{"id":327784,"date":"2025-08-08T03:57:12","date_gmt":"2025-08-08T03:57:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/327784\/"},"modified":"2025-08-08T03:57:12","modified_gmt":"2025-08-08T03:57:12","slug":"tourist-bereut-seinen-zwischenstopp-in-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/327784\/","title":{"rendered":"Tourist bereut seinen Zwischenstopp in Bremen"},"content":{"rendered":"<p>Ein Ausflug an die K\u00fcste ist f\u00fcr Frank P\u00fcrschel deutlich teurer geworden als geplant. Der Sauerl\u00e4nder erlebte am vergangenen Wochenende in Bremen eine b\u00f6se \u00dcberraschung: Seinen Zwischenstopp im Hotel musste er am Sonntagmorgen um eine Taxifahrt zum Abschlepphof nach Woltmershausen erweitern. Mehr als 400 Euro \u00e4rmer und mit ordentlich Wut im Bauch konnte er dann seine Fahrt nach Warnem\u00fcnde fortsetzen. Was war passiert?<\/p>\n<p>\n    Am Sonnabend kam P\u00fcrschel gegen 20 Uhr am B+B-Hotel in der Findorffstra\u00dfe\/Ecke Admiralstra\u00dfe an, um dort eine Nacht zu verbringen. Das Hotel sei wegen einer Tagung stark ausgelastet gewesen, alle hauseigenen Parkpl\u00e4tze waren P\u00fcrschel zufolge belegt. Der Sauerl\u00e4nder machte sich also auf die Suche nach einem Parkplatz \u2013 in dieser Gegend ohnehin ein schwieriges Unterfangen, <a class=\"linked-story\" href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-findorff\/ueber-23-000-besucher-turnup-brmn-veranstalter-ziehen-positives-fazit-doc81tcuh4ydw59x3yoatb\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das durch das Deutschrap-Festival TurnUp Brmn auf der B\u00fcrgerweide noch schwieriger wurde.<\/a> P\u00fcrschel w\u00e4hnte sich also im Gl\u00fcck, als in der Admiralstra\u00dfe ein Auto aus einer L\u00fccke fuhr.\n<\/p>\n<p>Versto\u00df ist unstrittig<\/p>\n<p>Vergangen war das Gl\u00fcck, als er am Sonntagmorgen um sechs Uhr die Reise fortsetzen wollte, aber sein Auto nicht mehr fand. Geklaut, habe er zun\u00e4chst gedacht. Abgeschleppt, ergab sich dann nach einem Anruf bei der Polizei. Um 21.20 Uhr sei das passiert, habe ihm ein Anwohner berichtet, so P\u00fcrschel. Auch andere Fahrzeuge habe es demnach getroffen. <\/p>\n<p>Fest steht: P\u00fcrschel hat an der Stelle illegal geparkt. Das r\u00e4umt er im Nachhinein auch ein. Was der Sauerl\u00e4nder als Parkplatz ausmachte, ist ein Gehweg. Zwar ist der stra\u00dfenseitige Teil des Gehwegs anders gepflastert als der hausseitige Bereich \u2013 was auch in einigen Stra\u00dfen der Fall ist, in denen das Gehwegparken erlaubt ist. Ein entsprechendes Schild, das das Parken auf dem Gehweg erlaubt, gibt es in diesem Bereich der Admiralstra\u00dfe jedoch nicht. Das sei ihm entgangen, sagt P\u00fcrschel. Er habe sich an der Pflasterung orientiert, die in seiner Heimat Parkraum markiere.<\/p>\n<p>Ob der Tourist tats\u00e4chlich ahnungslos irrte oder bei der Parkplatzsuche auf Risiko spielte, l\u00e4sst sich nicht kl\u00e4ren. Es ist auch nicht entscheidend, denn am Ende geht es um die Frage der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit. Ein Kn\u00f6llchen f\u00fcr einen Parkversto\u00df, sagt P\u00fcrschel, h\u00e4tte er \u00e4rgerlich gefunden, aber akzeptiert. &#8222;Diese Abschleppaktion war total unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig&#8220;, kritisiert der Durchreisende. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Portrait\" alt=\"Frank P\u00fcrschel hat die Parksituation nach dem Abschleppvorgang fotografisch nachgestellt.