat stattgefunden und wird es auch weiterhin. Denn l\u00e4ngst ist Nachhaltigkeit zum Imagebooster geworden. Und da werden gro\u00dfe Unternehmen beim Wort genommen. Und sicherlich auch kontrolliert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Unternehmen schm\u00fccken sich gern mit Nachhaltigkeitsbekundungen, auch Autohersteller. 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