{"id":327962,"date":"2025-08-08T05:35:11","date_gmt":"2025-08-08T05:35:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/327962\/"},"modified":"2025-08-08T05:35:11","modified_gmt":"2025-08-08T05:35:11","slug":"wohntraum-statt-grossraum-wie-die-umwandlung-gelingt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/327962\/","title":{"rendered":"Wohntraum statt Gro\u00dfraum &#8211; Wie die Umwandlung gelingt"},"content":{"rendered":"<p>Das 15 Fu\u00dfballfelder gro\u00dfe Quelle-Areal im N\u00fcrnberger Westen steht seit 16 Jahren leer. Immer wieder wurden L\u00f6sungen diskutiert. Einer der Vorschl\u00e4ge: Alles abrei\u00dfen. Stattdessen wird ein neues Projekt den alten Geb\u00e4uden wieder Leben einhauchen. Die Firma Bayerisches Immobilien Kontor wandelt das ehemalige Verwaltungsgeb\u00e4ude um. In 385 Wohnungen. <\/p>\n<p>Tausende neue Wohnungen m\u00f6glich<\/p>\n<p>Insgesamt k\u00f6nnten durch Projekte wie dieses allein in N\u00fcrnberg etwa 2.500 Wohnungen entstehen, wie das M\u00fcnchner Ifo-Institut und der Immobilienberater Collier exklusiv f\u00fcr BR24 errechnet haben. In <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/muenchen-weiterhin-spitzenreiter-bei-immobilienpreisen,Up2ubVA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen <\/a>w\u00e4ren es laut einer Ifo-Studie sogar rund 14.000 Wohnungen. Der bayerische Bauminister Christian Bernreiter will <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/wohnungsmarkt-wie-der-bund-leerstand-bekaempfen-will,UaWkuy5\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leerst\u00e4nde k\u00fcnftig besser nutzen<\/a>, d\u00e4mpft aber die Erwartungen: &#8222;Auf den ersten Blick h\u00f6rt sich das immer gut an. Man muss aber auch die Kosten betrachten, ob das geeignet ist und es umzuwandeln ist.&#8220; Das aber liegt in erster Linie an der jeweils zust\u00e4ndigen Kommune. Sie hat die Bauplanungshoheit. Da m\u00fcsse die Umwandlung nat\u00fcrlich gewollt sein, erg\u00e4nzt Bernreiter.  <\/p>\n<p>Hoffnung auf bezahlbaren Wohnraum<\/p>\n<p>In N\u00fcrnberg ist der Wille offenbar inzwischen vorhanden: Das Quelle-Areal ist eines von mehreren Projekten, die hier derzeit realisiert werden. Und auch in der Landeshauptstadt M\u00fcnchen tut sich einiges. Architekt Rudolf Hierl ist Pionier auf diesem Gebiet und Mitautor einer aktuellen Studie. Er meint, dass in der Branche und in der Politik ein Umdenken stattfinden m\u00fcsse, damit durch die Umwandlung nicht nur Luxusappartements entstehen, sondern auch <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/forchheimer-entwickeln-modulhauskonzept-fuer-bezahlbaren-wohnraum,UmZiAz8\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bezahlbarer Wohnraum<\/a>: &#8222;Ich brauche nicht immer den hohen Standard, sondern ich kann so ein Ding einfach nehmen, wie es ist und auf Low-Standard-Ebene umwandeln. Das Bewusstsein gibt es hier bisher nicht.&#8220;  <\/p>\n<p>Kosten und Aufwand liegen an Alter der Immobilie<\/p>\n<p>Wie hoch die Kosten und der Aufwand bei der Umwandlung sind, h\u00e4ngt vor allem vom Alter des Geb\u00e4udes ab, gibt Rudolf Hierl zu bedenken. Bei einem Bau, das vor 1980 entstanden ist, sei das technisch sehr aufw\u00e4ndig, unter anderem wegen Vorgaben beim <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/nach-jahren-des-leerstands-baustart-in-muenchner-studentenstadt,UJMaWir\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Brandschutz<\/a>. Meistens passe zudem das Tragwerk nicht, die Raumh\u00f6hen seien ein Problem oder der W\u00e4rmeschutz. Doch ab den 80er Jahren seien die Geb\u00e4ude sehr resilient gebaut, wie man heute sagen w\u00fcrde, meint Hierl. Da brauche es gar nicht viel.