{"id":326881,"date":"2025-08-07T19:34:21","date_gmt":"2025-08-07T19:34:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/326881\/"},"modified":"2025-08-07T19:34:21","modified_gmt":"2025-08-07T19:34:21","slug":"us-konzern-will-insolventen-batteriehersteller-northvolt-uebernehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/326881\/","title":{"rendered":"US-Konzern will insolventen Batteriehersteller Northvolt \u00fcbernehmen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 07.08.2025 17:13 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Durch die Pleite des schwedischen Batterieherstellers Northvolt drohte ein Verlust von millionenschweren F\u00f6rdergeldern in Deutschland. Nun springt ein US-Unternehmen ein und will auch das geplante Werk in Schleswig-Holstein weiterbauen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas US-Unternehmen Lyten will alle verbliebenen Standorte des insolventen schwedischen Batterieherstellers Northvolt \u00fcbernehmen. Auch die im Bau befindliche Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein soll \u00fcbernommen werden. Das teilte das im kalifornischen San Jose ans\u00e4ssige Unternehmen mit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLyten hatte sich bereits im November 2024 ein gro\u00dfes Northvolt-Werk in Kalifornien gesichert. Vor rund einem Monat hatte das Unternehmen aus dem Silicon Valley zudem verk\u00fcndet, das gro\u00dfe Werk der Schweden im polnischen Danzig zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNun habe man eine verbindliche Vereinbarung zum Erwerb der Northvolt-Stammfabrik samt Expansionswerk im schwedischen Skellefte\u00e5, des Entwicklungszentrums Northvolt Labs in V\u00e4ster\u00e5s, der geplanten Fabrik Northvolt Drei bei Heide sowie s\u00e4mtlichen geistigen Eigentums abgeschlossen, teilte Lyten mit. Diese Verm\u00f6genswerte seien zuvor auf insgesamt f\u00fcnf Milliarden Dollar (umgerechnet rund 4,3 Milliarden Euro) gesch\u00e4tzt worden. Der Betrieb an den beiden schwedischen Standorten werde nach dem Abschluss der Transaktion wieder aufgenommen.<\/p>\n<p>    Insolvenz im M\u00e4rz<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNorthvolt galt als Hersteller von Batterien f\u00fcr E-Autos lange Zeit als gro\u00dfe Hoffnung der europ\u00e4ischen Automobilbranche. Die Schweden expandierten, mussten jedoch immer wieder neue R\u00fcckschl\u00e4ge wie den R\u00fcckzug eines Milliardenauftrags f\u00fcr Batteriezellen durch den Autobauer BMW verkraften und mit immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Schulden ringen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor knapp einem Jahr zog das Unternehmen in Schweden dann die erste Rei\u00dfleine, indem es die Entlassung von sch\u00e4tzungsweise 1.600 Besch\u00e4ftigten in Schweden ank\u00fcndigte und gleichzeitig diverse Expansionspl\u00e4ne auf Eis legte. Im November beantragte das Unternehmen Gl\u00e4ubigerschutz in den USA und hoffte auf ein erfolgreiches Restrukturierungsverfahren.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch auch das half nichts. Im M\u00e4rz meldete der Batteriehersteller dann in seinem Heimatland Schweden Insolvenz an. Es sei trotz intensiver Gespr\u00e4che nicht gelungen, die Voraussetzungen f\u00fcr ein \u00dcberleben des Unternehmens in seiner jetzigen Form zu schaffen, hatte das Unternehmen mitgeteilt. Das deutsche Tochterunternehmen Northvolt Germany ist zwar eine eigenst\u00e4ndige Gesellschaft, als Teil des insolventen Mutterkonzerns aber indirekt von dem Verfahren betroffen.\u00a0<\/p>\n<p>    Millionen Steuergelder stehen auf dem Spiel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBis zur \u00dcbernahme d\u00fcrften allerdings noch Monate vergehen: Lyten rechnet damit, die \u00dcbernahmen im vierten Quartal abzuschlie\u00dfen, nachdem alle erforderlichen beh\u00f6rdlichen Genehmigungsprozesse in Schweden, Deutschland und der EU durchlaufen wurden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHinsichtlich der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/technologie\/northvolt-fabrik-norderwoehrden-100.html\" title=\"Weg endg\u00fcltig frei f\u00fcr Northvolt-Batteriefabrik bei Heide\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fabrik bei Heide<\/a> arbeite man mit Northvolt und der Bundesregierung daran, an dem Programm festzuhalten, eine Batterieproduktionsanlage mit einer Anfangskapazit\u00e4t von 15 Gigawattstunden zu errichten. Dabei geht es sicher auch um einst Northvolt zugesicherte F\u00f6rdermittel. Bei der staatlichen F\u00f6rderung droht ein Millionenverlust f\u00fcr den Steuerzahler. Northvolt hatte von der staatlichen F\u00f6rderbank KfW f\u00fcr den geplanten Fabrikbau bei Heide eine Wandelanleihe rund 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land b\u00fcrgten daf\u00fcr jeweils zur H\u00e4lfte. Hinzu kamen 20 Millionen Euro f\u00fcr Zinsen und Verfahrenskosten. Ein Teil des Geldes soll noch vorhanden sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther nannte den Vorvertrag eine erfreuliche Nachricht. &#8222;Bis zum endg\u00fcltigen Abschluss, dem Closing, m\u00fcssen allerdings noch einige H\u00fcrden genommen, insbesondere Einzelheiten und Vollzugsbedingungen in Schweden und Deutschland gekl\u00e4rt werden.&#8220; Das werde voraussichtlich einige Wochen bis Monate dauern, so der CDU-Politiker.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.08.2025 17:13 Uhr Durch die Pleite des schwedischen Batterieherstellers Northvolt drohte ein Verlust von millionenschweren F\u00f6rdergeldern in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":326882,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,13,14,15,794,12,1319],"class_list":{"0":"post-326881","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-northvolt","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-schweden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114989162043430760","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/326881","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=326881"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/326881\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/326882"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=326881"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=326881"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=326881"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}