{"id":327384,"date":"2025-08-08T00:06:20","date_gmt":"2025-08-08T00:06:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/327384\/"},"modified":"2025-08-08T00:06:20","modified_gmt":"2025-08-08T00:06:20","slug":"muenchen-die-roehren-im-olympischen-dorf-muessen-dringend-saniert-werden-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/327384\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Die R\u00f6hren im Olympischen Dorf m\u00fcssen dringend saniert werden &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Rohre regen die Fantasie an, das steht mal fest: wie sie scheinbar aus dem Boden kommen und in einer kunstvollen Anordnung in 3,5 Metern H\u00f6he \u00fcber den K\u00f6pfen der Menschen verlaufen und sich in das <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Olympiadorf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Olympiadorf<\/a> hinein ver\u00e4steln. Welchen Zweck diese Rohre und ihre Farben blau, gr\u00fcn, orange, gelb, rot und wei\u00df wohl haben? Gaspipelines sind es wohl eher nicht. Ein Rohrpostsystem? Unwahrscheinlich. Wasserleitungen oder Heizungsrohre? Ergibt auch nicht so richtig Sinn.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Antwort ist viel einfacher und sch\u00f6ner: Die Rohre sind in erster Linie Kunst. Entworfen und realisiert hat sie in den Jahren 1971 und 1972 der \u00f6sterreichische Architekt Hans Hollein. \u201eMedia-Linien\u201c hei\u00dft das insgesamt 1,6 Kilometer lange Rohrsystem bis heute.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Und Hollein hat sein Kunstwerk mit allerhand praktischen Funktionen versehen: Die Rohre dienen bis heute als Wegweiser und f\u00fcr die Beleuchtung. Fr\u00fcher konnte an manchen Stellen auch warme Luft herausgeblasen werden, es gab Lautsprecher, und oben zwischen den Rohren teils feste \u00dcberdachungen und Sonnensegel.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/gute-nachrichten-muenchen-whatsapp-kanal-sueddeutsche-zeitung-li.3282233\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;gute_nachrichten_aus_muenchen_jetzt_auf_whatsapp_abonnieren&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3282233&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;free&quot;,&quot;section&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedemuenchengute-nachrichten-muenchen-whatsapp-kanal-sueddeutsche-zeitung-li3282233\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1754611578_304_97c098fc-5b07-45f5-80e8-251184ccdd3f.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>SZ Good News<\/p>\n<p>:Gute Nachrichten aus M\u00fcnchen \u2013 jetzt auf Whatsapp abonnieren<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Mehr positive Neuigkeiten im Alltag: Die S\u00fcddeutsche Zeitung verbreitet jeden Tag auf Whatsapp ausschlie\u00dflich sch\u00f6ne und heitere Nachrichten aus M\u00fcnchen und der Region. So k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">So stehen die Media-Linien f\u00fcr die Aufbruchstimmung, die die Olympischen Spiele 1972 in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> in vielen Teilen der Gesellschaft ausgel\u00f6st haben. Heute sind sie ein elementarer Teil des denkmalgesch\u00fctzten Ensembles Olympisches Dorf, in dem etwa 7000 Menschen leben. Die Farben leiten \u00fcbrigens zu den Wohnstra\u00dfen im Dorf: blau in die Connollystra\u00dfe, gr\u00fcn in die Nadistra\u00dfe, orange in die Stra\u00dfbergerstra\u00dfe. Die Schilder mit den Hausnummern haben jeweils das gleiche Farbdesign. Im Zentrum des Dorfs am Helene-Mayer-Ring gibt es die Farben gelb, rot und wei\u00df.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Aber klar ist auch, dass die mehr als 50 Jahre alten Media-Linien schon bessere Tage hatten. Die technischen Funktionen von damals gibt es nicht mehr, ebenso wenig die D\u00e4cher, unter denen sich die Menschen fr\u00fcher abends versammelt haben. Die damals eigens angefertigten gebogenen Leuchtr\u00f6hren sind ersetzt durch schmucklose Standardbeleuchtung. Kurzum, die Media-Linien brauchen eine Auffrischung \u2013 auch um dem <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Denkmalschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Denkmalschutz<\/a> gerecht zu werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Verantwortlich daf\u00fcr ist die Olympiadorf-Betrieb Beteiligungsgesellschaft (ODBG), die im Auftrag der Grundeigent\u00fcmer das Olympiadorf bewirtschaftet. Eine erste \u00fcberschl\u00e4gige Berechnung hat f\u00fcr die Sanierung Gesamtkosten von knapp drei Millionen Euro ergeben. \u201eEs ist mir eine Herzensangelegenheit, dass wir die Sachen erneuern\u201c, sagt der ODBG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Herbert Hantelmann. \u201eWir haben daf\u00fcr auch R\u00fccklagen in H\u00f6he von 415 000 Euro, aber die Eigent\u00fcmer wollen, dass ihnen unter die Arme gegriffen wird.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Weil neben der Finanzierung auch einige technische Fragen zu kl\u00e4ren sind, haben Hantelmann und Friederike Schuler vom Kulturreferat k\u00fcrzlich ein Dutzend Expertinnen und Experten zusammengetrommelt: aus den Denkmalschutzbeh\u00f6rden von Freistaat und Stadt, aus Ingenieurb\u00fcros \u2013 und von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) aus Berlin.