<\/p>\n<p>Rudolf Hierl schreckt auch vor schwierigen Umwandlungen nicht zur\u00fcck. Sein aktuelles Projekt steht in der Kaulbachstra\u00dfe in M\u00fcnchen, nicht weit vom Englischen Garten und der Universit\u00e4t. Der Investor wollte das Geb\u00e4ude eigentlich abrei\u00dfen und neu bauen. Doch die Lokalbaukommission von M\u00fcnchen hat den Abriss nicht genehmigt.<\/p>\n<p>Vorteile der Umwandlung<\/p>\n<p>Trotz einiger Probleme hat die Umwandlung viele Vorteile, auch f\u00fcr den Investor, betont Andreas Herz von der Real-Treuhand Immobilien: &#8222;Wir verwenden die graue Energie, die hier in dem Geb\u00e4ude gebunden ist, wir sparen CO\u2082, wir bel\u00e4stigen die Nachbarn nicht so mit L\u00e4rm. Wir werden eine k\u00fcrzere Bauzeit haben, nachdem wir hier was stehen lassen.&#8220; Auch das sind Themen, die Projekt- und Bautr\u00e4gern nat\u00fcrlich wichtig sind. <\/p>\n<p>Gut 40 Appartements werden hier entstehen. F\u00fcr einen besseren L\u00e4rmschutz muss sich Architekt Rudolf Hierl noch etwas \u00fcberlegen, aber insgesamt ist er sehr optimistisch. Es wurden wirklich gute L\u00f6sungen gefunden &#8211; und das sei eigentlich ein Beleg f\u00fcr Umwandlung. &#8222;Die brauchen halt ein bisschen mehr Arbeit, aber dann kriegt man da wirklich gute Grundrisse rein. Also, da sind Wohnungen dabei, da w\u00fcrde ich selbst auch gern wohnen, wenn ich Student w\u00e4re&#8220;, so Hierl. <\/p>\n<p>Wunsch nach besseren Rahmenbedingungen<\/p>\n<p>Ein Beispiel, das Schule machen k\u00f6nnte. Doch daf\u00fcr m\u00fcssten aus seiner Sicht die beteiligten Akteure in der Wohnungspolitik, also Bund, L\u00e4nder und Kommunen, besser und entschlossener zusammenarbeiten. <\/p>\n<p>Und Simon Krause vom M\u00fcnchner Ifo-Institut mahnt bessere Rahmenbedingungen an, damit das Potenzial leichter genutzt werden kann. Wichtige Punkte sind f\u00fcr ihn: Das Baurecht vereinfachen und vereinheitlichen. Umbauten d\u00fcrften nicht l\u00e4nger wie Neubauten behandelt werden und Vorgaben wie zum Beispiel die Stellplatzpflicht m\u00fcsse \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das 15 Fu\u00dfballfelder gro\u00dfe Quelle-Areal im N\u00fcrnberger Westen steht seit 16 Jahren leer. Immer wieder wurden L\u00f6sungen diskutiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":327963,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,26768,29,30,5331,20336,5336,1268,2192,5728,11030],"class_list":{"0":"post-327962","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-bueroflaechen","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-immobilien","13":"tag-immobilienmarkt","14":"tag-immobilienpreise","15":"tag-muenchen","16":"tag-wohnungsbau","17":"tag-wohnungsmarkt","18":"tag-wohnungsnot"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114991525011012267","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/327962","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=327962"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/327962\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/327963"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=327962"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=327962"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=327962"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}