{"id":327803,"date":"2025-08-08T04:07:11","date_gmt":"2025-08-08T04:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/327803\/"},"modified":"2025-08-08T04:07:11","modified_gmt":"2025-08-08T04:07:11","slug":"hilfe-gegen-hass-im-netz-auf-der-hellen-seite-der-medienmacht-startseite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/327803\/","title":{"rendered":"Hilfe gegen Hass im Netz: Auf der hellen Seite der Medienmacht &#8211; Startseite"},"content":{"rendered":"\n<p>Diese zun\u00e4chst fast verwirrende Vielfalt liegt im Ursprung des LMZ begr\u00fcndet. Schon 1920 nahm die sogenannte Stadtbildstelle in <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> ihre Arbeit auf, kurz darauf wurde die W\u00fcrttembergische Bildstelle gegr\u00fcndet. Vor genau 100 Jahren fusionierten die beiden Einrichtungen \u2013 der Vorl\u00e4ufer des LMZ war geboren. Dessen Aufgabe war es \u00fcber viele Jahrzehnte hinweg, die Schulen mit Fotos, Filmen und Leihger\u00e4ten zu versorgen. \u201eSo sollte der Unterricht anschaulicher werden\u201c, sagt LMZ-Direktor Michael Zieher. <\/p>\n<p>In der Medienbildung liegt heute die Kernkompetenz des LMZ <\/p>\n<p>Es gab bis 2014 sogar eigene Fotografen, die umherreisten und Land und Leute dokumentierten. Die daraus entstandene <a href=\"https:\/\/sesam.lmz-bw.de\/media-center-select\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mediathek mit zwei Millionen oft einzigartigen Bildern<\/a> ist von historisch unsch\u00e4tzbarem Wert und kann von jedem genutzt werden.<\/p>\n<p>Heute braucht niemand mehr eine Filmrolle, ein VHS-Abspielger\u00e4t oder einen Overheadprojektor, und auch einzelne Fotos werden eher selten noch in den Unterricht integriert. Das Ziel, Lehrer und Sch\u00fcler in ihren Bed\u00fcrfnissen zu unterst\u00fctzen, ist deshalb zwar gleich geblieben, die Art und Weise aber hat sich radikal gewandelt: Medienbildung, darin liegt heute in den 38 Medienzentren in <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/thema\/Baden-W%C3%BCrttemberg\" title=\"Baden-W\u00fcrttemberg\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Baden-W\u00fcrttemberg<\/a>, von denen Stuttgart das gr\u00f6\u00dfte ist, die Kernkompetenz des LMZ. 300 Mitarbeitende helfen dabei, sich in einer digitalen Welt zurechtzufinden. <\/p>\n<p>Die Palette an Angeboten ist riesengro\u00df. Ganz grundlegend ist die Sensibilisierung f\u00fcr die Risiken im Netz: Was passiert mit meinen Daten, was darf ich mit Bildern machen, wie setze ich Social Media richtig ein? Jeden Freitag von 14 bis 17 Uhr kann man im Stuttgarter LMZ in der Rotenbergstra\u00dfe in die etwas andere Computerspielschule kommen, wo man p\u00e4dagogisch geeignete, aber auch popul\u00e4re Games ausprobieren kann. Oder derzeit l\u00e4uft die Kampagne \u201eBitte was?!\u201c, bei der junge Menschen lernen k\u00f6nnen, wie sie mit Hass und Fakenews im Netz umgehen.<\/p>\n<p>Das Landesmedienzentrum hat sich damit zu einer hellen Seite der Medienmacht entwickelt. Und die positiven Facetten der modernen Technik spielen eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Im Stuttgarter Medienzentrum ist etwa ein Tonstudio eingerichtet, in dem Sch\u00fcler zu einem Gedicht von Heinrich Heine, den sie gerade im Deutschunterricht behandeln, einen Rapsong dichten k\u00f6nnen. Auch Podcasts werden dort aufgenommen. Ganz neu ist ein eigenes hochmodernes Fernsehstudio, in dem das Medienzentrum zum Beispiel Tutorials f\u00fcr Sch\u00fcler produzieren kann. