{"id":326522,"date":"2025-08-07T16:22:13","date_gmt":"2025-08-07T16:22:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/326522\/"},"modified":"2025-08-07T16:22:13","modified_gmt":"2025-08-07T16:22:13","slug":"ard-deutschlandtrend-wenig-vertrauen-in-krisenkompetenz-des-kanzlers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/326522\/","title":{"rendered":"ARD-DeutschlandTrend: Wenig Vertrauen in Krisenkompetenz des Kanzlers"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 07.08.2025 18:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Nach kurzer Stimmungsaufhellung geht es bergab f\u00fcr Kanzler Merz: Au\u00dfenpolitische Krisen treffen auf innenpolitische Herausforderungen. Wie der ARD-DeutschlandTrend zeigt, mangelt es an Vertrauen in die Bundesregierung, diese Probleme zu l\u00f6sen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/claudia-mueller-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Claudia M\u00fcller\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/claudia-mueller-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKanzler Friedrich Merz hatte die Latte in seiner ersten Regierungserkl\u00e4rung hoch geh\u00e4ngt. Schon im Sommer sollten die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sp\u00fcren, dass sich etwas ver\u00e4ndere im Land und es vorangehe. So formulierte er es. Nach fast 100 Tagen im Amt und mitten in besagtem Sommer stellen die Deutschen dem neuen Kanzler und seinem Kabinett jedoch ein \u00fcberwiegend schlechtes Zeugnis aus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00dcber die Bundesregierung sagen 29 Prozent, dass sie mit deren Arbeit zufrieden sind &#8211; das sind zehn Punkte weniger als im Vormonat. Aktuell sind hingegen 69 Prozent unzufrieden. Mit der Arbeit des Bundeskanzlers pers\u00f6nlich sind nur knapp ein Drittel (32 Prozent) zufrieden &#8211; und damit eine Mehrheit von zwei Dritteln (65 Prozent) unzufrieden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n42 Prozent meinen zwar, Friedrich Merz sei dem Amt des Bundeskanzlers gewachsen. Aber er hat darin noch nicht wachsen k\u00f6nnen. Denn vor seinem Amtsantritt waren es \u00e4hnlich viele (43 Prozent), die ihm diese Rolle zutrauten. Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze liefern weitere Zahlen des ARD-DeutschlandTrends, der von Montag bis Mittwoch dieser Woche repr\u00e4sentativ 1.321 B\u00fcrger befragt hat.<\/p>\n<p>    Wenig Vertrauen in Merz<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Gegensatz zu seinem Vorg\u00e4nger Olaf Scholz ist Merz in seiner Kommunikation weniger zur\u00fcckhaltend. Den Kommunikationsstil des neuen Kanzlers findet eine Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) aber nicht \u00fcberzeugend, nur 34 Prozent beurteilen ihn positiv. Zudem meint nur ein Viertel (26 Prozent, -3 im Vgl. zu Februar), Merz sei jemand, dem man vertrauen kann.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin weiterer Negativpunkt auf dem Zeugnis: Die Deutschen sehen keine Krisenkompetenz beim Kanzler. Nur 29 Prozent sind der Ansicht, Merz k\u00f6nne das Land gut durch eine Krise f\u00fchren &#8211; 10 Punkte weniger als zum Zeitpunkt der Bundestagswahl. Und an Krisen mangelt es nicht: stagnierende Wirtschaft, steigende US-Z\u00f6lle, die Kriege in der Ukraine und in Gaza sind nur einige der gro\u00dfen Themen, die die Bundesregierung bearbeiten muss.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDazu ein Koalitionsvertrag, der bewusst viele Details offen gehalten hat, was wiederum zu dauerhaften Auseinandersetzungen innerhalb der Koalition f\u00fchrt. Au\u00dferdem steht das Regierungsb\u00fcndnis immer wieder vor der Herausforderung, eine gro\u00dfe Spannbreite an Positionen vereinen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>    Unzufriedenheit mit Ukraine-Kurs<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMerz ist einige au\u00dfenpolitische Themen schnell angegangen. Er kn\u00fcpfte neue Bande zu europ\u00e4ischen Staaten, beanspruchte eine F\u00fchrungsrolle Deutschlands innerhalb der NATO und hinterlegte das mit dem Bekenntnis, die Verteidigungsausgaben auf f\u00fcnf Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGleichzeitig sind nur 34 Prozent der Deutschen von seinem Kurs bez\u00fcglich des Krieges gegen die Ukraine \u00fcberzeugt. Durchaus denkbar ist, dass in diesen Zahlen auch die immer sichtbarere Machtlosigkeit Deutschlands und der EU gegen\u00fcber den USA und dem US-Pr\u00e4sident Donald Trump sichtbar wird.<\/p>\n<p>    Sorge um deutsche Wirtschaft trotz Zolleinigung hoch<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch auf einem weiteren Feld, der Zollpolitik, hatte es zuletzt zwar <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/zollstreit-einigung-100.html\" title=\"EU und USA einigen sich auf Kompromiss im Zollstreit\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine Einigung zwischen der Europ\u00e4ischen Union und den USA<\/a> gegeben, auf die Merz auch gedr\u00e4ngt hatte. Nach der Einigung kommentierte er diese jedoch selbst wenig enthusiastisch: Mehr sei nicht zu erreichen gewesen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWenn dann nur ein Drittel (35 Prozent) der Ansicht ist, Merz setze deutsche Interessen international und in der EU erfolgreich durch, aber 52 Prozent das anders sehen, dann pr\u00e4gen auch solche Zollabkommen das Bild der B\u00fcrger \u00fcber ihren Kanzler. Zumal die Sorge um die deutsche Wirtschaft immer noch hoch ist: 65 Prozent (-5 im Vgl. zu April) machen sich sehr gro\u00dfe oder gro\u00dfe Sorgen, die Zollpolitik der USA k\u00f6nne der deutschen Wirtschaft schaden.