{"id":325791,"date":"2025-08-07T09:52:17","date_gmt":"2025-08-07T09:52:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/325791\/"},"modified":"2025-08-07T09:52:17","modified_gmt":"2025-08-07T09:52:17","slug":"wir-fuehrten-ein-leben-der-reichen-und-gestoerten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/325791\/","title":{"rendered":"\u201eWir f\u00fchrten ein Leben der Reichen und Gest\u00f6rten\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Staatskanzlei-Beamte Daniel B. f\u00fchrte mit seiner Frau ein Leben auf der \u00dcberholspur: Luxusreisen nach Dubai oder Mykonos, Besuche exquisiter Restaurants, Champagner-Partys, teure Kleidung. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/luxusleben-das-dubiose-dubai-beamtenpaar-aus-augsburg-103663429\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">In den sozialen Netzwerken zeigte das Ehepaar aus Augsburg<\/a>, was es sich alles leisten konnte. \u201eMein Geld, meine Freiheit\u201c, schrieb B. unter anderem. Doch es war offensichtlich nicht nur sein Geld, mit dem er den mond\u00e4nen Lebensstil finanzierte. B. soll Anleger um eine Millionensumme gebracht haben. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/augsburg-luxusleben-ergaunert-dubai-beamter-aus-augsburg-sitzt-jetzt-in-haft-106026902\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Seine Freiheit endete deshalb hinter Gittern<\/a>.  Am Donnerstag startet der <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-prozess-augsburg\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Prozess<\/a> gegen den 36-J\u00e4hrigen wegen Betrugs in elf F\u00e4llen. Vor Gericht zeigt er sich gest\u00e4ndig und gel\u00e4utert. In der JVA Gablingen putze er jetzt Klos, G\u00e4nge und Zellen. Die Zeit im Gef\u00e4ngnis sei f\u00fcr ihn heilsam, sagt er. Und er berichtet, warum seine geliebte Frau ihn quasi ins Verderben gef\u00fchrt habe.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Als Daniel B. den Saal betritt, klicken Kameras der Journalisten. Der Mann mit Glatze und Bart erkennt Zuschauer, l\u00e4chelt kurz zu. Dann konzentriert er sich. Auf das, was ihm Staatsanwalt Andreas Breitschaft in der Anklageverlesung vorwirft. Und auf seine eigene Einlassung. Denn B. erkl\u00e4rt ausf\u00fchrlich, wie es dazu kommen konnte, dass seine Frau und er \u201eein Leben der Reichen und Gest\u00f6rten\u201c f\u00fchrte, wie er selbst sagt. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/luxusleben-das-dubiose-dubai-beamtenpaar-aus-augsburg-103663429\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Daniel B. und seine Frau waren in der Gesellschaft bekannt<\/a>. Einige Augsburger und M\u00fcnchner umgaben sich gerne mit dem schillernden Paar. Doch die Sympathien verflogen bald angesichts von <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/augsburger-dubai-beamtenpaar-luxusleben-rechtliche-schritte-104449835\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Daniel B.s dubiosen Geldanlage-Gesch\u00e4ften<\/a>. Dabei m\u00fcssen diese anfangs verlockend geklungen haben.\n  <\/p>\n<p>            Der Augsburger Dubai-Beamte punktete bei seinen Gesch\u00e4ften mit vermeintlicher Seriosit\u00e4t<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein Anleger soll ihm 550.000 US-Dollar gegeben haben, ein weiterer 100.000 Euro. Mal bekam Daniel B. 10.000, mal 30.000 oder 90.000 Euro. Der Augsburger soll versprochen haben, die Geldbetr\u00e4ge gegen Zahlung einer Provision in lukrative Kapitalanlagen anzulegen. Vor allem im Bereich der Kryptow\u00e4hrung. Vielleicht h\u00e4tten bei den Anlegern die inneren Alarmglocken schrillen k\u00f6nnen. Doch Daniel B., so sieht es zumindest die Staatsanwaltschaft, punktete mit vermeintlicher Seriosit\u00e4t.