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/media.media.34592d5d-32ba-4db5-9c31-a8df939cd4c0.original1024.media.jpeg\"\/>     Michael Zieher leitet das Landesmedienzentrum mit seinen 38 Standorten.    Foto: LMZ    <\/p>\n<p>Aber damit ist die Bandbreite noch lange nicht zu Ende. Ganz wichtig ist dem LMZ auch, das technische Interesse der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu st\u00e4rken. Im Keller in Stuttgart wurde deshalb ein \u201eMaker space\u201c eingerichtet, in dem man mit verschiedenen Maschinen wie 3D-Druckern oder Laserger\u00e4ten T-Shirts gestalten oder Weihnachtskarten basteln kann. Lastwagen mit entsprechender Ausr\u00fcstung sind mobil an Schulen unterwegs. Grundsch\u00fcler k\u00f6nnen sich mit Legok\u00e4sten ins Reich der Robotik wagen, f\u00fcr \u00e4ltere Sch\u00fcler steht die gute alte Fischertechnik zur Verf\u00fcgung. <\/p>\n<p>Weiter gibt es Lernportale f\u00fcr die Sch\u00fcler, die im Unterricht nicht alles sofort verstanden haben oder sich auf eine Pr\u00fcfung vorbereiten wollen. Der Zugang geht aber nur \u00fcber die Schule. Und nicht zuletzt entwickelt das Landesmedienzentrum auch Ideen f\u00fcr den Unterrichtsraum der Zukunft, in dem es vielleicht verschiedene Sitzecken und sogar eine kleine K\u00fcche geben wird. Gerade wird ein solcher Raum in Stuttgart beispielhaft eingerichtet. \u201eIn solchen R\u00e4umen ist es ruhiger und es f\u00e4llt leichter, sich wohl zu f\u00fchlen\u201c, sagt Michael Zieher. Er ist stolz auf die Vielfalt der Medienzentren: \u201eIn diesem Umfang und in dieser Bandbreite sind wir einzigartig.\u201c<\/p>\n<p>Allein im Stadtmedienzentrum Stuttgart finden j\u00e4hrlich 200 Veranstaltungen mit zusammen 7500 Teilnehmern statt, berichtet dessen Leiter Hans-J\u00fcrgen Rotter. Es k\u00f6nnten noch deutlich mehr sein, aber dazu sind die personellen Ressourcen zu begrenzt. Man setze deshalb verst\u00e4rkt darauf, Mentoren auszubilden, die das Wissen weitertragen, so Rotter. <\/p>\n<p>K\u00fcnftig sollen die Themen K\u00fcnstliche Intelligenz und allgemein die Digitalisierung noch st\u00e4rker in den Fokus r\u00fccken. Man m\u00fcsse die Digitalisierung viel konsequenter anpacken, sagt Zieher, sonst sei Baden-W\u00fcrttemberg bald nicht mehr das Land der Dichter und Denker. In Estland beispielsweise gebe es an jeder Schule eine Lehrkraft ausschlie\u00dflich f\u00fcr IT, Medienkompetenz und Digitalisierung. \u201eDas Landesmedienzentrum tut \u00e4hnliches, aber in schw\u00e4cherer Form\u201c, so Michael Zieher. Man kann heraus h\u00f6ren, dass er sich in diesem Bereich deutlich mehr Engagement von Landes und Bund w\u00fcnscht.<\/p>\n<p> Das Landesmedienzentrum <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Geschichte<\/strong><br \/>Die Stadtbildstelle Stuttgart ist bereits 1920 gegr\u00fcndet worden und lieferte Fotos und Filme f\u00fcr Schulen. Die sp\u00e4teren Landesbildstellen Baden und W\u00fcrttemberg fusionierten 2001 zum heutigen Landesmedienzentrum.<\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Museum<\/strong><br \/>Am Standort Karlsruhe in der Moltkestra\u00dfe 64 wird gerade ein Landesmedienmuseum aufgebaut, in dem alte Diaprojektoren und Filmger\u00e4te zu sehen sein werden. Vor allem aber k\u00f6nnen dort Sch\u00fcler die heutigen Technologien ausprobieren. Die Er\u00f6ffnung ist f\u00fcr das Fr\u00fchjahr 2026 geplant. fal<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Diese zun\u00e4chst fast verwirrende Vielfalt liegt im Ursprung des LMZ begr\u00fcndet. 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