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/068b17e3-d50d-4bbd-8725-4a6fcdee7a48.jpg\"   alt=\"Die Farben der R\u00f6hren leiten zu den Wohnstra\u00dfen im Dorf: blau in die Connollystra\u00dfe.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Die Farben der R\u00f6hren leiten zu den Wohnstra\u00dfen im Dorf: blau in die Connollystra\u00dfe. (Foto: Johannes Simon)<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/b5ca1d5f-24a8-40a3-b8c1-bd47ab566948.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/> (Foto: Johannes Simon)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Eines der wichtigsten Ergebnisse der Runde: Die Sanierung der Media-Linien ist im bundesweiten Interesse. \u201eIch finde das Projekt gro\u00dfartig und absolut f\u00f6rderw\u00fcrdig f\u00fcr uns, wir wollen unbedingt dabei sein\u201c, sagte Guido Siebert von der DSD, die sich als gr\u00f6\u00dfte private Initiative f\u00fcr Denkmalschutz in Deutschland bezeichnet, am Ende des Fachgespr\u00e4chs. Als denkbare F\u00f6rdersumme stellte er \u00fcber mehrere Jahre je 50 000 bis 80 000 Euro in den Raum. Auch Freistaat und Stadt haben kleinere Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Planung in Aussicht gestellt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Kostenpunkt ist die Linienbeleuchtung \u00fcber die gesamte Strecke von mehr als 1,5 Kilometern. Die gebogenen Glasr\u00f6hren aus den Siebzigerjahren w\u00e4ren heute weder technisch zeitgem\u00e4\u00df noch zul\u00e4ssig. Alternativen, die biegbar, bezahlbar, robust und m\u00f6glichst leicht zu warten sind, gibt es auf dem Weltmarkt nur wenige, wie Katrin Rohr vom Lichtdesignb\u00fcro Luxophil recherchiert hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/55f7159e-ced9-4829-967e-349e2c6f08a6.jpg\"   alt=\"Der gr\u00f6\u00dfte Kostenpunkt ist die Beleuchtung.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Der gr\u00f6\u00dfte Kostenpunkt ist die Beleuchtung. (Foto: Johannes Simon)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Eine technische Herausforderung sind auch die \u00dcberdachungen zwischen den Rohren, die es k\u00fcnftig an manchen Stellen geben soll. Die alten Konstruktionen sind nicht erhalten, es gibt auch keine Dokumente mehr \u00fcber die damals verwendeten Materialien. Florian Weininger vom Ingenieurb\u00fcro Leicht erl\u00e4uterte, dass man vermutlich am besten mit glasfaserverst\u00e4rktem Kunststoff arbeite. Ebenso im Raum steht die Idee, wieder blau-wei\u00df gestreifte Markisen anzubringen. Die aber k\u00f6nnen nicht dauerhaft h\u00e4ngen, da auf den Pl\u00e4tzen im Olympiadorf der Wind manchmal heftig pfeift. \u00c4hnlich wie bei der Beleuchtung sind auch bei der \u00dcberdachung noch weitere Recherchen n\u00f6tig.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Und die Sanierung der Media-Linien ist nicht das einzige Projekt. Auf dem Forum, einem zentralen Platz im Dorf, steht die sogenannte \u201e\u00d6ki-Station\u201c, ein vom Schweizer Designer Franco Clivio zu Olympia 1972 entworfenes \u201e\u00f6kologisches Informationssystem\u201c: In acht Kunststoffstelen waren Anzeigen etwa zur Lufttemperatur, zur Windst\u00e4rke oder dem Luftdruck untergebracht. Die meisten dieser Anzeigen gibt es nicht mehr, immerhin die Uhrzeit in verschiedenen St\u00e4dten der Welt l\u00e4sst sich noch im Design von 1972 ablesen. Auch diese \u00d6ki-Station geh\u00f6rt zum Denkmal Olympisches Dorf und muss saniert werden. Die gesch\u00e4tzten Kosten hierf\u00fcr liegen im niedrigen sechsstelligen Bereich.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Als n\u00e4chsten Schritt werden die ODBG und das Kulturreferat einen F\u00f6rderantrag zur Sanierung der Media-Linien und der \u00d6ki-Station bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einreichen. Weil deren Mittel allein vermutlich nicht reichen werden, hat die Stiftung auch ein Spendenkonto mit dem Stichwort \u201eOlympisches Dorf M\u00fcnchen\u201c eingerichtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Rohre regen die Fantasie an, das steht mal fest: wie sie scheinbar aus dem Boden kommen und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":327385,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[2250,15065,772,3536,29,30,2986,5726,3178,2812,6533,1268,2813,92924,47294,48547,149],"class_list":{"0":"post-327384","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-architektur","9":"tag-architektur-in-muenchen","10":"tag-bayern","11":"tag-denkmalschutz","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-geschichte-muenchens","15":"tag-immobilien-und-wohnen-in-muenchen","16":"tag-milbertshofen","17":"tag-milbertshofen-am-hart","18":"tag-moosach","19":"tag-muenchen","20":"tag-muenchen-stadtteile","21":"tag-olympiadorf","22":"tag-olympische-spiele-1972","23":"tag-schwabing-west","24":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114990231758768653","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/327384","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=327384"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/327384\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/327385"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=327384"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=327384"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=327384"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}