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/109191479\/crop\/c16_9-w100\/83095136\/336187532\/betrug-dubai-beamter-staatskanzlei.jpg\" alt=\"Daniel B. soll mit seiner Frau ein luxuri\u00f6ses Leben im Nahen Osten genossen haben. Auf Kosten von Anlegern, die er um \u00fcber eine Million Euro erleichterte.\" title=\"Daniel B. soll mit seiner Frau ein luxuri\u00f6ses Leben im Nahen Osten genossen haben. Auf Kosten von Anlegern, die er um \u00fcber eine Million Euro erleichterte.\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Daniel B. soll mit seiner Frau ein luxuri\u00f6ses Leben im Nahen Osten genossen haben. Auf Kosten von Anlegern, die er um \u00fcber eine Million Euro erleichterte.<br \/>\n    Foto: Repro Bernhard Weizenegger<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Daniel B. soll mit seiner Frau ein luxuri\u00f6ses Leben im Nahen Osten genossen haben. Auf Kosten von Anlegern, die er um \u00fcber eine Million Euro erleichterte.<br \/>\n    Foto: Repro Bernhard Weizenegger<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der 36-J\u00e4hrige, der von den Anw\u00e4lten Moritz Hausmann und Mira Bode verteidigt wird, soll darauf hingewiesen haben, dass er als Jurist im Staatsdienst bei der Bayerischen Staatskanzlei arbeite. Auch habe er betont, er sei sehr verm\u00f6gend und habe bekannte Personen wie den Bayerischen Ministerpr\u00e4sidenten Markus S\u00f6der beraten. Was davon stimmte? Zumindest, dass der Oberregierungsrat tats\u00e4chlich in der Staatskanzlei gearbeitet hatte. Vergangenen November, als die Ermittlungen gegen ihn aufkamen, wurde Daniel B. ins Bauministerium beordert. Neben seinem Beamtenjob sind B. und seine Frau Inhaber einer Firma mit Sitz im estnischen Tallinn. Abgewickelt wurden die Kapitalgesch\u00e4fte offenbar zwischen dieser Firma und den Anlegern auf Basis von Investmentvertr\u00e4gen.\n  <\/p>\n<p>            Daniel B. aus Augsburg soll Portfolios seiner Anlagekunden fingiert haben<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Staatsanwaltschaft Andreas Breitschaft wirft Daniel B. vor, entgegen seiner Zusage gegen\u00fcber den jeweils Gesch\u00e4digten &#8211; \u201ewie von Anfang beabsichtigt\u201c &#8211; die Geldbetr\u00e4ge nicht angelegt zu haben. Stattdessen soll der Augsburger Beamte die Gelder \u00fcberwiegend f\u00fcr seine eigene Lebensf\u00fchrung verwendet haben. Um seine Opfer im Glauben zu wiegen, alles habe seine Richtigkeit, soll er sich in einigen F\u00e4llen sogenannter Visualisierungstools bedient haben. Die Gesch\u00e4digten konnten, so sieht es die Staatsanwaltschaft, ihr angeblich angelegtes Portfolio einsehen und die Wertentwicklung verfolgen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Tats\u00e4chlich aber soll ein Portfolio gar nicht existiert haben, die Daten waren wohl fiktiv. \u201eDer Angeschuldigte handelte jeweils in der Absicht, sich durch die fortgesetzte Begehung von Betrugstaten eine Einnahmequelle von einiger Dauer und einigem Umfang zu verschaffen, mithin gewerbsm\u00e4\u00dfig\u201c, so Breitschaft bei der Anklageverlesung. Daniel B. r\u00e4umt vor Richterin Cornelia Seidl alle Tatvorw\u00fcrfe ein. \u201eIch bereue zutiefst, was ich getan habe\u201c, sagt er mit fester Stimme und erkl\u00e4rt ausf\u00fchrlich, wie es so weit kommen konnte und warum er sich als \u201egr\u00f6\u00dfter Versager der Welt\u201c bezeichnet. Demnach nahm das Ungl\u00fcck seinen Lauf, als er \u00fcber die Arbeit seine zweite Ehefrau, ebenfalls eine Juristin, vor einigen Jahren kennenlernte. Seine Seelenverwandte sei sie, seine gro\u00dfe Liebe. Und offenbar eine Frau mit sehr hohen Anspr\u00fcchen.