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"width:auto;max-height:none;object-fit:cover;\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Portraitdoc81ufsgi03471mldk0jpx-jpg.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Frank P\u00fcrschel hat die Parksituation nach dem Abschleppvorgang fotografisch nachgestellt.<\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     Frank P\u00fcrschel <\/p>\n<p>Am Sonntag, nach dem unfreiwilligen Besuch beim Abschlepphof, ist P\u00fcrschel noch mal zum vermeintlichen Parkplatz zur\u00fcckgekehrt und hat die Situation fotografisch nachgestellt. Auf diesen Bildern ist zu sehen, dass das Auto erkennbar auf dem Gehweg steht, dort aber etwa ein Meter Platz bis zum Zaun des anliegenden Mehrfamilienhauses verbleibt. Auch Ein- oder Ausfahrten werden nicht blockiert. &#8222;Genau so stand ich auch am Sonnabend&#8220;, versichert P\u00fcrschel. Wen er denn auf diese Weise \u2013 und insbesondere sp\u00e4tabends am Wochenende \u2013 so behindert habe, dass ein Abschleppen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sei, will er wissen.<\/p>\n<p>Am Mittwochvormittag steht an gleicher Stelle ebenfalls ein Auto, weitere davor in gleicher Position auf dem Gehweg. Der Anwohner habe ihm am Sonntag berichtet, dass das \u00fcblich sei, aber sonst nicht abgeschleppt werde, sagt P\u00fcrschel. Dass ein Verkehrsversto\u00df auch dann ein Versto\u00df bleibt, wenn er oft begangen und selten geahndet wird, ist ihm klar. Trotzdem sieht der Betroffene sich einer Unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit ausgesetzt, die ihn 410 Euro plus Taxigeld gekostet habe.<\/p>\n<p>War das Bremer Ordnungsamt im Recht? Diese Frage l\u00e4sst sich vorerst nicht kl\u00e4ren. Im &#8222;Erlass \u00fcber das Abschleppen und Verwahren von Kraftfahrzeugen&#8220; hei\u00dft es, die Anordnung zum Abschleppen sei &#8222;eine Ermessensentscheidung, die unter Beachtung des Grundsatzes der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit in jedem Fall eine Abw\u00e4gung der Einzelumst\u00e4nde erfordert und in der Regel eine konkrete Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer voraussetzt&#8220;. <\/p>\n<p>Zum konkreten Fall \u00e4u\u00dfert sich die Innenbeh\u00f6rde auf Anfrage nur begrenzt. Beh\u00f6rdensprecher Ren\u00e9 M\u00f6ller erkl\u00e4rt: \u201eIch zweifele die Arbeit des Ordnungsamtes nicht an. Die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit wird bei solchen Vorg\u00e4ngen von der Verkehrs\u00fcberwachung immer beachtet. Das machen die t\u00e4glich und beruflich.&#8220; <\/p>\n<p>P\u00fcrschel hat nun die M\u00f6glichkeit, sich im Anh\u00f6rungsverfahren zur Ordnungswidrigkeit zu \u00e4u\u00dfern. Dass er die Sache auf sich beruhen lassen wird, ist unwahrscheinlich. Der Reisende hat nach eigener Aussage eine Beschwerde-Mail an den Bremer B\u00fcrgermeister geschrieben und \u00fcberlegt, einen Anwalt einzuschalten. Auf dem R\u00fcckweg von Warnem\u00fcnde ins Sauerland will Frank P\u00fcrschel seinen Zwischenstopp in Oyten machen. Von Bremen habe er erst mal genug.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc81txkajdzfpwuuk0lnj\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-findorff\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Ausflug an die K\u00fcste ist f\u00fcr Frank P\u00fcrschel deutlich teurer geworden als geplant. 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