{"id":326255,"date":"2025-08-07T14:01:10","date_gmt":"2025-08-07T14:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/326255\/"},"modified":"2025-08-07T14:01:10","modified_gmt":"2025-08-07T14:01:10","slug":"vom-zauber-des-schreibens-erzaehlens-und-vorlesens-besonderes-format-in-wuppertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/326255\/","title":{"rendered":"Vom Zauber des Schreibens, Erz\u00e4hlens und Vorlesens: Besonderes Format in Wuppertal"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Konzept ist immer das gleiche: Drei Autorinnen und Autoren der Region lesen f\u00fcr je 20 Minuten ein noch nicht ver\u00f6ffentlichtes Werk oder Teile davon vor. Anschlie\u00dfend tritt er oder sie f\u00fcr zehn Minuten in den Dialog mit dem Publikum, um Feedback und Anregungen einzuholen. Zur vierten Sitzung der Werkstattlesung vom Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) Wuppertal in Kooperation mit dem Literaturhaus Wuppertal lasen Gudrun Tossing, Zdravko Luburic und Matthias R\u00fcrup ihre Texte in den Quartiersr\u00e4umen des Wilhelm-D\u00f6rpfeld-Gymnasiums am Montagabend.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Autorin und Wissenschaftlerin Gudrun Tossing er\u00f6ffnete den Abend mit dem ersten Kapitel ihres noch unver\u00f6ffentlichten Romans \u201eDie Reise der blauen Kojoten\u201c. Die Geschichte ist als Parodie auf klassische Fantasy angelegt und f\u00fchrt im ersten Kapitel von Kalifornien bis ins Yukon-Gebiet. Erz\u00e4hlt wird die Geschichte aus der Sicht von zwei blauen Kojoten, die sich durch verschiedene Texte der Autorin ziehen und es sogar als Symbol auf ihre Visitenkarte geschafft haben. Tossings Schreiben ist durchzogen von satirischen Elementen. Besonders wichtig f\u00fcr sie sei das Verwenden einer nat\u00fcrlichen Sprache, die nicht k\u00fcnstlich ver\u00e4ndert wurde. Der vorgetragene Text entstand bereits vor einigen Jahren, ist aber bislang unver\u00f6ffentlicht. Das Publikum reagierte mit gro\u00dfem Interesse und lobte besonders den feinen Humor, die lebendige Sprache und die damit aufsteigende Spannung.<\/p>\n<p>Eindrucksvolles Klangbild <br \/>der Sprache      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zdravko Luburic lebt in Lennep und ist kroatischer Schriftsteller und studierter kooperativer Ethnologe. Er bezeichnet sein Schaffen als \u201ePoesie in Prosa\u201c, denn in der Prosa f\u00fchle er sich zu Hause. Sie gleiche einem freien Vogel, der immer in die Mitte des Geschehens fliege. Bezeichnend f\u00fcr seinen Schreibstil ist zudem das h\u00e4ufige Verwenden von erweiterten Metaphern. \u201eMetaphern sind etwas Besonderes f\u00fcr mich. Poesie sucht einen Anker, eine andere Struktur der Inspiration.\u201c Diese kann er in seinen Prosagedichten auf seine pers\u00f6nliche Weise einarbeiten. Sein Roman entsteht derzeit noch. Das Publikum hob nach dem H\u00f6ren der Textausschnitte besonders das eindrucksvolle Klangbild seiner Sprache hervor.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Matthias R\u00fcrup, Vorsitzender des Literaturhauses und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f\u00fcr Bildungsforschung an der Bergischen Universit\u00e4t, las seine insgesamt dritte Kurzgeschichte vor, die den Titel \u201eHolger die Fee\u201c tr\u00e4gt. Sein Ziel ist es, bereits bekannte M\u00e4rchen neu zu erz\u00e4hlen und dabei auf eine Art neu zu spinnen, die man so nicht erwartet h\u00e4tte. Humorvoll erz\u00e4hlt er vorab, dass er die Kurzgeschichte erst eine Woche vorher fertiggestellt h\u00e4tte und es deshalb im wahrsten Sinne des Wortes noch eine Werkstatterz\u00e4hlung sei. Davon war jedoch nichts zu sp\u00fcren. Gebannt lauschte das Publikum, das die Geschichte anschlie\u00dfend als \u201eZauber des Erz\u00e4hlens\u201c bezeichnete, denn \u201edu hast erz\u00e4hlt und wir waren alle gefesselt\u201c. Und das, obwohl die Kurzgeschichte aufgrund der Zeit nicht zu Ende gelesen werden konnte. \u201eHolger die Fee\u201c ist nicht nur f\u00fcr Erwachsene, sondern auch f\u00fcr Kinder und Jugendliche geeignet. Bisher ist noch keine Ver\u00f6ffentlichung hierf\u00fcr geplant.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Zuletzt wies der Moderator des Abends Dieter Jandt noch auf die n\u00e4chste Werkstattlesung am 6. Oktober um 19.30 Uhr hin, bevor anschlie\u00dfend alle untereinander ins Gespr\u00e4ch kamen. Wie immer ist der Eintritt frei, eine Anmeldung muss vorab nicht erfolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Konzept ist immer das gleiche: Drei Autorinnen und Autoren der Region lesen f\u00fcr je 20 Minuten ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":326256,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[79235,3364,29,30,70197,22937,92665,1209,5209,2044,92666,1300,92664,10421,92667,92663,4418],"class_list":{"0":"post-326255","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-anschliessend","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-gudrun","13":"tag-literaturhaus","14":"tag-luburic","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-publikum","17":"tag-schriftsteller","18":"tag-schriftstellerinnen","19":"tag-sprache","20":"tag-tossing","21":"tag-werk","22":"tag-werkstatterzaehlung","23":"tag-werkstattlesung","24":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114987852425688327","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/326255","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=326255"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/326255\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/326256"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=326255"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=326255"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=326255"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}