\n  <\/p>\n<p>            Spitzenbeamter aus Augsburg vor Gericht: Die Anspr\u00fcche meiner Frau stiegen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Sie wolle einen wohlhabenden Ehemann, habe sie ihm von Anfang an klargemacht. Der Angeklagte berichtet, wie er f\u00fcr ihren gehobenen Lebensstandard zun\u00e4chst eine Erbschaft und Ersparnisse aufgebraucht, dann ein Darlehen von 50.000 Euro aufgenommen habe. Sp\u00e4testens zur Corona-Zeit und nach ihrer Hochzeitsreise auf die Malediven sei das Geld immer knapper geworden. W\u00e4hrend die Anspr\u00fcche seiner Frau weiter stiegen &#8211; \u201esie wollte einmal im Jahr auf die Malediven und nach Mykonos und vier bis f\u00fcnf Mal nach Dubai\u201c &#8211; sei seine Angst, sie verlieren zu k\u00f6nnen, gr\u00f6\u00dfer geworden. Ein Augsburger Unternehmer, mit dem er sich angefreundet hatte, habe ihn best\u00e4rkt, sich auch selbstst\u00e4ndig zu machen.\n  <\/p>\n<p>            Seine Ehefrau soll ihn mit High Heel attackiert haben<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Beide h\u00e4tten sich viel \u00fcber Aktienhandel ausgetauscht. Die Idee des Anlagegesch\u00e4fts entstand. B. habe einen Freelancer einen Algorithmus programmieren lassen. Weil er finanziell immer mehr unter Druck geriet, habe er begonnen, Investorengelder selbst zu nutzen. \u201eIch trank viel Alkohol und begann meine Ehefrau \u00fcber meine gesch\u00e4ftlichen Erfolge zu bel\u00fcgen.\u201c Er spricht von einem \u201eDoppelleben\u201c, die berufliche Karriere als Beamter in M\u00fcnchen auf der einen Seite, das einger\u00e4umte betr\u00fcgerische Gesch\u00e4ft auf der anderen. Er selbst gibt sich vor Gericht als Mensch, der gerne im T-Shirt und mit Basecap herumgelaufen w\u00e4re. Doch seine Frau habe ihn gedr\u00e4ngt, sich schicker zu kleiden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die 39-J\u00e4hrige forderte ihm zufolge teure Kleidung und Taschen, vor allem wenn sie diese bei anderen Frauen gesehen habe. Immer wieder \u00fcberwies er ihr daf\u00fcr Geld, insgesamt 166.000 Euro, erkl\u00e4rt er der Richterin. Es soll ihr nicht gen\u00fcgt haben. Im vergangenen Jahr habe ihn seine Frau zweimal t\u00e4tlich angegriffen. Dabei sei sie einmal mit einem High Heel auf ihn losgegangen. \u201eMein Zehennagel war gespalten.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u00dcber zehn Zeugen sollen in dem Verfahren mit mehreren Verhandlungstagen vernommen werden. Ein Urteil soll noch im August fallen.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Ina Marks<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Betrugsprozess<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Augsburg<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Staatskanzlei-Beamte Daniel B. f\u00fchrte mit seiner Frau ein Leben auf der \u00dcberholspur: Luxusreisen nach Dubai oder Mykonos,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":325792,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-325791","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114986873312888419","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/325791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=325791"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/325791\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/325792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=325791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=325791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=325791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}