{"id":326955,"date":"2025-08-07T20:14:12","date_gmt":"2025-08-07T20:14:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/326955\/"},"modified":"2025-08-07T20:14:12","modified_gmt":"2025-08-07T20:14:12","slug":"anupama-kundoo-was-lesen-sie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/326955\/","title":{"rendered":"Anupama Kundoo: Was lesen Sie?"},"content":{"rendered":"<p>Was lesen Sie?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Das ist eine sehr schwierige Frage, und eigentlich sollte ich das wohl gar nicht sagen. Ich bin Architektin, aber ich bin auch Akademikerin. Deswegen muss ich viele Dinge zur Recherche lesen, die ich oft nicht mit richtigem Lesen in Verbindung bringe. Ich mag B\u00fccher, die sich mit dem Leben im Allgemeinen befassen. Auf meinem Nachttisch kann man von Poesie bis zu alten Weisheiten oder Texten, die Menschen vor langer Zeit, vor der Kolonisierung, geschrieben haben, finden. Gerade liegt da zum Beispiel das Mahabharata, ein indisches Epos. Ich finde es spannend zu sehen, welche grundlegenden Dinge in unserer sich schnell ver\u00e4ndernden Welt konstant bleiben. Eines der B\u00fccher, das ich derzeit wieder lese, ist \u201eDie Poetik des Raumes\u201c von Gaston Bachelard, auf das ich immer wieder zur\u00fcckkomme. Es schl\u00e4gt den Bogen von der Psychoanalyse zur Poesie. Es n\u00e4hert sich der Architektur aus vielen verschiedenen Perspektiven. Ich habe auch schon ein paar Seiten von \u201eFrei \u2013 Das Ende der Welt, wie wir sie kennen\u201c von Lea Ypi gelesen. Ein Memoir \u00fcber das Aufwachsen in den letzten Tagen des kommunistischen Albaniens, aber das hebe ich mir f\u00fcr die Sommerferien auf.<\/p>\n<p>Welches Buch haben Sie im B\u00fccherschrank, das Sie bestimmt nie lesen werden?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Ich habe einige B\u00fccher, die von meinen Freunden oder Menschen, die ich kenne und mag, geschrieben wurden, und die ich gerne in meinem B\u00fccherregal aufbewahre. Einige von ihnen m\u00f6chte ich, wenn ich ehrlich bin, aber gar nicht lesen. Ich bin stolz auf das, was meine Freunde da geschaffen haben, und das Buch erinnert mich an sie. Aber ich muss diese B\u00fccher nicht unbedingt lesen. Dann gibt es B\u00fccher, die ich in meiner Muttersprache kenne und die ich sp\u00e4ter auf Englisch gefunden habe, die ich aber nicht nochmal lesen muss, weil ich ihren Inhalt kenne. B\u00fccher sind ja auch Objekte. Sie rufen Erinnerungen wach oder lassen Assoziationen zu. Denn auch, wenn ich diese B\u00fccher nicht lese, haben sie immer noch eine Ausstrahlung, einen emotionalen Wert. Aber diese B\u00fccher sind die Ausnahme in meinem Regal. Eigentlich sammle ich keine unn\u00fctzen Dinge und ich fetischisiere B\u00fccher auch nicht als Objekte, von denen man m\u00f6glichst viele besitzen sollte.<\/p>\n<p><strong>Anupama Kundoo ist Architektin und Professorin f\u00fcr Architektur an der Technischen Universit\u00e4t Berlin.<\/strong> Sie lehrt unter anderem in Yale und an der Columbia University. Ihre Laufbahn startete sie 1990 in Auroville, in ihrem Heimatland Indien. Sie besch\u00e4ftigt sich damit, wie unsere St\u00e4dte sich durch die Urbanisierung und den Klimawandel ver\u00e4ndern werden, und betreibt Studios in Berlin, Mumbai und Pondicherry. <\/p>\n<p><strong>In der Sonntagszeitung vom 10. August<\/strong> finden sich zus\u00e4tzlich die Antworten von Anupama Kundoo auf die Fragen, was sie sieht, was sie h\u00f6rt &#8211; und was sie nervt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was lesen Sie? 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