{"id":327500,"date":"2025-08-08T01:13:18","date_gmt":"2025-08-08T01:13:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/327500\/"},"modified":"2025-08-08T01:13:18","modified_gmt":"2025-08-08T01:13:18","slug":"niedersachsen-bremen-viele-heimische-saeugetiere-sind-gefaehrdet-oder-ausgestorben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/327500\/","title":{"rendered":"Niedersachsen &#038; Bremen: Viele heimische S\u00e4ugetiere sind gef\u00e4hrdet oder ausgestorben"},"content":{"rendered":"<p>                    Niedersachsen &amp; Bremen<br \/>\n                Viele heimische S\u00e4ugetiere sind gef\u00e4hrdet oder ausgestorben<\/p>\n<p>\t\t\t\t              07.08.2025, 15:05 Uhr<\/p>\n<p><strong>Erstmals seit rund 30 Jahren wurden f\u00fcr S\u00e4ugetiere und Heuschrecken aktuelle Rote Listen vorgelegt. Der Feldhamster ist eines der gr\u00f6\u00dften Sorgenkinder. Doch es gibt auch Lichtblicke.<\/strong><\/p>\n<p>Hannover (dpa\/lni) &#8211; Mindestens ein Drittel der heimischen S\u00e4ugetiere in Niedersachsen und Bremen ist gef\u00e4hrdet oder bereits ausgestorben. Laut der aktualisierten Roten Liste sind andere fr\u00fcher als ausgestorben geltende Arten hingegen zur\u00fcckgekehrt, wie der Nieders\u00e4chsische Landesbetrieb f\u00fcr Wasserwirtschaft, K\u00fcsten- und Naturschutz (NLWKN) mitteilte.<\/p>\n<p>Die letzte Rote Liste war schon 30 Jahre alt<\/p>\n<p>Die vorgelegten Roten Listen seien die erste Gesamtbewertung seit rund 30 Jahren. Dabei gebe es sowohl positive Entwicklungen als auch deutliche Warnsignale beim Artenschutz, sagte Umwelt- und Artenschutzminister Christian Meyer (Gr\u00fcne).<\/p>\n<p>74 heimische S\u00e4ugetierarten wurden untersucht. Laut der Bewertung eines Expertenteams gelten 35 Prozent der Arten in Niedersachsen und Bremen als gef\u00e4hrdet, weitere 10 Prozent stehen auf der Vorwarnliste. Auch vermeintlich h\u00e4ufige Arten wie der Igel tauchen dort inzwischen auf. Neben dem Stra\u00dfenverkehr falle er nun \u00f6fter Rasenm\u00e4hrobotern zum Opfer.<\/p>\n<p>Intensive Landwirtschaft, Pestizide und Klimawandel bedrohen Tiere<\/p>\n<p>Besonders kritisch ist die Situation laut NLWKN bei Flederm\u00e4usen und Kleins\u00e4ugern. Feldhamster, Gartenschl\u00e4fer und das Graue Langohr seien vom Aussterben bedroht. Gr\u00fcnde seien unter anderem intensive Landwirtschaft und der gro\u00dffl\u00e4chige Einsatz von Pestiziden. Aber auch Klimawandel und Urbanisierung setzten vielen Arten zu. Steigende Meeresspiegel etwa gef\u00e4hrden demnach die Aufzuchtpl\u00e4tze von Kegelrobben und Seehunden, D\u00fcrreperioden lassen Feuchtgebiete austrocknen.<\/p>\n<p>Susanne Gerstner, Landesvorsitzende des Bundes f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen, mahnte: &#8222;Die Ergebnisse zeigen eindr\u00fccklich, dass das Artensterben in Niedersachsen nahezu ungebremst voranschreitet.&#8220; Auch der BUND in Bremen zeigte sich &#8222;alarmiert&#8220; \u00fcber die neuen Roten Listen. Der Senat m\u00fcsse den Artenschutz in den Mittelpunkt seines Handels stellen, &#8222;f\u00fcr die Umwelt und vor allem f\u00fcr uns Menschen!&#8220;<\/p>\n<p>Luchs, Wolf und Biber sind Erfolgsgeschichten<\/p>\n<p>Anne Kura, Sprecherin f\u00fcr Naturschutz der Fraktion der Gr\u00fcnen im Landtag, sagte: &#8222;Die neuen Roten Listen belegen leider, dass wir uns auch in Niedersachsen beim Schutz heimischer Arten in einem Wettlauf gegen die Zeit befinden.&#8220; Artenschutz d\u00fcrfe kein Versprechen auf dem Papier bleiben.<\/p>\n<p>Gleichzeitig zeigen die neuen Daten auch Erfolge: Der Wolf wird nicht mehr als ausgestorben, sondern inzwischen als ungef\u00e4hrdet gef\u00fchrt. Auch der Luchs, die Kegelrobbe, der Fischotter und der Biber haben sich in Niedersachsen wieder angesiedelt \u2013 dank gezielter Schutzma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Artenschutzminister sieht &#8222;dringenden Handlungsbedarf&#8220;<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die 53 in Niedersachsen und Bremen vorkommenden Heuschreckenarten wurde eine neue Gef\u00e4hrdungseinsch\u00e4tzung vorgelegt. 14 Arten gelten als bestandsgef\u00e4hrdet, darunter die vom Aussterben bedrohte Heideschrecke. Der Klimawandel setzt laut Expertinnen und Experten besonders feuchtigkeitsliebenden Arten zu. W\u00e4rmeliebende Arten breiten sich dagegen zunehmend aus.<\/p>\n<p>Sophie Kirberg vom NLWKN sagte: &#8222;Ohne gezielte Schutzma\u00dfnahmen und verl\u00e4ssliche Daten drohen wir, das Artensterben nur zu dokumentieren \u2013 anstatt es zu verhindern.&#8220; Minister Meyer sah einen &#8222;dringenden Handlungsbedarf f\u00fcr den Schutz von S\u00e4ugetieren und Insekten&#8220;. Und vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Niedersachsen hie\u00df es: &#8222;Die Rote Liste darf nicht zum Klageregister unseres Versagens werden \u2013 sie muss die Grundlage sein, um wirksam gegenzusteuern.&#8220; Schutzma\u00dfnahmen in der Fl\u00e4che seien &#8222;alternativlos&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Niedersachsen &amp; Bremen Viele heimische S\u00e4ugetiere sind gef\u00e4hrdet oder ausgestorben 07.08.2025, 15:05 Uhr Erstmals seit rund 30 Jahren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":327501,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30,1411,92981,26454],"class_list":{"0":"post-327500","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-niedersachsen","13":"tag-saeugetiere","14":"tag-viele"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114990494783729738","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/327500","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=327500"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/327500\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/327501"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=327500"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=327500"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=327500"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}