<\/p>\n<p>    Mehr Druck aus Israel gefordert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim Thema Zuwanderung folgt eine Mehrheit der Deutschen der Linie des Kanzlers: 52 Prozent finden es gut, wie klar sich Friedrich Merz gegen irregul\u00e4re Migration ausspricht. Zum Zeitpunkt der Bundestagswahl waren es allerdings noch 64 Prozent, die seinem Kurs zustimmten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim Gaza-Krieg hingegen fordern die Menschen mehr von den Verantwortlichen: Zwei Drittel (66 Prozent) erwarten von der Bundesregierung, dass sie gr\u00f6\u00dferen Druck auf die israelische Regierung aus\u00fcbt, um Israel dazu zu bewegen, sein Vorgehen im Gazastreifen zu \u00e4ndern. Gleichzeitig \u00e4u\u00dfern knapp drei Viertel (72 Prozent) gro\u00dfe Sorgen um die Geiseln, die noch von der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen festgehalten werden.<\/p>\n<p>    Misstrauen bez\u00fcglich der Umsetzung von Sozial-Reformen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZu den au\u00dfenpolitischen Herausforderungen kommen gro\u00dfe innenpolitische Probleme: So fehlen zunehmend j\u00fcngere Menschen, die die Renten-, Pflege- und Krankenversicherung finanzieren k\u00f6nnen. Die Bundesregierung will deshalb Reformen erarbeiten. \u00dcber diesen Reformbedarf sind sich die politisch Verantwortlichen und die B\u00fcrger einig: Bei der gesetzlichen Rentenversicherung sehen 49 Prozent den Bedarf einer grundlegenden Reform, 36 Prozent w\u00fcnschen sich gezielte Anpassungen und nur 11 Prozent meinen, es sollte so bleiben wie es ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00c4hnlich sehen die Zahlen aus, wenn nach der Pflegeversicherung gefragt wird: 42 Prozent wollen eine grundlegende Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung, 43 Prozent gezielte Anpassungen und 9 Prozent wollen nichts \u00e4ndern. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sprechen sich 44 Prozent f\u00fcr grundlegende Reformen aus, 39 Prozent f\u00fcr gezielte Anpassungen und 13 Prozent f\u00fcr keine \u00c4nderungen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs fehlt aber das Vertrauen in die Regierung, dass sie die notwendigen Ma\u00dfnahmen auch einleitet, um diese Bereiche zukunftssicher zu machen. Von denjenigen, die Reformbedarf sehen, haben wiederum 81 Prozent kein Vertrauen, dass bei der gesetzlichen Rente etwas geschieht, 75 Prozent \u00e4u\u00dfern dieses Misstrauen in Sachen Pflegeversicherung und 72 Prozent bei der Krankenversicherung.<\/p>\n<p>    Sonntagsfrage: CDU verliert, AfD wieder auf H\u00f6chstwert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der Sonntagsfrage sinkt die Union leicht ab und liegt aktuell bei 27 Prozent (-3 im Vgl. zu Juli). Die AfD k\u00e4me mit 24 Prozent (+1) erneut auf ihren bisherigen H\u00f6chstwert im ARD-DeutschlandTrend aus dem April 2025. Die SPD bliebe unver\u00e4ndert bei 13 Prozent, genauso wie die Gr\u00fcnen bei 12 Prozent und die Partei Die Linke bei 10 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie anderen Parteien, darunter das BSW mit 3 Prozent (-1) und die FDP mit 4 Prozent (+1) w\u00e4ren derzeit ohne Chance auf einen Parlamentseinzug.<\/p>\n<p>Untersuchungsanlage<\/p>\n<p>            <strong>Grundgesamtheit:<\/strong> Wahlberechtigte in Deutschland<br \/><strong>Erhebungsmethode:<\/strong> Zufallsbasierte Online- und Telefon-Befragung (davon 60 Prozent Festnetz, 40 Prozent Mobilfunk)<br \/><strong>Erhebungszeitraum: <\/strong>4. bis 6. August 2025<br \/><strong>Fallzahl: <\/strong>1.321 Befragte (788 Telefoninterviews und 533 Online-Interviews)<br \/><strong>Gewichtung:<\/strong> nach soziodemographischen Merkmalen und R\u00fcckerinnerung Wahlverhalten<br \/><strong>Schwankungsbreite: <\/strong>2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent, 3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent<br \/><strong>Durchf\u00fchrendes Institut:<\/strong> infratest dimap<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sind auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Pr\u00e4zision zu vermeiden. Denn f\u00fcr alle repr\u00e4sentativen Befragungen m\u00fcssen Schwankungsbreiten ber\u00fccksichtigt werden. Diese betragen im Falle einer Erhebung mit 1.000 Befragten bei gro\u00dfen Parteien rund drei Prozentpunkte, bei kleineren Parteien etwa einen Punkt. Hinzu kommt, dass der Rundungsfehler f\u00fcr kleine Parteien erheblich ist. Aus diesen Gr\u00fcnden wird keine Partei unter drei Prozent in der Sonntagsfrage ausgewiesen.\n        <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.08.2025 18:00 Uhr Nach kurzer Stimmungsaufhellung geht es bergab f\u00fcr Kanzler Merz: Au\u00dfenpolitische Krisen treffen auf innenpolitische&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":326523,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,5297,30,13,14,15,12,13842,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-326522","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-deutschlandtrend","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-sonntagsfrage","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114988406749988893","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/326522","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=326522"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/326522\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/326523"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=326522"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=326522"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=326522"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}